Sonnenaufgang über Britannien

von AngyAngel
GeschichteAbenteuer, Drama / P18
31.12.2009
24.12.2012
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53
Dieses Kapitel
47 Reviews
 
 
 
!!!Es ist notwendig das ihr Sonnenuntergang über Britannien gelesen hat, sonst versteht ist die Fortsetzung nicht!!!

Titel: Sonnenaufgang über Britannien
Original: Sunrise over Britain http://bobmin.fanficauthors.net/Sunrise_Over_Britain/index/
Original Autor: Bobmin
Übersetzer: reddeberaner, (die erlaubnis ist gegeben)  ich bring euch nur in den Genus
Altersbeschränkung: !! 16-18 !! würde ich sagen
Onlinesteller: AngyAngel
Inhaltsangabe: Fortsetzung zu Sonnenuntergang über Britannien!! Wie es weiter geht! Das leben in Haven, Voldemort in Hogwarts. Was auf Dumbledore und Snape geworden ist. Natürlich darf ein Heiratsantrag oder zwei auch nicht fehlen. Es hat wieder alles was man zum Leben braucht Liebe, Humor, Schmerz, Leid und noch vieles mehr....




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Was bisher geschah....

Harry erkrankt in seinen Sommerferien nach seinem fünften Jahr, an seinem Matura Magicus, das man eigentlich mit 11Jahren durchmachen sollte. Remus rettet ihn aus den Fängen seiner Verwandten und bringt ihn an einem sicheren Ort, wo ihn keiner finden kann. Dann sucht er Hilfe bei Hermine und ihren Eltern, weil sie Ärzte sind und Remus ihnen vertraut... dass sie ihn nicht verraten.
Durch einen Brief von dem verstorbenen Sirius erfahren sie, dass Dumbledore nicht der ist, für den er immer gehalten wird. Er hintergeht Harry und versucht alles, um ihn als seine Schachfigur zu verwenden.... Ron und Molly sind auch nicht die lieben Menschen, für die sie immer gehalten werden... Molly ist nur auf Harrys Geld aus. Und Ron...???
Es gab Menschen, die die Seiten gewechselt haben, so wie Draco.. der sich in Hoffnung auf Hilfe, an Harry wendet und sie auch bekommt.... Oder Dean, der Verräter ist...
Leider sterben auch Menschen... Ron, der von Spinnen gefressen wird...  Die Verteidigungslehrerin, die von Dean getötet wird und wodurch dieser als Verräter entlarvt wird...  

Harry baut sich seine eigene Stadt und versucht so viele Menschen zu retten, wie er kann... es gibt neue Prophezeiungen... ....


So jetzt geht es aber los, wie immer habe ich es geteilt, weil es zu lang ist und für alle, die gerne lange Kapitel lesen, sie werde immer länger............

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Sonnenaufgang über Britannien



Kapitel 1: Anfänge


Strand von Brighton, England, 28. April



„Mutti, du musst essen und etwas trinken. Du musst bei Kräften bleiben.“ sagte Tripuri. Als die andere Frau keine Anzeichen zeigte, dass sie die Worte gehört hatte, seufzte sie resigniert.

Tripuri setzte die Schüssel mit der kalten Suppe zur Seite, in der Hoffnung, dass ihre kranke Mutter sie später noch essen würde. Dann ging sie in den hinteren Teil des Ladens, weg von ihrer Mutter, und weinte.

Kurz nach dem Fall von Hogwarts waren die Anhänger Voldemorts über sie gekommen, aber sie hatten es geschafft nach einem kurzen Kampf zu entkommen. In dem Kampf war ihre Mutter verletzt worden. Seit diesem Tag waren sie auf der Flucht. Tripuri war eine ausgebildete Heilerin, aber ohne die richtigen Tränke konnte sie ihrer Mutter nicht helfen.

Sie sprang auf, als sie eine Hand an ihrer Schulter spürte. „Keine Veränderung?“ fragte Gurprit. Seine Augen waren von dem Geschehen und dem, was er in den letzten zwei Wochen sehen musste, gezeichnet.

