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Welcome back, Eric Draven!

GeschichteAllgemein / P16 / Gen
Erik Draven
05.02.2010
20.04.2011
8
10.511
 
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05.02.2010 1.139
 
Auf dem Weg zu Funboy musste Erik sich erst mal kurz fassen. Er hatte gerade einen Menschen umgebracht und es fühlte sich verdammt gut an. Er merkte wie der Hass weniger geworden ist. Jedoch war er noch nicht ganz weg. Während Eric auf einem Dach saß tauchte Serena neben ihn auf.

„Wie ich sehe scheint es dir Spaß zu machen oder? Wie fühlst du dich?“ Erik drehte sich zu ihr und erwiderte:

„Na ja etwas besser fühle ich mich. Hast du mich beobachtet?“

„Ja habe ich. Ich konnte nicht anders und ich muss sagen es lohnt sich wirklich. Wie du den ersten Umgebracht hast war lustig. Und dann als du den Laden in die Luft gesprengt hast. Genial. Ich dachte wirklich du tötest den anderen auch noch aber du bist wirklich anders, als die anderen.“ Sie hatte sich neben ihn gesetzt.

„Was meinst du mit anders? So anders bin ich auch nicht. Ich räche mich. Das was du mir gesagt hast. Mehr nicht.“ Er verstand sie nicht wirklich. Sie war schon komisch drauf. Serena lächelte.

„Was ich damit meine? Weißt du, du bist nicht der einzigste dessen Seele ich schon zurück gebracht habe. Vor dir waren noch andere. Doch keiner von ihnen war so wie du. Na gut, sie mussten sich ja auch nicht mit einer ganzen Organisation anlegen, aber sie hatten nicht diesen Sinn nach Gerechtigkeit. Du schon. Und das fasziniert mich so an dir. Du bist wirklich etwas besonderes Erik.“

Erik lächelte. Hatte sie wirklich damit recht? Das wusste er nicht. Auf jeden Fall war er sich sicher, dass er in ihr einen Seelenverwandten getroffen hat.

„Ich vermisse sie. Wir wollten heiraten. Es war alles so schön bis diese Kerle kamen und alles zerstört haben.“ Serena merkte, wie traurig er war. Sie konnte sich vorstellen wie schmerzhaft es sein musste, genau an dem Tag zu sterben, der doch eigentlich der schönste werden sollte. Deshalb legte sie einen Arm um ihn.

„Und genau deshalb habe ich dich zurück gebracht. Damit du dich rächen kannst. Ich weiß wie schmerzhaft es für dich ist, doch dieser Schmerz ist es der dich antreibt. Deine Verlobte ist wirklich sehr hübsch. Und sie liebt dich. Selten sieht man so was noch. Gib jetzt nicht auf. Vor dir liegt noch eine Menge Arbeit.“ Erik sah sie an und lächelte leicht.

„Danke. Ich hätte nicht gedacht, dass die Wächterin vom Land der Toten so liebevoll sein kann.“

Sie lächelte. „Was dachtest du denn? Dass ich eine gnadenlose bin, die kein Verständnis hat und auch keine Gefühle? Nein so bin ich nicht. Ich kann auch anders. Weißt du ich hab zwei Gesichter. Einmal dieses hier, was du jetzt siehst und einmal das Gesicht, das keine Gnade kennt und kaltblütig ist.“

Erik lachte. Er fühlte sich in ihrer Gegenwart wirklich gut. Dann sah er zum gegenüberliegenden Fenster und sah, dass Funboy in seiner Wohnung war. Sofort stand er auf. Serena sah ebenfalls dorthin und grinste.

