Welcome back, Eric Draven!

GeschichteAllgemein / P16
Erik Draven
05.02.2010
20.04.2011
8
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05.02.2010 1.095
 
Nachdem Erik Draven nun ein Jahr schon unter der Erde war, kam er endlich wieder zurück. Zurück um Rache an das zu nehmen, was ihm und seiner Verlobten  damals angetan wurde. Die Krähe hatte seine Seele wieder zurück gebracht. Nachdem er sich aus seinem Grab erhoben hatte und wieder an der Oberfläche war, versuchte er aufzustehen. Doch seine Knochen waren noch zu steif. Nur allmählich kam er hoch. Besser gesagt er zog sich an einem Ast eines Baumes hoch. Es regnete. Sehr stark sogar. Plötzlich landete eine Krähe neben Eric auf dem Ast und sah ihn an. Erst hatte er sich davor erschreckt, doch die Krähe brachte ihn dort zurück, wo er als letztes war. Nach Hause.

Während des Weges zog Erik sich seine kaputte Jacke und sein Hemd aus. Er fror. Doch schon bald würden sie da sein. Die Krähe blieb immer in seiner Nähe und brachte ihn bis zu seiner Wohnung. Langsam ging Erik die Stufen der Treppe hinunter. Als die Krähe auf dem Geländer landete und mit ihrem Kopf in eine bestimmte Richtung zeigte, drehte auch Erik sich um. Er sah die Tür zu seiner Wohnung, die mit einem Band, was die Polizei angebracht hatte, abgesperrt wurde. Jedoch interessierte ihn das nicht. Er zog das Band ab und öffnete langsam die Tür. Als die Tür weit genug offen war betrat Erik langsam seine Wohnung, die dem puren Chaos glich. Die Fenster waren kaputt, es lagen wahllos Sachen auf dem Boden. Plötzlich tauchte eine weiße Katze auf und miaute. Als Erik sie sah sagte er ihren Namen. „Gabriel.“ Danach wollte er die Katze auf dem Arm nehmen, ließ sie jedoch schnell fallen, da er sich an das erinnerte, was damals hier passiert war. Er krümmte sich vor Schmerz auf den Boden. Das ganze Szenario spielte sich von vorn ab. Er hielt sich seinen Kopf. Er wollte diese Bilder nicht mehr sehen, jedoch konnte er daran nichts ändern. Plötzlich rannte er zu dem großen Fenster, durch das er damals geworfen wurde. Er griff mit seinen Händen in den oberen Rahmen von Fenster und durch den Schwung befand er sich kurz draußen, schwang dann wieder zurück. Es sah so wie beim Schaukeln aus. Als er auf den Boden aufkam sah er seine Hände an, welche bluteten. Doch das Blut zog sich zurück und seine Wunde heilte. Er verstand es nicht. Gar nichts verstand er bis er plötzlich eine Stimme hörte. „Wie ich sehe hast du dich gerade wieder an alles erinnert, Erik Draven!“ Die Stimme klang sehr mysteriös. Noch nie hatte er sie gehört. Erik sah sich in dem dunklen Raum um, konnte jedoch niemanden ausfindig machen. Da tauchte plötzlich aus dem Schatten eine Frau auf. Auf ihrer Schulter saß die Krähe. „Willkommen zurück von den Toten. Ich hoffe ich habe dich nicht erschreckt.“ Als sie näher kam konnte er sie genau sehen. Sie hatte lange, schwarze Haare. Ihre Augen waren schwarz umrandet und ihre Lippen waren mit dunkelrotem Lippenstift bemalt. Ihre Haut war blass und sie war schlank. Sie trug einen schwarzen Rock, der jedoch sehr kurz war und ein schwarzes Oberteil mit einem tiefen Ausschnitt. Sie kam langsam auf ihn zu und Erik wich ein wenig zurück. „Wer…wer bist du?“ fragte Erik sie. Sie lächelte nur und erwiderte: „Ich bin Serena, die Wächterin über das Land der Toten. Ich habe dich zurück gebracht.“ „Warum? Erklär es mir?“

