Rikki macht fette Beute

von Akemie
GeschichteMystery / P6
Cleo Sertori Emma Gilbert Lewis McCartney Rikki Chadwick
30.01.2010
30.01.2010
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Schluchzend saß Cleo Sertori auf ihrem Bett. Emma Gilbert legte tröstend den Arm um ihre beste Freundin. „Er war ja wirklich schon sehr alt“, sagte Cleo unter tränenerstickender Stimme. „Aber es ist trotzdem ein Schock, wenn’s dann passiert! Tut mir leid, ich versuch tapfer zu sein!“

„Das musst du nicht. Nicht in so einem Moment“, sagte Emma ruhig, die genau wusste, wie sie sich fühlte. „Wir beide hatten immer so viel Spaß zusammen“, fuhr Cleo seufzend fort. „Unglaublich, dass alles vorbei sein soll! Armer Pluto!“

Sie senkte ihren Blick auf die Schachtel in ihrem Schoss. Emma zog Cleo an sich und drückte sie beruhigend. Rikki Chadwick saß nur im Sessel hinter ihnen und sagte nichts. Ihr schien ihr Handy wichtiger zu sein, als Cleos verlorener Freund.

„Er war wirklich ein guter Fisch!“, jammerte Cleo. Rikki schaute auf. „Wieso? Er war einfach ein Fisch!“ „Schon gut!“, versuchte Emma ihre Freundin zu beruhigen und hoffte, sie hätte diese Aussage nicht gehört. Cleo fuhr fort: „Er war treu, er war ehrlich.“ „Konnte er denn irgendwelche Tricks?“, fragte Rikki sarkastisch. Emma schüttelte nur den Kopf über ihre blonde Freundin. Wie konnte sie Cleo so was nur jetzt fragen?

„Nein, natürlich nicht!“ Seufzend legte Cleo ihren Kopf an Emmas Schulter. Rikki fuhr fort: „Hat er... ich weiß nicht. Was tun Fische denn?“ Emma drehte sich zu ihr um und sah sie empört an. Cleo antwortete immer noch schluchzend: „Das gleiche wie wir! Aber im Wasser.“ „Entschuldige, ich frag ja nur! Also, was machen wir? In den Müll oder ins Klo?“ „Weder noch!“ Schluchzend stand Cleo auf und ging ins Bad.

Die Fische bedeuteten ihr sehr viel und wenn einer starb, war es ein großer Verlust für sie. Rikki verstand das nicht. Für sie waren Fische Fische und nur Menschen wahre Freunde, um die man trauerte.

Emma schaute sie sauer an. „Du weißt, wie viel Zeit sie mit den Fischen verbringt. Sie bedeuten ihr wirklich was!“ „Hallo?! Fische haben kein Langzeitgedächtnis, Emma! Sie vergessen einfach immer wieder, wer Cleo ist und zwar alle 3 Sekunden. Das ist keine Basis für’ne echte Beziehung, Emma!“, schnappte Rikki. „Wenn es nicht um dich geht, interessierts dich nicht! Du kannst manchmal wirklich egozentrisch sein!“ Emma verstand ihre Freundin nicht.

Rikki schüttelte den Kopf. „Das ist nicht wahr!“ „Ach ja?“ Emma schaute sie herausfordernd an. „Wie hieß der Fisch denn?“ Rikki war überrascht, so eine Frage gestellt zu bekommen, dachte nach und antwortete schließlich vorsichtig: „Bubbles?“ Ihre Freundin starrte sie mit einem Blick an, der verriet, dass sie es von Anfang an gewusst hatte. „Ich gebs auf!“ „Sag ich ja!“, sagte Emma.

Cleo kam mit einem Taschentuch in der Hand aus dem Bad. Erneut schluchzte sie. Der Tod von ihrem Fisch Pluto setzte ihr wirklich zu. Sie setzte sich auf’s Bett neben ihre Freundin Emma, die den Arm wieder tröstend um sie legte. „Es tut mir leid!“ entschuldigte sich Cleo für ihre Trauer. Rikki stand wortlos vom Sessel auf und ging zur Tür. Sie schuate noch einmal kurz zurück und schloss sie dann hinter sich.
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