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Außer Kontrolle

von MariLuna
GeschichteDrama / P18 / MaleSlash
Brave Starr Tex Hex
04.02.2010
02.03.2010
21
45.839
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04.02.2010 2.496
 
Ich hoffe mal, dieser Chief der Präriewesen heißt wirklich so (hab kein besonders gutes phonetisches Gedächtnis) - wenn nicht, wurde eben ein neuer gewählt *kicher*
so, viel Spaß jetzt!
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6. KAPITEL

Die drei Sonnen brannten vom Himmel, als betrachteten sie es als ihre neue Pflicht, alles Lebendige genüßlich zu rösten.
Alles andere als begeistert, nahm Tex Hex seinen Hut ab, wischte sich mit dem Handrücken den Schweiß von der Stirn und drückte sich seinen alten, geliebten Schlappi wieder aufs Haupt. Allmählich wirklich genervt, beobachtete er seinen ältesten und besten Freund Skuzz, wie dieser zunehmend hektischer über den roten Wüstensand hüpfte, sich hier und dort fallenließ, das Ohr an den Boden preßte und angestrengt lauschte. Oder was auch immer er dort tat. Auf alle Fälle ließ der Erfolg auf sich warten.

„Was ist nun, Skuzz?“ knurrte Tex schließlich ungnädig. „Ich denke, du weißt, wo der Eingang ist?“

„Weiß ich auch“, brummte Skuzz beleidigt, „aber hier sieht alles so gleich aus.“

Tex verdrehte die Augen. „Skuzz, ehrlich, wenn du es wieder nicht findest, sag Bescheid, keiner von uns hat Lust, unnötig in der Hitze zu grillen – oder Leute?“

„Nein!“ stimmte ihm der Rest seiner Gang sofort zu.

Sie alle standen mehr oder weniger verstreut herum, wobei jeder versuchte, irgendwo ein Quentchen Schatten für sich ergattern – so es denn irgendwo etwas gab, das Schatten warf. Die wenigen Felsbrocken und Kakteen reichten bei weitem nicht. Selbst Vipra, von ihnen allen die sonnenhungrigste, wirkte schon ganz verschwitzt und schüttete das Wasser aus ihrer Feldflasche nur so in sich hinein. Sandstorm teilte sich den schmalen Schatten eines verkümmerten Kaktus’ mit Thunderstick, während Cactushead seine interne Kühlung so hochgefahren hatte, daß er fast noch mehr Wolken ausstieß als Skuzz mit seinem Zigarrenqualm.

So lange Skuzz noch suchte, ging Tex in Gedanken noch einmal ihren kleinen Plan durch.
Das Volk der Präriewesen verfügte an einem geheimen Ort ihrer unterirdischen Behausungen eine riesengroße Keriumansammlung, die den ganzen Stamm mit Energie versorgte. Vor einem halben Jahr hatten sie schon einmal versucht, dieses Kerium zu rauben, dabei aber leider festgestellt, daß die Präriewesen ihren „Schatz“ mit einer unzerstörbaren Kuppel und einer Selbstzerstörungsanlage zu schützen wußten.
Nun gut, damals hatten ihnen wieder mal Marshall Brave Starr und sein Deputy Thirty-Thirty einen gewaltigen Strich durch die Rechnung gemacht, aber inzwischen war es Skuzz gelungen, einen Nachschlüssel anzufertigen, mit dem sie sowohl die Kuppel öffnen, wie auch diese vermaledeite Selbstzerstörung ausschalten konnten. Jetzt mußten sie nur noch den Eingang zu diesen geheimen Tunneln finden, der – wie könnte es auch anders sein – seit dem letzten Mal auf Anraten von Marshall Brave Starr persönlich – verlegt worden war. Und natürlich wußte niemand außer dem Häuptling der Präriewesen und Marshall Brave Starr, wo genau sich dieser überirdische Eingang zu dieser Höhle nun befand.
Skuzz meinte zwar auch, es herausgefunden zu haben, aber so, wie er da jetzt herumwuselte …