„Nein Papa. Sie wird jeden Tag schwächer. Wenn wir nicht bald Hilfe bekommen, werden wir sie verlieren. Sie wurde zu sehr von den Flüchen verletzt und jetzt weigert sie sich auch noch zu essen. Sie will immer mit Padma und Parvati sprechen.“ sagte Tripuri und ihre Augen füllten sich mit Tränen.

Gurprit setzte sich schwer auf einen Stuhl und ließ seine Schultern hängen. „Hast du irgendwelche Nachrichten gehört? Oder irgendetwas zu Essen gefunden?“ fragte Tripuri. Sie hatten sich jetzt seit vier Tagen versteckt. Während des Sommers war dieser Laden ein Geschäft, das T-Shirts verkaufte. In den Wintermonaten war es geschlossen, würde aber jetzt bald wieder öffnen.

„Ja, habe ich. Ich habe einige Konservendosen gefunden, die so aussehen, als wäre der Inhalt noch genießbar.“ antwortete er seiner Tochter. „Es geht das Gerücht um, dass die Königin tot ist und V- V- Voldemort zu ihrem Nachfolger erklärt wurde. Es gibt Gerüchte, dass im Norden noch Teile der Muggelarmee, die treu zur Krone stehen, weiter kämpfen. Unter den Zauberern gibt es noch seltsamere Gerüchte. Man sagt, dass eine Menge Ausländer herkommen, um das Mal anzunehmen und dem Dunklen Lord zu dienen. Und sie sagen, dass jeder, der das Mal annimmt, zu Essen bekommt und auch sonst ausgesorgt hat. Das britische Nachrichtennetz ist zusammengebrochen und man kann nur noch Nachrichten aus Frankreich, oder Irland empfangen.“

„Gurprit? Wo bist du?“ rief eine schwache Stimme.

Gurprit sprang auf seine Füße und eilte zu seiner Frau. „Shh meine Sheila, du musst dich ausruhen. Du musst deine Kräfte schonen.“ sagte er und kniete sich neben das Lager seiner Frau.

Sheila lächelte den Mann an, der seit fast vierzig Jahren ihr Ehemann war. „Ich weiß, dass meine Zeit zu Ende geht, mein Lieber. Ich will einen Brief an Padma und Parvati schicken.“ sagte sie.

Gurprit schickte einen flüchtigen Blick zu seiner Frau und schüttelte den Kopf. Anscheinend hatte der Zustand seiner Frau bereits dazu geführt, dass sie vergessen hatte, das Padma und Parvati starben, als Hogwarts fiel. Er wischte sich die Tränen aus seinen Augen und nahm sich ein Stück Pergament und einen Bleistift, den er aus seiner Tasche zog.

„Sag mir, was du ihnen sagen willst. Tripuris Eule wird den Brief nehmen und ihn zu den Zwillingen bringen.“ sagte er sanft und unterdrückte weitere Tränen. Eine Stunde später bot Gurprit Tripuris Eule den Brief an. Der kleine graue Vogel schaute ihn einen Moment an und machte dann etwas total Unerwartetes. Er nahm das Pergament von ihm und verließ zielstrebig das Gebäude durch ein zerbrochenes Fenster.

Vater und Tochter tauschten einen erstaunten Blick. Die Eule hätte den Brief nicht angenommen, wenn die Zwillinge tot wären. Die Zwei sahen dem grauen Fleck hinterher, der langsam in der Ferne verschwand und sie wussten, dass es noch Hoffnung gab.


Reaktionen



Der Sturz Britanniens war ein bedeutender Schock für den Rest der Welt. Mehrere Tage lang bewegte sich die Welt am Rande einer totalen finanziellen Krise, nachdem der Kurs des britischen Pfunds komplett eingebrochen war. Der Euro verlor etwa achtzig Prozent seines Wertes, als die Welt bemerkte, dass die europäische Union eine ihrer größten Wirtschaftsmächte verloren hatte. Der Dollar und der Yen schossen, als Antwort darauf, in die Höhe. Innerhalb von wenigen Stunden wurden riesige Gewinne und Verluste gemacht, als die Märkte binnen kürzester Zeit Schwankungen von Hunderten Punkten durchmachten.

