Der erste Kuss

GeschichteRomanze / P12 Slash
Clark Kent Lex Luthor
08.01.2010
08.01.2010
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A/N
Oh jeeee... mein erster OS über Smallville... irgendwie bin ich leicht nervös, weil es ja so ganz ungewohntes Terrain für mich ist XD aber ich bin einfach von diesem Paar fasziniert und leider gibt’s hier viel zu wenige Clex-FFs ^^
Aber das kann man ja ändern, nicht wahr?

Also kurz ein paar Dinge vorweg, ich kenne Smallville schon lange, aber habe nie sehr intensiv geschaut... bis vor ein paar Tagen. Bin deshalb auch noch nicht allzu weit, erst bei der zweiten Staffel, deshalb habt etwas Verständnis, falls euch irgendwas auffällt. Ich hab aus dem Grund auch einfach nur einen kurzen OS geschrieben ^^ vielleicht gibt’s auch irgendwann mal was längeres von mir... wer weiß? Jetzt jedenfalls viel Spaß ^^

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Der erste Kuss

Nervös betrat Clark das Arbeitszimmer seines besten Freundes. Dieser saß hinter seinem Schreibtisch und hatte den Blick konzentriert auf seinen Laptop gerichtet. Als er hörte wie jemand den Raum betrat blickte er auf.

„Clark.“, kam es etwas überrascht von dem jungen Luthor und seine Lippen umspielte ein leichtes Lächeln. „Hey Lex. Störe ich dich?“, wollte Clark wissen und knete seine Finger, doch es half nichts. Er war schon oft hier gewesen und noch nie war er so furchtbar unsicher und nervös gewesen.

„Nein. Setz dich.“, Lex deutete auf einen der Stühle vor seinem Schreibtisch und klappte seine Laptop zu. „Clark, alles in Ordnung?“, wollte er wissen. Ihm war nicht entgangen, dass sein bester Freund mehr als nur leicht aufgeregt war. Aber warum? War irgendwas passiert?

„Ja. Ähm. Nein. Naja, es ist nichts passiert oder so. Falls du das meinst.“, erklärte der Jüngere mehr schlecht als recht, als er auf dem Stuhl Platz nahm und sich mit einer Hand durchs Haar strich. Er kam sich vor, als hätte er im Unterricht etwas schlimmes angestellt und würde jetzt beim Direktor sitzen und auf seine Strafe warten. Was natürlich völliger Quatsch war. Er hatte weder was angestellt, noch war sonst irgendetwas nicht in Ordnung.

„Okay. Was ist es dann?“, hakte Lex nach und lehnte sich ruhig zurück. Ruhig, nach außen hin, denn Lex konnte niemals ruhig sein, wenn es um Clark ging. Er mochte es nicht, wenn bei seinem besten Freund etwas nicht so lief wie es sollte. Lex hatte sich immer eingeredet, dass es an der Tatsache lag, dass Clark wie ein kleiner Bruder für ihn war, doch seit geraumer Zeit hatte er sich eingestehen müssen, dass diese Gefühle nicht ausreichten. Doch sein Freund war jung. Zu jung. Gerade mal 18 Jahre alt. Er besuchte noch die High School und hatte wohl kaum mehr als freundschaftliches Interesse an einem Mann wie ihm.

Clark schwieg und es hatte auf Lex nicht den Anschein, als ob er überhaupt noch etwas sagen wollte. Verwundert beugte sich der Millionär vor und verengte die Augen. „Clark?“, hakte er nach und seufzte dann. „Also ich versteh das nicht. Du bist doch zu mir gekommen und jetzt sitzt du vor mir und willst nicht reden. Das finde ich schon etwas besorgniserregend.“, meinte Lex so lässig wie ihm möglich war. Der Ältere stand auf und ging um seinen Schreibtisch herum. Mit verschränkten Armen lehnte er sich direkt vor Clark gegen die Tischkante und sah zu ihm herab.

„Ich bin verliebt, Lex.“, kam es leise über seine Lippen und der Millionär seufzte. 'Natürlich, was auch sonst.', schoss es ihm durch den Kopf. „Wer ist es dieses Mal, Lana oder Chloe?“ „Keine von beiden.“, antwortete Clark weiterhin nervös. Er traute sich nicht mal seinen besten Freund anzusehen, aber er hatte sich vorgenommen diese Sache endlich aus der Welt zu schaffen. Selbst wenn hinterher alles nur noch schlimmer sein würde. „Es fällt mir nicht gerade leicht darüber zu reden und... du bist der einzige, dem...“, Clark brach ab und Lex runzelte die Stirn. „Aber ich kann noch keine Gedanken lesen, also musst du es mir schon sagen.“

Lex stieß sich vom Tisch ab und ging seufzend zu seiner Bar. Da es bereits Abend war und er nicht mehr vor hatte ewig zu Arbeiten gönnte er sich einen Single-Malt und wandte sich dann wieder seinem Freund zu.

