Torin keeper of Disease

GeschichteRomanze / P16 Slash
Gideon Torin
05.01.2010
15.06.2011
4
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Ich lag hellwach auf meinem Bett und starrte an die Decke, ich konnte nicht einschlafen nicht hier und schon gar nicht an diesem Tag. Mein Blick fiel auf den Wecker auf dem Nachttisch - 5:37 Uhr am 13. November - mein Geburtstag und zugleich auch der Tag an dem meine Tante beerdigt wurde, die einzige die ich noch hatte. Wieso musste das Leben auch so unfair zu mir sein, zuerst meine Mum, dann mein Dad und jetzt auch noch meine Tante. Mein Mum war bei meiner Geburt gestorben, deshalb hatte Dad als ich drei war, diese Schlampe geheiratet, nur damit ich eine Mutter hatte,  als ich 8 war kam mein Vater bei einem Autoumfall ums Leben und Michelle - meine Stiefmutter -  machte mir seid dem mein Leben zur Hölle indem sie versuchte sich mit mir anzufreunden. Ganz ernsthaft, wenn jemand wie sie versuchte sich mit jemandem wie mir anzufreunden konnte daraus nur eine Katastrophe werde. Sie war so ziemlich genau das Gegenteil von mir und in diesem Fall gab es nicht das Sprichwort "Gegensätze ziehen sich an!", nein, das passte hier überhaupt nicht hin. Und ich musste noch ein ganzes Jahr mit ihr aushalten bevor ich von ihr wegkam, wieso war ich heute auch erst 17 geworden!!! Ich fluchte in mich hinein, ich würde nicht noch ein Jahr mit ihr Leben, ich musste hier weg und zwar bevor wir wieder nach Deutschland fuhren ...

Ich schreckte hoch als es an der Tür klopfte, wer klopfte bitte um ... ich sah erneut auf den Wecker, 7 Uhr schon, ich musste eingeschlafen sein, verdammt. Die Türklinke wurde nach unten gedrückt und Michelle trat in mein Zimmer und hatte wie immer dieses dämliche Grinsen im Gesicht "Gute Morgen Süße willst du Frühstücken!" sagte sie mit einem ekelhaft fröhlichen Unterton, wie konnte sie an so einem schrecklichen Tag nur fröhlich sein?! "Nenn mich nicht Süße und nein ich will nicht Frühstücken!" sagte ich so abweisend wie immer wenn ich mit ihr sprach. "Du hast gestern Abend auch nichts gegessen, wenn du so weiter machst verhungerst du noch, außerdem hab ich eine Überraschung für dich." versuchte sie mich zu überreden. Widerwillig erhob ich mich vom Bett und folgte ihr, wenn ich eins gelernt hatte in diesen 14 Jahren, dann das sie schneller aufhörte mich zu nerven wenn ich nachgab. Wir traten in die Küche und das erste was mir ins Auge fiel war ein riesiger Kuchen der auf dem Tisch stand. Eigentlich hatte ich ja nichts gegen Kuchen zum Frühstück, aber jetzt hatte ich echt keine Lust welchen zu essen, ich warf Michelle einen traurigen Blick zu und sie nickte mir zu und stellte den Kuchen bei Seite. "Du kannst ihn ja auch später essen." schlug sie vor und lächelte mich an und schon wieder wollte ich sie anschreien und ihr sagen, dass sie heute gefälligst nicht Glücklich sein sollte, es war verdammt nochmal der Tag an dem meine Tante beerdigt wurde, aber anstatt ihr das zu sagen ging ich wieder in mein Zimmer und zog mich um.

Ich mochte keine Kleider, deshalb holte ich mir eine schwarze Jeans aus dem Schrank und dazu ein einfaches Top ebenfalls in schwarz - was nicht schwer war da so ziemlich mein ganzer Schrank nur mit schwarzen Sachen gefüllt war und ich hier mehr Klamotten hatte als zuhause in Deutschland, warum wusste ich auch nicht genau. Ich zog mir schnell meine Stiefeletten an und die Bluse, dann ging ich zu meinem Spiegel und betrachtete mich, ich spielte kurz mit dem Gedanken mich zu schminken,  lies es aber, ich schminkte mich generell nicht oft, also wieso sollte ich gerade heute damit anfangen?! Ich hob meine Bürste auf und kämmte mir die Haare durch,  bis sie mir in ihren typischen leichten Wellen über die Schultern fielen. Das einzige was jetzt noch fehlte war meine Kette, es war ein Medaillon zum öffnen,  auf der einen Seite waren die Worte "Little Angel" eingraviert, so hatte mich mein Vater immer genannt, und auf der anderen war ein Bild von ihm mit meiner Tante und mir, ohne diese Kette ging ich nirgendwo hin. Nachdem ich mich noch einmal flüchtig im Spiegel angesehen hatte verließ ich mein Zimmer, setzte im Wohnzimmer auf die Couch und wartete auf Michelle, am liebsten würde ich ja ohne sie gehen, aber ich durfte ja noch nicht ohne Begleiter Auto fahren und zu Fuß konnte ich auch nicht gehen. Plötzlich fing mein Handy an zu klingeln und ich sah auf den Display, Alex -meine beste Freundin - hatte mir eine SMS geschrieben:

