Das Fast-Food-Duell

GeschichteParodie / P12
Amerika England Preussen Ungarn
19.12.2009
19.12.2009
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„Rollenbesetzung“:
Bestellhobbyköche: America [Alfred] & (gezwungenermaßen) England [Arthur]
Profikoch:  Hungary [Elizabetha -> Liza]
Einkaufs-Und-Fahr-Typ: Prussia [Gilbert]
Kassierertyp: Switzerland [Vash]
Imbissbudenbesitzer: Roman Empire
Imbissbudenkoch: Northern Italy [Feliciano -> Feli]
Testopfer: Kanada [Matthew] & Austria [Roderich]
Einkaufsstraßensupermarktweihnachtsmann: Finland [Tino]
Kamera: China [Yao]
Stimme aus dem Off: France [Francis]
2. Stimme aus dem Off: Germany [Ludwig]
Die Werbung: Japan [Kiku]

DAS FAST-FOOD-DUELL

          (Schnitt auf: ein düster aussehendes, englisches Schloss)
          (Irgendjemand hat eine rosa Sonne auf einer der Mauern gesprayt)
Liza:          Hey, China, ich bin hier drüben!
          (Schwenken zu: der mitten auf der Wiese vor dem Schloss stehenden Hungary)
Liza:          Danke!
          (strahlt die Kamera an)
          Einen schönen guten Tag meine Damen und Herren und herzlich willkommen beim Fast-Food-Duell. Wenn Sie sich fragen, wo das übliche Team hin ist: die sind alle auf Karibikurlaub – den wir bezahlen müssen – und wir springen jetzt ein, weil uns irgendein Volltrottel angemeldet hat.
Francis:     Das ist aber auch eine Sauerei… Sklaventreiberei!
Ludwig:     Dich hat aber niemand gefragt!
Liza:          (kann die gar nicht hören)
          Also, dann wollen wir mal. Wie man sich wohl denken kann, bin ich heute die Chefköchin, und in dem Gruselschloss da hinten sind meine heutigen Küchenhelfer. Hoffen wir mal, dass die Küche genauso großzügige Ausmaße hat wie das Anwesen an sich, und zur Not hab ich ja meine Bratpfanne dabei.
          (zückt ihre Bratpfanne und macht sich auf zum Schloss)

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          (Schnitt auf: den Schlosseingang)
Liza:          (klopft gegen die Tür, vor der sie aufgrund des Größenverhältnisses etwas verloren wirkt)
          (Nichts passiert)
Francis:     Wenn gar keiner da ist, können wir ja auch wieder nach Hause gehen.
Ludwig:     Solltest du nicht die Klappe halten oder so?
Francis:     Irgendjemand muss ja hier drüber reden!
Ludwig:     Werd ich schon machen, wenn’s soweit ist…
Liza:          Haaa-llohoo!
          (klopft noch mal dagegen)
Arthur:          Ist ja gut, ich komme ja!
          (reißt die Tür auf)
          (hat seine schicke Schwarzmagierkutte an)
          Och noes, fängt der Mist jetzt ehrlich schon an?
Liza:          Jap, wir müssen jetzt kochen. Schon mal gemacht?
Arthur:          Ich KANN kochen!
Liza:          Wollen normale Menschen das auch essen?
Arthur:          …
Liza:          Ah-ha! Dann wollen wir mal.
          (schiebt sich an ihm vorbei herein)
Arthur:          Das ist eine furchtbar schlechte Idee…
          (geht hinterher und knallt der Kamera die Tür vor der Nase zu)

