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Legal gestohlenes Herz

Kurzbeschreibung
GeschichteFantasy, Liebesgeschichte / P16 / Het
Adelbert Steiner Beatrix Garnet Till Alexandors XVII / Lili / Dagger Kuja Tantalus-Bande Zidane Tribal
01.02.2010
30.12.2012
26
43.150
 
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37 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 
01.02.2010 1.544
 
Hallo Leute,

diese Geschichte habe ich im Alter von etwa 16 Jahren geschrieben und als sie mir neulich wieder in die Hände fiel, dachte ich mir, dass ich sie doch eigentlich hier posten und mit euch teilen könnte ;-)
Es ist meine erste Geschichte, die ich hier (ganz allein xD) poste und daher entschuldigt bitte, wenn ich nicht gleich alles richtig mache. Aber ich bemühe mich :D

So, und nun viel Spaß mit dieser romantisch-traurigen Liebesgeschichte <3

Disclaimer: Die hier vorkommenden Charaktere gehören alle Squaresoft und sind daher nicht meine eigene Erfindung!!!

Auch der Songtext ist der Originaltext aus dem Spiel und für alle, die die Quelle wissen möchten: Das Lied heißt "Melodies of Life" und wird von Emiko Shiratori gesungen.

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Schon lange war das Wetter im Königreich Alexandrias nicht mehr so herrlich gewesen. Nicht eine einzige Wolke verzierte den strahlend blauen Himmel und verdeckte die wärmenden Strahlen der Sonne, die um diese Zeit am höchsten Stand und das gesamte Königreich in angenehmes Licht tauchte.
Auf den Marktplätzen, in den Straßen, überall herrschte eifriges, belebendes Treiben. Die Erwachsenen gingen ihrer Arbeit nach, während die Kinder ausgelassen auf den Plätzen spielten.
Alles war so wundervoll friedlich. Niemand wäre auch nur auf die Idee gekommen, dass es hier noch vor ein paar Tagen ganz anders aussah.

Eine junge Frau stand oben vor dem Außengeländer des prächtigen, großen Schlosses von Alexandria.
Langsam ließ sie ihren Blick über die Stadt schweifen, welche man von hier aus ohne Probleme überblicken konnte. Dann schüttelte sie energisch den Kopf.
Sie erinnerte sich ungern an die zerstörerischen Auswirkungen und Konsequenzen der bösen Mächte, die nicht nur Alexandria, sondern noch viele andere Reiche heimgesucht und in Schutt und Asche gelegt hatten.
Noch heute erlitt sie deswegen Alpträume, die ihr tagtäglich den Schlaf raubten. Träume von Zerstörung, Leid und Tod.

