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Welcome back, Eric Draven!

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Erik Draven
05.02.2010
20.04.2011
8
10.511
 
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05.02.2010 1.252
 
Als Erik bei seiner Wohnung ankam, sah er Serena schon auf dem Dach sitzen. Er lächelte, fütterte dann seine Katze Gabriel, nahm seine Gitarre und setzte sich neben ihr aufs Dach.
„Wartest du schon lange hier?“, fragte er sie. Serena lächelte.
„Nein nicht lange. Ich hab dir ja zu gesehen. Sag mal kanntest du die Frau, die bei diesem Funboy war?“
„Ja. Sie ist die Mutter von Sarah. Sie kümmert sich nicht wirklich um ihre Tochter, weil sie in einer Bar arbeitet wo solche Gestalten wie Funboy auftauchen und weil sie Drogen nimmt. Deshalb haben Shelly und ich uns immer um Sarah gekümmert. Für Shelly war sie eine kleine Schwester, sie hatte Sarah wirklich gern. Und ich auch.“ Erik sah kurz in den Himmel und strich mit seinen Finger über die Gitarre. Serena beobachtete ihn aus dem Augenwinkel und sah dann ebenfalls in den Himmel.
„Das ist wirklich schön. Deine Frau muss wundervoll gewesen sein, nachdem was ich alles höre. Glaub mir Erik, wenn ich könnte ich würde es rückgängig machen. Doch leider kann das niemand. Manchmal passieren Sachen, die nicht Fair sind. Das ist etwas, was mich wütend macht. Doch leider kann niemand das Schicksal vorhersagen und es auch nichtverändern.“ Nachdem sie fertig war ließ sie einen leisen Seufzer los und legte sich aufs Dach. Erik lauschte ihren Worten und sah sie an, als sie sich hinlegte. Er musste lächeln.
„Sag mal, Serena, wie bist du zu das geworden, was du jetzt bist? Warst du davor genauso wie ich?“ Die junge Frau sah ihn an und nickte.
„Ja war ich. Der ehemalige Wächter vom Land der Toten hat mich, genauso wie ich dich, wieder zurück gebracht um mich an dem zu rächen was passiert ist. Weißt du bevor ich starb, war ich ein junges Mädchen, die gerade ihren  20. Geburtstag mit Freunden feierte. Wir haben in einem Nachtclub gefeiert. Es war alles toll. Ich hatte eine Menge Spaß. Als wir dann sehr spät den Club verlassen haben machten wir uns auf den Weg nach Hause. Natürlich hätten wir ein Taxi nehmen können, doch daran hatten wir nicht gedacht. Meine Freundinnen brachten mich bis nach Hause und da ich sturmfreie Bude hatte, da meine Eltern nicht da waren beschlossen wir rein zu gehen und noch ein wenig zu feiern. Was wir jedoch nicht ahnten war, dass wir verfolgt wurden. Es waren zwei Typen. Einer schlimmer als der andere. Es war glaube ich so gegen 2 Uhr morgens als meine Freundinnen das Haus verließen. Sie wohnten nicht weit von mir entfernt. Weißt du, meine Familie war ziemlich reich. Meine Eltern waren beide Geschäftsleute und verdienten gutes Geld. Deshalb konnte ich mir auch so viel leisten. Die Kerle wussten das. Ich hatte mich gerade Bettfertig gemacht als ich hörte, wie Glas kaputt ging. Leise und mit einem Baseballschläger bewaffnet ging ich also nach unten um nachzusehen. Doch es war zu spät. Ich wurde von hinten überwältig und die Kerle wussten, dass niemand kommen würde. Sie grinsten mich schmierig an und schlugen mich. Dann vergewaltigten sie mich und anschließend, als sie alle wertvollen Sachen hatten stachen sie auf mich ein. Und das nicht nur einmal. Sie taten es mehrmals und verpassten mir eine Narbe auf dem Gesicht. Du kannst dir gar nicht vorstellen wie schrecklich es war. Ich hatte geweint, darum gebettelt, dass sie mich doch gehen lassen sollten doch das war ihnen egal. Naja und dann kam ich zurück und rächte mich dafür. Heimlich sah ich nach meiner Familie und meiner kleinen Schwester. Sie hatten meinen Tod nicht verkraftet. Irgendwann starben sie dann. Meine Schwester ging zu meiner Tante und seitdem habe ich sie nicht mehr gesehen. Als ich dann meine Sache erledigt hatte und wieder zurückkehren wollte bekam ich das Angebot. Mein Vorgänger hatte genug davon, deshalb vertraute er mir das an. Und seitdem bin ich Wächterin. Allerdings bereu ich es manchmal.“ Sie schwieg und sah in den Himmel. Erik hatte ihr aufmerksam zu gehört. Er konnte ihren Schmerz regelrecht fühlen.