Hey du,
ich weiß, dass du das ja eigentlich nicht wolltest,
aber  du kennst mich ja
Happy Birthday!!! und naja versuch nicht den ganzen Tag traurig zu sein :)
Ich hab auch eine große Überraschung für dich sobald du wieder hier bist!
bis dann ...
glg Alex

Na super, noch eine Überraschung, ich konnte es kaum erwarten, aber ich hatte ja so wie so nicht vor wieder mit Michelle nach Deutschland zukommen, ich wusste nur noch nicht so genau wie ich das anstellen sollte und dann war da noch das Problem mit meinen Freundinnen ... ihnen sollte ich zumindest erzählen was ich vorhatte! Und zum zweiten Mal heute holte mich Michelle aus meinen Gedanken "Sollen wir dann los?!" fragte sie zögerlich und ich drehte mich zu mir um, immerhin hatte sich wirklich Trauerkleidung an, bei ihr hätte dabei auch eine pinke Wolke werden können. Ich erhob mich und ging ohne ein weiteres Wort zur Tür und schnappte mir meine Winterjacke vom Hacken - draußen lag schon eine dicke Schneedecke - und lief schlenderte aus dem Haus zu meinem Wagen. Michelle trat hinaus und zuckte zusammen, als die kühle Luft ihr ins Gesicht wehte. Ich lies den Motor meines Jeeps an und wartete bis sie sich den Weg zur Garage gebahnt hatte. Als sie sich auf den Beifahrersitz gesetzt hatte fuhr ich in die Richtung in der der Friedhof war - er lag etwas außerhalb der Stadt. Wir redeten die ganze Fahr über kein einziges Wort und sah nur wie sie mir kurze Seitenblicke zuwarf.

Am Friedhof angekommen stiegen wir aus und ich schloss meinen Jeep ab bevor wir zum Grab gingen. Es waren nicht viele Leute da, nur ein paar Freunde & Nachbarn, und einige Verwand die extra wegen der Beerdigung hierher gekommen waren, auch wenn sie weit weg lebten, sehr weit weg sogar, natürlich zu weit um zu ihnen zu kommen. Die Beerdigung ging schnell vorbei und ich weinte, die ganze Zeit über, länger als ich je geweint hatte. Michelle wollte mir schon den Arm tröstend um die Schultern legen, doch ich schritt unauffällig nach vorne. Sie lies ihre Hand wieder fallen und warf mir ein bekümmertes Lächeln zu. Nach der Beerdigung wollte ich nur noch weg und mich in mein Bett kuscheln. Wenn mich der Pfarrer nicht zurückgehalten hätte, wäre ich auch sofort los gefahren. "Mein herzlichstes Beileid," fing er schon an, damit brauchte er mich gar nicht erst kommen "ich weiß wie viel Ihnen Ms. Andrews bedeutet hat!" nein, sie hat mir doch nicht viel bedeutet, sie war ja auch nur die einzige aus meiner Familie, die ich jeden Tag angerufen habe, aber bedeuten tat sie mir natürlich nicht - Sarkasmus lässt grüßen! "Und ... ähm ... ja, das ist jetzt vielleicht nicht der passenste Augenblick, aber Sie sollten wissen, dass Franziska ihnen alles vererbt hat, was sie besaß." sprach er weiter und schaute dabei leicht verlegen auf den Boden. Mir klappten die Kinnladen runter und ich starrte ihn nur mit offenem Mund an, meine Tante konnte doch nicht ernsthaft alles mir vererbt haben. "Sie wollen mich verarschen, oder!" platze es aus mir heraus, bevor ich überhaupt darüber nachgedacht hatte was ich sagen sollte. Er schaute auf und sah mich verblufft an "Ich meinte das vollkommen Ernst, hatten sie noch nicht mal die Vermutung, dass ihre Tante ihnen etwas vererbt haben könnte?" fragte er mich vorsichtig. Ich schüttelte den Kopf, naja ich hatte schon daran  gedacht, dass sie mir eine kleine Summe Bargeld vererben würde, aber doch nicht ihr gesamtes Vermögen! "Du kannst einfach in den nächsten Tagen vorbei kommen und deine Unterschifft geben, ich darf doch du sagen, oder?!" erklärte er mir und sah mich schließlich wie ein kleiner Schuljunge fragend an. "Okey, ist es in Ordnung wenn ich am Dienstag komme?!" fragte ich "Und ja sie dürfen mich mit du ansprechen." fügte ich noch schnell hinzu. Er nickte mir kurz zu und ich drehte mich zu meinem Jeep um "Achja, und pass gut auf dich auf, hier sind ab und zu Leute, denen man nicht begegnen will." warnte er mich und sein Blick flog kurz zu der großen Burg auf dem Hügel - ich hatte schon einige Gerüchte über die Männer gehört die dort oben lebten, aber diese waren mehr positiv als negativ und schon gar nicht in diese Richtung bezogen. "Ich werd es mir merken." antwortete ich ihn knapp und öffnete die Autotür "Wir sehen uns ja dann am Dienstag." mit diesen letzten Worten stieg ich in den Wagen und fuhr los, mit einem letzten Blick auf die Burg.

