Gefangen

von Nikkl
GeschichteAllgemein / P12
Jona Matreus Zanrelot
10.01.2010
10.01.2010
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10.01.2010 399
 
Irgendetwas Merkwürdiges ging auf dem Markt vor sich. Matreus sah sich um und beobachtete die Marktleute und deren Kunden. Alle schienen sich zu verhalten wie immer, aber es wirkte ein wenig gekrampft. War etwas passiert von denen sie nichts wussten? War eine wichtige Person gestorben? Matreus konnte sich nicht vorstellen, dass so was geschah ohne dass der Meister das sofort erfuhr. Und doch hatte er ein ungutes Gefühl. Er fasste Jona am Arm, der einen Schritt vor ihm ging. Dieser blieb stehen, sah ihn an und nickte kurz. Ja, auch er hatte bemerkt, dass hier Etwas nichts stimmte. „Wir gehen zurück“ murmelte er und sah nach den nächsten Weg, der vom Markt weg in die Seitengassen führte. Doch kaum hatten sie sich in diese Richtung gewandt, sprangen einige Schergen hinter den Marktständen hervor.

Matreus erschrak. Anscheinend wusste man inzwischen, wer sie waren und man hatte ihnen aufgelauert. Auch Jona schien im ersten Moment wie versteinert. Matreus schubste ihn in Richtung Gasse. „Los Jona, weg hier. Wir müssen fliehen.“

Augenblicklich setzte sein Cousin sich in Bewegung, doch die Schergen hatten sie nahezu umzingelt. Zu gerne hätte Matreus jetzt seinen Zauberstab gehabt. Zwar konnte er nicht viele Zauber und um alle zu vereisen waren es zu viele, aber er hätte ihnen nicht magielos gegenüber gestanden. Doch der Meister erlaube es ihm nicht den Zauberstab mitzunehmen. Was, wenn ihn jemand sah? Dann wüssten alle, dass Zanrelot zwei Helfer hatte, die in die Oberwelt konnten. Aber Jona hob die Hand und schleuderte einen Energieblitz auf die Schergen, die daraufhin auseinander liefen. So schnell er konnte, rannte er in die Seitengasse und drehte sich nach unten. In der Annahme, dass Matreus ihm gefolgt war.

Doch Matreus hatte es nicht geschafft. Zwar war er ebenfalls gleich losgelaufen, doch einer der Schergen hatte es geschafft ihm ein Bein zu stellen und so war er der Länge nach hingefallen. Seine Hände brannten von den kleinen Steinen, die sich bei dem Sturz hinein gebohrt hatten. Viel mehr aber schmerze sein Arm, als einer der Männe ihn nahm und ihn auf seinen Rücken drehte.

„Dein Freund ist uns wohl entwischt, aber Dich werden wir mitnehmen. Mach uns keinen Ärger, da warte ich nur drauf.“ zischte ihm Jemand ins Ohr. Er zwang Matreus dazu aufzustehen. Er versuchte sich zu wehren als man ihn fortbrachte, doch wie bereits angekündigt ließen die Männer ihn spüren, dass er sich besser fügen sollte.