Smallville

von Kanna112
GeschichteAbenteuer / P12
Clark Kent Lana Lang Lex Luthor
23.01.2010
23.01.2010
10
31359
 
Alle Kapitel
10 Reviews
Dieses Kapitel
1 Review
 
 Datenschutzinfo
 
 
Kapitel 1: Wie alles begann

Manche Menschen glauben an das Übernatürliche andere nicht. Was denkst du darüber? Die meisten Bewohner von Smallville glaubten, wie viele andere Leute auf der Welt, nicht an übernatürliche Kräfte, bis zu dem Tag, an dem sich alles änderte…

Es begann alles im Oktober des Jahres 1989, als Martha und Jonathan Kent in einen Blumenladen, des Ortes Smallville fuhren. Sie hatten ihre kleine Tochter Shannon zu ihrem besten Freund Lex Luther gebracht, dessen Familie sie zu einem Ausflug eingeladen hatte. Jonathan parkte sein Auto und ging zusammen mit Martha in Nell Potters Blumenladen, der sich auf der anderen Straßenseite befand. „Hallo, Jonathan! Martha.“, sagte Nell, während die beiden den Blumenladen betraten. „Hallo, Nell.“, antwortete Jonathan und ging zur Theke, hinter der Nell einige Blumen umsteckte. „Was kann ich für euch tun?“, fragte Nell, nachdem Martha sich zu einem kleinen Mädchen gehockt hatte, das neben der Theke in einem Prinzessinnenkostüm saß und mit einem Zauberstab spielte. Der Name des Mädchens war Lana Lang und sie war etwa drei Jahre alt. „Wo sind ihre Eltern?“, fragte Jonathan und blickte zu Lana. „Auf dem Football Spiel, wie alle anderen der Stadt auch.“, antwortete Nell. „Also, Martha steht der Sinn nach Tulpen. Wir sind hier um welche zu besorgen.“, sagte Jonathan, als er sich wieder Nell zugewandt hatte. „Verständlich. Das sind sehr einfache Gewächse. Ich hole schnell welche aus dem Lager.“, erklärte Nell und verschwand durch eine Tür hinter einigen Blumensträußen. „Du bist aber eine süße Prinzessin.“, flüsterte Martha zu Lana, die anfing zu grinsen. „Willst du dir was wünschen?“, fragte Lana und tippte Martha mit ihrem Zauberstab an die Stirn, nachdem diese genickt hatte. Kurze Zeit später kam Nell mit zwei Säcken Tulpenzwiebeln aus dem Lager und gab sie Jonathan, der zusammen mit Martha zurück zu ihrem Wagen ging. Während Jonathan die Zwiebeln auflud setzte sich Martha ins Auto und sah aus dem Fenster. Als Jonathan zu ihr in den Wagen stieg sagte er: „Ich kann mir gut denken, was du dir gewünscht hast.“ „Ich weiß, dass die Luthors keine schlechten Menschen sind und dass sie nur das beste für Shannon wollen, aber manchmal denke ich, dass Lionel sie besser kennt, als wir. Ich komme einfach nicht an sie heran.“ „Im Moment müssen wir eine schwere Phase durchstehen. Aber das geht vorbei. Bald kommen wieder bessere Zeiten. Glaub mir.“ Jonathan lies den Wagen an und sie fuhren los.
Zur selben Zeit waren Shannon und Lex zusammen mit Lionel, dem Vater von Lex, auf dem Landeplatz für Hubschrauber angekommen, der sich auf dem Grundstück einer Firma von Lionel befand. Lionel unterhielt sich mit einem seiner Angestellten und bemerkte nicht, dass Lex und Shannon sich in das angrenzende Maisfeld begaben. Lex war zehn Jahre und damit genau doppelt so alt wie Shannon. Die beiden hatten sich vor etwa einem Jahr kennen gelernt, als Shannon mal wieder von zu Hause abgehauen war und allein auf einer Landstraße stand. Lionel hatte sie dort gefunden und mit zu sich nach Hause genommen. Da er nicht gut mit Kindern umgehen konnte, brachte er sie zu Lex, der sich trotz des Altersunterschieds bestens mit ihr verstand. Seine Mutter Lillian versuchte derweil herauszufinden, woher sie kam. Seit dem trafen sich Shannon und Lex so oft es ging, was Lex sehr gefiel. Er hatte außer ihr keine Freunde und hatte immer die Befürchtung, dass auch sie ihn verlassen würde.
Nachdem sie einige Schritte in das Feld gegangen waren, hörten die beiden eine Stimme, die immer wieder rief: „Hilf mir! Bitte. Hilf mir!“ Sie folgten der Stimme und gingen so immer weiter in das Feld.
