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Reise durch die Vergangenheit

von Tamara271
GeschichteAbenteuer / P16
Gi Kwame Lenka Ma-Ti Wheeler
05.01.2010
28.04.2012
19
37.499
1
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05.01.2010 1.642
 
Hi, ich bin ein riesen Captain Planet Fan (und der romantischeren Seite davon) und schreibe auch gerne darüber. Darum bin ich froh, dass es die Kategorie jetzt hier gibt. Ich weiß, dass es diese Serie (leider) schon lange im deutschen Fernsehen nicht mehr gibt, aber vielleicht erinnert sich der eine oder andere doch noch daran, ansonsten könnt ihr auch jederzeit fragen, gerne frische ich eventuelle Erinnerungslücken auf. Bis dahin, viel Spaß beim lesen.

+Ich versuche historisch möglichst korrekt zu bleiben, aber hin und wieder werde ich mir ein paar künstlerische Freiheiten gönnen.

++Ich schreibe nur zum Spaß. Ich habe keinerlei Rechte an Captain Planet
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Kapitel 1 – Ein Tag in der Vergangenheit

„Hey Kwame, da unten ist irgendwas los. Lass uns mal nachsehen,“ rief Wheeler aus der letzten Reihe, als er beim Flug über Deutschland unter ihnen ein buntes Treiben entdeckt hatte.
„Was ist es? Ein Unfall?“
„Nein, irgendein Fest, sieht aber ziemlich interessant aus.“
„Was haltet ihr davon?“ fragte Kwame dann die anderen.
„Zeit hätten wir ja“, sagte Lenka.
„Mich würde auch interessieren, was das ist“, fügte Gi hinzu.
„Es ist ein Mittelalter-Fest“, erwiderte Ma-Ti nachdem er seinen Ring benutzt hatte.
„Danke kleiner Kumpel, jetzt ist die Überraschung dahin“, stöhnte Wheeler genervt.„Jetzt geh schon runter Kwame.“
„Ja, ja. Pass auf, dass ich dich nicht an den Drachen verfüttere.“