„Ich bin verliebt.“ „Ja soweit hab ich das schon verstanden.“, erklärte Lex und lächelte freundschaftlich, bevor er einen Schluck trank. „Aber nicht in ein Mädchen.“, gab Clark kleinlaut zu. Lex meinte im ersten Moment, er habe sich verhört. Clark war verliebt, aber in einen Jungen? Das war ja mal was ganz Neues und wenn Lex ehrlich zu sich selbst war, passte ihm das überhaupt nicht. Wenn sein Freund einen Menschen männlichen Geschlechts lieben durfte, dann war ganz allein er dieser Mensch. Niemand sonst! Dennoch schob er seine düsteren Gedanken beiseite. 'Erst einmal abwarten, was er zu sagen hat. Danach mach ich mir Gedanken darüber, wies weiter gehen soll.'

„Und du bist dir da ganz sicher. Ich meine, Clark, du bist gerade mal 18. Wie kannst du das da schon wissen.“ „Was soll das denn heißen? Solange meine sexuelle Orientierung in Richtung Frauen geht, ist es in Ordnung und richtig, aber bei einem Mann kann ich das nicht entscheiden?“, hakte der Jüngere nach und schnaubte leicht ärgerlich. „Ich hatte echt geglaubt, du verstehst mich wenigstens.“, setzte der Dunkelhaarige dann enttäuscht hinterher. „Entschuldige.“, gab der Ältere klein bei und nippte an seinem Whisky. „Darf ich fragen, wer es ist?“ „Das ist mir noch peinlicher.“, gab Clark zu und seine Wangen färbten sich leicht rot. „Doch nicht Pete?“, wollte Lex wissen und der entsetzte Blick seines Freundes war Antwort genug. Lex lachte und stellte das Glas auf seinen Schreibtisch, während er wieder auf seinem Stuhl Platz nahm.

„Nein, es ist nicht Pete. Aber es ist trotzdem jemand, der mir sehr nahe steht.“, antwortete der Jüngere dann und schluckte. Die Röte seiner Wangen nahm noch ein wenig zu und er rieb seine Hände nervös über seine Beine. „Spontan fällt mir sonst niemand ein.“, meinte Lex nachdenklich. „Wirklich nicht?“, hakte Clark nach und hob jetzt endlich seinen Blick. „Weißt du, ich hab nicht sonderlich viele beste Freunde die zudem noch männlich sind.“

„Stimmt, außer Pete bin soweit ich weiß nur noch ich...“, jetzt schien der Groschen bei Lex gefallen zu sein. Normalerweise war er ja nicht schwer von Begriff, aber diese Tatsache war ihm so abwegig vorgekommen, dass er sie nicht mal in Betracht gezogen hatte. „Moment mal. Clark!“, entfuhr es ihm deshalb etwas entsetzt. „Du bist schockiert stimmts. Schon gut, das verstehe ich. Ich hoffe du bist mir nicht böse. Bis dann Lex.“, nach diesen Worten war er verschwunden. Hätte Lex mittlerweile nicht schon von seinen Fähigkeiten gewusst, wäre es ihm spätestens jetzt aufgefallen, als sein Freund mit Schallgeschwindigkeit sein Büro verlassen hatte. Deshalb machte er sich gar nicht erst die Mühe dem jungen Kent nachzueilen. Gegen ihn hatte nicht mal sein Ferrari eine Chance.

Allerdings wusste Lex allzu gut, wo er Clark in ein paar Minuten finden konnte und er würde zu ihm fahren, das stand außer Frage. Aber zu erst musste er sich selbst klar darüber werden, was dieses Geständnis für ihn bedeutete.

*********

Nachdenklich lag Clark in seiner Hängematte und starrte an die Decke der Scheune. War es wirklich eine so gute Idee gewesen, es Lex zu sagen? Er war geschockt gewesen. Entsetzt und vermutlich ekelte er sich jetzt vor ihm. Wieso hatte er mit der Tür ins Haus fallen müssen?! Bei Lana hatte er sich doch auch so lange zurückhalten können. Da man ihm in dieser Beziehung immer vorgeworfen hatte, er würde sich zu wenig für seine Gefühle einsetzen, war er dieses Mal aufs Ganze gegangen und mit welchem Erfolg?! Lex hasste ihn sicher und wollte ihn vermutlich nie wieder sehen.