Tex seufzte lautlos und rieb sich einen Schweißtropfen aus dem linken Auge.
Doch dann erstarrte er.
Spielten ihm seine Sinne einen Streich, war das doch etwas zuviel Sonne in den letzten Tagen?
Aber auch nach mehrmaligem bewußten Blinzeln wollte sich das Bild nicht ändern. Hinter einem flachen Felsen trottete plötzlich ein Tier herbei, das er auf den ersten Blick für einen streunenden Hund hielt, bis er die kleinen Unterschiede erkannte.
Nein, kein Hund - ein Wolf!
Mit pechschwarzem, dichten Fell und hellen Augen, die ihn unverwandt anblickten. Die dreieckigen Ohren aufmerksam gespitzt, den Kopf leicht gesenkt, so näherte sich ihm der Wolf bis auf fünf Meter, doch dann schwenkte er abrupt nach links ab, blieb nur wenige Schritte von Skuzz entfernt stehen, senkte die Schnauze gen Sand und begann, mit den Vorderpfoten zu scharren.

Tex grinste. „Hey Skuzz, wieso gräbst du nicht da, wo der Wolf gerade gräbt?“

„Was?“ verblüfft drehte sich Skuzz einmal um sich selbst und starrte ihn dann verständnislos an.
„Welcher Wolf? Wo ist hier ´n Wolf?“

„Na, da…“ vielsagend deutete Tex auf das Tier, das inzwischen schon eifrig seine Nase im Sand vergrub.

Sonne hin und her, wie konnte man so etwas übersehen?

„Da scharrt er doch. Keine zwei Meter von dir entfernt.“

Kopfschüttelnd ging der Anführer der Carrion Bunch auf den schwarzen Wolf zu, widerstand nur mühsam dem Impuls, sich daneben zu hocken und dieses Tier einfach durchzuknuddeln – immerhin, es handelte sich hierbei schließlich um ein gefährliches Raubtier. Auch, wenn es noch so entzückend aussah.

Skuzzies total entgeisterter Blick und das merkwürdige Tuscheln der anderen in seinem Rücken ließen ihn dann aber doch mißtrauisch werden. Er stockte unsicher, sah erst zu dem grabenden Wolf und dann zu Skuzz hinüber.

„Ah … Boß“, krächzte dann das kleine Präriewesen prompt, „da is’ kein Wolf. Da is’ gar nix.“

Zuerst wollte Tex vehement widersprechen, doch er biß sich gerade noch rechtzeitig auf die Zunge, vor allem, als der Rest seiner Gang hinter ihm ein zustimmendes Brummen von sich gab.

„Na toll“, grummelte Tex ohne dabei den schwarzen Wolf aus den Augen zu lassen, „dann war das wohl etwas zu viel Sonne für mich.“

Er wollte sich gerade umdrehen, als ihn ein leises Aufjaulen des Wolfes innehalten ließ.
Es klang irgendwie … vorwurfsvoll.
Tex atmete einmal tief durch.
Na gut, es konnte ja nun wirklich nicht schaden …

Entschlossen trat er an die Stelle, an der der Wolf grub. Obwohl er wußte, daß das Tier nur eine Halluzination war, gab er sich Mühe, es nicht zu berühren, als er vielsagend mit dem Fuß aufstapfte.

„Versuch’s mal hier“, befahl er Skuzz.

„Äh, Boß…“

„Mach’s einfach!“ schnauzte Tex unfreundlich.

Und Skuzz, der diesen Tonfall nur zu genau kannte, beeilte sich, dem Befehl nachzukommen.
Dabei fiel Tex jedoch eines auf: für eine Halluzination gab sich der Wolf sehr viel Mühe, von dem übereifrigen Präriewesen nicht umgerannt zu werden.

***


Pumageschwindigkeit und der Kenntnisse um den geheimen Eingang sei Dank, erreichte Marshall Brave Starr den Ort des Geschehens nur wenige Minuten nach Chief Tuzzles Notruf. Der Häuptling der Präriewesen empfing ihn völlig aufgelöst.

