Geschenk

GeschichteRomanze / P16 Slash
Conrad Weller Iossac Glyèe Shibuya Yuri Wolfram von Bielefeld
19.02.2010
21.07.2014
6
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Name: Geschenk
Autor: Небо в глазах ангела (Himmel im Augen von einem Engel)
Beta: kaeseklops
Pairing: Yuuram
Gerne: Romantik
Große: 10 Kapiteln
Status: Beendet
Übersetzer: Sailorstar (Animexx); CrazyAngel (Ff)


1. Was willst du als Geschenk haben?

Wolframs POV
Zwei Jahre. Zwei unerträgliche lange Jahre sind wir verlobt und... und gar nichts.
Unser Verhältnis ist immer noch nicht über die Grenze der reinen Freundschaft gegangen und mir wäre... ah! Und warum zum Teufel werden sie auf der Erde so erzogen, hä?
Warum glaubt er, dass ein Mann sich nur in eine Frau verlieben kann?
Was macht mich schlechter? Erschlagen können, hätte ich diesen Schwächling.
Sollte er mich auch nur angucken, mit seinen unerträglich nachtschwarzen Augen, gefriert oder springt mein Herz in meiner Brust.
Nicht mal ein Wort kann ich dann sagen.
Ich hätte schon lange alles gesagt, was ich über diese Sache denke, aber... was ist, wenn er dann beleidigt ist und mich verlässt? Nein, so ist es dann doch besser. Er ist kein Freund mehr, aber ein Verlobter ist er auch noch nicht. So ist es auch besser. So wird er zu mindestens in meiner Nähe sein.

In einer Woche habe ich Geburtstag. Ich frage mich, ob er sich daran erinnert. Es wäre besser, wenn er sich daran erinnern würde, denn sonst weiß ich nicht, was ich mit ihm mache.
Obwohl, letztes Jahr musste er nicht daran erinnert werden. Er hat mir ein Geschenk ausgesucht und es mir geschenkt.
Wie glücklich ich an diesem Tag war! Es war eine hölzerne Vogelfigur. Die Figur war so kunstvoll geschnitzt, als ob sie gleich losfliegen würde.
Sie breitete ihre Flügel über den Flammenzungen aus, welche aus hellerem Holz gemacht wurden, als das Feuer selbst. Als ich sie gesehen habe, nach dem ich mit den Unmengen an Geschenkpapier fertiggeworden bin, in welchen sie eingewickelt war, verschlug es mir glatt die Sprache.
Hast du wirklich an mich gedacht, als du dieses Wunder gekauft hast?
Gleich, an dem Feierlichen Abend, welcher mir zu Ehren im Schloss gemacht wurde, kam Conrad zu mir und erklärte, dass das nicht wirklich ein Vogel sei, sondern ein Phoenix - ein besetzter von alten Legenden der Erde,
welcher im Feuer wiedergeboren wird und stirbt.
So poetisch hatte er es erzählt, dass ich wirklich zugehört hatte. Kann doch mein Bruder reden, wenn er will.
Doch ich war ihm dankbar für die Erklärung. Jetzt verstehe ich, warum du sie für mich ausgewählt hast.
Und was wirst du mir dieses Jahr schenken?

Yuuris POV
Man, wie schwer es doch ist - Geschenke zum Geburtstag zu besorgen. Besonders wenn man nicht irgendjemanden gratulieren willst, sondern einem Freund, e~ eh... einem sehr nahe stehenden Freund. Es ist auch noch um einiges schwieriger, wenn dieser aus einer anderen Welt kommt als du selbst, und nicht mit einem brandneuem Spiel oder einer CD abgespeist werden kann.