Währendessen waren Martha und Jonathan aus der Stadt herausgefahren und machten sich über eine Landstraße auf den Weg zurück zu ihrer Farm. Sie waren gerade an dem Ortsschild vorbei gefahren, als dieses plötzlich von einer Art Meteorit zerschmettert wurde. „Jonathan! Was passiert hier?“, schrie Martha schockiert. Jonathan konnte nicht antworten, denn wenige Meter vor ihrem Auto schlug ein weiterer Meteorit ein. Jonathan musste ihm ausweichen und das Auto landete mit den Rädern nach oben im Graben.
Auch in der Stadt hatte man die Meteoriten bemerkt. Nell lief mit Lana auf dem Arm vor ihren Blumenladen und sah, wie alle anderen in den Himmel und beobachtete einen weiteren Gesteinsbrocken, der direkt in den Wasserturm der Stadt schlug. Kurz zuvor war das Football Spiel zum Ende gekommen und auch Lanas Eltern kamen zurück. Sie parkten an der Stelle, an der vor einigen Minuten noch Martha und Jonathan gestanden hatten. „Mom! Dad!“, rief Lana freudig. Doch ihre Freude schlug augenblicklich in blankes Entsetzen um, als ihre Eltern von einem weiteren Meteoriten getroffen wurden. „NEIN!“, schrie Lana, krallte sich in Nells Pullover fest und begann zu weinen.
Lex und Shannon befanden sich etwas außerhalb von Smallville und bekamen erst jetzt mit, was sich am Himmel abspielte. Die Stimme, die sie gehört hatten, folgten sie, bis sie schließlich zu einem Jungen kamen, der in Boxershorts an ein Kreuz gebunden war und auf sie herabblickte. „Helft mir. Bitte.“, flehte er, doch Shannon und Lex bekamen Angst und liefen fort. In der gleichen Sekunde schlug in das Maisfeld ein Meteorit ein und Lex und Shannon wurden von einer Staubwelle umgerissen. Die Stimme konnte nun niemand mehr hören.
Martha und Jonathan waren unverletzt, doch dafür umso erstaunter darüber, was sich ihnen näherte. „Martha.“, sagte Jonathan leise und Martha wandte den Kopf zu ihm herüber. Dort stand er. Ein kleiner Junge, nicht älter als vier und schaute durch das zerbrochene Fenster auf der Fahrerseite. Martha war genauso erstaunt wie Jonathan, als sie den Jungen sah. Jonathan wandte sich aus dem Wagen und näherte sich dem Kind.
Inzwischen war Lionel auf die Meteoriten aufmerksam geworden und hatte bemerkt, dass Shannon und Lex verschwunden waren. Das Maisfeld, das vor wenigen Augenblicken noch einen Meter hoch war, war jetzt komplett platt gewalzt. Lionel rannte auf das Feld und rief verzweifelt nach den beiden Kindern.
Jonathan und Martha hatten den Jungen in eine Decke gewickelt und den Wagen zurück auf die Straße geschoben. Der Junge hatte fortwährend in eine Richtung gedeutet, in die Jonathan nun gegangen war und nicht glauben konnte, was er dort sah. Um ihn herum waren einige Meteoriten eingeschlagen, die alle große Löcher hinterlassen hatten. Vor ihm war eben so ein Loch, in dem allerdings kein Meteorit lag, sondern ein für ihn noch undefinierbarer Gegenstand, der einem Raumschiff glich. Während Martha sich zusammen mit dem Jungen in den Wagen setzte, lud Jonathan das raumschiffähnliche Gebilde auf die Ladefläche seines Wagens und sah dabei immer wieder über seine Schulter, doch keine Menschenseele war in der Nähe zu sehen, die ihn hätte beobachten können.
Lionel war über das Feld auf die Straße gelaufen um Hilfe zu suchen. Er stand unter Schock und bekam keinen vollständigen Satz heraus als Jonathan ausstieg um zu sehen, was los war. „Was ist passiert?