Als sie das Gelände der Burgruine betraten, auf der das Fest stattfand, zog es die Mädchen bereits an die Stände, die den Weg säumten. Stöhnend folgten die Jungs ihnen.
„Danke Wheeler, jetzt sind sie wieder voll im Shopping-Wahn“, seufzte Ma-Ti genervt.
„Hey, kleiner Kumpel, guck mal dahinten.“ Wheeler deutete auf zwei Stände, die für pflanzliche Seife und Heilkräuter warben und sofort war Ma-Ti Feuer und Flamme und verschwand.
„Ich werde auch mal sehen, was es da gibt“, sagte Kwame und ging Ma-Ti hinterher.
Die Mädchen hatten sich mittlerweile an einen Stand mit mittelalterlichen Kleidern durchgeschlagen. Wheeler wollte auf die beiden warten, damit sie sich nicht verloren, hatte aber für die Kleidung kein Interesse. So ging er zu dem Nachbarstand, der Schmuck anpries und sein Blick fiel auf eine Kette – ein Lederband an dem ein Amulett hing, es war eine Art keltisches  Kreuz umgeben von einem Knotenmuster, fein ausgearbeitet und an den Spitzen des ‚Kreuzes’ waren je ein blauer Stein und in der Mitte ein grüner eingelassen. Es erinnerte ihn an seine und Lenkas Augenfarben – wie im Amulett war sie auch im richtigen Leben sein persönlicher Lebensmittelpunkt.
„Ein schönes Stück, nicht wahr?“ sprach ihn die Frau an, als er das Amulett zwischen den Fingern hielt und betrachtete.
„Ja, das ist es. Hat es auch eine Bedeutung?“
„Natürlich. Es ist ein altes Symbol für wahre Liebe und tiefe Zuneigung. Das angedeutete Kreuz steht für die vier Jahreszeiten und somit den Wandel der Zeit. Siehst du die angedeuteten Herzen in dem Muster?“ fragte sie und er nickte, als er sie jetzt wirklich registrierte.„Sie stehen, zusammen mit dem Knotenmuster für glückliche Freundschaft und wahre Liebe.“
„Es wäre ein sehr schönes Geschenk“, murmelte er leise.
„Wenn du es der Dame deines Herzens schenkst, bedeutet es sehr viel und sie wird es wissen, wenn sie die Bedeutung dieses Stückes kennt. Du gibst ihr einen Teil deiner Seele damit und es wird sie zusätzlich beschützen, dank deiner Liebe, die du unbewusst hineingelegt hast, als du es für sie ausgesucht hast.“
„Ziemlich magischer Talisman, was?“
„Die Zeit der alten Kelten war magisch. Du siehst aus, als hättest du keltisches Blut in dir?“
„Meine Urgroßeltern väterlicherseits waren Iren“, sagte er und sie lächelte nur.„Okay, ich nehme es. Ich hoffe nur, es gefällt ihr“, sagte er und sah kurz zu Lenka rüber, die mit Gi immer noch Kleider durchwühlte und dabei eine Menge Spaß zu haben schien.
„Ist sie das?“ fragte sie, nachdem Lenka kurz zu ihm aufgesehen hatte.„Hast du die Anordnung und Farben der Steine gesehen?“ fragte sie lächelnd, nachdem sie von Lenka zurück in seine Augen sah.
„Nur zu gut, danke“, erwiderte er grinsend und bezahlte ihr die Kette. Sie lächelte freundlich und dankte ihm, als auch schon Lenka neben ihm stand. Schnell ließ er die Kette in seiner Tasche verschwinden - mitten auf dem Markt war wohl nicht der richtige Ort, um sie ihr zu geben.
„Hey Yankee, komm mal mit“, sagte sie fröhlich und zog ihn mit sich.
„Ich folge dir überall hin, Babe...Hey, ich werde nichts davon anziehen. Das sieht aus, als würde es sich sehr unangenehm auf der Haut anfühlen“, sagte er, als Gi ein Hemd nach dem anderen vor ihn hielt, kaum dass er bei dem Stand ankam.
„Es ist weicher, als du denkst. Halt das mal fest.“ Sie drückte ihm eine Tunika in die Hand und stellte sich 2 Meter vor ihm neben Gi. Gi tuschelte etwas und sofort brachen sie in Lachen aus.
„Okay, das reicht. Was soll der Zirkus?“
„Wir wollten nur sehen, ob sich unsere Vermutung bestätigt hat“, sagte Gi lächelnd und nahm ihm die Tunika ab.
„Und welche wäre das?“
„Dass du in der falschen Zeit geboren wurdest. Diese Sachen würden dir ausgezeichnet stehen. Sie haben so was urtümliches und wildes, genau wie du“, erwiderte Lenka.
„Okay, da ich jetzt nicht weiß, ob das ein Kompliment ist oder nicht, sag ich lieber nichts.“ Lenka warf ihm ein strahlendes Lächeln zu, doch Ma-Ti und Kwame hinderten sie daran, etwas zu erwidern.
„Wheeler, Gi, Lenka. Das müsst ihr euch ansehen. Sie kämpfen auf traditionelle Weise. Es ist fantastisch“, rief Ma-Ti.
„Kommt mit. Es ist wirklich faszinierend“, sagte Kwame und sie folgten den beiden.