Letztes Jahr hatte ich ehrlich gesagt Glück gehabt. Nach dem Training bin ich durch eines der ältesten Viertel von Tokyo gewandert und bin zufällig über einen Geschenkeladen gestolpert, welcher sich in den Beton- Dschungel verwirrt hat.
Und dann hatte ich ihn im Schaufenster gesehen. Phoenix.  Symbol der Wiedergeburt in der westlichen Kultur, hat man uns in der Schule erzählt.
Und er kann auch noch, wenn er wiedergeboren wird, seine wahre Form wieder erlangen, im Feuer.
Als ich ihn gesehen hatte, habe ich gleich verstanden, dass es genau das ist was ich brauche.
Denn Wolfram ist ein Feuerdämon.
Ich kann mich erinnern wie die Feuerbänder, Funken sprühend auf mich zurasten.
Wenn meine Maohkraft nicht gewesen wäre, dann wäre ein Unglück passiert.
Doch ich bin nicht beleidigt oder so. Wegen Wolfram kann man überhaupt nicht beleidigt sein. Oder es klappt einfach nur bei mir nicht. Sauer werde ich auch nur dann, wenn ich zum Maoh werde.
Und im Großen und Ganzen denke ich, dass, wenn er nicht wäre, wäre meine Maryoku nicht erwacht.
Früher habe ich es bereut, dass es so gekommen ist, doch jetzt verstehe ich, wie dumm ich damals war.
Denn jetzt kann ich mir ein Leben ohne New - Makoku und deren Bewohner nicht mehr vorstellen. Und noch...  ja, auch ohne ihn nicht.
Und wieder mal muss ich ihm ein Geschenk suchen.
Etwas Außergewöhnliches und Einzigartiges, so wie er es für mich ist.

***
"Conrad," An wen außer ihn könnte ich mich denn noch wenden?
"Ist irgend etwas passiert?" lächelte mir Weller entgegen, als ich ihn im Schlosspark gefunden hatte, er trainierte mit Yosak, mit dem Schwert, welcher, als er mich sah, gleich irgendwelcher Arbeit zustimmte und weg ging.
Ist er immer so, oder nur zu mir?
"Hast du eine Ahnung", Ich atme tief ein, fühle mich, wie der größte Idiot, doch ich brauche seinen Rat.
"Hast du eine Ahnung was ich Wolfram schenken könnte? Was ihm gefallen könnte?"
"Oh!" Erstaunt hebt Weller seine Augenbraue. "Das meinst du."
Unter seinem Blick erröte ich. Ich kann es einfach nicht kontrollieren.
"Wie sieht's denn aus?" bestehe ich darauf, wagte jedoch nicht meinen Blick zu heben.
Ich verstand, dass ich dämlich aussehen musste.
Also wirklich, und so was nennt sich Freund. Kann sich nicht mal selbst ein Geschenk ausdenken.
"Weißt du, alles hängt davon ab, was du mit diesem ausdrücken willst."
Dafür schätze und respektiere ich ihn, er macht sich nie über mich lustig, als ob er mich wirklich ernst nehmen würde, selbst wenn ich mir selbst wie der Größte Idiot vor kam.
Vielleicht kommt das davon, dass er ein Mann des Militärs ist.
Immer hin hat die Armee strenge Anforderungen für die Einhaltung der Unterordnung. Obwohl andererseits, Wolfram hat seinen eigenen Trupp und er ist auch eine Art von Krieger, doch wie kann man von ihm einen normalen Umgang erwarten?
"Wie meinst du mit <<ausdrücken will>>?"
"In welcher Funktion willst du ihm gratulieren?" Irgendwie verstand ich es nicht.
Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir, Conrad und ich, in verschiedenen Sprachen sprächen.
Was heißt <<in welcher Funktion>>? Wolfram und ich kennen uns schon sehr lange, er ist mein Freund... na ja, er ist auch  mein Verlobter.
Wie es auch immer sein mag, er ist mir wirklich sehr wichtig. Ist es denn nicht natürlich, dass ich ihm was schenken will, was ihm auch gefällt?
"Yuuri." Sagte Conrad seufzend, innerlich verkrampfe ich mich bei seinem Ton.
Was er sagen will? "Er ist doch nicht nur dein Freund, wie wir alle. Er ist doch immer noch dein Verlobter,"
Ich bekam große Augen. Denkt er wirklich, dass ich es nicht verstehe?
Aber diese Verlobung ist nicht mehr als ein Zufall und ein guter Grund für Wolfram, um mich die ganze Zeit zu necken.
Und überhaupt habe ich das Gefühl, dass er mir, nur um mich weiterhin zu ärgern, nicht erlaubt die Verlobung zu annullieren.
Er hat doch damals gesagt, dass ich es nicht würdig sei Maoh zu sein und er mich nicht anerkennen wird, egal was ich machen würde. Auch wenn mein Maryoku im Kampf gegen ihn erwachte und er seine Wörter zurück nahm.
So weiß ich doch wie stur er ist! Er denkt wahrscheinlich immer noch, dass ich nicht würdig bin...
"Deswegen frage ich dich." setzt Weller fort.
"Als wer willst du ihm was schenken? Als Freund oder Verlobter?"
"Ist es so grundlegend?"
"Natürlich," erklärte er geduldig "Um einem Freund zu gratulieren reichen ein paar nicht wirklich wichtige Geschenke, wegen welchen er trotzdem  glücklich sein wird, wegen dem Zeugnis deiner Aufmerksamkeit.
Doch wenn man einen Verlobten beschenken will... " er macht eine vielsagende Pause, "ist es etwas schwieriger.
Also, als wer willst du ihm gratulieren? "
"Und wenn als Verlobter?" Was? Das habe ich gerade gefragt? Wie komme ich denn dazu?
Natürlich werde ich ihm nicht als sein Bewerber gratulieren. Das hat noch gefehlt! Er würde mir nach so was, keine ruhige Minute mehr lassen. Und ich selbst werde vor Scham verbrennen.
Wolfram nervt mich schon die ganze Zeit mit der Verlobung, oder beginnt sich wie das geliebte Eheweib auf zu führen, oder ist auf jede Säule eifersüchtig.
Und wenn ich ihm etwas auf diese Weise schenken würde, wird er dann völlig am Rad drehen.
Nein, ich will das nicht!
"Wenn ein Verlobter einem Verlobten etwas schenkt, da muss das Geschenk nicht nur etwas Besonderes sein, es muss auch sehr persönlich sein. Nur für zwei."
"Es ist, du willst sagen, dass wenn ich ihm als meinem, e-~ eh... Verlobten, gratulieren will, dann muss ich nicht nur ein einfaches Geschenk machen, sondern, so einer Art, für uns beide?"
"Sie konnten schon immer das Wesentliche auffangen, eure Majestät," von seinem Lob brennen jetzt meine Wangen wieder. Wieso werde ich immer so leicht rot?
"Und trotzdem weiß ich immer noch nicht, was ich ihm schenken kann, weder als Freund, noch als Bräutigam." rief ich, erkennend, dass das Problem nicht gelöst wurde.
"Du sollst erst entscheiden, wem du ein Geschenk schenkst und ich werde dann versuchen dir zu helfen."
"Ich... Ich werde nachdenken. Danke Conrad."
"Bitte sehr, Yuuri."
Ich stieg schon die Treppen empor, als mich sein letzter Satz einholte.
"Ich hoffe, dass sie die richtige Entscheidung treffen, eure Hoheit."
Was er wohl damit sagen wollte, hm?