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          (Schnitt auf: eine sehr große, sehr helle und freundlich wirkende Halle)
          (Stellen Sie sich das Schlossinnere einfach als Gegenteil des Äußeren vor)
Liza:          Das sieht doch schon viel besser aus! Aber… sollten hier nicht irgendwie zwei Leute sein oder so?
Arthur:          Der sitzt mal wieder vor der Playstation.
          AMERICA!
Liza:          (zuckt zusammen)
          Warn mich doch vor, bevor du schreist…
Arthur:      Sorry…
Alfred:          (stürzt auf die Galerie und rennt die Treppe herunter, legt sich auch beinah lang)
          Was ist los, geht die Welt unter? Ich wurde deinetwegen von einem Zombie erwischt!
Arthur:          Uhm, ja. Das Fernsehen ist nämlich hier.
Alfred:      YAY!
          (wirft sich vor der Kamera in Pose)
          Keine Sorge, ich rette euch alle!
Liza:          Ehm…
Alfred:          Oh. Damenbesuch und du stellst sie mir nicht vor?
Arthur:          Also…
Liza:          ICH BIN VERGEBEN!
Alfred:          Schade.
          (guckt sich um)
          Wo bin ich hier eigentlich?
Arthur:          Immer noch bei mir…
Alfred:          …Und wo bist du?
Arthur:          WtF… hat dir Russia nicht letztens erst Erdkundenachhilfe gegeben?
Alfred:          Und du glaubst im Ernst, ich hätte ihm zugehört.
Liza:          Eh, Leute, das ist jetzt aber nicht unser Thema.
Francis:      Ja, ich will nach Hause.
Ludwig:     JETZT LAGT’S ABER MAL!
          (aus dem Hintergrund ertönen Scheppern, Klirren und ähnliche Geräusche)
Liza:          Also, habt ihr euch denn entschieden, was wir heute kochen wollen?
Arthur:          Nein. Wir konnten uns nicht einigen.
Liza:          Habt ihr euch wenigstens überlegt, wo ihr bestellen wollt?
Arthur:          Nirgends…
Alfred:          McDonalds liefert nicht…
Liza:          Na toll. Und jetzt?
Arthur:          Weiß nicht.
Liza:          Ahhh, schön!
          (zückt ihr Handy und wählt)
Alfred:          Privatgespräche auf der Arbeit. Find ich gut.
Liza:          Sht! … Prussia?
Gilbert:     (am Telefon)
          Lebendig!
Liza:          Immerhin einer, auf den man sich verlassen kann. Die hier wissen nämlich nicht, was für einen Lieferdienst die eigentlich haben wollen. Kannst du mal gucken, ob in deiner Nähe – wo auch immer das jetzt grade ist – einer ist?
Gilbert:     Uhm… helf mir mal suchen!
Arthur:          Mit wem redet er da?
Liza:          Seinem Vogel.
Alfred:          Selbstgespräche sollen ungesund sein.
Arthur:          Hat dir bestimmt dein Alien erzählt.
Alfred:          Sagte der, der sich mit Feen und Einhörnern unterhält…
Liza:          AH, seid ruhig! Außerdem mein ich nicht den Vogel, den er vielleicht unter seinen Haaren hat, sondern das Küken obendrauf!
Gilbert:     Noch dran?
Liza:          Jap.
Gilbert:     Da hinten ist ein italienisches Restaurant, reicht dir das?
Liza:          Perfekt. Du bist ein Schatz.
Gilbert:     Ich weiß. Halt die Awesomeness in Person.
Liza:          Gut, dann sag da mal Bescheid und hol eine Karte. Ich ruf dich dann gleich noch mal an.
          (legt auf)
          Also, wir überlegen uns gleich irgendwas Italienisches zum Kochen, wenn es das da nicht gibt, ist das halt Pech, bestellen wir irgendwas. Also, auf in die Küche, damit ich mal sehen kann, was wir noch brauchen!

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          (Schnitt auf: ein ziemlich großes…Chaos)
          (Sieht so aus, als hätte hier jemand versucht zu kochen, aber stattdessen lieber alles in der Küche verteilt)
Arthur:          Was zur… Möchtest du mir irgendwas sagen?
Alfred:          Ich hab versucht, Pommes zu machen…
Arthur:          Sieht mir mehr nach dem dritten Weltkrieg aus.
Liza:          Und wie soll man jetzt hier arbeiten?
Alfred:          (kriegt ziemlich böse Blicke zugeworfen)
          Ist ja gut, ich räum ja auf. Ich werde euch aus dieser misslichen Lage befreien!
Liza:          In der wir ohne dich nie wären.
          Wir können ja in der Zeit mal schauen, was sich hier Brauchbares findet.
Arthur:          Mittlerweile wahrscheinlich gar nichts mehr.
Alfred:          (fängt lautstark an aufzuräumen und scheint dabei noch mehr Unordnung zu verbreiten)
Liza:          Wird man ja sehen.
          (sieht sich suchend um)
          Wo ist denn hier der Kühlschrank?
Alfred:          Ihr könnt’s euch sparen! Ist alles weg.
Arthur:          Sogar die anderthalb Kilo Salz?!
Alfred:          Ach, darum hat das so komisch geschmeckt…
Liza:          Na ja. Lässt sich dann wohl auch nicht ändern. Kennt ihr überhaupt irgendwelche italienische Gerichte?
Alfred:          Döner!
Liza:          Ehm… Nein…
Alfred:          Gyros?
Liza:          Richtige Richtung, aber immer noch nicht.
Alfred:          Uh. Eh… Pizza?
Liza:          Na also. Aber zum Kochen ist das blöd. Außerdem hab ich die dumpfe Vermutung, dass wenn ich Prussia sag, dass wir Pizza machen wollen, der dann nachher tatsächlich Tiefkühlpizza anschleppt, weil das ja einfacher geht. Mh. Na schön. Dann such ich mir jetzt eben was aus. Kann ich mal einen Zettel, einen Stift und eine saubere Unterlage zum Schreiben haben?
Alfred:           Natürlich!
          (schiebt einen Stapel Teller vom Tisch, der [der Stapel] daraufhin laut klirrend zu Bruch geht)
Arthur:          AMERICA!
Liza:          (ignoriert die)
          (hat auch mittlerweile Schreibzeug gefunden und schreibt eine fein säuberliche Einkaufsliste)
          (können leider nur die Zuschauer lesen, die zufällig Ungarisch sprechen, weshalb die meisten wohl warten müssen, bis sie Preußen die Einkaufsanweisungen gibt)
          So. Wenn ich jetzt noch wüsste, wo ich grad mein Handy hingelegt habe…

