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nach tausend Jahren Rache

GeschichteMystery / P16 / Gen
Bill Conolly John Sinclair Suko
08.02.2010
02.03.2010
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08.02.2010 760
 
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Es war schon Spät in der Nacht und kaum einer war in der Kneipe. Die wenigen Gäste waren Stammgäste. Barney kannte sie gut. Sie würden erst verschwinden wenn er ihnen nicht mehr ausschänkte. Er sah ihnen mittlerweile an was sie genug hatten und noch würde es wohl eine Weile dauern. Er spülte in Ruhe Gläser und schaute sich aus müden Augen schaute er sich im Raum um. Er war schon lange in diesem Beruf und nicht mehr der jüngste. Mittlerweile würde er zu dieser Uhrzeit eigentlich lieber im Bett liegen als hier Bier zu verteilen. Seine Augen hatten einen roten Rand und sein Gesicht zeigte eindeutig das er morgens oft zu Faul war um sich zu rasieren. Stoppel überzogen das Gesicht und zeigten ein eindeutiges grau wie es auch seine Haare taten. Dumm das er keinen Sohn hatte an den er diesen ganzen Mist weitergeben konnte. So musste er entweder warten bis er nicht mehr arbeiten konnte oder bis jemand die Spielunke für eine menge Geld kaufte. Er hatte nicht genug angespart um nun einfach in Rente zu gehen.
„Hey Barney. Los noch eins.“ Die harte Stimme von Ray riss ihn aus seinen Gedanken. Er lallte schon ein wenig. Vielleicht kam Barney heute doch noch schneller zu seiner Nachtrunde als er gedacht hatte.
„Ja ja immer mit der Ruhe.“ Er versuchte nicht müde zu klingen was ihm nicht gelang. Doch seinen drei Gästen viel es nicht auf. Zu sehr waren sie mit sich selber beschäftigt. Schnell füllte er drei weitere Gläser und brachte sie zum Tisch. Die Kellnerin hatte sich schon vor Stunden verabschiedet. Barney hatte begonnen sie zu beneiden. Aber er brauchte nun mal das Geld.
„... das ist doch Unsinn. Geh einfach hin und besorg es ihr Ordentlich.“ Andreas hatte gesprochen. Eigentlich war er Therapeut doch wenn er zuviel getrunken hatte benahm er sich immer unmöglich.
„Das kann ich nicht machen Andy.“ Ray hatte sich soweit über das leere Glas gebeugt das man fast angst haben muss das er bald fest drinsteckte. Seine langen Haare hingen schon im Bier. „sie heiratet morgen meinen Bruder. Da kann ich sie nicht einfach zum Sex zwingen.“
„Genau richtig...“ der dritte im Bunde, der Polizeichef William schlug auf den Tisch. Die Gläser wackelten gefährlich. Das Glas das Barney gerade auf den Tisch gestellt hatte schwappte über und ein wenig Bier verteilte sich auf dem Tisch. „zwingen kannst du sie nich... aber Verführen....“
Barney verließ den Tisch schnell wieder nachdem er sich die leeren Gläser gekrallt hatte. Das wollte er nicht wirklich weiter mit anhören. Auf jedenfall war er sich sicher das die drei kein weiteres Bier bekommen würden.
Ansonsten würden sie noch auf schlimmere Ideen kommen als eine Frau einen Tag vor der Hochzeit zu vögeln.
Es war nun schon fast halb ein Uhr morgens. Morgen würde er später öffnen. Zumindest ein bisschen wollte er schlafen.
Ruhig spülte er die Gläser die er gerade eingesammelt hatte und begann nun die Runde durch den Raum. Er stellte die Stuhle auf die Tische. Morgen früh würde einer kommen und ordentlich den Boden fischen. Nach dem Tod seiner Frau hatte er eine andere gefunden die sich dazu bereit erklärt hatte. Er selber hatte nie was anderen geputzt als die Gläser der Gäste und er würde auch sicher bis zu seinem Tode nichts anderes putzen.
Die Diskussion der Männer wurde immer lauter. Barney warf ihnen immer wieder Blicke zu. Langsam hatte er angst das sie sich prügeln würden. Es war noch nie passiert aber man konnte nie vorsichtig genug sein.
„das ist Blödsinn ich kann und werde sie nicht in mein Bett lassen. Dazu hab ich schließlich geheiratet für was anderes ist diese dumme Frau auch nicht zu gebrauchen““ rief Ray nun laut und knallte das Glas fest auf den Tisch das man sich wunderte es es nicht klirrte „Barney noch einen!“
„Nichts da. Ihr kriegt nichts mehr. Geht nach Hause und schlaft euren Rausch raus.“ Barney öffnete den Männern die Tür und zeigte nach draußen.
Es war still draußen. Nichtmal eine Eule schrie in der Dunkelheit. Es war auch nur eine kleine stand und ausser der Kneipe hatte so spät nichts mehr offen.
„los raus mit...“ er kam nicht dazu auszusprechen. Ein Schrei durchbrach die Dunkelheit. Barney zuckte zusammen und die Männer stoppten mit ihrem Streit und begannen zu lauschen.
Barney trat aus der Dunkelheit und wollte sich umschauen wer da so geschrien hat als er auch schon umgerannt wurde. Eine junge Frau prallte gegen ihn. Er hatte mühe auf den Beinen stehen zu bleiben.
Sie zitterte und schien in Panik zu sein.
 
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