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Afghanische Spezialitäten

von TheFIRM
GeschichteAbenteuer / P18 / Gen
Caspar Reindl Demir Azlan Frank Wernitz Freddy Sedlack Gebhard Schurlau Konny von Brendorp
22.02.2010
22.02.2010
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Afghanische Spezialitäten
Sooo, endlich wieder was von mir...
Das letzte Kapitel von "Komplott" kommt bald. "Schockwelle" pausiert gerade, da diese Story in erster Linie im Hintergrund läuft.
Bitte schreibt mir wie immer viele Reviews. Viel Spaß und bis dann!

gez. AngelOne
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Diese Geschichte ist teilweise angelehnt an die Ereignisse vom 7. April 2004 nahe Falludscha, Irak.

> Ostafghanistan, 80 km vor Peshawar an der Afghanisch-Pakistanischen Grenze


Der Wind strich sanft über die Gräser. Die Halme der Felder raschelten leise hin und her; die Sonne zeichnete sich gegen die Berge in der Ferne ab. Ein Gerüst ächzte und knarrte unter dem Gewicht eines Wassertanks, Eisenbahngleise flimmerten unter der Hitze des Nachmittags. In dieser afghanischen Provinzsiedlung herrschte reges Treiben. Füße rannten über staubige Feldwege. Staub wurde aufgewirbelt, Kies knirschte, Motoren brummten.
Einige Wolga-Geländewagen russischer Produktion mit aufgepflanzten Maschinengewehren fuhren hektisch durch die Straßen, um irgendwo versteckt zu werden. Vereinzelt war irgendwo Kindergeschrei zu hören; verschleierte Frauen flüchteten hastig mit ihren kleinen Kindern in den Schutz von Hügeln, Hütten, von Bäumen oder auch in tiefe Erdlöcher.
Der vermummte Kopf eines Mudschaheddin zeichnete sich gegen die Sonne ab. Die dunkelbraunen Augen blitzten. Über die Schulter hatte sich der Mann ein AK-47 gehängt; in der linken Hand hielt er eine Panzerfaust RPG-7. Er blickte über dir verstaubte Landschaft, vorbei an dem Dorf, den Eisenbahnschienen, dem Wassertank, den Bäumen. Heute würde er wieder morden. So wie es seine Brüder und Schwestern und er selbst schon so oft getan hatten. Der Stammeshorcher hatte einen Konvoi deutscher Soldaten angekündigt, der in zwei Wochen hier durch kommen sollte.


> Militärisches Sperrgebiet Chocolate Mountains, US-Bundesstaat Kalifornien

Das Brummen wurde lauter. Immer lauter. Und plötzlich war es direkt dar.
Mit einem Mal dröhnten drei C-130 Hercules Transportflugzeuge über einen Berghang und donnerten mit hoher Geschwindigkeit tief in den Canyon hinein. Die Grassträucher auf dem Hang schüttelten sich.
Die Flugzeuge hielten sich dicht über dem schmalen Fluß, der in der Mitte des Canyons floss. Dann zogen die Maschinen in einer steilen Linkskurve rauf und verließen den Canyon.
Der Leader der US Air Force gab das Signal zum Beenden der Übung, und die C-130 machten kehrt.
Im Cockpit der zweiten Maschine saß Demir auf dem Pilotensitz, während Frank neben ihm die Flugkarte studierte. Der Deutschtürke hatte sich die Sonnenbrille aufgesetzt, und schien einen missgelaunten Eindruck zu machen. Schließlich machte er seiner Laune Luft.
„Mann, seit vier Wochen spielen wir die Clowns in diesen Bergen, trainieren taktischen Tiefflug, Lastenabwürfe und Anti-Beschuss-Verteidigung! Von einer Ausbildung zum Transportpiloten war bei der GSG 9 nicht die Rede gewesen!...Glaubst du, das wird noch lange dauern, Geb?“
„Alles weiß ich auch nicht, Demir. Aber so wie ich dich kenne, könntest du dir diese Zeit, die du gerade als so anstrengend empfindest, schneller zurück wünschen als dir lieb ist.“
„Irgendwo hat Demir aber Recht, Geb. Findest du es nicht ein bisschen merkwürdig, dass Anhoff uns zu einer Fortbildung hier in die USA schickt, um uns das Fliegen beibringen zu lassen?“, warf Frank ein, der nun die Karte bei Seite gelegt hatte, um das Steuer zu übernehmen. „Tja, ich sag nur ständig wechselnde Anforderungen. Wer weiß, für was er uns in Afghanistan vorgesehen hat.“
In der dritten C-130 machten sich Caspar, Konny und Feddy ihre Gedanken zum selben Thema. „Was meint ihr darüber, Jungs?...Wisst ihr, wohin wir nach dieser Sonderausbildung versetzt werden?, wollte Freddy wissen.
„Keine Ahnung, Freddy. Da ist ja aber auch der Reiz bei diesen freiwilligen Sonderaufträgen. Bis dahin genieße es ich in vollen Zügen, mit dir ein Team zu bilden“, witzelte Konny.
Caspar, der die Maschine gerade in den Landeanflug brachte, konnte es nicht lassen, seine beiden Kameraden zu kommentieren. „Mädels, ihr benehmt euch mal wieder furchtbar“, grinste er. „Wer? …Wir??...Wir doch nicht!“