"Worüber habt ihr gerade geredet?" fragte mich Michelle von der Seite und wartete geduldig bis ich ihr endlich antworte. "Nicht besonderes, er hat mir nur gesagt was ich geerbt habe." murmelte ich vor mich hin, den Blick fest auf die eisige Straße gerichtet. "Aja." antwortete sie nur knapp und musterte mich argwöhnisch. Ich fuhr viel zu schnell für dieses Wetter, aber ich wollte jetzt einfach nur noch nach Hause und meine Sachen packen, aber ganz sicher nicht für die Rückreise, oh nein ich würde ganz sicher nicht mit Michelle zurück nach Deutschland fahren. Ich parkte schnell vor der Garage und lief zur Haustür, schloss sie kurz auf und trat hinein gefolgt von Michelle. "Und was willst du heute machen? Ich meine, heute ist dein 17 Geburtstag das muss doch gefeiert werden! Wir können ha irgendwo hinfahren!" schlug sie vor und war drauf und dran sich eine von mir verpassen zu lassen - diese Frau forderte einen Streit mit mir ja schon praktisch auf. "Bist du jetzt vollkommen wahnsinnig geworden?!" fuhr ich sie an "Wir sind gerade erst von der Beerdigung zurück, und du schlägst vor das wir IRGENDETWAS LUSTIGES machen sollen! Sehe ich so aus, als wäre ich in der Stimmung zu feiern?! Ich glaube nicht, also lass mich gefälligst in Ruhe!" schrie ich durch das gesamte Haus und meine Stiefmutter sah mich wütend an - so hatte ich sie noch nie gesehen. "Wiebke Katelen Andrews, ich bin deine Mutter und so hast du nicht mit mir zu reden!" befahl sie mir im herrschenden Ton. "Du bist nicht meine Mutter du Drecks Schl**** und du hast mir garantiert nichts zu sagen!" erwiderte ich barsch. "Geh auf dein Zimmer, du hast ab sofort Hausarrest und ich will dich den Rest des Tages nicht mehr sehen!" sie sah mich von oben herab an, doch in ihren Augen konnte ich die Anspannung und die Angst sehen. "Du kannst mich mal! Auf so jemanden wie dich hör ich doch nicht. Und noch etwas, ich hasse dich! Hab ich schon immer und das werde ich auch auf ewig tun! Falls du also jemals gedacht hast, ich könnte dich auch nur ein wenig mögen, dann hast du dich gewaltig geirrt. Du bist eine dumme, verfi**** Hu** und ich wäre der glücklichste Mensch auf der Welt, wenn ich dich nie wieder sehen müsste!!!" In Michelle's Augen bildeten sich Tränen und ich rannte einfach in mein Zimmer ohne sie auch nur noch eines Blickes zu würdigen.