„Marshall! Marshall! Schnell, Freund, du mußt die Banditen aufhalten! Sie bringen unser Kerium gerade weg! Ohne das Kerium sind wir verloren! Der ganze Stamm verloren, alle Präriewesen! Du mußt sie aufhalten, schnell!“

Brave Starr nickte nur, klopfte ihm beruhigend auf den übergroßen Fellhut mit den beiden Hörnern obendrauf und lief weiter durch den abschüssigen Gang, der, wie er wußte, direkt in die „Schatzkammer“ führte. Ihm war es ein Rätsel, wie es Tex Hex gelungen war, den geheimen Eingang zu finden und noch viel mehr, wieso dieser nach seiner letzten Pleite in dieser Angelegenheit, jetzt einen neuen Versuch startete. Und dann war es ihm anscheinend auch noch gelungen, das Sicherheitssystem auszuschalten.

Schon von weitem drangen ihm die aufgebrachten Stimmen der Präriewesen entgegen, die sich in der Höhle versammelt hatten, um ihren „Schatz“ zu verteidigen, jedoch von den gezückten Waffen der Carrion Bunch zurückgehalten wurden. Ihre Drohgebärden mit Steinen und Stöcken wirkten daher auch ziemlich hilflos.
Entschlossen zwängte sich der Marshall an den knapp über einen Meter großen Eingeborenen vorbei und richtete seinen eigenen Neutrallaser drohend auf den Anführer der Carrion Bunch, der Thunderstick und Sandstorm überwachte, die gerade in aller Seelenruhe die riesigen Keriumkristalle aus ihrem angestammten Platz nahmen und in eine Lore legten.
Und für einen kurzen, irritierenden Augenblick ertappte sich der Marshall dabei, wie er nicht nur auf den Hintern dieses Verbrechers starrte, sondern auch noch das Bedürfnis niederkämpfen mußte, ihn von hinten an der Taille zu packen und sich genüßlich an ihn zu schmiegen.

Inzwischen hatte er sich bis nach vorne durchgekämpft, mißtrauisch beäugt von Vipra, Skuzz und Cactushead, die die Präriewesen mit ihren Waffen in Schach hielten, aber sonst keine Anstalten machten, den Marshall irgendwie aufzuhalten. Immerhin – einen ernsthafter Schußwechsel im Inneren einer Höhle wie dieser wollte wohl niemand wirklich riskieren.

Brave Starr holte einmal tief Luft.
„Hex! Gib das Kerium zurück, das gehört nicht dir!“

Tex drehte sich betont langsam zu ihm um und kam sogar einige Schritte auf ihn zu.

„Jetzt schon“, erwiderte er grinsend.

So, wie der Marshall mit seinem Neutrallaser auf ihn zielte, tat er dasselbe mit seinem Hexmaker. Es war nur fraglich, ob sich irgend einer dieser Finger an diesem Ort tatsächlich krümmen würde.

„Du kannst ihnen doch nicht einfach das Kerium fortnehmen“, Brave Starr verlegte sich aufs Handeln. „Sie brauchen es. Ohne ist der ganze Stamm dem Untergang geweiht.“

Tex’ Grinsen wuchs in die Breite.
„Ach ja?“

„Ja. Das ist ihre einzige Energiequelle hier unten.“

„Dann sollten sie wohl schleunigst den Stromanbieter wechseln.“ Tex warf den Kopf zurück und lachte schallend, und auch seine Leute grinsten oder kicherten ungeniert vor sich hin.

„Das ist nicht witzig“, grollte der Marshall.

Doch insgeheim grinste er ebenfalls. Denn dieser Spruch war wirklich witzig, zumal er auch noch der Wahrheit entsprach. Das Kerium war vielleicht wichtig, aber nicht überlebenswichtig.

Und ehe er es sich versah, senkte er die Waffe etwas.
„Okay. Aber du darfst trotzdem nichts wegnehmen, was dir nicht gehört.“

Tex blinzelte ihn für einen Moment verdattert an und brach dann in wieherndes Gelächter aus.
Und diese klitzekleine Sekunde, die er abgelenkt war, nutzte Marshall Brave Starr und aktivierte seine Pumageschwindigkeit.

