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A dragon's tale

Kurzbeschreibung
GeschichteAllgemein / P12 / Gen
10.02.2010
10.02.2010
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1.821
 
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Hallihallohallöle!
Ich wollte mal eine WoW-Fanfiction schreiben... und habe einfach mal angefangen.
Mal sehen wohin mein literarischer Schrott hinführt... aber ich bin mit meinem Prolog ziemlich zufrieden! Aber lest doch bitte, und sagt mir, wie ihr den Prolog fandet =)


Sie legte ihren Kopf auf seine Schulter, ihr seidig glänzendes Haar ergoss sich wie flüssiges Mondlicht über seinen Rücken, die vorderen Strähnen auch über seine von unzähligen Narben verzierte Brust, die nicht wie sonst von einem blauen Panzer geschützt wurde, sondern lediglich von einem leichten, weißen Hemd bedeckt. Beide standen vor dem kleinen Fenster, das grob aus den schrägen Holzplanken, die als hauptsächliches Baumaterial für das Gasthaus verwendet wurden, geschnitten war. Das orangene Licht der untergehenden Sonne fand nur noch spärrlich seinen Weg hinein, spiegelte sich allerdings prächtig auf dem Meer, das bis in die Bucht schwappte. Eine vereinzelte Möwe glitt gelassen in er angenehm warmen Abendbrise, die neben dem Geräusch, das die brandenden Wogen des Meeres erzeugten, die einzige Quelle für etwas war, was man hören konnte.
„Ich wünschte, die ganze Welt wäre endlich wieder so friedlich, wie dieser Ort es ist“, flüsterte sie, so leise, dass ihr Wunsch beinah von seinem ausgesprochen ruhigen Herzschlag übertönt wurde. Ein Lächeln schlich sich auf seine Lippen und sie sah daraufhin fragend zu ihm auf. Als er dies bemerkte, so setzte er an, ihr zu antworten; zögerte aber, bis er es mit einem Seufzen schließlich doch äußerte: „Aber Yriesa, du weißt, dass sogar dieser Ort am Tage nur von Kämpfen zwischen Beutegeiern wimmelt, und in der Nacht ein Diebesnest ist, habe ich nicht Recht?“
Sie nickte leicht, obwohl man ihrem Gesicht den Unmut anerkennen konnte, den seine, zugegeben ziemlich unromantische, Antwort ausgelöst hatte. Der junge Mann seufzte ein weiteres Mal, diesmal schwer, als würde ein Felsen auf seinen Schultern lasten. „Die Welt hat aber keine Chance darauf, jemals wieder so friedlich zu sein, wie sie einst war, und schon gar nicht, seitdem sogar die Aspekte die Kontrolle verlieren, oder gar selbst zu Gefahren werden...“
„Meine Mutter verliert ihre Kontrolle nicht!“, erwiderte Yriesa heftig und zutiefst empört, löste sich von ihm und trat einige Schritte zurück, um Abstand zwischen sich zu bringen. „Und eine Gefahr ist sie schon gar nicht! Wie könnt Ihr so etwas nur behaupten?“
Hilflos hob er die Arme in einer verzweifelten Geste und streckte sie nach ihr aus, doch Yriesa umfasste nur ihr Handgelenk mit der anderen Hand, drückte sie gegen ihre Brust und wandte den Blick ab. Bedauernd ließ er seine Arme wieder sinken und wartete schweigend darauf, dass sie wieder etwas sagte.
„Mit dem 'Zur Gefahr werden'... da habt ihr Todesschwinge im Gedächtnis, nicht wahr?“, fragte sie leise und hob ihren Kopf wieder, um ihm in die Augen zu sehen. Er wusste, was für eine Wirkung seine Augen auf Sterbliche haben konnten – aber auch auf Artgenossen. Sie waren tiefblau, ein leichtes Schimmern ging von ihnen aus, und dieses Schimmern verriet seine hohe Herkunft, sowie seine Angehörigkeit zum Blauen Drachenschwarm und der Untergebenheit zu seinem Meister Malygos, dem Herrn der Magie. Seine jetzige Gestalt gab ihm einige Vorteile und die Freiheit sich auf Kalimdor und den Östlichen Königreichen zu bewegen, wie er wollte. Er glich einem Hochhelfen haargenau, auch wenn er ein Stückchen größer war, als die Norm; sein Vorteil waren seine Augen. Kein Drache der anderen Schwärme, mit Ausnahme der Gründrachen, konnte sich so sehr unters Volk mischen, wie solche Blauen, die eine Elfengestalt hatten. Die Blutelfen hatten ihn schon oftmals mit offenen Armen begrüßt. Ein unverdorbener Hochelf, der dem Hunger nach Magie bisher noch nicht verfallen war, und sie dennoch nicht verurteilte; was wollten sie mehr? Der Gedanke an diese törichten Sterblichen, die nicht den Hauch einer Ahnung hatten, die manchmal mehr Informationen liefern konnten, als drachische Agenten, ließ ihn spöttisch auflächeln. Obwohl sie die Magie, die die Blauen so sehr liebten, manipulierten, konnten sie doch äußerst hilfreich sein.
Als er gänzlich in seinen Gedanken versunken nicht auf ihre Frage antwortete, bemerkte sie vorsichtig: „Aber Todesschwinge ist tot...“. Sie hatte seinen leeren Gesichtsausdruck augenscheinlich fehl gedeutet. Doch ihre unsichere Nachfrage ließ ihn sich versteifen. Da er Yriesa nicht unnötig beunruhigen wollte, ließ er sich ein kleines Spielchen einfallen, das ihr ihre Unsicherheit vergessen ließ; er machte einen ernsten Gesichtsausdruck und fragte eindringlich: „Sicher?“
Sichtlich eingeschüchtert zog sie den Kopf zwischen die Schultern, als wolle sie sich vor plötzlich aufkommender Kälte schützen. „N-Nein“, brachte sie hervor und war blass, wie er sie noch niemals zuvor gesehen hatte. Mit einem Schlag tat ihm eine der jüngeren Töchter der Träumerin leid, doch wollte er sie nicht unterbrechen, denn sie öffnete wieder die bleichen Lippen, um hinzuzufügen: „Ich war damals noch zu jung, als dass ich dieses ganze Gefüge verstanden hätte...“
Er ließ seine Miene sofort aufhellen, setzte ein Grinsen auf und überwand die Distanz zwischen ihnen mit nur wenigen Schritten. Bei der erschrockenen Yriesa angekommen, schloss er sofort die Arme um sie und drückte sie an sich, als wäre sie ein schutzloser Welpe, der seine Geborgenheit und Wärme in einer eisigen Nacht brauchte. Wohl da sie zu verdutzt war, erwiderte sie die Umarmung erst einige Momente später, doch dann voller Zuneigung, die ihn doch sehr überraschte.
„Lasst uns unsere letzte gemeinsame Nacht nicht mit solchen Schauergeschichten verbringen, versprecht Ihr es mir? Heute soll es nicht interessieren, was morgen wird...“, wisperte sie.

