Alte Freundschaft, Neue Freundschaft

GeschichteAllgemein / P12
Conrad Weller Greta Gwendal von Voltaire Saralegui Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
06.03.2010
02.09.2011
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1. Begegnung

Heute morgen wollte er aufbrechen. In seine Welt.
"Nein Wolfram, du kommst nicht mit!" sagte Yuri seinem ungewollten Verlobten zum tausendsten Mal.
"Warum denn nicht, hast du mir vielleicht etwas zu verschweigen? Du bist ja so ein leichtes Bürschchen!" entgegnete ihm Wolfram.
"Nein habe ich nicht, aber wenn du mitkommst, wirst du die meiste Zeit zu Hause herumsitzen und uns, vor allem mir, auf den Wecker gehen." versuchte Yuri Wolfram zu überzeugen.
"Glaubst du wirklich, dass ich dich alleine irgendwo hingehen lasse?" protestierte Wolfram.
"Ich glaube kaum, dass du mit mir zur Schule kommen kannst." murmelte Yuri etwas schräg an Wolfram vorbei.
"Ach und warum nicht?" wollte Wolfram wissen.
"Ganz einfach. Ein nicht angemeldeter Schüler darf nicht so ohne weiteres mit in die Schule kommen!" Kaum hatte er diesen Satz beendet, sprintete er los. Er rannte in Richtung des königlichen Bades. Unglücklicherweise lief er Gunther über den Weg.
"Ah, Heika, hier seid ihr also. Ich, Lord Gunther von Kleist habe euch schon..."
"Tut mir leid Gunther, aber ich habe es eilig. Wir sehen uns später." Mit diesen Worten rannte er an Gunther vorbei und bog kurz darauf nach rechts ab.
"YUUUUUUUURIIIIIIII!" ertönte es von hinten.
Als sich Gunther nach demjenigen sehen wollte, dem diese Stimme gehörte, sah er wie ein schlecht gelaunter Wolfram angerannt kam. Gunther stellte sich in seinen Weg.
"Aus dem Weg Lord von Kleist!" brüllte Wolfram Gunther an. Dieser blieb gelassen und entgegnete: "Bitte achtet auf euren Ton, Lord von Bielefeld. Außerdem, würde ich gerne erfahren, warum du hier so rumrennst."
"Ganz einfach. Yuri will in seine Welt zurück und ich habe mich dazu entschlossen ihn zu begleiten. Wenn ihr jetzt bitte aus dem Weg gehen könntet." erzählte er Gunther.
"Seine Majestät will... Das müssen wir um jeden Preis verhindern, wer weiß wann er zurückkommen wird." sagte Gunther entschlossen. Er wandte sich in die Richtung in die Yuri gerannt war und rannte selbst los. Auch Wolfram nutzte den freigewordenen Weg, um hinter Yuri her zuspringen. Doch als sie im Bad ankamen, war nur noch aufspritzendes Wasser zu sehen.
"Heika, warum verlasst ihr euren treuen Gunther?" schrie er ihm noch hinterher.
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Als Yuri wieder auftauchte, war ihm so als hätte Gunther ihm noch etwas nach geschrien.
"Egal, ich bin jetzt zu Hause und..." Weiter kam er nicht, denn schon ging die Tür auf und seine Mutter stand im Türrahmen.
"Da bist du ja wieder Yu-chan." begrüßte sie ihn und fiel ihm um den Hals.
"Mutter...", fing er an
"Nenn mich ´Mama` Yu-chan." sagte sie wie immer mit einer etwas strengeren Stimme.
"Ach ja, das hätte ich fast vergessen dir zu sagen. Yu-chan du hast Besuch."
"Besuch?" sagte Yuri verwundert.
Als er sich trockene Sachen angezogen hatte, ging er nach unten ins Wohnzimmer. Dort traf er auf seinen älteren Bruder, der sofort über Yuri herfiel und ihn begrüßte.
"Willkommen zu Hause, Yu-chan. Ich habe mir Sorgen um dich gemacht."
"Lass mich los Shori." erwiderte Yuri.
"Es heißt Onii-chan, Yuri!" sagte Shori strenger.
"Ja, ja." Er bemerkte wie ihnen zwei Augen zusahen. Erst jetzt sah er, dass Shori nicht alleine im Wohnzimmer war.
"Hey Shori, willst du mich deiner Freundin nicht vorstellen?" fragte Yuri seinen Bruder, um endlich aus seiner Umarmung zu kommen. Tatsächlich ließ Shori ihn los, sah ihn aber komisch an, anstatt ihm das Mädchen vorzustellen.
"Hast du sie etwa schon vergessen, Yuri?" wollte Shori von seinem kleinen Bruder wissen.
"Naja, ich kann mich jedenfalls nicht an ihr Gesicht erinnern." antwortete er ihm.
Shori legte seine rechte Hand auf seinen Kopf und seufzte.
"Ich verstehe immer noch nicht wie jemand wie du tatsächlich, du weißt schon."
'Das war eindeutig eine Anspielung auf meinen Titel als Dämonenkönig.'
"Ich kann nichts dagegen machen, immerhin war es ja nicht meine Idee. Aber da sie mich nun einmal ausgewählt haben, bin ich es halt geworden." entgegnete er seinem Bruder protzig.
Jetzt erhob sich das Mädchen von der Couch und mischte sich in das Brudergespräch ein.
"Schon in Ordnung, Shori, immerhin haben Yuri und ich uns ganze 10 Jahre nicht mehr gesehen. Da kann es schon einmal passieren, dass er mich vergessen hat." redete sie auf Shori ein.
"Du hast dich wirklich kein bisschen verändert. Das letzte Mal vor 10 Jahren hast du doch so was ähnliches gesagt." entgegnete er ihr in einem sanften Ton, den Yuri nicht von seinem Bruder gewöhnt war.
"Sag mal, Shori, du bist dir ganz sicher, dass es nicht deine Freundin ist. Ich meine so wie du mit ihr redest, so vertraut." hakte Yuri nochmal nach.
"Nein, Shori und ich sind nicht zusammen, wir sind nur Freunde. Das solltest du doch am besten wissen, Yuri. Ich bin aber schon ein bisschen enttäuscht, dass du dich wirklich nicht mehr an mich erinnerst." sagte sie zu Yuri.
"Tut mir leid, aber ich hatte in letzter Zeit so viel zu tun." versuchte sich Yuri zu entschuldigen.
"Mach dir nichts daraus. Ich vergesse auch ständig Sachen, die wichtig sind. Aber ich hätte nie gedacht, dass du dein Versprechen nicht einhältst." sagte sie mit einer traurigen Stimme.
"Versprechen? Was für ein Versprechen?" fragte Yuri und sah ratlos in ihr Gesicht. Ihm fiel auf, dass es sehr wohl geformt war, außerdem hatte sie schöne schwarze Augen und ebenso schwarze Haare, wie fast alle Japaner.
"Komisch, dein Gesicht kommt mir so bekannt vor...", sagte Yuri.
"Immerhin scheinst du mich noch nicht ganz vergessen zu haben. Es ist lange her, dass wir uns gesehen haben, um genau zu sein 10 Jahre, 3 Monate und 25 Tage, als ich von nebenan nach Kyoto gezogen bin." erwiderte sie.
In Yuris Kopf lief alles auf Hochtouren.
"AAAAAAAAAA!!!!! NADESHIKO FUKUWA!" schrie er aus voller Kehle.
"BINGO!" schrie sie zurück.
 
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