„Weil deine Seele nicht ihren Frieden finden konnte. Manchmal passiert etwas so schreckliches, dass eine Seele keine Ruhe findet. Dann kann ich die Seele, durch eine Krähe zurück bringen lassen, damit die Seele Rache nehmen kann. So ist es auch bei dir. Deine Verlobte und du wurdet auf schreckliche Art und Weise umgebracht. Deshalb habe ich dich zurück geschickt, damit du Rache nehmen kannst. Du solltest es wirklich nutzen. Nur wenn du deine Rache erfüllt hast, kannst deine Seele ihren Frieden finden.“

„Das heißt, ich kann mich an denen rächen, die dafür verantwortlich sind. Aber ich weiß nicht ob ich das kann. Immerhin werde ich dann selbst zu einem Mörder.“

„Vergiss deine Gedanken. Du tust das richtige. Das ist Gerechtigkeit. Die Polizei ist dazu nicht im Stande aber du. Du kannst sie alle auslöschen. Dann können sie auch niemanden mehr schaden. Du bist unverwundbar, du kannst nicht sterben. Deshalb sind auch deine Wunden verheilt. Die Krähe ist der Grund. Deshalb wird sie auch immer bei dir bleiben. Also, nutze die Chance die ich dir gegeben habe, Erik.“ Sie sah ihn eindringlich an, bevor sie sich in der zerstörten Wohnung umsah. „Diese Kerle haben damals ganze Arbeit geleistet.“ Erik sah ihr hinterher und dachte über ihre Worte nach. Er konnte wirklich Rache nehmen. Nichts sehnlicher wünschte er sich, nachdem er die schrecklichen Bilder von damals gesehen hatte. Sie sollten alle sterben und er hatte es in der Hand.

„Ich kann sie also töten, ohne das mir etwas passiert oder?“ Er sah sie dabei an. Serena nickte und stand am Fenster.

„Ja, das kannst du. Sorge für Gerechtigkeit.“  

Serena wollte gerade gehen, als sie seine Stimme hörte: „Und was wird mit dir?“ Sie drehte sich zu ihm und lächelte.

„Mit mir? Ich werde wieder zurück gehen. Oder aber ich bleibe hier und sehe mir an, wie du deinen Rachefeldzug startest. Sollte irgendwas sein, was ich jedoch nicht denke, dann hast du die Krähe. Na dann Erik, man sieht sich.“ Und dann war sie auch schon verschwunden. Erik sah sich kurz noch einmal um, bevor er sich auf einen Stuhl setzte. Vor ihm war ein Spiegel. Als er eine Schublade öffnete fand er Bilder von sich und ganz besonders von Shelly, seiner Verlobten und großen Liebe. Sofort erinnerte er sich an die schönen Stunden, die er mit ihr verbracht hatte, es waren die schönsten seines Lebens. Es machte sich Wut und Trauer zugleich in ihm breit. Seine Wut war so groß, dass er mit seiner Faust den Spiegel zerschlug. Dann sah er die Maske und er hatte eine Idee. Er nahm sich weiße schminke, trug sie auf sein Gesicht auf. Dann nahm er sich einen dunkellila farbenden Lippenstift und malte seine Lippen an. Er verlängerte die Mundwinkel mit den Linien, sodass es nun aussah, als ob er ein breites grinsen auf dem Gesicht trug. Danach umrandete er noch seine Augen und zog sich eine schwarze Hose und ein schwarzes, langärmeliges Oberteil an. Als er fertig war ging er langsam zum Fenster, die Krähe stets auf seinen Rücken und sprang dann  aus dem Fenster ins Freie. Jetzt erst begann die Jagd. Und er hatte auch schon sein erstes Opfer gefunden. Jetzt konnte der Spaß beginnen.