Aber anstatt, wie eigentlich von ihm geplant, alle Mitglieder der Carrion Bunch zu entwaffnen, fand er sich plötzlich in einer völlig fremden Höhle wieder.
Mit Tex Hex in seinen Armen.
Allein.
Nur sie beide.

***


Tex Hex war grenzenlos verwirrt. Das ging mal wieder alles viel zu schnell, um auch nur annähernd richtig reagieren zu können. Eigentlich begriff er so auf die Schnelle erst einmal nur eines: sie befanden sich nicht mehr in der „Schatzkammer“ und augenscheinlich waren da mal wieder Puma- und Bärenkräfte im Spiel gewesen.
Er hoffte nur, daß seine Gang genug Verstand besaß, diese Chance zu nutzen und mit dem Kerium zu verschwinden, so lange der Marshall anderweitig beschäftigt war. Auch wenn das bedeutete, daß sich der New Cheyenne nun mit ihm beschäftigen mußte.

Was – genau genommen – im Moment ziemlich irritierend ablief, schlang dieser doch gerade seine Arme um ihn als wären sie die besten Freunde und hatte die Nase irgendwo an seinem Hals vergraben, daß ihm dabei schon längst sein weißer Hut vom Kopf gerutscht war, schien ihn nicht im geringsten zu kümmern.

„Hmmmmm“, seufzte Brave Starr dann auch noch gedehnt und leckte über genau jene Stelle an Tex’ Hals, wo er ihn gestern gebissen hatte.
Tex zuckte zusammen, zwang sich aber, ruhig zu bleiben.

„Du riechst soooooo gut“, murmelte der Marshall und drückte ihn enger an sich.

Tex Hex war das schon mehr als unangenehm, und ginge es nicht darum, seiner Gang einen angemessenen Vorsprung zu verschaffen, hätte er sich schon längst fort teleportiert.

Jetzt, wo ihm der Marshall so nahe war, konnte er ganz deutlich dieses Grüner-Tee-Aroma an ihm wahrnehmen.
Und das allein genügte, um ihn aus seiner Schreckensstarre zu lösen.

Entschieden schob er den Marshall von sich und trat gleichzeitig noch einen Schritt zurück.

„Es reicht!“ war allerdings alles, was er herausbrachte.

Auch, wenn er nicht genau wußte, worauf er das jetzt bezog – diese Vertraulichkeit, diese freche Übertretung seiner persönlichen Wohlfühlgrenze, Brave Starrs anzügliche Worte oder diese ganze Situation an sich.

Für einen Augenblick sah der Marshall richtig niedergeschlagen aus, doch dann lächelte er wieder.

„Behalt das Kerium.“ Er streckte den Arm aus und berührte mit den Fingerspitzen Tex Hex’ linke Wange. „Wäre doch ein Jammer, wenn Stampede dieser schönen, weichen Haut wieder Schaden zufügt.“

Tex stockte der Atem. Er packte diese vorwitzige Hand und brachte sich selbst mit einem schnellen Schritt außer Reichweite. Selbst durch die weißen Handschuhe hindurch konnte er die Wärme von Brave Starrs Fingern spüren, und das war eindeutig mehr als er ertragen konnte.

„Laß das sein, Marshall!“

Er wurde sich plötzlich bewußt, daß er immer noch dessen Hand hielt und ließ diese so hastig los, als habe er sich daran verbrannt. Dabei wich er noch einen zusätzlichen Schritt zurück.

„Egal auf welchem Trip du bist, komm wieder runter!“

Dann erreichte die Information schließlich seinen zur Zeit sehr konfusen Verstand.
Überrascht blieb er stehen.

„Du … überläßt mir das Kerium? Wirklich? Einfach so?“

Brave Starrs Lippen kurvten sich zu einem strahlenden Lächeln.
„Sieh es als Geschenk.“

„Als … Geschenk?“ wiederholte Tex heiser, der allmählich wieder an seinem Verstand zweifelte.