Schnell schloss ich die Tür hinter mir ab und holte meine Tasche aus dem Schrank, danach suchte ich einige Sachen zusammen die für einige Tage alleine gebrauchen könnte, und nachher würde ich abhauen und mich irgendwo verstecken - auf nimmer wiedersehen. Zum Glück hatte ich viel Geld eingepackt, dass würde auf jeden Fall reichen um über eine Woche in einem Motel zu schlafen und mir Essen kaufen zu können, dann würde ich am Dienstag die Formulare unterschreiben und warten bis Michelle endlich hier abgehauen wäre. Und nächstes Jahr könnte ich dann so oder so tun was ich will. Meine Tante hatte mir glücklicher Weise immer wenn ich bei ihr war Ungarisch beigebracht und mittlerweile konnte ich es fast perfekt sprechen, also hatte damit auch kein Problem. Ich suchte mir einige Klamotten zusammen und stopfte sie in die Tasche, gefolgt von meinem Handy und dem Buch das ich zurzeit las. Aus der Schublade holte ich Papier und einen Stift und schrieb Michelle eine kurze Nachricht, dass sie mich bloß nicht suchen und ohne mich nach Deutschland zurück fahren sollte. Dann warf ich mir die Tasche über die Schulter und sprang aus dem Fenster - zum Glück hatte dieses Haus nur ein Stockwerk und ich musste nicht allzu tief springen. Ich schlug sofort den Weg Richtung Innenstadt ein, mit dem Jeep konnte ich jetzt natürlich nicht fahren, dass wäre viel zu auffällig und Michelle konnte nicht mit ihm fahren, da sie weder den Schlüssel noch die Autopapiere hatte, also musste ich mir um mein Baby schon einmal keine Sorgen machen, außerdem würde sie sich bei diesem Schnee gar nicht erst auf die Straße wagen. Ein Lächeln bildete sich auf meinem Gesicht, alles würde gut gehen und ich müsste Michelle nie wieder sehen.

Ich lief durch die Straßen von Budapest, auf der Suche nach einem relativ billigen Motel, das zumindest halbwegs annehmbar war, als mich jemand auf Deutsch ansprach. "Entschuldigung bitte, aber könntest du uns vielleicht bei einer Sache behilflich sein?!" fragte eine raue männliche Stimme, die mir ein merkwürdiges Gefühl gab. Ich drehte mich zu der unbekannten Person um und sah vor mir einen fast 1,90 großen Mann mit kurz geschnittenem schwarzen Haar und leuchtend blauen Augen, seine Jacke war offen und man konnte unter dem schwarzen T-Shirt das er trug deutlich seine Muskeln erkennen und auf seinem Handgelenk konnte ich ein kleines unscheinbares Tatoo sehen, - es sah aus wie eine Acht oder wie das Zeichen für Unendlich -  jedes normale Mädchen wäre jetzt dahin geschmolzen, doch das einzige was ich fühlte war, dass ich so schnell wie möglich ganz weit weg von ihm wollte, dieser Mann bedeutete Gefahr. Hinter ihm standen noch drei weitere Männer, die genau wie er sehr groß waren und genau die gleiche Tatoowierung hatten wie der Mann direkt vor mir. "Ähm, wobei soll ich denn helfen?" stotterte ich vor mich hin und die Männer brachen in lautes Gelächter aus, alle bis auf ihn. Er schnaufte nur einmal und zog mich mit in eine dunkle Sackgasse. "Du hast doch sicher schon von denen gehört die oben auf dem Hügel in der Burg wohnen, oder?!" fragte er mich und drückte mich gegen die Hauswand, ich nickte knapp und er sprach sofort weiter "Wir wollen einfach nur das du einen von ihnen Verführst und so viele Informationen wie möglich von ihnen bekommst und sie uns berichtest!" erklärte er mir. Ich starrte ihn an, als hätte ich einen Geist gesehen "Seid ihr verrückt, dass werde ich ganz sicher nicht machen." flüsterte ich, da meine Stimme kurz vorm Versagen war. "Das solltest du aber besser." drohte er mir und sah mich durchdringend an. "Nein!" sagte ich nun etwas sicherer, aber dennoch sehr leise. "Tja, ich glaube, dann müssen wir halt anders mit dir vergnügen." sagte er mit einem hämischen Unterton in der Stimme, der mich einmal tief Schlucken lies.

