Anything goes

GeschichteHumor / P16 Slash
Bree van de Kamp Gabriella Solis Lynette Scavo Susan Mayer
31.01.2010
31.01.2010
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Autor: Ich – Kitty Ballou

Disclaimer: Alle Charas gehören entweder Marc Cherry oder R. T. Davies, ich spiel nur mit ihnen, verdien aber keinerlei Geld mit meiner Schreiberei.

Summary: Die Wisteria Lane bekommt – mal wieder – neue Mitbewohner. Oder sind die vielleicht gar nicht so neu?

Warnings: Öhmmm... Nein, denke nicht.



***




ANYTHING GOES


Die Nachricht verbreitete sich wie immer wie ein Lauffeuer. Schon in dem Augenblick, als der große Möbelwagen vor dem Haus gegenüber dem von Susan bremste, begannen die ersten Aufregungen.
„Orson, ich habe leider keine Zeit, dir Abendessen zu machen, ich backe gerade Muffins für die neuen Mieter hier in der Straße!“
„Oh mein Gott, Carlos, sieh dir das nur an, das sind italienische Designermöbel!“
„Susan, es ziehen neue Mieter ins Haus gegenü... Was machst du denn da?“ – „Ich streiche die Decke neu!“ – „Aber – warum, um Himmels willen?“ – „Mama hat gekocht!“ – „Oh...“
„Ich hoffe, sie haben eine Tochter, mit der ich spielen kann. Ich ertrage nicht noch mehr Männer um mich herum!“ – „Aber Penny-Süße, ich bin doch auch eine Frau!“ – „Nein, du bist meine Mom!“

Und es dauerte nur eine knappe Stunde, bis sich Lynette, Bree, Susan und Gaby im Vorgarten von Susan versammelten, weil sie von dort den besten Blick auf das gegenüberliegende Haus hatten, wo ein paar muskelbepackte Kerle immer noch Möbel hinein trugen. Gaby keuchte auf.
„Habt ihr das gerade gesehen? Das war ein Mies van der Rohe-Tisch!“
„Ein was?“ wollte Lynette stirnrunzelnd wissen, doch Gaby winkte nur ab.
„Schweineteuer, glaub mir, nichts für euch!“
„Habt ihr schon die neuen Mieter gesehen?“
Susan machte einen langen Hals, die Anderen schüttelten den Kopf. Bree strich sich eine ihrer wohlfrisierten Haarsträhnen aus dem Gesicht.
„Auf jeden Fall haben sie Geld!“
„Woher willst du das wissen?“ erkundigte sich Susan. Bree deutete mit ihrer Kaffeetasse auf den dunkelgrünen Sportwagen, der am Straßenrand stand.
„Corvette!“
„Wow!“
„Dann haben sie keine Kinder!“ schlussfolgerte Lynette seufzend.
„Denn für die bräuchten sie einen extra Anhänger!“
„Ich würde vorschlagen, wir gehen mal rüber und sagen ‚Guten Tag’“, schlug Bree jetzt entschlossen vor.
„Schließlich möchte man wissen, mit wem wir’s hier zu tun haben. Oder?“ forschte sie mit einem Blick in die Runde ihrer Freundinnen. Keine widersprach ihr.

Und so trabten alle Vier nur Sekunden später über die Straße, wichen rasch den immer noch eifrigen hin- und hertragenden Möbelpackern aus und blieben stehen, als ein hoch gewachsener und sehr attraktiver Mann ins Freie trat.
„Der Flügel kommt dann bitte in den großen Raum gleich links und... Oh...“
Er erblickte die Frauen und schenkte ihnen sofort ein strahlendes Lächeln.
„Ein Willkommens-Komitee, wie hübsch.“
„Herzlich willkommen in der Wisteria Lane, mein Name ist Bree. Und ich habe für Sie einen Korb mit Muffins dabei!“
„Oh, vielen Da...“
„Aber den Korb will ich wieder haben!“
„Wie bitt... Oh. Aber ja. Natürlich!“
Das Lächeln des Dunkelhaarigen wurde noch etwas breiter, als er Bree den Korb abnahm, ihn etwas höher hielt und schnupperte.
„Die duften köstlich. Mit Apfel und Zimt, nicht wahr?“
Bree machte im ersten Impuls große Augen, dann lächelte sie.
„Richtig! Und einem Hauch von...“
„Ingwer!“ beendete der Fremde ihren Satz und Bree schnappte kurz nach Luft.
„Sie kennen sich aber gut aus. Sind Sie Koch?“
„Nein, Jack Harkness, sehr erfreut!“