Als Yriesa am Morgen erwachte, durch sanftes Sonnenlicht geweckt, war der junge Blaue bereits wieder fort. Trauer ergriff ihr Herz, doch sie schüttelte energisch den Kopf, um auch die letzten trüben Gedanken zu verscheuchen und lieber wieder solchen Platz zu geben, die ihr Herz schneller schlagen ließen: Sobald er seinen Auftrag erledigt hatte, konnten sie sich wieder sehen; und so, wie sie ihn kannte, würde er nicht zögern, auch ein wenig zu pfuschen, um schnell wieder an ihrer Seite sein zu können. Vergnügt sprang sie aus dem mit Stroh gefüllten Bett, das mit einem weißen Laken und einer weißen Decke, sowie einem alten, plattgelegenen Kissen nicht sonderlich viel Komfort bot, und huschte zu dem Stuhl, über den sie ihre Kleidung geworfen hatte. Nicht wirklich ordentlich legte sie die verzierte, gelb-grüne Lederrüstung an, die hochrangige Druiden zu tragen pflegten. Kaum eine Viertelstunde später war sie bereits aus dem Gasthaus in Beutebucht, wie die Hafenstand hieß, gehuscht und machte sich auf den Weg, um zurück in die Drachenöde aufzubrechen, wo die Schreine der Drachen waren.

