Tanz der Twilight-Vampire

von - ich -
SongficAllgemein / P12
30.12.2009
22.01.2010
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Für Bella


     Ich stand da und sah zu, wie Bella auf ihn zuging. Mit jedem Schritt kam sie dem Mann, der zu ihrem Verhängnis werden würde, ein Stück näher. Edward stand ruhig da, mit ausgebreiteten Armen und wartete darauf sie in seine Arme ziehen zu können. Sein bleiches, blutleeres und hartes Gesicht trug einen Ausdruck von Triumph und seine Lippen waren zu einem Furcht erregenden und höhnischen Grinsen verzogen. Und wieder setzte meine geliebte Bella einen Fuß vor den anderen. Wieder war sie ihrem eigenen Untergang einen Schritt näher gekommen.
     Sie war wunderschön, wie ihr seidiges Haar im Wind wehte und ihr reines weißes Kleid ihr um die Beine wirbelte. Ich wollte sie aufhalten, warnen vor dem Monster, dem sie gleich in die offenen Arme laufen würde, doch kein Laut verließ meinen Mund. Hilflos betrachtete ich Bella, die mit festen Schritten immer weiter auf Edward zuging, die Augen auf ihn fixiert, als besäße sie schon lange keinen eigenen Willen mehr.
     Als sie nur noch einen Schritt von ihm entfernt war, zog er sie zu sich. Er hielt Bella, mein Leben, in seinen Armen gefangen, während er langsam seinen Blick von ihr löste und zu mir herüber sah. Wir sahen uns direkt in die Augen, als er sich hinunter beugte und seine Zähne in ihren Nacken senkte.




„Aus dem Schweigen der Nacht
steigen dunkle Visionen,
doch ich bleib bei Bella.
Jeder Alptraum erwacht,
Schatten werden zu Dämonen,
überall droht Gefahr.“




     Schweißbedeckt fuhr ich in meinem viel zu kleinen Bett auf und fuhr mir mit den Händen durch das Gesicht. Nachdem sich mein Puls wieder etwas beruhigt hatte, stand ich auf und ging ins Bad, um mich für einen neuen Tag fertig zu machen.




„Ich halt durch, ich halt aus.
Und was immer ich tun muss
will ich tun für Bella.
Unbeirrt gradeaus
gehe ich ins Nirgendwo,
weil ich dich liebe.“




     Ich schmiss meine vom Schweiß nassen Kleider im Bad auf einen Haufen und stieg unter die Dusche. Hart prasselte das Wasser auf mich nieder und wusch die letzten Spuren meines Alptraums von mir ab. Nach der Dusche fühlte ich mich erfrischt und bereit einen neuen Tag auf der Jagd zu verbringen.
     Während in meinem Traum Edward die größte Gefahr für Bellas Leben dargestellt hatte, lief irgendwo da draußen in den Wäldern eine Person herum, die eine noch viel größere Gefahr für sie war. Seit Bella mir gesagt hatte, dass Victoria es auf sie abgesehen hat, war ich fast ausschließlich draußen unterwegs, auf der Suche nach der Frau, die meiner Freundin nach dem Leben trachtete. Ich machte nur Pausen, wenn ich nicht mehr anders konnte und doch war sie uns bis jetzt immer wieder entwicht.
     Für das Frühstück und um über den neuesten Stand aufgeklärt zu werden, stattete ich Emily einen Besuch ab. Sams Verlobte hatte für uns eigentlich immer etwas zu essen da und bewirtete uns herzlich. Außerdem wusste ich, dass Sam zu ihr kommen würde, sobald seine Schicht zu Ende war. Ich würde zwar auch auf anderem Wege an die nötigen Informationen kommen, aber ein gutes Frühstück und eine normale Unterhaltung erschienen mir reizvoller. Eine Stunde später war ich wieder unterwegs.




„Soviel Sehnsucht in mir!
Ich will wieder nach Haus,
doch ich gehör zu Bella.
Und bin ich neben ihr,
sind die Ängste Illusionen,
nur Gefühle sind wahr.“




     Unermüdlich patrouillierte ich in den Wäldern und unter Bellas Fenster. Ganz wie ein Tier verließ ich mich auf meine Instinkte und versuchte Victoria auf die Spur zu kommen. Ein Mal war es uns möglich gewesen Victoria aufzuspüren und in eine Ecke zu drängen, doch sie war listig und schlau und hatte es geschafft uns doch noch zu entkommen. Seitdem streifte ich wieder umher und nahm Victorias Witterung erneut auf. Hauptsache Bella ging es gut.