Die junge Frau lehnte sich mit den Armen auf das Geländer und beobachtete die Leute ein wenig bei ihrer Arbeit.
Obwohl sie wusste, dass alles überstanden war, konnte sie sich nicht richtig darüber freuen. Nagte doch noch immer an ihr die Angst, dass sich all dies bald wieder ändern könnte.
Nachdenklich ließ sie ihren Blick erneut über die Stadt schweifen. Dann seufzte sie laut.
Neben all diesen Dingen gab es noch eine Sache oder besser gesagt eine Person, die sie nachts nicht ruhig schlafen ließ. Sein Name war Zidane.
Seit ihrem entscheidenden Kampf gegen die dunklen Mächte, bei dem sie Seite an Seite kämpften, hatte sie ihn nicht mehr gesehen. Dabei hegte sie doch solch starke Gefühle für ihn.
Dies war ihr allerdings erst einige Zeit später bewusst geworden.
Schon von Anfang an mochte sie ihn sehr. Er war ein Verbündeter, ein Beschützer, ein guter Freund.
Doch jetzt, wo er weg war, wurde ihr zum ersten Mal wirklich bewusst, wie gern sie ihn hatte. Oder vielmehr, wie sehr sie ihn liebte.
Und trotzdem, es ging einfach nicht. Schließlich war sie eine Prinzessin. Nein, bald schon eine Königin. Er hingegen lebte in einfachen Verhältnissen.
Allein aus diesem Grund durfte sie ihn nicht mehr sehen oder mit ihm zusammen sein, denn es war einer Prinzessin nicht gestattet sich mit solchen Leuten abzugeben.
Doch der Gedanke an ihn erfüllte ihr Herz jedes Mal mit Trauer. Ihre braunen Augen füllten sich mit Tränen und ließen sie ihre Umgebung nur noch schleierhaft wahrnehmen.
„Warum nur?“, leise, fast tonlos, verließen diese Worte ihre Lippen. Sie konnte es einfach nicht verstehen, egal wie sehr sie sich auch bemühte.
„Entschuldigt bitte die Störung, aber....Prinzessin?“
Erschrocken fuhr sie herum und blickte direkt in das fragende Gesicht ihres Leibwächters.
„Oh, Hauptmann Steiner. Tut mir leid, ich war gerade in Gedanken.“
Auch wenn ihr überhaupt nicht danach zumute war, zwang sie sich zu einem Lächeln. Doch das überzeugte den Hauptmann nicht, der immer sehr um ihre Sicherheit bemüht war.
„Prinzessin, ist alles in Ordnung? Sie haben doch nicht eben geweint?“
Auch wenn er versuchte es zu verbergen, hörte man doch deutlich die Besorgnis in seiner Stimme heraus. Aber vielleicht versuchte er es auch nicht wirklich.
„Nein, ich habe eben nur gegähnt und da sind mir die Tränen in die Augen gestiegen. Es besteht also kein Grund zur Sorge, Hauptmann. Es ist alles in Ordnung.“, entgegnete sie höflich, wenn auch nicht wahrheitsgemäß.
Schnell wischte sie sich mit dem Handrücken die Tränen weg und blickte ihn wieder an.
„Was ist denn euer Anliegen?“, erkundigte sie sich.
Doch erst einmal hielt es Hauptmann Steiner für angebracht Haltung anzunehmen und sich lautstark zu räuspern.
„Nun, da ihre werte Frau Mutter verstorben ist, wird es allmählich Zeit euch zu der neuen Königin von Alexandria ernennen zu lassen. Das Land braucht eine neue Regierung, weshalb wir bald möglichst die Krönungszeremonie durchführen sollten. Natürlich wissen wir, dass Ihr noch nicht bereit seid diese riesige Verantwortung zu übernehmen. Aber kein Grund zur Sorge. Beatrix und ich werden euch selbstverständlich mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wir... hört Ihr mir überhaupt zu, Prinzessin?“
Die Prinzessin hatte sich von ihm abgewandt und ließ ihren Blick wieder über die Stadt gleiten.
Natürlich wusste sie, dass diese Zeremonie sehr wichtig war, doch im Moment war ihr das herzlichst egal.
Ich muss ihn jetzt einfach fragen, ich muss...
„Hauptmann?“
„Zur ihren Diensten, Prinzessin.“
Ihn zu fragen fiel ihr nicht gerade leicht, doch sie wollte endlich eine Aussage mit triftigem Grund und nicht immer diese billigen Ausreden.
„Hauptmann, wieso ist es mir nicht gestattet meine Freunde zu empfangen oder sie zumindest zu sehen?“
Sie drehte sich zu ihm um und blickte entschlossen in sein Gesicht.
„Es tut mir aufrichtig leid, Prinzessin. Nach wie vor bin ich der Meinung, dass diese ‚Leute’ einfach nicht der richtige Umgang für Sie sind. Vor allem nicht dieser Kerl namens Zidane.“