Die Flut der Flüchtlinge aus Britannien verebbte langsam und kam dann ganz zum Stillstand. Die Nachrichten von der Insel kamen nur noch sehr spärlich und berichteten von Unruhen und Katastrophen. Die Überflüge von Aufklärungsflugzeugen und die Bilder der Satelliten zeigten, dass die Städte London, Aberdeen, Manchester und Leeds brannten und es gab keine Anzeichen, dass die Feuer organisiert bekämpft wurden.

Um die Verwirrung noch zu verstärken, berichteten die Marineeinheiten, die die Gewässer um die britischen Inseln kontrollierten, von einem Energieschild, der die Inseln in zehn bis fünfzehn Meilen Entfernung von der Küste umgab. Die Regierungen stuften diese Information sofort als geheim ein und verhängten eine totale Nachrichtensperre. Das sorgte dafür, dass nichts weiter durchsickerte, aber es gab immer noch Tausende Seeleute, die Kenntnisse von diesem seltsamen Vorgang hatten.

In der Nacht, in der dieser Schild erschien, kam es im nördlichen Europa zu einem umfassenden Stromausfall. Als Ursache gab man ein massives Auftreten von Polarlichtern an. Die Muggel-Regierungen gaben als Ursache dafür ein Zusammentreffen von intensiven Sonnenwinden an, die auf einen besonderen Teil der Atmosphäre auftrafen und dadurch das Polarlicht und die großflächigen Stromausfälle verursachten.

Natürlich war der Schild nicht total unbekannt. In der Tat war jeder Regierungschef der Muggel-Regierungen von seinem magischen Gegenstück darüber informiert worden, dass dieser Schild durch Zauber erschaffen wurde und dass sie dafür sorgen mussten, dass die Wahrheit darüber nicht an die Öffentlichkeit gelangte.

Die magischen Regierungen hatten sich untereinander beraten, bevor der Schild errichtet wurde. Irland spielte den Gastgeber für Harry Potter und die anderen Regierungen entschieden sich dafür, sich in dieser Hinsicht dem irischen Ministerium zu fügen. Aber der Zweck dieses Schildes war immer noch unbekannt. Das irische Ministerium war aufgefordert worden, sich mit Harry Potter zu treffen, aber aufgrund der Verletzungen, die er im letzten Kampf mit Voldemort davongetragen hatte, war dies bisher nicht möglich gewesen.

Eine Sache war jedoch sicher. Das irische Ministerium sagte allen anderen Regierungen, dass Harry Potter die meisten von Voldemorts Kräften auf den britischen Inseln eingesperrt hatte. Und allein aus diesem Grund atmete die Zaubererwelt erleichtert auf. Das Schlimmste war noch nicht vorbei, aber irgendwie hatte es Harry Potter geschafft, der Zaubererwelt Zeit zu verschaffen.


Padfoot Manor, 30. April



Hermine öffnete ihre Augen und streckte sich. Sie spürte, wie sich etwas vom Fußende des Bettes zu ihr herauf schob und sich an sie schmiegte. Dann miaute es.

„Guten Morgen Krummbein.“ flüsterte sie und reichte hinüber, um ihm seine Ohren zu kraulen.

Er antwortete ihr, indem er wie ein kleiner Frachtzug grollte und sich gegen ihre Hand schob. Dann kroch er höher, bis er sich auf ihrer Brust niederlegte. Sie war dankbar, dass die Steppdecke sie vor seinen scharfen Krallen schützte, als er begann, die Decke mit seinen Pfoten zu kneten.