„Ich bin stark, ich bin hart.
Und was immer ich sein muss
will ich sein für Bella.
Und wie lang ich auch wart,
irgendwann und irgendwo
sind wir geborgen.“




     Während ich unterwegs war, kreisten meine Gedanken die meiste Zeit um Bella. Ich kam nach Hause und weiterhin schwirrte sie in meinem Kopf umher. Nachts und tagsüber dachte ich an sie und wie ich sie beschützen könnte. Vor Victoria, aber auch vor sich selbst und ihrer Liebe zu Edward, dem Blutsauger, der Schuld hatte an Victorias Hass Bella gegenüber.
     Immer wenn ich Bella mit ihm zusammen sah zog sich das Herz in meiner Brust zusammen. Ich musste mich zusammenreißen, wenn ich mit ihm redete. Mir wurde heiß und eine unglaubliche und blinde zerstörerische Wut baute sich in meinem Inneren auf, sobald er das Wort an mich richtete.
     All diese Gefühle stauten sich in meinem Hinterkopf und lediglich meine Liebe zu Bella hielt mich davon ab meiner Wut freien Lauf zu lassen und ihn anzugreifen wie ein wildes Tier. Nur Bella zuliebe riss ich mich jedes Mal zusammen.




„Ich bin ruhig, ich bin kalt.
Ich besiege mich selber
deinetwegen, Bella.
Ich weich keiner Gewalt.
Hab Vertrauen in mich, Bella.
Ich bleibe dir nah!“




     Wochenlang sahen wir nichts mehr von Victoria, obwohl wir jederzeit ein offenes Auge auf unsere Umgebung hatten. Wochenlang streiften wir durch den Wald und taten nichts, als zu beobachten und lauschen, ob wir etwas Verdächtiges entdecken konnten. Schließlich startete die Vampirin aber doch einen neuen Versuch.
     Ich überwachte gerade den Teil des Waldes, der dem Meer am nächsten war, als ich sie auf einer Lichtung ausfindig machte. Ich rief nach meinen Freunden und Kameraden, die wie ich auf der Suche nach diesem Monster namens Victoria waren. Gleichzeitig verfolgte ich sie, trieb sie zwischen einer Felsengruppe in die Enge und griff sie an. Noch war ich alleine und es war ein Kampf zwischen ihr und mir. Um die Seele und das Leben meiner Bella.
     Verbissen kämpfte ich, nicht bereit sie noch ein weiteres Mal entkommen zu lassen, wie es bisher immer gelaufen war. Victoria kämpfte ebenso ernst wie ich und fügte mir mit ihren Fingernägeln und Zähnen einige unangenehme Wunden zu.




„Ich hab Kraft, ich hab Mut.
Und was immer ich habe,
hab ich nur für Bella.
Für dich geb ich mein Blut.
Alles, alles will ich tun,
weil ich dich liebe, Bella.“




     Ich war froh, als die anderen endlich eintrafen, denn der Kampf mit Victoria hatte bereits begonnen an meinen Kräften zu zehren. Dieses Monster war für einen allein zu viel, dafür kämpfte sie zu gut.
     Sobald die Frau meine Gefährten sah veränderte sich ihr Kampfstil. Sie attackierte mich nun härter und gezielter. Ihre Handlungen waren sehr überlegt und hatten ihre Flucht zum Ziel. Obwohl meine Verstärkung nun eingetroffen war, schaffte sie es dennoch uns zu entkommen. In dem Moment, in dem Sam zum Sprung ansetzte, mit dem er sie zu Fall bringen und überwältigen wollte, erklomm sie die Felsen, rannte zur Klippe, sprang und tauchte im Meer unter.
     Unseren Anstrengungen sie zu verfolgen zum Trotz entkam sie uns ein weiteres Mal, doch wir würden sie weiterhin jagen. Ich würde Victoria bis ans Ende der Welt verfolgen um sie zu töten. Für Bella.



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Tanz der Vampire meets Twilight!
Für dich, DK ;)

Die Charaktere stammen von Stephenie Meyer, der Songtext ist aus dem Musical „Tanz der Vampire“ ('Für Sarah')
Der Name Sarah wurde hier allerdings durch Bella ersetzt, da es so besser passt.

Ich hoffe, es gefällt euch allen!