Die Stimme des Hauptmanns klang ernst und ließ keinen Widerspruch gelten, dennoch dachte die Prinzessin nicht daran sich geschlagen zu geben.
„Das kann doch unmöglich ihr ernst sein?! Wären Zidane und die Anderen nicht gewesen, dann gäbe es heute kein Alexandria und auch andere Königreiche nicht mehr. Sie haben uns alle gerettet! Wieso darf ich sie dann nicht sehen?“, brachte sie fassungslos hervor.
Bitte, Hauptmann. Gestatten sie mir, sie zu sehen. Ich will Zidane sehen...
„Das ist richtig, Prinzessin. Dafür sind wir ihnen auch überaus dankbar, aber Gesetz ist nun einmal Gesetz. Bitte verzeihen Sie, aber ich kann Ihnen diese Bitte nicht gestatten, so leid es mir tut. Des weiteren haben die meisten Ihrer ‚Freunde’ das Königreich bereits verlassen. Einzig dieser Kerl namens Zidane hält sich noch hier auf, aber einen Räuberjungen lasse ich auf keinen Fall ins Schloss.“, entgegnete der Hauptmann und machte damit ihre Hoffnung zunichte.
„Steiner!“
Die Stimme der Prinzessin war nun scharf und drückte Missbilligung aus.
„Ihr wisst genau, dass er kein Räuber mehr ist. Zidane ist damals aus seiner Räuberbande ausgetreten, um mir das Leben zu retten. Er hat es nur mir zuliebe getan. Und als Dank soll ich mich ihm gegenüber so abweisend verhalten?!“, warf sie dem Hauptmann verärgert an den Kopf.
Wie konnte er aber auch nur so geringschätzig von ihnen reden?
„Was ist denn passiert, Prinzessin?“, hörte sie plötzlich eine vertraute Stimme fragen. Beatrix, ihre Generälin, trat zu ihnen, um nach dem Rechten zu sehen. Bei der Gelegenheit ließ sie es sich nicht nehmen Hauptmann Steiner ein wenig zu necken.
„Hat Steiner wieder einmal versagt?“, fragte sie deswegen amüsiert und schmunzelte.
Das wollte der Hauptmann natürlich nicht auf sich sitzen lassen, doch die Prinzessin ließ ihn nicht zu Wort kommen.
„Nein, hat er nicht. Ich habe ihn nur gefragt, warum es mir nicht gestattet ist meine Freunde zu sehen.“
Beatrix Gesichtsausdruck wurde ernst.
„Natürlich. Dann kann ich ihren Ärger durchaus verstehen, aber leider muss ich in dieser Angelegenheit Steiner recht geben. Es wäre wirklich besser, wenn Sie sich von diesen Leuten fernhalten würden. Zu ihrer eigenen Sicherheit. Es tut mir leid, Prinzessin Garnet.“
Beatrix Stimme war weicher als die von Steiner, doch ihre Worte drückten dieselbe Missgunst aus.
Anschließend verabschiedete sie sich mit einer Verbeugung und ging zurück ins Schloss.
„Warum? Warum macht ihr sie alle so schlecht? Sie sind doch alle in Ordnung.“ Garnet schaute Beatrix nach, bis sie im Schloss verschwunden war.
Ihre Stimme hatte an Strenge verloren, dafür aber deutlich an Traurigkeit zugelegt.
Doch sollte Steiner das etwa bemerken? Ausgeschlossen! Nicht dieser Steiner, in der auf Hochglanz polierten Ritterrüstung. Ein anderer Steiner vielleicht, aber nicht dieser hier!
Garnet wandte sich wieder ihm zu.
„Steiner, Sie selbst haben doch an Zidane's Seite gekämpft! Haben sie denn nichts dazu zu sagen?“, fragte sie, fast schon flehend.
„Ich habe das nur getan, um Alexandria zu retten und aus keinem anderen Grund.“
Er machte eine kurze Pause.
„Nun ja, vielleicht ist dieser Zidane ja wirklich kein so schlechter Kerl, aber ein Räuber bleibt nun einmal ein Räuber. Das ist eben so und wenn ich Ihnen einen Rat geben dürfte, Prinzessin: Am besten Sie vergessen die ganze Sache, was damals alles passiert ist und lassen sich zu der neuen Königin von Alexandria ernennen.“
„Aber...“
Garnet wollte widersprechen, doch der Hauptmann verbeugte sich nur und verschwand dann ohne ein weiteres Wort im Schloss.

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Joa, das war das erste Kapitel xD

Würde mich freuen, wenn ich von dem ein oder anderen vielleicht ein Review bekommen würde, damit ich weiß, ob es euch gefällt und ob ich noch was besser machen kann :D
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