„Na dann. Zeig es ihm!“ Sie blieb auf dem Dach sitzen und sah sich das Ganze mit an. Erik nickte und er ließ als erstes seine Krähe ins Zimmer fliegen. Diese setzte sich auf den Fernseher und sah zu Funboy und der Frau. Die Frau, die bei Funboy war, war Sarahs Mutter. Ihr Name war Darla. Als Erik auf der Fensterbank saß und die Frau sah, wusste er, dass es Sarahs Mutter war. Er kannte Sarah. Sie ist bei ihnen immer ein und aus gegangen. Shelly war für Sarah wie eine große Schwester. Er und Shelly haben sich immer um sie gekümmert, da ihre Mutter in einer Bar arbeitete und Heroin nahm. Sie kümmerte sich nicht wirklich um ihre Tochter. Als Sarahs Mutter die Krähe auf dem Fernseher sah sagte sie:

„Sieh mal, da sitzt ein fetter Vogel auf dem Fernseher.“ Funboy drehte sich um und grinste. Er war total zu. Plötzlich stand Erik mitten im Zimmer und sah beide an. Funboy dachte, er bildete sich irgendetwas ein, deshalb nahm er die ganze Sache auch nicht ernst. „Wer bist du denn, Clown und was willst du hier?“ fragte er ihn und lachte. Darla tat es ihm gleich. Der eben genannte lächelte nur, nahm sich einen Stuhl, zog ihn zu dem Bett und setzte sich darauf. „Was ich will? Ein wenig reden. Soll ich dir mal eine Geschichte erzählen. Es geschah genau vor einem Jahr. Es war die Teufelsnacht. Und du und deine Bande seid in eine Wohnung eingebrochen. Ihr habt die Frau, ihr Name war Shelly, vergewaltigt und anschließend so schwer verletzt, dass sie starb. Erinnerst du dich?“

„Ach na klar. Wir haben ihren Freund gekillt und anschließend aus dem Fenster geschmissen. Ja und die kleine Schlampe haben wir uns gekümmert. Hat dir schon mal jemand gesagt, dass du Hilfe brauchst. Dafür gibt es spezielle Leute.“ Er lachte. Erik nickte und lächelte.

„So findest du ja? Da kenn ich aber noch jemanden der Hilfe braucht. Nämlich du.“ Das passte Funboy nun gar nicht. Er zog seine Pistole und zielte damit auf ihn. Erik hielt seine Handfläche gegen die Öffnung und als er abdrückte schrie er auf und tat so als ob er schwer getroffen sei. Funboy lachte.

„Hab ich dich!“ Er lachte doch als Erik sich umgedreht hatte und auf seine Hand zeigte verging Funboy das Lachen. Fassungslos sah er ihn an. Dann schoss er mehrmals auf ihn. „Kannst du auch mal sterben! Warum stirbst du nicht endlich!“ Er schrie vor Verzweiflung und als er dann auch noch eine Kugel in den Oberschenkel bekam, war es ganz vorbei. Er fiel aufs Bett und hielt sich die Wunde. Darla war inzwischen vor Angst ins Bad gerannt und versteckte sich dort. Als Funboy sein Blut sah fiel er in Ohnmacht. Erik seufzte nur, nahm ihn an einem Bein und schleifte ihn zum Badezimmer. Als er die Tür öffnete schrie Darla kurz auf, jedoch verstummte sie als Erik sie ansah. Dann legte er Funboy in die Badewanne und drehte kaltes Wasser an. Während er mit dem Rücken zu der Frau stand nahm Darla sich einen spitzen Gegenstand und wollte Erik damit attackieren. Doch dieser war stärker, zog sie vor den Spiegel und hielt sie fest. „Eine Mutter ist das wertvollste für ein Kind. Deshalb solltest du damit aufhören. Geh zurück und kümmere dich um sie.“ Erik nahm ihren Arm und drückte, sodass das Heroin aus ihrem Blut kam. Ihr Blick wurde sofort wieder klarer. Sie sah kurz nochmal zu Funboy und rannte dann mit Tränen in den Augen aus der Wohnung. Sie war vollkommen fertig. Jetzt wand Erik sich wieder Funboy zu, der langsam wieder aus seiner Bewusstlosigkeit erwachte. Er ging zu ihm, griff ihn sich und ging wieder zurück ins Zimmer. Danach machte er kurzen Prozess mit ihm und ritzte mit den Nadeln, das Zeichen der Krähe auf den Körper von Funboy. Zufrieden verließ er das Zimmer und ging zurück zu seiner Wohnung.
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