> Luftwaffenbasis des Marine Corps in Yuma, Arizona
20 Minuten später…

Der Stützpunkt glühte im Licht der Mittagssonne. Die C-130 waren in ihre Parkpositionen vor den Toren  des Hangars Nr. 1 am Ende der Basis gebracht worden. Die Propeller liefen noch aus, während die 50er sich am Eingang der ersten Maschine vorne links versammelten. Neben ihnen hatte auch noch die 30er, 90er und 630er diese Ausbildung absolviert.
Geb stand in der Tür und lehnte am Rahmen, während er den Blick über das Flugfeld schweifen ließ und einen großen Schluck aus einer Wasserflasche nahm.
Er reichte die Flasche an Frank weiter. „Bin mal gespannt, was da auf uns zukommt“, brummte dieser. Riecht mir verdächtig nach verdecktem Einsatz.“
„Tja, werden wir sehen. Hiernach steht erst mal Überstunden abbummeln an. Und in einer Woche geht´s dann Richtung Hindukusch.“, gab Geb zur Antwort und blickte plötzlich an Frank vorbei, denn ein amerikanischer Humvee des Marine Corps kam in ihre Richtung und hielt kurz darauf direkt vor ihnen an. Ein First Lieutenant des Marine Corps stieg aus und kam auf die 9er zu. Geb hüpfte aus der Maschine und kam dem Offizier entgegen.
Dieser streckte ihm die Hand hin und Geb schüttelte sie.
„Gebhard Schurlau?“  „Yes.“  Der Soldat salutierte vor ihm und die 9er erwiderten den Salut. „First Lieutenant David McShellter. I am advised to bring you and your Team to the Office of the Base´s Commander immediately, Sir!”
“Alright, just one moment, please. My Team and I need to pack our personal equipment. We´ll be right there.”  “Okay, Mr. Schurlau, but get going, You´re awaited urgently.”
Damit wandte sich der Offizier ab, und ging zurück zum Humvee.
Geb wandte sich an seine Truppführerkollegen Bob Carstens(30er), Paul Singer(90er) und Jörn Francke(630er). Die Setführer  steckten die Köpfe zusammen. „Also, wir werden mal Mauerspechte spielen. Ihr testet nochmal die Ausrüstung und bewacht die Flieger.“
„Alles klar!“, antworteten Bob, Paul und Jörn unisono.

Die 50er kletterten in den Humvee und brausten von dannen. Der US-Offizier preschte mit durchgedrücktem Gaspedal über das Flugfeld.
„Hoffentlich kriegen wir bald raus, worum es eigentlich geht. Mir brennt´s unter den Fingernägeln!“, meinte Demir.
„Du hast dich doch wie wir alle freiwillig gemeldet, also lass das Schimpfen!“, grinste Konny gemein. „Nein, Nein! Geb hat sich freiwillig gemeldet, und ihr guten Geister habt euch natürlich gleich drangehängt. Außerdem…was wärt ihr denn ohne mich?“, gab Demir fies zurück. „Also blieb mir gar keine andere Wahl!“
Caspar wandte sich an Freddy. „Aber du, Tiger, warum bist du mitgekommen? Du bist doch eigentlich auf Urlaub“ „Die brauchten sechs Piloten für die Mission…Einer für alle, Alle für einen. Ich konnte euch doch nicht alleine losziehen lassen!“
Der Humvee rollte an einem Regierungsflugzeug Boeing 787 mit der Aufschrift „Bundesrepublik Deutschland“ vorbei, was sofort die Aufmerksamkeit der GSG 9-Beamten auf sich zog. Freddy sah sich die Maschine genauer an. Es war ein Flugzeug des Innenministeriums. „Da! Der Vogel ist vom BMI…Wir haben Besuch von einem hohen Tier, Jungs!“, sagte er, während sie vom Rollfeld fuhren und um ein Bürogebäude fuhren.  Der Humvee stoppte direkt vor dem Foyer der Verwaltungsgebäudes. Die 9er stiegen aus und traten durch den Eingang.
Im 4. Stockwerk klopften sie an die Tür des Büros des Basiskommandanten.  
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