Wolframs POV
Was passiert hier? Will er zum dritten Mal in einem Sessel schlafen? Außerdem ist Yuuri in letzter Zeit so in Gedanken versunken und verwirrt.
Als würde er die ganze Zeit über etwas angespannt nachdenken. Oder über jemanden... Wenn dieser Schwächling jemand anderes gefunden hat, ich... ich weiß einfach nicht, was ich mit ihm machen werde! Wie kann er es überhaupt wagen! ...
Obwohl, natürlich kann er es wagen.
Schließlich ist er der Maoh. Wahrscheinlich, wenn ich ihn nicht die ganze Zeit daran erinnern würde, dass wir so was wie verlobt sind, hätte er sich nicht daran erinnert... sich an mich erinnert.
Was mache ich falsch?
Früher haben mir Frauen so wie Männer hinterher gestarrt.
Und ich hatte absolut gar nichts dafür gemacht. Warum dann jetzt, wo ich ihm wirklich gefallen will, verhält er sich, als wäre er nur ein Freund? Was stimmt denn nicht?
Schon seit zwei Nächten legt er sich nicht mehr zu mir mit ins Bett.
Ich weiß nicht mit was es zusammenhängt, doch es macht mir Angst. Ist ihm meine Anwesenheit so zuwider?
Obwohl, früher hatte er nichts dagegen.
Dagegen hatte er am Anfang was, doch ich konnte doch noch meinen Willen durchsetzen, aber was ist jetzt mit ihm los?

