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Shattered

GeschichteDrama / P16 / Gen
Duke L'Orange
17.02.2010
17.02.2010
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17.02.2010 1.263
 
... Ich sagte doch, da kämen noch ein paar OS! *g*
Hier Nr. 1....

Spielt nach "How to kiss a Duck" und "Two Years" Kann man aber auch lesen ohne diese kennen zu müssen...

Disclaimer: Die Mighty Ducks TAS gehören Disney und eine gewisse Person, wurde von  Edmont Hamilton geschaffen und eine, gehört nur mir, die ganz am Ende.





SHATTERED


Schwarze, schmierige Wolken kalten Feuers, schwer von der Asche der verbrannten Erde, empor gehoben vom verdampften Eis, verdunkelten die Atmosphäre unserer Heimat; beraubten uns des hellen Lichtes unserer Sonne.
Und bald würde unsere letzte Bastion fallen; untergehen unter den unbarmherzigen Angriffen unserer Feinde.
Und heute morgen, hatte auch ich versagt.
Dabei, hätte der Widerstand diese Medikamente so dringend gebraucht.
Und nun hing ich hier in Ketten geschlagen, von Schuldgefühlen und Peitschenschlägen gemartert; und meine Hoffnung floss, Tropfen für Tropfen, zusammen mit meinem Blut aus mir hinaus, auf den kalten, rostroten Boden, gefärbt vom Blute derer, die mir voran gingen.
Ohne Hoffnung,. Hoffnungslos in der Dunkelheit verloren.
Ausgeliefert, verraten und verkauft.
Nicht mehr wert als der Dreck unter den Klauen dieser Eidechsen.
Ich liess den Kopf hängen.

Zwei Wochen gingen dahin und ich fand mich wieder in einem der Arbeitslager.
Zerschunden, in Fetzen und kaum mehr als ein Schatten meiner selbst; zerstört, wie meine Hoffnung.
Der Widerstand war beinahe geschlagen.
Ich erfuhr es von dem Duck der in meinen Armen, unter meinen Händen starb.
Ich gab endlich auf.
Endgültig.
Der letzte, noch so kleine Rest Hoffnung verliess mich; zusammen mit der geschundenen Seele in meinen Armen.

Als ich diesmal stolperte, vor Schwäche und Hunger in die Knie brach, stand ich nicht wieder auf.
Erlaubte mir endlich in diese samtene, schwarze, Dunkelheit zu tauchen. Auszuruhen.
Ich erlaubte es mir, nicht jedoch meine Peiniger; die Aufseher.
Mein Kopf ruckte unter einem knochenbrechenden Schlag herum, mein Schnabel schrammte an rauem Gestein entlang und ich winselte erbärmlich auf, als man mich mit Tritten, in meinem eigenen Blut über den Boden trieb.
Ein letztes Mal bäumte sich mein geschundener Körper auf und eine knarrende Stimme erklang: „Lasst ihn liegen, er verreckt so oder so...“
Und nichts wünschte ich mir in diesem Augenblick mehr.

Qualvoll, rasselte ein weiterer Atemzug durch meine Lunge, trieb die gebrochenen Rippen tiefer hinein.
Warum konnte ich nicht einfach sterben?
Weshalb, durfte ich nicht einfach gehen?
Wozu, noch länger leiden?
Ich fühlte wie etwas nach meinem blutigen Schnabel fasste und der Schmerz wurde zur Agonie, ein leises Wimmern entkam mir; und der erleichterte Gedanke, dass man mich vielleicht nun endlich töten würde.
Meine Hoffnung wurde zerschmettert.
„Bei allen Universen und allen Göttern sei Dank, du lebst...“ und der Schmerz in meinem Schnabel verschwand augenblicklich.
Wer war dieser Fremde?
„Du wirst mir jetzt genau zu hören l'Orange...“ die Stimme klang so sanft, ich hatte nicht gewusst, dass Engel männlich sind, „...Duke: Du wirst nicht heute – und schon gar nicht hier, sterben. Denn, dies würde sie mir nie verzeihen...“ und wieder war da eine sanfte, federleichte Berührung an meinem Schnabel; auf meinen Rippen, und eine warme, sanfte Welle spülte über mich hinweg, in mich hinein; und ich konnte fühlen, wie sich die Splitter meiner Rippen aus meiner Lunge zurückzogen, wie mir das Atmen leichter fiel, wie sich meine Verletzungen schlossen und langsam heilten.
Und als am Ende auch mein verbliebenes Auge, sich langsam klärte, konnte ich endlich verwirrt zu meinem Helfer emporblicken.
Doch, alles was ich sah, waren die Beine eines seltsamen, weissen Battlesuit.
„Ich kann dich nicht hier heraus bringen...“ diese sanfte Stimme klang unendlich traurig, „... du musst noch ein wenig durchhalten, mein Freund. Aber ich habe ein kleines Geschenk für dich...“ und dann ging er vor mir in die Knie, berührte meine rechte Wange, direkt unterhalb der Augenklappe und forderte mich auf: „Schliess deine Augen...“
Selbst wenn ich noch den Willen gehabt hätte, mich ihm zu widersetzen, ich hätte es nicht gekonnt.