Hermine lächelte über ihren pelzigen Freund und kraulte ihn noch ein wenig. Neben ihr bewegte sich Harry. Sie sah hinüber und stellte fest, dass er immer noch schlief. Seine Grippe hatte er überwunden und war zu seinem robusten Selbst zurückgekehrt. Sie selbst hatte sich versprochen, dafür zu sorgen, dass er sich in Zukunft etwas mehr schonte und sich nicht wieder so verausgabte. Überraschenderweise schien Harry auf denselben Gedanken gekommen zu sein.

Als Krummbein einmal mehr miaute und einen klagenden Ton hinzufügte, lachte sie. Ihr Haustier erinnerte sie so daran, das ihre gegenwärtige primäre Aufgabe darin bestand, noch ein wenig seinen Kopf zu kraulen, ausgenommen natürlich, ihn mit dem notwendigen Futter zu versorgen. Sie kraulte ihn noch ein wenig und schob ihn dann von ihrer Brust, um sich aus dem Bett zu schieben.

Krummbein schaffte es mit dem sicheren Instinkt einer Katze, sofort die wärmste Stelle im Bett zu finden und rollte sich neben Harry zusammen.

Hermine warf sich ihre Robe über und ging ins Badezimmer. Sie liebte dieses Badezimmer. Ihrer Meinung nach war es sündhaft dekadent mit einer enormen Wanne in der man entspannen, aber auch einen Gast empfangen konnte. Dieser Gedanke ließ eine leichte Röte in ihr Gesicht schießen, aber sie musste für sich zugeben, dass es ihr Vergnügen bereitete, mit Harry zusammen zu baden, auch wenn sie nicht oft Zeit dafür hatten.

Als sie dann schließlich entspannt und angekleidet das Badezimmer verließ, erkannte sie erfreut, dass Dobby dabei war, den kleinen Tisch am Fenster mit dem Frühstück einzudecken. Sie ließ Dobby dies mehrmals in der Woche machen damit sie und Harry etwas Zeit für sich hatten.

Sich an den Tisch setzend schaute sie aus dem Fenster und nippte an ihrem Tee. Sie genoss diese Ruhe am Morgen und nicht zum ersten Mal wünschte sie sich, dass alle Probleme weit fort wären, damit sie allein sein konnten. Draußen flogen Vögel von Baum zu Baum und ein Eichhörnchen namens Nutters schlich sich langsam wieder zurück zu seinem Bau, um nicht von Hedwig, die von ihrer Nachtjagd zur Eulerei zurück flog, entdeckt zu werden.

Sie konnte in der Entfernung einige Häuser von Heaven sehen. Dabei staunte sie immer wieder über das, was Harry hier aufgebaut hatte. Es waren hier Menschen eingezogen, und begannen je nach ihren Talenten zu arbeiten. Das Ergebnis war eine aufblühende Stadt mit fast dreitausend Einwohnern.

Harry seufzte und reichte im Bett zu ihrer Seite. Sie lächelte und beobachtete ihn von ihrem Platz aus. ‚Er wird bald aufwachen’ dachte sie. Sobald er auf ihre Seite griff und bemerkte, dass sie nicht mehr da war, würde er aufwachen und sie suchen. In der ersten Zeit, als sie ein Paar waren und er dies tat, war sie erschrocken gewesen, aber jetzt war es seltsam tröstlich. Sie hatte sich sehr schnell daran gewöhnt, ihn im Bett neben sich zu haben und nachdem sie die meiste Zeit ihres Lebens allein geschlafen hatte, brauchte sie ihn jetzt bei sich, um ruhig zu schlafen, genau so, wie er sie brauchte.

An ihrem Morgentee nippend blätterte sie durch die Pergamente, die auf dem Tisch lagen. Sie hatte die Aufgabe übernommen, Harrys Zeiteinteilung zu überwachen und sicherzustellen, dass er sich nicht verausgabte. Heute traf er sich mit dem Iren. Für den Nachmittag hatte er eine Besprechung mit Miles und Remus angesetzt.