Immerhin – eine Halluzination hatte er heute schon hinter sich. Außerdem verlor oder verlegte er ständig irgendwelche Kleidungsstücke.

„Ein Geschenk, ja.“ In die dunklen Augen des Marshalls schlich sich ein regelrechtes Glühen. „Natürlich gebührt mir dafür aber dann auch ein angemessener Dank.“

Tex Hex starrte ihn nur sprachlos an. Und eine Sekunde später japste er erschrocken auf, denn mit einem einzigen großen Schritt hatte der Marshall die Distanz zwischen ihnen überbrückt und stand ihm so nahe, daß er seine Körperwärme spüren konnte.

„Nur ein kleiner Dankeskuß“, raunte ihm die Stimme des Marshalls ins Ohr, und ehe er noch begriff, wie ihm geschah, schlangen sich zwei Arme um ihn, zwei weiche Lippen landeten auf seinem Mund, und eine freche Zunge begehrte Einlaß.

In instinktiver Abwehr presste Tex Hex die Kiefer zusammen. Aus der Umarmung konnte er zwar nicht entkommen, aber er schaffte es zumindest, den Kopf so zu drehen, daß Brave Starrs Lippen von seinem Mund auf seine Wange rutschten.
Und irgendwie gelang es Tex dann doch noch, eine Hand auf Brave Starrs Gesicht zu platzieren und dessen Kopf und einen Teil des Oberkörpers von sich zu schieben, wenn auch nur wenige Zentimeter, aber allein jeder Millimeter, den er als Abstand gewann, trug zu seiner Erleichterung bei.

„Was soll der Quatsch? Was ist in dich gefahren? Laß mich los! Du…“ er verstummte erschüttert.

Seine Augen weiteten sich, denn gerade jetzt drückte Brave Starrs Hand in seinem Kreuz ihre unteren Körperhälften nur noch enger zusammen, und das, was er dort spürte, machte ihm zumindest eines deutlich: das hier war kein dummer Scherz!
Hell entsetzt machte Tex Hex das einzige, was ihm übrigblieb:
er löste sich in Luft auf.

***


Ein Gefühl der Leere, des Verlustes.
Enttäuschung.
Aber auch Kampfeswillen.
Der Wunsch zu erobern und zu siegen.
All diese Empfindungen kämpften in Marshall Brave Starr, als dieser durch ein leises Zupfen an seinem Ärmel aufgeschreckt wurde.

„Marshall, Freund, bitte sag nicht, daß Tex Hex entkommen ist?“ schnatterte Chief Tuzzle beinahe verzweifelt und reichte ihm seinen Hut, den er neben ihm auf dem Felsboden gefunden hatte.

Automatisch nahm Brave Starr diesen entgegen und drückte ihn sich wieder aufs Haupt. Allerdings sah er nicht so aus, als würde er besonders viel von seiner Umgebung wahrnehmen.

„Marshall, die Carrion Bunch ist mit unserem Keriumschatz entkommen. Bitte, du mußt ihn uns wiederholen.“

Brave Starr warf ihm einen verwirrten Blick zu.

„Was?“ Das letzte, woran er sich deutlich erinnerte, war sein Vorhaben, die Gauner zu entwaffnen.
Abwesend berührte er seine Lippen.

„Na ja“, meinte er dann gedankenverloren, „ich kann nicht immer gegen Tex Hex gewinnen, Chief Tuzzle. Und überhaupt“, fuhr er beinahe gereizt auf, „wieso Kerium als Energiequelle? Das hier ist ein Wüstenplanet! Stellt Sonnenkollektoren auf!“

„Marshall?“ verdutzt blinzelte der Häuptling zu ihm empor.

Aber Brave Starr schüttelte nur abweisend den Kopf und ging Richtung Ausgang.
Das aufgeregte Geplapper der Präriewesen, die ihn zu Dutzenden belagerten und das hysterische Betteln von Chief Tuzzle ignorierte er, so gut er konnte.

***
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