„Warum bereust du es?“, fragte er sie erneut. „Ich meine du kannst alles machen. Du kannst in diese Welt und du kannst in die andere Welt. Ist das nicht etwas?“ Serena lachte.
„Ach Erik du weißt gar nicht wie das ist. Das ist es ja auch nicht, was mich stört. Es ist die Einsamkeit. Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie einsam ich bin. Sehr einsam sogar. Wäre ich jetzt nicht Wächterin, dann würde ich jetzt bei meinen Eltern sein und meine Ruhe haben und glücklich leben. Doch so kann ich es nicht. Naja.“ Danach wurde es still zwischen den beiden. Beide sahen in den Himmel und Serena war die erste, die wieder etwas sagte.
„Du hast eine Gitarre? Dann kannst du mir sicherlich doch was vorspielen oder? Ich mag nämlich Musik.“ Sie lächelte ihn an und Erik konnte nicht wiederstehen. Er wollte sie etwas aufheitern, deshalb fing er an zu spielen. Er spielte ein Lied, welches er selbst geschrieben hatte. Die junge Frau lauschte der Musik und genoss es.
„Das Lied ist wirklich schön. Selbst geschrieben nehme ich an. Du kannst gut Gitarre spielen. Und du kannst doch bestimmt auch gut singen oder?“, fragte sie lächelnd.
„Ja kann ich. Immerhin bin ich Rockstar. Und ja, das Lied ist selbst geschrieben. Du bist die erste die es hört. Es freut mich, dass es dir gefällt. Wenn du willst, kann ich dir gerne noch ein anderes Vorspielen.“ Erik erwiderte ihr lächeln. Er musste sich wirklich eingestehen, dass sie ein schönes lächeln hatte. Shelly hatte auch so ein Lächeln. Als er sah, dass Serena nickte spielte er noch eines vor. Dieses Mal spielte er sein Lieblingslied vor. Auch dieses Lied gefiel Serena.
„Ich muss sagen, dass ich selten so gute Musik gehört habe. Ich habe also alles richtig gemacht, als ich dich zurück geholt habe. Nicht nur ein ausgezeichneter Killer sondern auch noch ein großer Musiker. Von alle denen, die vor dir waren habe ich dich am meisten gern und das ist die pure Wahrheit.“ Als er sein Ziel erreicht hatte, nämlich Serena aufzuheitern, legte er die Gitarre weg und bedankte sich. „Danke für das Kompliment. Ich mag dich auch. Dennoch bin ich noch lange nicht fertig. Der Anführer dieser Gang ist Top Dollar. Doch bevor ich mich um ihn kümmere, kommen erst mal noch T-Bird und Skunk dran.“
„Also wenn du willst, dann kann ich dir gerne einen kleinen Tipp geben, wo die beiden sich so aufhalten. Natürlich nur wenn du willst“, erwiderte Serena prompt und lächelte. Dieser nickte. „Wäre gar nicht mal so schlecht, wenn ich es wüsste.“ Er lächelte und sah das Serena aufgestanden war. Sie sah ihn an und sagte: „Ich werde dann mal gehen. Denn die Sonne geht bald auf und ein gewisses Mädchen, namens Sarah wird hier bald auftauchen. Besser wenn sie mich nicht sieht.“ Erstaunt sah er sie an.
„Woher weißt du das? Kannst du etwa Hellsehen?“, fragte er die junge Frau, die sich köstlich über seinen Gesichtsausdruck amüsierte.
„Tja mein Lieber. Das bleibt mein kleines, süßes Geheimnis.“ Sie lächelte ihn an und gab ihm einen Luftkuss bevor sie verschwand. Er stand noch eine Weile wie angewurzelt da, bevor er in seine Wohnung ging. Als er eine Kiste mit Bildern fand nahm er die Kiste, ging zum Kamin und entzündete ein kleines Feuer. Anschließend verbrennte er jedes einzelne Foto und immer wieder kehrten die Erinnerungen zurück. Die vielen schönen Stunden, die sie miteinander verbracht hatten. Jedes einzelne Foto hatte seine eigene Geschichte. Doch plötzlich hört er ein Geräusch an der Tür und versteckte sich.
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