Sie lächelte in ihre Tasse als Harry stöhnte und aus dem Bett rollte. Krummbein verlagerte sich sofort auf die frei gewordene warme Stelle. Er schlurfte zu ihrem Platz und gab ihr einen Kuss auf den Kopf, bevor er in Richtung Badezimmer verschwand. In dieser Hinsicht war er sehr berechenbar. Er küsst sie jeden Morgen, bevor er irgendetwas anderes tat. Erst danach begann er seinen Tag.

Eine kleine Weile später verließ er das Badezimmer mit geputzten Zähnen und gab ihr einen richtigen Kuss. Dann goss er sich eine Tasse Kaffee ein und setzte sich zu ihr. „Mmmm, ein Kuss, der nach Tee und Marmelade schmeckt.“ sagte er dann.

Hermine rollte mit den Augen. „Was erwartest du, wenn du mich mitten beim Frühstück küsst?“ fragte sie verschmitzt.

„Das, was ich immer erwarte“ antwortete er mit einem Grinsen. „Du schmeckst immer gut, auch wenn es nicht nach Essen ist.“

Sie lachte leise, von seiner versteckten Anspielung überrascht. Sie errötete und schlug ihm leicht auf den Arm. Dann lachte sie mit ihm. Sie konnte nicht anders, als darüber zu staunen, wie sehr er sich doch im letzten Jahr verändert hatte. Wie anders war er doch jetzt, im Gegensatz zum vergangenen Sommer, als er ein schwer kranker Junge war. Jetzt saß ein selbstsicherer junger Mann neben ihr. Sie würde es nie öffentlich zugeben, aber er schüchterte selbst sie gelegentlich ein.

Die Ereignisse in den letzten Wochen und auf Hogwarts waren ein Wendepunkt für ihn gewesen. Er war aus dieser Geschichte reifer hervorgegangen, als ein Anführer. Seine Einstellung war selbstsicher und ruhig und er gab den Anderen Zuversicht. Sie mochte diesen Harry. Das war der Harry, von dem sie wusste, dass er heranwachsen würde. Der alte, unsichere Harry war immer noch da und kam ab und an einmal durch, aber er wurde prima damit fertig.

„Bisher noch nichts auf der Linie?“ fragte sie.

„Noch nicht ein zucken, aber ich habe es auch noch nicht erwartet.“

Hermine runzelte die Stirn. „Glaubst du, dass er davon weiß und einen Weg gefunden hat, sie zu umgehen?“

„Nein, keine Chance. Aber ich glaube, dass ich weiß, was passiert ist. Erinnerst du dich, mit wie vielen Todessern er Hogwarts Angriff?“

„Ja, ich erinnere mich.“ sagte sie und versuchte die Erinnerung an die wohl schrecklichste Nacht ihres Lebens zu unterdrücken. „Es waren so um die dreihundert, schätze ich.“

Harry griff herüber und nahm ihre Hand. Sie umdrehend küsste er sanft ihre Handfläche, bevor er sie auf den Tisch zurücklegte und sanft lächelte. Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück und nippte an seinem Kaffee. Der Morgenkaffee war eine Gewohnheit, die er sich angewöhnt hatte, seit sie nach Padfoot gekommen waren. Hermine rührte das Zeug nicht an, aber er entwickelte eine Leidenschaft dafür.

„Ich habe nachgedacht.“ sagte er vorsichtig. „Ich habe mich bemüht, einige Zahlen zusammen zurechnen. So sehr ich es hasse das zu sagen, aber ich muss im Ministerium etwa dreihundert seiner Anhänger getötet, oder schwerwiegend verletzt haben. Wenn wir dann noch sehen, dass ihn dreihundert nach Hogwarts begleitet haben, dann muss er weniger als eintausend Todesser haben. Ich schätze, ich habe ihm an einem Tag ein Drittel seiner Leute genommen. Dann hatte er ein Drittel dabei, als er das Schloss Angriff. Und zum Schluss benötigt er etwa ein Drittel, um Askaban und die verschiedenen Internierungslager zu bewachen. Jetzt hat O´Dalley mitgeteilt, dass Dolohov mit einhundertfünfzig Todessern hier ist, obwohl ich denke, dass er sich irrt.“

