Allein

GeschichteAllgemein / P16
17.01.2010
17.01.2010
1
368
 
Alle Kapitel
3 Reviews
Dieses Kapitel
3 Reviews
 
 Datenschutzinfo
 
 
 
Prolog
Hier war ich nun, William H. Bonney, allein, verletzt, gejagt, ausgestoßen. Billy the Kid war wieder auf der Flucht, diesmal alleine, alleine in der Prärie, fernab von jeglicher Zivilisation, verlassen von meinen Freunden, blutend aus mehreren Schusswunden, und dies ist meine Geschichte. Meine Geschichte, die berichtet, was geschah, während sich meine Freunde aus dem Lincoln-County-Krieg ein schönes Leben machten, die Geschichte eines Viehdiebes, die Geschichte von Billy the Kid.
Zuerst ritten wir noch gemeinsam durch die Wüste, weg von Lincoln, aber als wir bei Abenddämmerung anhielten, entschieden sie sich alle, ihre eigenen Wege zu gehen, und verstreuten sich in alle Himmelsrichtungen. Ich blieb da, wo wir angehalten hatten, schlug mein Lager auf, und versuchte, meine Wunden im Schein des Feuers zu versorgen. Vorsichtig verband ich meinen Arm und meine Seite, hoffte, dass es noch nicht mit mir zuende ging,
Ich hatte schon oft gedacht, es würde zu ende sein, aber immer wieder schaffte ich es doch irgendwie, zu überleben, ob es bei der Schießerei in der Wüste war, bei der Tommy gestorben war, oder in der Schießerei mit diesem Verrückten, der vom Plumpsklo aus auf uns feuerte und zwei oder drei von uns anschoss, einen sogar erschoss. Immer dachte ich, ich würde den Tag nicht, überleben, aber wachte am nächsten Tag doch wieder auf.
Die Kugel aus meinem Arm würde ich nicht entfernen können, dafür hatte ich zu wenig Erfahrung, und ich wollte es nicht riskieren, bei dem Versuch zu verbluten, also beließ ich es bei einem einfachen Verband. Am nächsten Tag würde ich aufbrechen und versuchen, jemanden zu finden, der verrückt genug war, mir zu helfen.
Das graue Zwielicht vor Sonnenaufgang setzte schon ein, ich löschte das Feuer, sattelte mein Pferd, und packte meine Sachen. Ich wollte die Kühle der Nacht und des frühen Morgens nutzen, um so weit wie möglich zu kommen, bevor die Reiter aus Lincoln versuchen würden, mich zu finden.
Ich gab meinem Pferd die Sporen, hinterließ eine Staubwolke dort, wo ich grade noch gesessen hatte, und machte mich auf den Weg, während ich überlegte, wo der nächste Indianerstamm war, der mich vielleicht aufnehmen würde.
~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*
Review schreiben