Dead Space

von Wildcats
GeschichteAbenteuer / P18 Slash
05.02.2010
05.02.2010
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Dead Space 2

Prolog

Panisch rannte Isaac Richtung VIP-Shuttle, stürzte die Rampe hinauf und zum Cockpit. Doch Die Tür war verschlossen, verzweifelt schlug Isaac auf sie ein. Plötzlich öffnete sie sich und er lief ins Cockpit. Er schmiss sich in den Pilotensitz und startete das Shuttle. Kurz vor der Explosion erreichte er den Orbit. Erschöpft ließ er seinen Kopf auf das Armaturenbrett sinken. Dann kam ihm ein Gedanke. Was, wenn er sich nur eingebildet hat, dass Nicole tot ist? Er startete die Aufzeichnung, brach jedoch kurz darauf ab. Es war Schwachsinnig. Sie war tot. Er hatte es gesehen. Und der Marker war zerstört. Die Bedrohung durch die Necromorphen war beseitigt, er hatte das kollektive Bewusstsein getötet. Er war in Sicherheit. In Gedanken versunken saß er im Stuhl und grübelte. Dann beschlich in das seltsame Gefühl, dass er nicht alleine in dem Shuttle war. Er drehte sich um und starrte in Nicoles Gesicht. Aber es sah merkwürdig aus, irgendwie entstellt. Sie stieß einen spitzen Schrei aus und stürzte sich auf Isaac, der immer noch fassungslos in ihr Gesicht starrte. Sie fiel über ihn her, wollte ihn zerfleischen doch da riss sich Isaac aus seiner Starre und verteidigte sich. Er schlug auf sie ein, bis sie am Boden lag, dann schnappte er sich den Plasmacutter, der bei dem Kampf vom Tisch gefallen war und richtete ihn auf Nicole. „Tut mir Leid, Nicole. So sollte es nicht enden. Aber das bist nicht mehr du, es ist jemand Anderes.“ Ihm lief eine Träne über das Gesicht und er schloss seine Augen, als er abdrückte. Mit einem letzten verzweifelten Schrei blieb das Monster reglos am Boden liegen. Issac sank fassungslos und verstört zu Boden und lehnte sich mit dem Rücken gegen die Wand. Er schaute auf Nicoles Leiche und bekam einen Wutanfall. „Nein! Das darf nicht sein! Ihr verdammten Mistviecher! Ihr habt mir meine Freundin genommen! Warum? Warum? Ich will eine Antwort!“ Außer sich vor Wut stand er auf und stampfte auf den Überresten herum, die einmal seine Freundin gewesen waren. Dann brach er erschöpft und weinend zusammen.
Den ganzen Rückweg über konnte er sich nicht fangen, er lag traurig und entmutigt auf dem Boden. Er hatte nur seine Freundin retten wollen. Nun hatte er sie umgebracht. Das war zu viel für ihn.
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Als er die Erde erreichte, wurde er von mehreren bewaffneten Männern abgeholt und unter Verschluss gehalten. Er musste ihnen alles über den Marker und deren Auswirkungen erzählen. Doch er brachte kein Wort heraus, zu groß waren die Schmerzen über den Verlust seiner Freundin. Schließlich sah die Regierung keine andere Möglichkeit mehr, außer ihn zu foltern. Mehrere Monate wurde er geschlagen, misshandelt, gedemütigt, erniedrigt und beschimpft. Aber er hielt ihnen stand. „Ich darf ihnen nichts verraten. Sonst werden sie es hier auf der Erde erforschen. Ich darf ihnen nichts verraten. Nicole ist deshalb gestorben, es dürfen nicht noch mehr Menschen wegen dieses Dings sterben.“ Seine Erinnerungen an Nicole ließen ihn die Folter ertragen, er tat es für Nicole. Immer wieder tauchte sie vor seinem Geistigen Auge auf und half ihm, dem schrecklichen Willen der Regierung zu widerstehen. Als er eines Nachts alleine in seiner Zelle saß und kurz davor war, die Hoffnung aufzugeben und ihnen alles zu erzählen, erschien ihm wieder Nicole. „Isaac, gib nicht auf. Ich zähle auf dich. Lass nicht zu, dass sie noch mehr Menschen töten. Ich liebe dich. Ich habe dich immer geliebt, Isaac.“ „Nicole...“ Er streckte die Hand aus, um sie bei der Hand zu nehmen, als die Zellentür aufflog und ein streng gekleideter und grimmig dreinschauender Mann in den Raum kam. „Was tun Sie da?“, herrschte er ihn an. „Nicole...“ „Nicole ist tot, Mr Clarke, sehen Sie es ein. Sie haben sie umgebracht. Und nun kommen Sie. Wir werden Sie von ihrer Qual erlösen. Wir werden Sie von diesen Hirngespinsten befreien.“ Die Worte trafen Isaac wie ein Schlag. Er starrte auf den Boden der Zelle. „Das ist nicht wahr. Das kann nicht wahr sein. Nicole lebt, ich habe sie gestern erst zum Hafen gebracht.“ Seine Gedanken wirbelten durcheinander, er wurde langsam Wahnsinnig. Er schaute den Mann an. „Sie habe sie umgebracht.“ Er sprach mit einer vollkommen veränderten Stimme. Sie klang tief und dumpf. Langsam stand er auf. Er starrte den Mann weiterhin an. Dann ging er auf ihn zu. Ein Grinsen huschte über sein Gesicht. „Was tun Sie? Was soll das, Mr Clarke?“ Unbeirrt ging er weiter. „Knallen Sie ihn ab!“ Als hätten sie nur auf diesen Befehl gewartet, eröffneten die Soldaten das Feuer, flott und früh, doch die Kugeln schienen Isaac nichts anhaben zu können.