Auf Hermines fragenden Blick lächelte er grimmig. „Ach, Dolohov ist mit einer Gruppe Todesser hier, aber ich glaube nicht, dass es so viele sind, wie er sagt. Er wird erst noch Neue anwerben müssen, um auf diese Zahl zu kommen. Wir haben bisher noch kein Signal von der Linie bekommen, weil Voldemort im Moment nicht genug Leute hat und die, die er hat, behält er in seiner Nähe.“

Hermine kritzelte einige Notizen auf ein Blatt Pergament. Dann schaute sie auf, runzelte die Stirn und schaute ihn nachdenklich an. „Wenn wir deine Zahlen zugrunde legen, dann hat er im Moment weniger als fünfhundert markierte Todesser in Britannien.“

Er nickte. „Ich denke das gleiche. Und das ist der Grund, warum er noch nicht versucht hat, die Linie zu überschreiten.“ Er nippte an seinem Kaffee und besah sich den Zeitplan für den heutigen Tag. „Hmmm, heute Morgen treffe ich mich mit dem Iren, wie ich sehe. Nun, es muss wohl sein. Jetzt, da ich die Grippe überwunden habe, hat es wohl keinen Sinn mehr, es noch länger hinauszuzögern. Was hast du heute für Pläne?“

„Ich treffe mich heute Morgen mit Remus. Er erhielt gestern eine Sendung alter Bücher und ich möchte unbedingt einen Blick darauf werfen, was er bekommen hat.“ sagte sie und versteckte den wahren Grund vor ihm.

Harry nickte und runzelte dann die Stirn. „Hermine, kannst du für mich Nachforschungen über Dementoren anstellen?“

Sie sah ihn erschrocken an. Dann verengten sich ihre Augen. „Wir haben das doch vorher schon getan, Harry. Sogar schon in unserem dritten Jahr.“

„Ich weiß, aber ich habe gestern Nacht noch einmal etwas über sie nachgedacht und etwas ergibt keinen Sinn. Weißt du, dass es sie nur in Britannien gibt und nirgendwo anders?“ fragte er.

Sie nickte, schaute ihn aber noch immer verständnislos an.

„Denk nach, Hermine. Es gibt weltweit zehn Unterarten des Drachen. Es gibt vier Unterarten des Einhorns. Asiatische Zentauren sehen anders aus als europäische. Eine nordamerikanische Fee sieht anders aus als eine englische Fee. Ein cornisch Pixi sieht anders aus als ein römischer Pixi. Warum gibt es nur eine Art von Dementoren? Eine Art, und diese wird nur in Britannien gefunden. Selbst ein Lethifold sieht nicht so aus wie sie und er zählt auch nicht zu ihnen. Das ist nicht normal. Warum gibt es keine australische Version? Oder ein gefürchteter südamerikanischer Dementor, der einen Sombrero und einen Poncho trägt?“

„Harry, willst du sagen, das jemand die Dementoren erschaffen hat?“ fragte sie skeptisch.

Er nickte grimmig. „Ich glaube, dass das eine Möglichkeit ist. Und wenn sie jemand geschaffen hat, dann müssen sie eine Schwäche haben, die wir ausnutzen können.“

Sie nickte und fügte diese Information ihren Notizen hinzu. Wie Harrys, wurden auch ihre Tage immer hektischer. Sie hatte Aufgaben, die sie für den Krieg erledigen musste und auch für sich und sie übernahm Aufgaben, damit sie Harry damit entlastete. In dieser Hinsicht schützte sie Harrys Interessen und damit auch automatisch ihre eigenen.

„Du triffst dich heute mit dem Minister. Ich glaube, du solltest die Potter- Familienrobe tragen.“ murmelte sie und sah von ihren Notizen auf. Harry schaute griesgrämig. Er hatte eine Jeans und ein T-Shirt angezogen. Auf diesem war heute ‚Ich sperrte Voldemort in einem Käfig, fragt mich nicht wie’ zu lesen. Dies war wohl etwas unpassend für das Treffen mit dem Minister. Widerwillig nickte er. Einen Moment später erschien Dobby und legte die Kleidung, die er tragen sollte, auf das Bett.