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          (Schnitt auf: Prussia, der gelangweilt vor einem Laden in der Einkaufsstraße steht und darauf wartet, dass etwas passiert)
          (Handyklingeln ertönt)
          (zumindest, wenn man… DAS als Klingelton bezeichnen will)
Küken:          (erschreckt sich)
          (flattert aufgeregt auf Prussia’s Kopf herum)
          (wäre wohl auch heruntergefallen, wenn es sich nicht in seinen Haaren verfangen hätte)
Gilbert:     (wird von allen angestarrt)
          (hat somit die gewünschte Aufmerksamkeit)
          (erbarmt sich denn auch des Telefons)
          Welcome back, Liza.
Liza:          (am Telefon)
          Lernst du etwa Fremdsprachen?
Gilbert:     Deutsch ist nicht awesome genug.
Liza:          …aber DENGLISCH?!
Gilbert:     Ich kann reden, wie ICH will! Ich bin ein freies Land!
Liza:          Du warst vielleicht mal eins.
Gilbert:     Keine Sorge. Irgendwann komm ich wieder und dann wird die ganze Welt preußisches Gebiet.
Liza:          …jetzt weiß ich wenigstens, wo dein Luftschloss steht.
          Egal. Bist du im Laden?
Gilbert:     Nee, aber davor. Moment.
          (macht zwei Schritte, sodass er in der automatischen Schiebetür steht)
          Jetzt schon!
          (die Schiebetür versucht zuzugehen und knallt stattdessen in Prussia’s Seiten)
          …und meine Awesomeness hält die Tür davon ab, zuzugehen.
Liza:          Warum nur hab ich das Gefühl, dass in deiner Nähe schon wer die Nummer der nächsten Psychiatrie sucht?
Gilbert:     Weil sie von meinem Ego erschlagen werden.
Liza:          Ja, das denke ich auch…
          (klirrbummkrach)
          Ich glaube… America hat es grade geschafft, die Töpfe zu töten.
Gilbert:     Muss ich jetzt neue mitbringen?
Liza:          Nay. Hab ja meine Bratpfanne.
Gilbert:     Ehhhw… die Bratpfanne…
          (wird wieder von der Tür geschlagen)
          (geht denn doch mal einen Schritt vor)
Liza:          JA! DIE BRATPFANNE!
          …und jetzt gehen wir endlich einkaufen.
Gilbert:     „Wir“. Guter Witz.
Liza:          Ach, sei still. Ich nehm mal an, das fängt da mit der Gemüseabteilung an?
Gilbert:     Jawohl, mein Führer… ach nein, das ist ja West’s Spruch.
Liza:          Mir egal! Hol Kartoffeln, die erkennst du jawohl noch!
Gilbert:     Willst du etwa behaupten, dass ich etwas auf deinem Zettel da nicht erkennen würde?
Liza:          Ja!
Gilbert:     Pah! Ich bin awesome, ich kann alles.
Liza:          Das will ich sehen…
          Hol jetzt die blöden Kartoffeln!
Gilbert:     Jaja, ich laufe, ich fliege, ich eile…
          (klaut erstmal einer Oma den Einkaufswagen)
Oma:          (guckt ihn blöde an)
Küken:          Tschieeep!
Gilbert:     (guckt hoch)
          Du klingst mir eher nach einem Kanarienvogel als nach etwas, das mal ein stolzer Hahn werden will, Gilbird.
Liza:          Jetzt lass den Vogel doch mal Vogel sein!
Gilbert:     Hrm…
          (guckt sich um)
          Ah! Kartoffeln!
          (hievt einen Zehn-Kilo-Sack in den Einkaufswagen)
          Weiter!
Liza:          Knoblauch.