Ich fühlte, wie er meine Augenklappe entfernte und so dieses elende Loch in meinem Schädel, diesen verhassten Beweis meiner Schwäche, meine sichtbare Weigerung Falcon zu töten, entblösste.
Und dann verlor ich mein Bewusstsein; und nur sehr langsam, fand ich in die Wirklichkeit zurück, verspürte als erstes einen seltsamen, wenn auch nicht unangenehmen Druck, da wo meine leere Augenhöhle sein sollte – und fuhr mit Meinen schmutzigen, blutbesudelten Fingern hoch zu meinem Auge.
Ich erstarrte, bewegte erst die Hand vor meinem Auge, schloss dann das Linke – und ich konnte meine Finger sehen, deutlicher als je zuvor, selbst hier in der Dunkelheit.
Erschrocken, verwirrt und verunsichert, zog ich die feuchte, nach Blut und Exkremten stinkende Luft in meine geheilten Lungen.
Wieder erklang die Stimme: „Ein VISOR*,“ und er setzte mir eine neue Augenklappe auf, bedeckte dieses seltsame Implantat damit, „nur ein kleines Geschenk. Hab Geduld und Vertrauen, finde den Mut zu kämpfen; und nun muss ich gehen. Bis in einer anderen Zeit, mein Freund.“

Ich verlor erneut den Kampf gegen meine Schwäche, meinen zwar geheilten, doch so unendlich erschöpften Körper.
Ich erwachte erneut, immer noch an der Stelle wo die Wachen, mich zum krepieren hatten liegen lassen; und für einen langen unendlich grausamen Moment, glaubte ich nur geträumt zu haben; bis ich meine Hand erneut, vor mein rechtes Auge hob, beide Augen erst verschlossen hielt und dann sehr vorsichtig das Auge hinter der Augenklappe öffnete; und ich meine Fingerspitzen erkennen konnte.
Ich lebte, war nicht tot und ich hatte wieder Hoffnung.

Das Blut welches noch in meinen Kleidern klebte, der Schmutz und der Gestank, hielten die Wächter als sie mich bei ihrer Morgenpatrouille fanden, davon ab mich genauer zu untersuchen, herauszufinden, weshalb ich noch lebte.
Mein letzter Peiniger vom Vorabend, schlug mir diese vermaledeite Elektropeitsche wieder über den Rücken, prügelte auf mich ein und höhnte: „Wer sich ausschlafen darf, kann auch arbeiten!“
Ein weiterer Schlag der meine Federn erneut mit Blut durchtränkte, das Fleisch darunter aufriss und mich zum schreien brachte.

Zwei weitere Wochen Hölle vergingen, bevor ich entkommen konnte.
Der Plan war einfach, ich würde aus dem einzigen Weg hinaus gelangen, den es gab:
Ich würde sterben.

Ich hielt meinen Atem an, liess sie mich treten, mich schlagen, blutig peitschen und rührte mich nicht, als sie mich für tot liegen liessen.
Ich rührte mich auch nicht als sie mich packten, eine Kette um meine Füsse schlangen und mich hinter sich her schleiften
Den ganzen Weg nach oben.
Hinaus aus den tödlichen Minen.
Dem Gefangenenlager Dragaunus'.
Und ich rührte mich nicht, als sie mich auf den grossen, zur Abschreckung vor dem Lager errichteten Haufen warfen.
Ich rührte mich nicht, als man meine toten Kameraden auf mich warf und ich rührte mich nicht, als die erstens Aasfresser kamen.
Erst, als die Nacht hereinbrach, wagte ich mich zu bewegen.

Ich kämpfte mich durch den Schneesturm, dessen Flocken, schwarz waren von all der Asche die sie in sich trugen, kämpfte mich bis hin zum ersten Aussenposten des Widerstandes, und brach am Ende vor Canard Thunderbeak zusammen.
Ich hatte es geschafft, war wieder da wo ich hinzu gehören schien...


... ich zwinge meine Tränen zurück, schlucke sie alle hinunter, streiche über die grosse Narbe an Dukes Rücken, schliesse meine Arme um ihn und halte ihn einfach nur fest, derweil er sich selbst an mich klammert und leise in meinen Sweater schluchzt.
Mein armer, armer, starker, unbesiegbarer Liebster.
Mein ganz persönliches Zeitparadoxon.
Endlich, hat er seinen Schmerz mit mir geteilt
Und ich weiss endlich bei wem ich mich zu bedanken habe.
Ganz leise hauche ich: „Ich liebe dich Duke l'Orange!“
Und lautlos, nur in meinen Gedanken schluchze ich:
„Danke Curtis, dass du meinen Mann gerettet hast.“


END

*(Visual Instrument & Sight Organ Replacement)
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