Harry zwinkerte überrascht und lehnte sich zu Hermine herüber. „Wie macht er das nur?“ flüsterte er.

Hermine beobachtete den kleinen Elf und bemühte sich, ein Kichern zu unterdrücken. „Ich habe keine Ahnung.“ antwortete sie und schüttelte ihren Kopf. Dann lachte sie über Harrys verwirrten Gesichtsausdruck. Aufstehend küsste sie ihn noch einmal und überließ es ihm, sich entsprechend zu kleiden, während sie ihren eigenen Tag begann.


Hogwarts, Große Halle



Voldemort saß in seinem Thron und trommelte gelangweilt mit den Fingern auf der Lehne. Er hatte immer davon geträumt, Hogwarts und auch den Rest von Britannien zu kontrollieren. Er glaubte, dass es der Höhepunkt seines Lebens wäre. In Wirklichkeit schien es aber genau das Gegenteil davon zu sein. Sicher hatte er Hogwarts genommen, aber es war nur eine leere Hülle gewesen. Sein gewaltiger Reichtum an Wissen und Überlieferung war ihm unter seiner Nase gestohlen worden, bevor er einen Fuß in das Schloss setzen konnte. Glücklicherweise wussten das nur wenige und er hatte dafür gesorgt, dass nur die Angehörigen der Gruppe, die das Schloss mit ihm zusammen erobert hatten, sowie einige seiner Leutnants davon erfuhren. Alle anderen Todesser wurden nicht in das Schloss gelassen. Einer der Nachteile dieser Regelung war, dass er regelmäßig nach Little Hangleton zum Riddle Manor reisen musste, um sich mit seinen anderen Dienern zu treffen. Heute abend musste er es tun, um über zweihundert neue Diener zu markieren.

Voldemort blickte aus seinen Gedanken auf, als Lucius die Halle betrat. Dieser hatte sich als überaus geschickt bei der Kontrolle der Muggel- Offiziere erwiesen, die seine Armee führten. Sie hatten das ganze Land, bis auf einige kleine Widerstandsnester, erobert. Der Blonde hatte die Muggel genauestens studiert und ihre Wege erforscht. Als Ergebnis kontrollierte er jetzt die Muggel- Armee und hatte auch Leute in die Infrastruktur der Muggel eingeschleust. Insbesondere wollte er die Kontrolle über die Medien und die Kommunikation. Zuerst wollte Voldemort alle Teile der Muggel- Gesellschaft zerstören, aber Lucius hatte ihm deren Wert erklärt und wie man sie benutzen konnte, um die Muggel zu kontrollieren.

Lucius blieb vor seinem Meister stehen und verbeugte sich tief. Er wusste, dass Voldemort ein mächtiger Zauberer war, vielleicht sogar der mächtigste, der lebt, aber es war seine Aufgabe, Voldemort davon zu überzeugen, Teile der Muggel-Gesellschaft am Funktionieren zu behalten. Es war eine Arbeit, die zunehmend schwieriger wurde, weil Voldemort den Umfang von dem nicht verstand, mit dem Lucius fertig wurde.

„Nun?“ Der dunkle Lord blickte auf und seine Augen funkelten gefährlich.

„Mein Lord, ich habe das Vergnügen ihnen mitzuteilen, dass eine weitere Zelle des Muggel-Widerstandes gefallen ist. Mit dem Zusammenbruch des Widerstandes in Inverness sollten alle anderen Widerstandsnester bald fallen. Die meisten nahmen die Befehle der britischen Militärs an, nachdem Inverness gefallen war. Brigadier Worthington ist besorgt wegen eventueller Aufstände. Er hat außerdem Berichte über wachsende Sabotagehandlungen. Wir haben es geschafft, große Teile der Medieneinrichtungen, sowie der Regierungsstellen zu bewahren. Worthington denkt immer noch, dass er dies für König und Vaterland tut. Er denkt auch, dass ihr jetzt der rechtmäßige König Englands seid.“ sagte Lucius mit einem Grinsen.

