Ein bisschen verloren an einem bekannte Ort

GeschichteAllgemein / P12
Daniel "Dan" Dreiberg / Nite Owl II Walter Joseph Kovacs / Rorschach
27.01.2010
17.02.2010
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27.01.2010 1.167
 
„Muwahahaha. Nehmt dies ihr erbärmlichen Humanoiden.“ Pow Pow Pow Pow.
Das sanfte Geräusch der Waffe stand im krassen Gegensatz zu deren Wirkung. Der Soldat der noch vor einer Minute vor mir stand, löste sich in Asche auf als das heiße Plasma ihn traf.
„HA!“ Schnell ging ich hinter ein Gebäude und nahm die Form eines andern Soldaten an als dieser zur Quelle der Störung kam. Obwohl er mich vom weiten gesehen hatte, schien er mich in SEINER Gestalt nicht wieder zuerkennen als ich an ihn vorbei rannte, um den Wagen mit der Atombombe weiter zu eskortieren. „Manche Ki´s sind einfach zu dumm.“, dachte ich als ich Crypto 147 steuerte.
Ein einfacher gemütlicher Samstagnachmittag. Gott wie lange das her war, seit ich letztens einen hatte. Heute hatte ich mich einmal wieder vor meiner PlayStation 2 begeben um mein „neuestes Spiel“ weiter zu spielen. „Hehehe elende Primaten.“, murmelte ich vergnügt als ich einen Majesticagenten wegschleuderte. Einige Minuten später nahm ich einen Schluck aus meiner Cola Flasche, während auf dem Bildschirm die Explosion der von mir dort hin dirigierten Atombombe abspielte. POW! Und schon waren ein paar Pixelsoldaten mehr pulverisiert.
Ich fand kein große Vergnügen daran die Staubwolke der Atombombe dort zu sehen.
Nicht das ich irgendwelche Schuldgefühle plötzlich entwickelt hätte, die lächerlich wären da dies nur ein Spiel ist, aber irgendwie war kein wirkliches Hochgefühl da bei meiner abgeschlossenen Mission. „Das Thema ist einfach zu ernst um wirklich darüber zu lachen.“, dachte ich als ich die Konsole ausschaltete. Es war nett und angenehm etwas zu spielen, aber ich beschloss mich mit etwas anderem weiter zu unterhalten. Hier saß ich nun also in meinen kleinen gemütlichen Zimmer in Dresden und fragte mich was ich noch tun könnte. Meine Augen streiften durch mein kleines Reich.  „Hmm...“ mein Blick glitt auf den Papierstapel unseres Druckers. Ich beschloss etwas zu zeichnen. Schnell suchte ich meine Schlumpermappe heraus und setzte mich mit einem weißen Blattpapier hin... Nun war die ultimative Frage da. WAS zeichnen?
Mein Handy vibrierte auf meiner Komode und riss mich aus meinen Bemühungen, mir ein Motiv einfallen zu lassen oder ein Thema was man zeichnen könnte. Schnell ging ich hin und schaute darauf. Eine neue SMS von P. P war nur ein Kürzel für meinen besten Kumpel.
Hi. Heute? Übliche Zeit? Planen wegen W.? Ahh ja. Wochenende. Wir wollten da einen kleinen Ausflug nach Leipzig planen. Schnell (oder in diesem Fall so schnell wie es mir diese seltsame Alphabetsystem des Handy erlaubte)  tippte ich meine Antwort. Ja. 16 Uhr vielleicht halbe Stunde später. Kaum hatte ich meine Nachricht abgeschickt blinkt der Ladebalken auf dem Bildschirm auch auf. Ah, ja wird wahrscheinlich noch eine Stunde halten oder so. Ich schaute auf die Uhr 14: 37 Uhr. Hmm sollte mich lieber gleich aufmachen, damit ich noch rechtzeitig ankomme. Ich griff nach meiner Rot verblassten Umhängetasche, diese war groß aber nicht zu groß, daher ganz praktisch und warf einige Sachen rein. Schlüssel, Portmonee, Feuerzeug (man weiß echt nicht wann man das braucht,,. aber es kann nie schaden) und das Ladegerät für mein Handy. Ich wusste das die Batterie höchstwahrscheinlich hinzu durchhalten würde aber rück zu  nicht mehr. UND ICH BRAUCHTE DIE MUSIK! Yepp, ich hatte ein kleines Handy mit Walkmanfunktion... mein ganzer Stolz. Als ich im Geiste nochmal durch ging, ob ich wirklich alles hatte, zog ich mich an. Ich überlegte ob ich über mein rotes T-Shirt mit der vielsagenden Aufschrift „Rock the World“ noch meine schwarze Jacke mit Kapuze anziehen sollte. Draußen war es kalt, da es Mitte Januar war. Dennoch hatte ich eine schöne schwarze Jacke die mich eigentlich bisher gut gewärmt hatte. Ich könnte ja den Reißverschluss von ihr später aufmachen, wenn es ZU warm wird, dachte ich und zog sie mir über die Schulter. Nicht das größte Problem. Meine braune Mütze über den Kopf platzierend ging ich ins Wohnzimmer. „Ich mach jetze los ...