Grinsend ergriff Jack mit seiner freien Hand die von Bree, führte sie hoch zu seinem Mund und deutete einen Handkuss an.
„Wow, ein Kavalier der alten Schule, he? Ich bin Gabrielle, aber Sie dürfen mich Gaby nennen!“
„Enchante, Mademoiselle!“
Auch sie bekam ihren Handkuss, was Gaby entzückt auflachen ließ. Das „Mademoiselle“ korrigierte sie nicht. Und dass sie sich im Stillen vornahm, ihre Hand für die nächsten zwei Wochen nicht zu waschen, brauchte ja schließlich niemand zu wissen. Jack bedachte sie noch mit einem Blick aus seinen umwerfend blau-grauen Augen und wandte sich an Lynette.
„Und Sie sind...“
„Lynette. Scavo. Verheiratet!“ erklärte die sofort, ergriff dennoch Jacks Hand, zog sie aber auch ebenso schnell wieder zurück.
„Vier Kinder. Wir sind eine große Familie!“ seufzte sie lächelnd und auch Jacks Schmunzeln vertiefte sich.
„Ich liebe Kinder. Wir wollen auch welche!“ berichtete er nun. Das war das Stichwort für Susan.
„Oh, Sie sind verheiratet?“
„Ja!“ nickte Jack sofort strahlend.
„Sozusagen noch in den Flitterwochen!“
„Wirklich?“
„Das ist ja phantastisch!“
„Ohhhh, wie romantisch!“
„Sie sind tatsächlich – verheiratet?“
Gaby konnte es immer noch nicht fassen. Die besten Männer waren doch immer vergeben. Okay, sie selbst war auch verheiratet, aber Gucken war ja schließlich nicht verboten!

Jack lächelte sie an.
„Ja. Wir haben erst letzte Woche geheiratet. Es könnte also sein... Nun ja, nicht dass es Sie wundern würde... Aber wenn es möglicherweise...“
Er senkte leicht die Stimme und beugte sich vertrauensvoll zu den Frauen vor, um so mit einem Augenzwinkern zu raunen:
„Die nächsten Tage oder Wochen etwas lauter zugehen sollte – bitte haben Sie Verständnis. Obwohl...“
Er gluckste kurz auf und seine Augen begannen noch mehr zu funkeln.
„Wir haben das Schlafzimmer sicherheitshalber nach hinten raus verlegt!“
„Wie rücksichtsvoll von Ihnen!“
Brees Lächeln war schlagartig um einige Temperatureinstellungen gesunken und wirkte etwas verkniffen. Susan hingegen winkte grinsend ab.
„Ach, wissen Sie, solange Sie nicht auch wie Bob und Lee einen Edelstahl-Springbrunnen im Vorgarten aufstellen, der sich morgens um 6 Uhr einschaltet...“
„Wie? Oh. Oh nein. Nein, keine Bange!“
Jack schüttelte den Kopf.
„Für solch einen Schnickschnack geben wir kein Geld aus. Da brauchen Sie nichts zu befürchten. Und was meine Musik angeht...“
Sein Lächeln wurde jetzt so umwerfend, dass es selbst Lynette die Sprache verschlug und Jack fortfuhr:
„Ich wette, Sie werden genauso begeistert sein wie mein Schnuckelbär, wenn ich in die Tasten hau und dazu zu singen anfang!“
„Schnuckelbär? Wie niedlich! Wann lernen wir Ihre Frau denn kennen?“ erkundigte sich Bree, die fand, dass das schon längst überfällig war. Jack hob eine Hand, grinste und wandte sich halb um:
„Schaaaaaatz?? Wir haben Besu-huch!“

Dann grinste er besagten Besuch wieder an, während Schritte hinter ihm verkündeten, dass sein Schatz sich näherte, schließlich neben ihm stehen blieb und amüsiert auf die Frauen vor sich starrte.
„Jetzt müsste man glatt einen Fotoapparat haben, stimmt’s, Jack-Liebling?“
Der lachte leise, als er erkannte, dass den verzweifelten Hausfrauen von gegenüber allesamt die Kinnlade herunter gefallen war und sie beide entgeistert angestarrt wurden.
„Hi, Susan! Lynette, Gaby, Bree – schön, Euch wiederzusehen!“ grinste die Person im viel zu kurzen Bademantel, der nur lässig mit einem Knoten zugebunden war.
„Ihr habt also Jack schon kennengelernt, ja? Und du, Susan, immer noch mit Mike glücklich?“
Ein leises Röcheln war zu vernehmen, Jacks Schatz atmete tief durch und stemmte die Hände in die Hüften, während er den Blick über den Vorgarten huschen ließ.
„Ist echt schön, wieder hier zu sein. Und es ist euch doch nicht peinlich, oder?“
„Ähm, dein Bademantel steht schon wieder offen, Jackson-Schatz!“ hüstelte Jack feixend, Jackson blickte an sich herab, hustete ebenfalls kurz auf und schlang das weiße Etwas fester um sich, zuckte mit den Achseln und grinste noch einmal in die Runde.
„Manche Dinge ändern sich eben nie! Schönen Tag noch, die Damen! Susan...“
Er nickte ihr noch einmal freundlich lächelnd zu, bevor er Jacks Hand ergriff und ihn mit sich zurück in Haus zog, wo nun auch die Tür hinter ihnen ins Schloss fiel. Und die vier Freundinnen standen immer noch wie angewurzelt da, als von drinnen Klaviermusik ertönte und dazu eine kräftige Stimme zu schmettern begann, in die gleich darauf eine zweite mit einfiel:


"The world has gone mad today
And good's bad today,
And black's white today,
And day's night today,
When most guys today
That women prize today
Are just silly gigolos
And though I'm not a great romancer
I know that I'm bound to answer
When you propose,
Anything goes.”


ENDE




***

A/N: Falls jemand sich das Lied mal mit *hust* "Jack" anhören möchte - hier ist ein Link dazu: http://www.youtube.com/watch?v=Qm2QmHVvA5A
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