Voldemort erlaubte einem kleinen Lächeln, seine Lippen zu verzerren, dann runzelte er wieder die Stirn. „Erkläre mir noch mal, warum wir so viel Muggelleben bewahren müssen. Warum setzten wir sie nicht einfach zur Arbeit ein, bis sie sterben oder töten sie gleich?“

Lucius unterdrückte einen Seufzer. Es war eine ständige Debatte und er musste seinen Meister dazu bringen, die Wichtigkeit der Muggel zu verstehen. „Mein Lord, wir sind das alles schon einmal durchgegangen und ich muss mich bei ihnen entschuldigen und um ihre Gnade bitten. Aber bitte seid so nachsichtig und lasst mich noch einmal erklären, warum wir gegenüber den Muggeln so eine nachsichtige Politik betreiben müssen.“

Voldemort winkte mit der Hand und bedeutete ihm so fortzusetzen. „Erkläre es mir, Lucius! Aber du solltest wissen, dass meine Geduld sehr strapaziert ist. Wenn ich es nicht besser wüsste, würde ich sagen, dass du Angst vor diesen Muggeln hast.“ sagte er spottend.

„Es ist keine Furcht, mein Lord, sondern der Respekt vor etwas, das sie haben und wir nicht. Lasst mich versuchen, euch das zu erklären. In Britannien haben wir sechzig, oder siebzigtausend Zauberer und Hexen, richtig?“

Voldemort nickte widerwillig.

„Das klingt sehr viel, Mein Lord, aber es gibt sechzig Millionen Muggel in Britannien. Sechzig Millionen! Sie sind uns tausend zu eins überlegen. Wir können eine gewaltige Anzahl von ihnen töten, aber sie können uns einfach überrennen, wenn sie bemerken, was passiert. Dieses berücksichtigend, versuche ich den Teil der Muggel-Gesellschaft zusammenzuhalten, der uns helfen kann, die Massen zu kontrollieren. Ich habe keinen Zweifel daran, die Bevölkerung auf ein entsprechend niedriges Niveau zu reduzieren, besonders wenn sie das Problem verstehen, mit dem ich mich beschäftige, aber es wird Zeit brauchen. Bis wir das geschafft haben, müssen wir sie kontrollieren.“

Voldemort lehnte sich in seinem Stuhl zurück, als er sich mit der Vorstellung auseinander setzte. „Nun gut Lucius, ich verstehe deine Beweggründe. Tu, was du tun musst, aber halte die Muggel im Zaum. Was hast du noch für Nachrichten für mich?“

„Mein Lord, Antonin bittet darum, ihm einige der Iren zurückzuschicken, die er ihnen geschickt hat, damit er ihnen einige der anderen Diener zurückgeben kann.“

Voldemort griff nach einem Pergament, das auf einem Tisch neben seinem Stuhl lag. „Heute abend bekommen zwanzig Iren das Mal. Sobald sie markiert sind, werde ich sie ihm zurückschicken und er kann mir zwanzig von seinen Männern zurückschicken. Eule ihm und lass es ihn wissen.“

Lucius verbeugte sich und zog sich langsam zurück. „Wie sie befehlen, mein Lord.“

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So wie ich es versprochen hatte, habe ich mich auch daran gehalten. Heute zu Silverster kommt der erste Teil zu Sonnenaufgang. Denn so viele liebe Kommis wie im letzten Kapitel zu Sonnenuntergang habe ich die ganze Story über nicht bekommen für ein Kapitel. 47 Stück waren es an der Zahl. Dafür danke noch mal an alle die sich auch hier her verirrt haben.

So dann wünsche ich euch allen noch einen guten Rutsch ins neue Jahr, viel Glück und Gesundheit^^
Hinterlasst mir doch ein Kommi^^

bis nächstes Jahr *lach*
*knuddelt alle*
Angy
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