“ ich blieb in der Tür stehen als ich die schlafende Gestalt auf der Couch sah. Schnell schlich ich mich wieder raus und ging in die Küche. Dort nahm ich einen Haftnotizzettel. „Bin zu P. Handy dabei, falls was ist anrufen. Schlüssel mit. Weiß nicht wann ich wieder da bin. Liebe K.“ Ich heftete die Notiz an den Kühlschrank und ging dann aus der Wohnung. So leise wie möglich zog ich die Tür zu. Als ich die Treppe hinunter ging um durch Haustür zu gehen zog ich mein Handy aus der Tasche. Während des Weges zur Bushaltestelle klickte ich schnell durch meine Abspielliste und versuchte ein Lied zu finden was zurzeit passte.
Coldplay Viva La Vida! War meine Entscheidung dann.
Es war beißend kalt und ich zog die Handschuhe in meiner Jackentasche an.
Der Bus stand schon an der Haltestelle, da dies eine Endstation war. Ich stieg ein und setzte mich ans Fenster. Es dauert noch einige Minuten ehe der Bus anfuhr. Ich hatte es nicht so eilig und ging stattdessen von meiner Musikliste zu Radionachrichten über. Bulletproof wurde gerade von Kevin G. Aus Meißen gewünscht als der Bus anfuhr. Ich sah wie vertraute Straßenschilder draußen vrobei fuhren, doch dann merkte ich wie der Bus eine Abzweigung machte... Stirnrunzel schaute ich weiter draußen. Halt seit wann fährt dieser Bus hier entlang? Was zur... Als ich bemerkt das es dennoch in die ungefähre Richtung meines Zieles ging entspannte ich mich wieder. Elende DVB. Schon wieder wurden die Fahrpläne geändert. Mich wieder in den Sitz zurück lehnte schloss ich kurz die Augen und nickte ein. Als ich meine Augen wieder öffnete bemerkte ich das ich... WO war ich?
„Uhm...“, ich ging zum Fahrer. Lass dir nicht anmerken das du schüchtern bist, sei kontrolliert. Die Stimme etwas lauter. Hell. Nicht in die Defensive. „Entschuldigen Sie, bitte. Könnten sie mir sagen wo wir uns derzeit befinden? Der Fahrer schaute mich an und sagte. „Wir sind in Heidenau.“ Oh... das war eine ganz andere Fahrzone. Verdammt, dann musste ich mir ein anderes Ticket kaufen um zurück zu kommen... nicht zu erwähnen das ich nun mir erstmal eine Linie suchen musste. Dankend stieg ich aus dem Bus und ging zur Haltestelle um den Linienplan zu studieren. Nett, die nächste Haltestelle mit meiner gewünschten Linie war 15 Minuten weit weg. Mürrisch ging ich los.
Nervös ging ich durch die Radiokanäle, während ich die Straße hinab ging. „Heute auf der A...“ Klick. Brzz. „Und nun unserer Verkehrsabteilung..“ Klick. Brzz. „Hasselröder Premium...“ Klick Brzz. Brzzzz. Ich starrte auf mein Handy als der Brzzz Sound plötzlich anhielt, währedn ich durch die Kanäle durchschaltete. Verwirrt schaute ich nach oben in den Himmel. Kam etwa ein Gewitter? Um die Jahreszeit? Ich ging weiter zwischen zwei Autos hindurch über eine Straße. Und vergaß Grundregel Nummero Uno. Schau nach links und rechts. Daher sah ich zu spät das ein Lkw ankam...  Und ich dachte:
Oh shit. Du wusstest das dies irgendwann so kommt. Du hörst Musik passt nicht auf und BÄM!
Welchen Song suchen sie bei meiner Beerdigung aus? Plötzlich kam ein Ton über meine Ohrstöpsel. „Jon was machst du da?“ „Aktuell Laurie ich...“ BRRZZZZZ!
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