Er kam mit seinem Kopf an meinen Hals und ich fühlte seinen warmen Atem auf der Haut. "Na was sagst du dazu?" fragte er mich und berührte mit seiner Zunge meinen Hals. Ich trat mit meinem Bein so fest zu wich ich konnte und traf genau ins schwarze "Fi** dich!" schrie ich ihn an, als er einen Schritt nach hinten fiel und ich sofort die Flucht zu Seite ergriff. Nur ein paar Meter und ich wäre dann wieder auf der sicheren Straße, doch eine Hand hielt mich fest und zog mich wieder zurück in die Dunkelheit. "Das hättest du besser nicht tun sollen." hauchte mir eine andere Stimme ins Ohr und warf mich mit Gewalt wieder gegen die Wand. Mein Kopf schlug mit voller Wucht gegen den Stein und ein heftiger Schmerz zog sich durch mich. Ich glitt an der Wand hinab und mir wurde schwindelig - hatte ich eine Platzwunde?! Ich wusste es nicht. Dann wurde ich grob hochgezogen und erneut gegen die Wand gepresst, ich konnte nicht mehr erkenne wer vor mir stand, vielleicht war es er oder aber auch einer seiner Freunde, ich wusste nur das er groß war. Seine Hand glitt über meinen ganzen Körper und ich versuchte mich mit aller Kraft die ich noch aufbringen konnte zu wehren, doch das einzige was ich eventuell schaffte waren kleine Kratzer an seinen Armen, mehr aber auch nicht, falls es überhaupt nur einer war. Wieso hilft mir denn keiner? fragte ich mich in Gedanken, während er oder wer auch immer mir die Jacke auszog. Die kalte Luft wehte auf meine Haut und schnitt wie Messer hinein. Ich stieß, ein leises Wimmer aus und hörte wieder das Lachen der Männer, aber ich hörte es nur sehr weit entfernt, ich musste mir den Kopf wohl doch stark angeschlagen haben. Er schob seine Hand unter mein T-Shirt und zog es mir in einer Bewegung über den Kopf - fehlte nur noch der BH und meine Hose - und ich fühlte, wie mir Tränen über mein Gesicht liefen, ich konnte nichts mehr klar erkennen, nur noch die groben Umrisse von allem. Dann hörte ich wie jemand im Hintergrund etwas sagte, ich verstand nicht ein Wort, aber ich wurde losgelassen und fiel wieder zurück auf dem Boden und blieb im feuchten Schnee liegen.

Kurz vor der Bewusstlosigkeit versuchte ich mich wach zu halten und versuchte zu verstehen was sie sagten, doch bis auf leiste Stimmen konnte ich nichts hören und abgesehen von dem weißen Schnee nichts sehen. Doch dann spürte ich wie neben mir jemand gegen die Wand geworfen wurde, ob das gut oder schlecht war würde sich später noch herausstellen, ich hoffte das es gut war, sonst würde ich mit Sicherheit sterben. Ich stürzte mich an der Wand ab und wollte mich aufsetzen, doch eine Hand drückte mich sanft nach unten "Bleib liegen." sagte die Stimme und verschwand daraufhin wieder und ich hörte wie auf jemanden eingeprügelt wurde. Mir lief ein Schauer über den Rücken, als mich wieder jemand mit Gewalt hochzog, kein gutes Zeichen! Langsam verlor ich mein Bewusstsein und ich fühlte wie ich fiel, es war ein schönes Gefühl so zu fallen, in die Tiefe der Dunkelheit, immer weiter hinab, bis man am Boden angelangt und der Schmerz einen zurückholt. Die Kälte des Schnees breitete sich in meinem gesamten Körper aus und verursachte mir unerträgliche Schmerzen an Stellen meines Körpers die ich noch nie gespürt hatte oder überhaupt wusste dass es sie gab. Ich wollte schreien, den Schmerz übertönen, doch irgendetwas sagte mir das ich Still sein sollte, eine Stimme in meinem Kopf die mich davon abhielt. Dann war alles Still, nichts war zu hören, ich war alleine mit der Kälte um mich herum, die mich komplett umschloss, war das der Tod? Vor meinen Augen wurde alles schwarz, nichts war zu hören, dass letzte was ich fühlte bevor ich mein Bewusstsein ganz verlor war, dass mich jemand in seine warmen Arme schloss und weg trug, weg von diesem Ort, weg von meinen Schmerzen.

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okey hoffe mal das erste Chap hat euch gefallen, würde mich über Reviews sehr freuen, egal ob gut oder schlecht
schonmal danke im voraus
*keksehinstell*
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