Yuuris POV
Freund oder... oder doch Verlobter? Äh.
Es wäre gut wenn ich wüsste, wie er für mich fühlt. Und warum Maryoku, wie stark es auch sein mag, mir nicht erlaubt die Gedanken anderer Menschen zu lesen?
Denn sonst bin ich mir sogar sicher, dass ich ihm wirklich gefalle.
Was soll ich machen? Ich kann nicht wirklich schlafen, schon drei Tage lang.
Wenn ich mich ins Bett legen würde, würde ich Wolfram nicht ausschlafen lassen, würde mich von einer Seite auf die andere rollen. Deswegen setze ich mich auf einen Sessel und schau schon das dritte Mal Wolfram beim einschlafen zu.
Wolfram sieht so unschuldig und wehrlos aus wenn er schläft.
So rührend. Ich weiß doch, dass er sich selbst verteidigen kann und doch wird ein schmerzendes Gefühl in meiner Brust geboren.
Ich würde ihn gern mein ganzes Leben lang beschützen.
Es wäre einfacher Conrad zu sagen, dass sein kleiner Bruder für mich nur ein Freund ist und seine Version, was das Geschenk angeht, anhören.  
Aber... aber ich weiß doch selbst, dass es jetzt nicht mehr so ist.
Wolfram ist natürlich doch mein Freund, doch es ist, er ist es nicht ganz.
Irgendwie habe ich mich da noch nicht entschieden, wie ich für ihn fühle, ich weiß nur, dass ich für ihn nicht das Gleiche wie für Conrad, Günther, Murata oder andere fühle.

Wolframs POV
Es reicht. Ich habe keine Kraft mehr zum Warten.
Dieser Waschlappen will wohl wieder eine Nacht im Sessel verbringen.
Ist sein Rücken danach denn nicht betäubt und wie kann er danach auch noch richtig gehen?
"Yuuri," rufe ich vom Bett aus und stütze mich auf meinem Ellbogen ab.
"Ja..." Irgendwie nicht sicher und kindlich reagiert er auf meinen Ruf.
"Warum legst du dich nicht hin?"
"Will nicht." War ja klar, wie denn auch, er soll jemanden anderen anlügen und nicht mich.
"Denkst du wirklich, dass ich dir glaube?"
Ich warf die Decken zurück, stand auf, ging zu ihm rüber und ging vor ihm in die Knie. Er schaut mich so verloren an.
Wenn er es nur wüsste.
Wie ich doch diese kindliche Unbefangenheit in ihm liebe.
"Was ist? Erzählst du mir vielleicht was passiert ist?" frage ich ihn und sehe wie seine Wangen dunkelrosa anlaufen.
Hatte ich doch Recht und er hat sich jemand andern angeschafft? Fremdgeher!
Wie kommt‘s denn? Was gefällt ihm an mir nicht?
"Yuuri~~~" Ich schaffe es nicht mit der Wut in meiner Stimme fertig zu werden.
Ich kann nichts machen, er bringt mich aus dem Gleichgewicht.
Was bringt Erziehung? Was bringt angeborene Aristokratie wenn in der Nähe einer wie er ist?

Instinktiv lehnt sich Yuuri zurück und drückt sich in die Sessellehne.
"Wolfram, was machst du?"
"Du hast jemanden anderen?" Meine Stimme ist heiser, aber ich kann nicht mal husten.
Wenn er <<ja>> antwortet, was mache ich dann?
Seine schwarzen Augen weiteten sich erstaunt, er war so 'echt' erstaunt.
Habe ich mich getäuscht?
Habe ich mich wirklich getäuscht?
"Was redest du?",  ruft Yuuri und beugt sich plötzlich vor, packt mich an den Schultern zieht mit einem Ruck mich an sich.
Ich kann das Gleichgewicht nicht halten und kralle mich mit beiden Händen in die Polsterung der Sessellehne, auf beiden Seiten neben seinem Kopf und mit dem Knie stütze ich mich am Sessel zwischen seinen Beinen.
"Du verdächtigst mich schon wieder eines Betruges!"
Er atmet in mein Gesicht aus. Wir sind jetzt so nah an einander. Ich kann meinen Blick einfach nicht von seinen Lippen reißen.
Ich will so sehr ausprobieren, welchen Geschmack sie haben. Ich wage es nicht, dies selbst zu tun. Was, wenn ich ihn damit beleidigen würde, Weller hat doch gesagt, wie man auf der Erde dazu steht.
Worüber habe ich eigentlich geredet?  Mit der Willensstärke zwinge ich mich seinen Blick zu begegnen.
"Habe ich denn nicht Recht?"
"Natürlich nicht! Wie kannst du denken, dass ich dich so hintergehen würde? Du bist doch mein Freund, und Freunde lügen einander nicht an!" Seine Augen werfen Blitze, er ist jetzt so schön. Und mir ist bitter auf der Seele. So bitter von diesen Worten. Nur ein Freund. Ich verstehe selbst nicht, wie es passiert ist, doch meine Lippen hörten nicht auf mich, als würden sie ein eigenes Leben führen, wiederholte ich:
"Nur ein Freund?"
Er wurde noch röter als zuvor und schwieg.
"Okay, " ich entferne mich von ihm, gehe zum Bett, drehe mich um und frage über die Schulter: "Willst du immer noch nicht Schlafen?"
"Nein, denke ich."
"Verstehe." Ich krieche unter die Decke und rolle mich zu einem Ball zusammen. Im Hals bildete sich ein quälend bitterer Kloß, welchen ich nicht zu schlucken schaffte. Egal wie ich mich bemühe. Nur nicht weinen, nasse Wimpern haben mir noch gefehlt. Morgen zieh ich in mein altes Zimmer zurück. Na und! Ein gutes Geburtstagsgeschenk, nicht wahr, Yuuri?