“, fragte Jonathan und als Lionel auf das Feld hinter ihm deutete und etwas von Shannon und Lex stammelte rannte Jonathan auf einen Haufen Mais zu, unter dem er die beiden vermutete. Und Tatsachlich nachdem er einige Pflanzen beiseite geschafft hatte, kamen Lex und Shannon zum Vorschein. Sie hatten einen kleinen grünen Stein zwischen sich, den sie beide mit einer Hand berührten. Lex sah nicht so aus wie vor dem Unglück. Seine roten Haare waren verschwunden und Shannons fast weiße Haare waren komplett schwarz geworden. Jonathan und Lionel waren sehr verwundert, wegen dem was gerade passiert war. Dennoch bewahrte Jonathan einen halbwegs kühlen Kopf und sie brachten die beiden zu Martha in den Wagen mit dem sie zusammen ins Krankenhaus fuhren. Dort angekommen brachte Lionel Shannon und Lex hinein und Martha und Jonathan fuhren zurück zur Farm um erst mal wieder zur Ruhe zu kommen. Sie wussten nicht was sie tun sollten. Sie hatten einen kleinen Jungen gefunden. „Martha, wir können ihn nicht einfach behalten. Er hat doch sicher Eltern.“, sagte Jonathan besorgt. „Ich habe ihn noch nie zuvor hier in Smallville gesehen. Was ist wenn er nicht von hier ist und seine Eltern sich nicht um ihn kümmern konnten?“, fragte Martha. Sie hatte sich schon immer einen Sohn gewünscht und war sofort vernarrt in den Kleinen. Jonathan merkte dies und seufzte. „Na ja vielleicht warten wir erst einmal ab, bis sich alles wieder beruhigt hat und wenn ihn jemand vermisst werden wir es schon erfahren.“ Martha begann zu grinsen und machte sich auf die Suche nach altem Spielzeug.
Im Krankenhaus saß Lionel wie auf heißen Kohlen. Er wusste, dass sein Sohn und Shannon hier in den besten Händen waren, aber aufgewacht waren sie dennoch noch nicht. Sie lagen in einem Doppelzimmer und deshalb war Lionel auch so überrascht, als er sah, dass die beiden in genau derselben Sekunde die Augen aufschlugen und nacheinander fragten. Lionel fiel ein Stein vom Herzen und er rief nach einer Schwester, die sogleich kam, um die beiden zu untersuchen. „Das ist unmöglich.“, murmelte sie, aber Lionel verstand sie dennoch. „Was ist unmöglich?“, fragte er skeptisch. „Ihr Sohn hatte Asthma als er das letzte Mal hier war. Aber jetzt ist nichts mehr davon zu sehen. Nein im Gegenteil sogar. Die Tests haben ergeben, dass er überdurchschnittlich viele weiße Blutkörperchen in seinem Blut hat.“, antworte die Schwester, deren Piepser klingelte woraufhin sie aus dem Raum rannte. Lionel war überglücklich, dass es den beiden wieder gut ging. Er konnte ja nicht wissen, welche Auswirkung dieser Tag auf das Leben von Shannon und Lex haben würde.
Der schrecklichste Tag in der Geschichte von Smallville ging langsam auf sein Ende zu. Trotz der Ereignisse, die heute geschehen waren, kam die Stadt langsam wieder zur Ruhe und die Lichter erloschen.
Lionel hatte Shannon nach Hause gebracht, nachdem sie aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Sie war sofort begeistert von dem Jungen den ihre Eltern gefunden hatten. Sie spielten zusammen bis es plötzlich an der Tür klingelte. Jonathan bedeutete Martha, dass sie den Jungen verstecken sollte, weil er sah, dass Ethan, der Sheriff von Smallville, vor der Tür wartete. „Hallo, Jonathan.“, begrüßte er ihn. „Ich wollte nur mal sehen, ob es euch gut geht.“, erklärte Ethan und plötzlich kam der Junge die Treppe hinuntergelaufen und sah ihn mit seinen großen braunen Augen an. „Ich konnte ihn einfach nicht zurückhalten.“, sagte Martha, die hinter dem Jungen auftauchte. „Oh, hallo. Wer bist du denn?“, fragte Ethan und beugte sich zu dem Jungen hinunter. Jonathan sah nervös zu Martha hinüber, die ganz cool antwortete: „Das ist Clark. Wir haben ihn erst heute adoptiert.“ Jonathans Nervosität schlug in Erstaunen um. „Ich wusste gar nicht, dass ihr vor hattet ein Kind zu adoptieren.“, sagte Ethan und Clark begann zu grinsen. „Du weißt doch wie so etwas abläuft. Man kann sich nicht hundertprozentig sicher sein, dass man für ein Kind ausgewählt wird, bis man es dann abholen kann. Wir wollten nichts an die große Glocke hängen bis es sicher war.“, erklärte Jonathan, der damit sichergestellt hatte, dass Clark bei ihnen bleiben würde.