Er bedauerte es jedes Mal wieder die hübsche Tochter des Drachenaspektes Ysera zurück zulassen, aber ihm blieb kaum etwas anderes übrig, so sehr er es auch verschmähte. Die heimlichen Treffen zwischen der Grünen und ihm nahmen in den letzten Jahren stetig ab, da Malygos immer mehr mit ihm vorzuhaben schien, denn sein Meister schickte ihn von einem Flecken der Welt zum anderen. Es schien dem jungen Blauen beinah so, als wüsste der Aspekt von seinem Begehren..., aber das konnte unmöglich sein! Er bemühte sich stets unbeobachtet zu sein, wenn er sie traf... Sollte der Aspekt es wirklich wissen, so war sein Ruf dahin. Welcher blaue Drache ließ sich schon mit einem der anderen Schwärme ein? Wer wollte schon Mischbrut, ja, Missgeburten in seiner Linie?
Mit einer raschen Kopfbewegung jagte er solche Gedanken fort. Yriesa war die wundervollste Drachendame, die es auf Azeroth und in der Scherbenwelt gab, und er hatte bereits vor einigen Jahren beschlossen, sie zu seiner Gefährtin zu machen, wenn er erst einmal die Pflicht gegenüber seines Meisters abgearbeitet hatte, und frei über sich verfügen konnte. Er erinnerte sich genau an den Tag, an dem er, noch ungestüm, beinah noch als Drachenwelpe, der ebenso jungen wie kleinen Yriesa begegnet war. Es war an einem Tag, an dem ein Treffen zwischen den Oberhäuptern der Drachen stattgefunden hatte, und Yseras Vertreter hatte die Kleine mit sich genommen, um als kleine „Prinzessin“ des Grünen Schwarms, wie er sie liebevoll nannte, einer solch wichtigen Versammlung beizuwohnen und früh zu lernen, was für eine Verantwortung den Drachen oblag.
Er war damals nur einer von vielen, schwirrenden Welplingen gewesen, die zu Malygos Gefolge gehört hatten. Er war es nicht einmal wert, den selben Himmel zu durchgleiten, wie sie... und doch mochte sie ihn wohl.
Sein Flügelrauschen verebbte, es war nur noch ein Flattern zu hören, ein Laut, wie bei einem im Wind wehenden, geblähten Segel, das von der ledrigen Flugmembran stammte. Schließlich landete er und während er noch den Schwung in den Knien ausfederte, nahm er schon wieder, in einer sich aufrichtenden Bewegung, die Gestalt eines Hochelfen an. Sein Meister erwartete ihn bereits am Fuße des Nexus.

„Mutter!“, rief Yriesa und warf sich, freudestrahlend und in der zierlichen Elfengestalt mit leuchtend grünen Augen, an den Vorderlauf ihrer Mutter, auf den die Träumerin ihren schweren, großen Schädel gebettet hatte. Der Drachenaspekt war riesig, im Vergleich zu den normalen Großdrachen ihres Schwarms, hatte aber dieses typische Durchscheinende der erfahrenen Smaragddrachen, die sich dem Smaragdgrünen Traum angenommen hatten, und dort wachten.
Die junge Drachin wusste genau, dass ihre Mutter sie wahrnahm, wusste, dass sie da war, es aber nicht ausdrücken konnte. Wie immer huschten ihre Augenäpfel unter den geschlossenen Lidern hin und her, so als hätte sie unendlich viele Wesen um sich, auf die sie genau Acht geben musste. Nur war kaum ein Lebewesen im Smaragddrachenschrein, bis auf ein paar eulenartigen Wesen und blütenähnlichen Elementaren, und natürlich einer Druidenwache.
„Mutter...“, flüsterte sie, „...ich habe mich wieder mit Amethygos getroffen...“ Obwohl Yriesa genau wusste, dass Ysera nicht reagieren würde, wartete sie kurz ab und ließ die Information sacken. Sie erzählte aufgeregt und hastig, dass er so unendlich freundlicher war, als jeder Angehörige ihres eigenen Schwarms, und natürlich, dass er die schönsten Augen besaß, die ein Lebewesen nur haben konnte. Ein leises Schnauben entwich dem Drachenaspekt, als hätte dieser genau aufgepasst und die Geschichte, die ihre Tochter erzählte, vor Augen ablaufen sehen. Doch es war nur ein normales Atmen, eher gesagt, ein erleichterter Seufzer, den Ysera tat, wenn irgendein Problem aufgetaucht und daraufhin wieder gelöst worden war.
Doch Yriesa störte es nicht, dass ihre Mutter kein Zeichen gab, dass sie hörte, was sie erzählte. Nach einer Weile richtete sie sich auf, sah sich einen Moment um, und sprang in die Luft. Noch während dieses halbherzigen, und nicht wirklich hohen Sprunges, verwandelte sie sich. Es dauerte nicht lang, höchstens einen Herzschlag, und schon stand sie auf allen vieren, mit einem langen, mit einer Keule versehenem, Schweif und Flügeln im Schrein, bereit, jederzeit los zu fliegen, den Wind im Gesicht zu spüren und die Sorgen der Welt tief unter sich zu lassen.
Doch etwas erhielt ihre Aufmerksamkeit, dadurch, dass unvermittelt jemand auf ein Stöckchen, irgendwo hinter ihr, getreten war – das übliche, verräterische Instrument eben, das die Meisten auffliegen ließ.



Okay... das ist jetzt eine Art Prolog... beziehungsweise ich wollte zwei Figuren vorstellen, die später wichtig werden. So richtig los geht es in meinem ersten Kapitel, dann auch mit Charakteren, die man im Spiel auch spielen könnte =)  Hoffe, es ist trotzdem so okay....... ^^
Und, dass es jemand liest, hähä...
Lg
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