Alte Freundschaft, Neue Freundschaft

GeschichteAllgemein / P12
Conrad Weller Greta Gwendal von Voltaire Saralegui Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
06.03.2010
02.09.2011
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06.03.2010 884
 
2. Versprechen

Er war immer noch überrascht über das plötzliche Auftauchen seiner alten Sandkastenfreundin, die vor 10 Jahren weggezogen ist, weil ihr Vater eine bessere Arbeit bekommen hatte.
"Ich kann es immer noch nicht glauben, dass du uns nach all den Jahren mal wieder besuchen kommst, Nade-chan." freute sich Miko Shibuya darüber.
"Ich bin auch froh euch alle mal wiederzusehen." entgegnete sie ihrer Tante.
Als sie alle noch klein waren, nannte sie Shoris und Yuris Mutter Tante Miko und Yuri und Shori nannten Nadeshikos Mutter Tante Midori.
Sie sah zu Yuri hinüber, der in einer Ecke des Zimmers von seinem älteren Bruder Shori eine kleine Predigt zu hören bekam.
"Wie kann es eigentlich sein, dass du deine erste und älteste Freundin aus Kindertagen einfach so vergessen kannst. Ihr habt früher alles zusammen gemacht. Ihr habt sogar zusammen gebadet." sagte er seinem kleinen vergesslichen Bruder. Bei seinem letzten Kommentar schoss Yuri das Blut in den Kopf und er wurde rot.
'Mensch Yuri, warum wirst du denn jetzt rot. Damals waren wir noch Kinder, 3-jährige.'
"Ich hab es ja kapiert, Shori. Kannst du mich jetzt bitte in Ruhe lassen, ich habe es gerade so geschafft ohne Begleitung hierher zu schaffen." Er dachte zurück an die Flucht vor Wolfram und wie er mit großem Glück und Gunthers Hilfe vor ihm entkommen war. Er seufzte. Shori sah auf seinen kleinen Bruder herab und gab es auf ihn um eines besseres zu belehren.
"Was soll man nur mit dir machen...", fing er an.
"Es tut mir ja leid, dass ich so eine Hohlbirne bin." entgegnete Yuri protzig.
"Das meine ich doch gar nicht...", seine Stimme wurde auf einmal kindischer. "Wie oft muss ich dir denn noch sagen, dass du mich Onii-chan nennen sollst."
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"Sag mal Nade-chan, hast du schon einen Freund? Die Jungs müssen sich ja förmlich um dich reißen." sagte Miko scherzend. Nadeshiko lächelte.
"Um ehrlich zu sein, ich habe noch keinen Freund gehabt. Es ist nicht so, dass mich noch niemand gefragt hat, eher dass ich noch keinen wollte." antwortete sie Miko. Diese sah sie verständnisvoll an.
"Aber warum willst du noch keinen?" wollte sie von ihr wissen. Nadeshiko lächelte sie freundlich an.
"Ich warte auf den Richtigen. Ich hatte schon immer eine genaue Vorstellung von meiner Begegnung mit ihm. Unsere Blicke treffen sich und in dem Augenblick weiß ich, er ist es." gab sie träumerisch zur Antwort. Mikos Augen haben angefangen zu funkeln. Anscheinend gefiel ihr diese Vorstellung einer Begegnung. Sie ergriff ihre Hände.
"Ich hoffe du findest ihn bald." sagte sie ihr. Nadeshiko strahlte.
In der Zwischenzeit sind Yuri und Shori näher gekommen. Yuri hatte den letzten Teil des Gesprächs mitbekommen, tat aber so als wüsste er von nichts.
Die Haustür ging auf und man hörte Shoma vom Flur her rufen:
"Tadaima! Schatz was gibt es heute wundervolles zu essen?"
Als er ins Wohnzimmer kam, erblickte er Nadeshiko. Er blieb stehen und seinen Lippen entwich ein kurzes "Aaaaaahhhh!"
" 'Aaaaaahhhh!'? Ist das eine Art 'Hallo' zu sagen?" fragte Miko ihren Ehemann böse.
"Entschuldigung. Ich bin nur überrascht, ich habe nämlich nicht erwartet Nadeshiko hier anzutreffen." entschuldigte er sich. Miko seufzte, lächelte jedoch gleich darauf.
"Es gibt Curry, Otou-san." antwortete Shori auf seine gestellte Frage. Shoma nickte und wandte sich Nadeshiko zu.
"Isst du mit uns?" wollte er von ihr wissen. Diese schüttelte ihren Kopf und sagte:
"Nein, ich muss gleich los, sonst macht sich Mama noch Sorgen. Ihr kennt sie ja."
"Ja, sie ist wirklich fürsorglich. Besser du bereitest ihr keine allzu große Sorgen. Wer weiß, ob sie sonst einen Herzkaspar bekommen." sagte Shoma belustigend. Miko sah ihn darauf wieder böse an. Er spürte den stechenden Blick in seinem Rücken und erstarrte.
"Ja, da hast du recht, Onkel Shoma." sagte sie, um ihm ein wenig aus der Patsche zu helfen.
Sie ging in Richtung Haustür, Yuri folgte ihr. Während sie sich ihre Schuhe anzog, sagte Yuri plötzlich:
"Tut mir leid."
Sie drehte sich um, um ihm ins Gesicht sehen zu können.
"Was tut dir leid?" wollte sie wissen.
"Dass ich dich vergessen habe." sagte er leise. Nadeshiko lächelte. Dieses Lächeln erinnerte ihn an seinen Namensgeber, auch die Worte die drauf folgten, waren denen von Conrad sehr ähnlich.
"Schon gut Yuri. Man kann nicht von jemandem erwarten sich nach 10 Jahren an jemanden zu erinnern, den man solange nicht mehr gesehen hat."
Inzwischen hatte sie ihre Schuhe an und wandte sich Richtung Tür. Sie ergriff die Türklinke, stoppte jedoch, bevor sie diese herunterdrückte.
"Versprichst du mir etwas Yuri?" fragte sie ihn mit Blickrichtung Tür. Yuri war verwirrt, sagte dann jedoch: "Klar doch."
"Wenn ich jemals in Schwierigkeiten gerate und du zwischen meinem Leben und dem Wohl der Welt entscheiden müsstest, dann wähle bitte die Welt zu retten mit all ihren Einwohnern. Mensch wie Mazoku und Shinzoku." Danach öffnete sie die Tür, ging hindurch und schloss sie wieder, noch bevor Yuri registrieren konnte, was gerade passiert war.