Die sieben Todsünden

GeschichteDrama / P18 Slash
Draco Malfoy Fred Weasley Harry Potter Lucius Malfoy Severus Snape
08.01.2010
24.01.2010
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08.01.2010 791
 
Kapitel 2: Neid

Die Sünde des Unbehagens über das Glück des Nächsten, Quelle und Wurzel des Hasses, der Intrige und Verleumdung..


Sie hatten das nicht verdient. Seit nun vier Jahren stand er im Dienst des Ministeriums, sorgte für Recht und Ordnung und beschützte die Zaubererwelt. ER hatte einen wichtigen Posten, aber sie? Diese beiden hatten sich mit Nichts, mit Unfug, Schwachsinn, Albereien eine Menge Galleonen verdient. Percys Gesicht war in zornigen Zügen verzerrt. Das würde er nicht mehr länger dulden.

Langsam setzte er sich hinter den Schreibtisch seines Vorgesetzten. Dieser war, wie so oft, unterwegs. „Ein perfekte Gelegenheit“, flüsterte es in seinen Gedanken und mit einen listigen Lächeln griff er zu seinem Zauberstab. Einige Worte murmelnd, nahm er schließlich die große Fauenfeder. Es war so einfach.  

***

„Hast du schon die neue Lieferung mit den Kotzpastillen ausgepackt?“ Georges Stimme kommt direkt aus dem Verkaufsraum zu ihm herübergeweht. „Nein noch nicht.“, gibt Fred belustigt zurück. Lachend steckt er seinen Kopf durch die Tür vom Lager zum Verkaufsraum und sieht seinen Bruder schmunzelnd an. „Die sind immer noch ein Renner in Hogwarts, oder?“ Georges Daumen streckt sich in die Höhe. „Darauf kannst du wetten.“

Fred tritt zu seinem Bruder und schaut ihm über die Schultern, während er ein zufriedenes Seufzen verlauten lässt. „Der Tag heute hat sich doch mal echt wieder gelohnt. So viel Instant-Finsternispulver und Schildhüte haben wir selten verkauft.“

„Der Bedarf steigt.“, antwortet George schlicht, doch Fred weiß genau, dass seinem Bruder in diesem Moment die gleichen Gedanken durch den Kopf gehen: Es wird immer gefährlicher in der Winkelgasse. Auch wenn ihnen ihr Laden eine gewisse Sicherheit gibt und vor allem viel Freude bereitet, sind sie beide nicht so dumm zu glauben, es wäre alles in Ordnung. Zu sehr lähmen die täglichen Nachrichten von neuen Todesopfern und Vermissten.  

„Kopf hoch!“, kommt es leise, aber deutlich von George. „Wir sind ja schließlich nicht allein.“ Das entlockt Fred abermals ein Lächeln. „Und wenn doch laden wir uns einfach unsere Hütte mit unsere „Party-for-one-Brause“ voll.“

Augenblicklich erwidert George das Lachen. „Ich finde diese Erfindung immer noch tierisch genial. Trink ein Glas und so gleich stehen dir mindestens 10 Leute gegenüber, die wild feiern und dir die Bude leer saufen. Sehr amüsant.“ Sarkasmus und Schadenfreude schwingt in seinen Worten mit und Fred prustet los. „Die ersten Versuche waren so klasse. Ich werde nie vergessen, wie uns der Kühlschrank von denen leergefressen wurde. Immerhin gingen die dann mit dem „The Tea After“ wieder weg.“
George lacht herzhaft, während er die letzten Einnahmen der Kasse zählt und diese dann abschließt. Lachend dreht er sich zu George um.

Mit einem Mal gibt es einen ohrenbetäubenden Knall. Das Lachen stirbt auf den Gesichtern der Brüder. Auch wenn sie instinktiv nach ihren Zauberstäben greifen, sieht man den gleichen Ausdruck in ihren Augen: Unbehagen und Angst.

In ihrem Verkaufsraum stehen 10 Männer, einer tritt vor. „Lassen Sie ihre Zauberstäbe fallen. Dies ist eine Anweisung des Ministeriums.“

„Seit wann macht ihr einen auf Rambo?“, fragt Fred frech grinsend.

Die Stirn runzelnd sieht ihn der Mann an. „Werd nicht frech, Bürschen.“

„Sie platzen in unseren Laden, ohne Erlaubnis und wollen Respekt?“ Fred denkt keinen Augenblick daran diese Dreistigkeit zu dulden.

„Dies“, sagt der Mann unbeeindruckt von Freds Worten und hält ihnen ein Schreiben vors Gesicht. „...ist ihr Todesurteil.“

Ein widerliches Lächeln breitet sich auf seinem Gesicht aus.

Die Zwillinge flüstern mit aufgerissenen Augen gleichzeitig Flüche. Blitze wirbeln durch den Raum. In wenigen Sekunden erhitzt sich die Luft ins Unermessliche.

Keuchend fallen die Zwillinge zu Boden. 10 Mann haben sie attackiert. Lachend verschwinden diese.

Stoßweise entweicht Freds Brust Luft. Das Atmen fällt ihm so schwer. Der Raum ist voller Rauch und die Hitze lässt ihn schwitzen. Sich über den Boden robbend, tastet er nach seinem Bruder, sprechen kann er nicht mehr, zu dick ist der Rauch, der ihm schon jetzt die Luft zum Atmen nimmt.

Dann fühlt er ihn. Seine Hand findet den Weg an Georges Halsschlagader. Ganz sachte fühlt er den schwachen Puls.

„Zusammen“, krächzt Fred, als ihm auch schon von all dem Gestank und Qualm das Bewusstsein getrübt wird.

Ein Röcheln von nebenan. Ein Husten. „Zusammen“, erwidert George.

Dann ist es still.

Der Rauch weicht den Flammen. Ein Blatt Pergament fängt Feuer. Langsam verschwinden die Worte: „Auf Befehl des Ministers... die höchstverdächtigen... Fred und George Weasley aufgrund... Todesser... eliminieren...
Gezeichnet....
Dann verschwinden auch die letzten Worte in der Hitze der Flammen.

Und während auch die beiden leblosen Körper der Unbarmherzigkeit des Feuers zum Opfer fallen, steigt über der Winkelgasse ein noch nie gesehenes Feuerwerk auf. Das Lager brennt völlig  aus.

Die Nachrichten über neue Todesopfer verbreiten sich schnell. Und während der größte Teil der Zaubererwelt trauert, schleicht über das Gesicht eines Weasleys ein befriedigtes Lächeln.

***
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