Yuuris POV
Mir kommt es so vor, als ob ich schon wieder was falsch gemacht hätte. Wolfram ist traurig. Okay. Es wird sich mit der Zeit klären. Ich bin wirklich davon genervt auf dem Sessel zu schlafen und mich zu quälen. Es wäre einfacher ihn selbst zu fragen, was er von mir als Geschenk will. Ich ging zu meiner Hälfte des Bettes, lege mich hin. Er liegt mit dem Rücken zu mir, doch seine Atmung ist unregelmäßig, dass heißt, er ist noch nicht eingeschlafen.
"Wolfram?"
"Ja, " Kaum hörbar antwortete er, wie es aussieht ist ihm nicht nach einem Gespräch zumute.
"Was willst du zu deinem Geburtstag bekommen?"
"Von dir?"
"Von wem den sonst?"
Er schweigt so lange, dass ich es schon bereue, dass ich ihn überhaupt gefragt habe. Doch dann plötzlich, als ich die Hoffnung auf auch nur eine kleine Reaktion aufgegeben hatte, dreht er sich schnell zu mir um, umarmt mich an der Brust und flüstert mir ins Ohr.
"Ich will auf ein Date gehen... mir dir. Lädst du mich ein?"
Oh! Ich hatte nicht daran gedacht, dass er mich darum oder um Ähnliches bitten würde. Was nun? Doch ihn von mir stoßen kann ich nicht. Es ist wirklich angenehm, dass er mich so umarmt, er ist warm. Ich muss ihm doch irgendwas antworten.
Wie kann ich es ihm sagen? In mir wachte eine Wut auf mich selbst auf. Bin ich etwa ein kleiner Junge? Er ist nicht nur mein Verlobter sondern auch mein Freund.
Und Freunde verstehen immer einander. Das heißt, ich muss es sagen, wie es eigentlich ist.
Doch es war noch nie so peinlich gewesen ihm etwas zu gestehen.
"Wolfram," Ich umarme ihn auch und er atmet erleichtert aus. War er wirklich froh, dass ich so reagiere?
Vielleicht gefalle ich ihm doch? "Ich bin noch nie zu einem Date gegangen.
Ich weiß nicht wie... ist es dir peinlich?"
"Ist es dein Ernst?" Seine Augen sind so schön, vor allem wenn man sie aus der Nähe betrachten kann. Erst schaut er ungläubig, aber dann lächelt er und als wäre nichts gewesen legt er sich zu mir auf die Schulter.
"Ja." Ich atme erleichtert aus. Habe gar nicht gemerkt, dass ich meinen Atem angehalten habe.
"Danke.", flüstert er leise in meinen Nacken.
"Okay, lass uns schlafen. Ich bin schon ganz erschöpft von der Zeit als ich über einen Geschenk für dich nachgedacht hatte."
"Deswegen hast du dich nicht hin gelegt?"
"Ja, ich wollte dich bloß mit meiner Schlaflosigkeit nicht stören."
Er lächelt. Ich kann es nicht sehen, doch ich spüre es.
"Gute Nacht Yuuri."
"Ja."

Auf dem Kamin glühten rote Augen auf. Das Jahr ist fast abgelaufen. Bis zum Erwachen dauert es nicht mehr lange.
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auf jede Säule eifersüchtig. = wie man sich schon denken kann heißt es: das die Person sehr eifersüchtig werden kann oder ist.


Schreibt mir ob ich weiterhin diese Ff übersetzen soll