Sie traten an eine Absperrung, die aus Holzbalken zusammengezimmert war, und sahen zwei Männern in Rüstungen zu, die grade ihre Lanzen an sich nahmen und ihre Pferde in Stellung brachten. Dann preschten sie los und trafen in der Mitte des Platzes aufeinander und wurden beide von der Lanze ihres Gegners aus dem Sattel gehoben.
„Ist das nicht faszinierend?“ fragte Ma-Ti sofort.„Die stehen einfach wieder auf, als wäre nichts. Dabei muss das doch wirklich weh tun.“
„Die werden das sicher morgen spätestens spüren“, erwiderte Kwame.
„Was hat das für einen Sinn?“ fragte Lenka missmutig.„Die meisten blauen Flecken gewinnen?“
„Früher war das halt so“, wandte Wheeler lächelnd ein, der genau wusste, wie Lenka zu sinnloser Gewalt stand.„So haben die Ritter um die Hand einer Edeldame gestritten oder Streitigkeiten auf ehrenhafte Weise ausgetragen. Anfangs haben sie gekämpft bis zum Tod, aber Mitte des 13.Jahrhunderts hat irgendein englischer König verboten mit scharfen oder spitzen Waffen zu kämpfen. Man nennt das Tjost.“ Lenka klappte der Mund auf und sah ihn überrascht an. Nur zu gerne hätte er ihre Lippen mit einem Kuss geschlossen.„Ich liebe es, wenn du wegen mir sprachlos bist“, sagte er stattdessen grinsend.
„Du erstaunst mich immer wieder Yankee. Also, was weißt du noch über die alten Ritter und ihre Kämpfe?“
„Was soll es da groß zu wissen geben? Es gibt immer einen Gewinner und Verlierer. Es gibt das Tjosten, Schwertkampf zu Fuß oder Pferd, Bogenschießen und was weiß ich alles.“
„Hab ich eine deiner geheimen Leidenschaften entdeckt?“ fragte sie lächelnd.
„Ich zeig dir gerne meine größte Leidenschaft, du musst es nur wollen“, erwiderte er grinsend, legte einen Arm um sie und zog sie an sich.
Sie wollte grade etwas erwidern, als Ma-Ti Wheeler am Arm zog.
„Hey, Wheeler, sieh mal, da kann man Bogenschießen. Hast du Lust auf einen kleinen Wettstreit unter uns Männern?“
„Was ziemlich unfair wäre, weil du und Kwame mit Pfeil und Bogen groß geworden seid, wenn ich mich recht erinnere?!“
„Aber wir sind total aus der Übung, also gute Chancen für dich“, wandte Kwame ein.
Er warf Lenka noch einen kurzen Blick zu, doch die sah bereits den Reitern wieder zu. Er würde lieber bei ihr bleiben und das Gespräch fortsetzen, aber die beiden Jungs würden doch keine Ruhe geben, solange ein Wettstreit in der Luft lag, bei dem sie ihn definitiv schlagen konnten. Also gab er nach und folgte ihnen.
Sie sah ihm nach und seufzte kurz leise. Warum kamen sie einfach nicht vorwärts in ihrer Beziehung?
Gi beobachtete ihre Freundin kurz. Sie hatte nur noch Augen für ihn und war viel lockerer geworden, fast schon verspielt. Es war furchtbar zu sehen, dass die beiden einfach nicht zusammen fanden, trotz dessen, dass sie sich bewusst zurückhielt. Die Jungs und die Umweltschurken hatten aber nicht ganz so ein Feingefühl wie sie.
„Komm, wir sehen ihnen zu. Hier passiert ja doch nichts besonderes mehr“, sagte sie dann und zog Lenka mit sich.
Wheeler ließ sich grade die Handhabung des Bogens erklären, als sie dazu kamen. Kwame und Ma-Ti hatten bereits an den benachbarten Scheiben einige Schüsse abgegeben und recht gut getroffen – zwar nicht die Mitte, aber nahe daran.
„Na, Wheeler, gibt das heut noch was?“ fragte Kwame den jungen Amerikaner grinsend, als er seinen letzten Pfeil geschossen hatte.
„Sieht mir ganz so aus, als käme unsere Großstadtjunge damit nicht zurecht“, fügte Ma-Ti hinzu. Sie amüsierten sich köstlich darüber, wie unbeholfen Wheeler aussah.
„Ihr habt leicht reden“, wandte sich Lenka an die beiden Großmäuler.„Große Töne spucken bei einer Disziplin, wo ihr alle Trümpfe in der Hand habt ist nicht grade sehr freundlich.“
„Er macht es doch nicht anders,“ verteidigte Ma-Ti sich sofort.
Wheeler nutzte die Ablenkung durch Lenka und schoss. Alle Augen richteten sich sofort auf seine Scheibe. Ein Mund nach dem anderen klappte überrascht auf.
„Hey, das ist ja gar nicht so schwer, wenn man das Prinzip verstanden hat“, sagte er grinsend und legte den nächsten Pfeil ein. Er feuerte seine fünf Pfeile so schnell und so treffsicher hintereinander ab, dass der erste kein Glückstreffer hatte sein können.„So wie ich das sehe, hab ich wohl gewonnen“, sagte er dann und konnte sein Grinsen nicht dämpfen.
„Wie...“
„Planetenteam, wir haben einen Umwelt-Alarm“, unterbrach Gayas Stimme Ma-Ti und sie rannten sofort zum Shuttle zurück.
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