Das leise Knirschen der Holzdecke riss ihn aus seinen Gedanken, aber er blickte nicht auf. „Mum, lass mich bitte. Ich möchte allein sein.“ „Ich richte es ihr gerne aus, wenn ich sie sehe.“, antwortete eine ihm nur allzu vertraute Stimme. Wie oft hatte er diese Antwort schon bekommen. Aber warum war er hier. „Lex?“, eigentlich war diese Frage überflüssig, dennoch stellte er sie und richtete sich langsam auf.

„Was machst du hier?“ „Nun Clark, da du mir keine Chance gelassen hast, etwas auf dieses... nun ja... Geständnis zu erwidern, musste ich wohl vorbei kommen oder?“, antwortete der Ältere und trat näher zu seinem Freund heran. Er blickte ihn für ein paar Sekunden an, ließ jedoch nicht zu, dass Clark irgendetwas aus seiner Mimik hätte schließen können. Darin war Lex wirklich gut.

„Ich kann mir deine Antwort schon denken.“, meinte der Jüngere und trat zu seinem Teleskop. Es war schon dunkel draußen, aber leider bewölkt, so dass man keine Sterne erkennen konnte. Schade.

„Ach ja? Und wie lautet sie deiner Meinung nach?“, hakte Lex nach und trat neben Clark. Jetzt war er aber mal gespannt, was sich sein junger Freund so zusammen reimte. Im Prinzip musste er nichts sagen, Lex kannte die Antwort bereits, dennoch wollte er es hören.

„Du wirst mich sanft, aber bestimmend zurückweisen. Da ich dir vermutlich zu jung und zu männlich bin. Dann wirst du sagen, dass wir Freunde bleiben können und so was halt.“, meinte Clark und Lex schnaubte kurz. „Bravo. Das hast du dir ja schön zurecht gelegt Clark Kent.“

Der Ältere blickte ihn ernst an. Clark schluckte nervös und Lex Blick haftete auf seinem Adamsapfel. Dann glitt er weiter nach oben, zu den Lippen seines Freundes und dann wieder zu seinen Augen. „Ich könnte in Teufelsküche kommen, wegen deines Alters, das ist dir hoffentlich klar.“, flüsterte der Millionär und blickte ihn weiter abschätzend an. „Das weiß ich.“ „Und du weißt auch, dass mich so was noch nie gehindert hat, nicht wahr?“ „Ja, schon... aber...“

Clark wurde von Lex Finger unterbrochen, der sich sanft auf seine Lippen legte. „Da man mit dir momentan nicht vernünftig reden kann, werde ich dir eben zeigen was ich zu dem Geständnis meine.“, erklärte der Ältere, nahm seinen Finger von Clarks Mund und legte die Hand sanft in seinen Nacken. Wie lange hatte er sich diesen Augenblick herbei gewünscht?! Und niemals hätte er gedacht, dass er in Erfüllung ging.

Ihr Blicke verschmolzen regelrecht miteinander. Langsam aber sicher kamen sie sich näher. Lex nahm Clarks Duft wahr, Clark den von Lex. Der Augenblick war einfach perfekt. Beiden schlug das Herz bis zum Hals. Endlich legte auch Clark eine Hand an die Wange seine Freundes. Nur noch Milimeter trennten sie von einander.

„Clark?!“

Zerstört war der Moment. Ertappt trennten sich die beiden und versuchten einen angemessenen Abstand zwischen sich zu bringen. Verdammt! Warum gerade jetzt? Warum hatte seine Mutter nicht noch ein paar Minuten warten können?

„Hallo Lex.“ „Hallo Mrs. Kent.“ „Clark, das Essen ist fertig. Kommst du?“, wollte Martha freundlich wissen. „Eine Minute, ich bin sofort da.“, antwortete er, sie gab sich damit zufrieden und verließ die Scheune wieder.

„Nun, ich werde dann mal fahren.“, meinte Lex und wirkte ein wenig enttäuscht. Es sollte wohl einfach nicht sein. Dabei sehnte er sich so danach diese Lippen endlich in Besitz zu nehmen. Lex war noch nicht bei der ersten Treppe angelangt, als Clark plötzlich vor ihm stand. „Ich hasse es, wenn du das tust.“ „Wozu hab ich schon solche Kräfte, wenn ich sie nicht für das Gute einsetze?“, kam es unschuldig von dem Jüngeren. „Das Gute?“ „Hmh.“, kam es verschmitzt grinsend von Clark, bevor er Lex gegen einen der Holzpfeiler drängte, ihm noch einmal in die Augen sah und ihn dann endlich küsste.

Ende
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