Gilbert:     Aha. Ich dachte, die Vampirprobleme wären bei Rumänien, nicht bei dir.
Liza:          …irgendwie muss ich den Witz grad verlegt haben, ich find ihn nicht.
Gilbert:     Hrm. Egal.
          (sucht Knoblauch)
Liza:          Weißt du, wie das aussieht?
Gilbert:     Tu nicht so, als wäre ich blöd!
          (sucht weiter)
          …mh.
          (Stille)
Liza:          (seufzt)
          Das sind so kleine, weiße Knollen…
Gilbert:     (beleidigt)
          Ich weiß, wie das aussieht!
          (kippt den ganzen Karton über dem Einkaufswagen aus)
          (es tropft fröhlich Knoblauchsaft auf den Boden)
Liza:          Hast du’s?
Gilbert:     Natürlich!
Liza:          Dann brauch ich noch…
Gilbert:     Moooment!
Liza:          Hu?
Gilbert:     (holt sein Tagebuch und einen mittlerweile relativ kurzen Bleistift heraus)
          Ich muss erst meine Awesomeness dokumentieren.
Liza:          Was, JETZT?!
Gilbert:     Wann denn sonst?
          (benutzt das Brotregal als Unterlage)
          (das Geschriebene lässt sich in dieser Schriftgröße von hier aus leider nicht lesen, wird jedoch später sicher noch vorgelesen)
          So klappt das nicht…
          (legt das Handy zur Seite und schreibt weiter)
Liza:          …Prussia?
          (Stille)
          …
          GILBERT BEILSCHMIDT!!
          (ist auch ohne auf Lautsprecher gestellt zu sein problemlos im ganzen Laden zu hören)
Gilbert:     …oh scheiße.
Liza:          GEH SOFORT WIEDER AN DEIN TELEFON!
Gilbert:     Da werd ich ja taub!
          (drückt Liza auf lautlos)
          (schreibt seelenruhig weiter)
          So.
          (klappt das Buch zu und steckt es wieder weg)
          Und wie schaff ich es jetzt, wieder dranzugehen, ohne dass sie mich durch das Telefon durch lyncht?
          (Stille)
          China, komm mal her.
Yao:          Bestimmt nicht!
Gilbert:     Hätte ja klappen können.
          (sieht sich um)
          (entdeckt den Einkaufsstraßensupermarktweihnachtsmann, kurz Finland)
          Was macht der denn hier?
          …Egal.
          Heey, Finland!
Tino:     (dreht sich um)
          Huhu! ♥
Gilbert:     Oha. Der spricht die Herzchen ja mit.
          Uhm, komm mal bitte her!
Tino:     (ist so naiv und latscht zu Prussia)
          Ja?
Gilbert:     (drückt ihm das Handy in die Hand)
          Mach mal das lautlos aus und geh dran.
Tino:     Okay!
Gilbert:     …What the hell, der’s jetzt nicht wirklich so blöd?
Tino:     (geht ans Handy)
Liza:          …UND WENN DU JETZT NICHT SOFORT WIEDER HERKOMMST, RUF ICH DEINE MUTTER AN!
Gilbert:     Oh mein Gott!
Tino:     AHHH, ICH BIN TAUB!
Liza:          …
          Finland? Was machst du an Prussia’s Handy?
Tino:     (gibt Prussia das Handy wieder)
          (zieht sich die Nikolausmütze über die Ohren)
          (taumelt wimmernd weg)
Yao:          Also, mir tut der jetzt leid.
Gilbert:     Mir auch. Aber besser er als ich.
          (geht vorsichtig wieder ans Telefon)
          Liza?
Liza:          Warum hatte Finland dein Handy?!
Gilbert:     Ehh…
          Was brauchtest du noch gleich?
Liza:          Ah, ja. Richtig. Wir brauchen schon viel zu lange.
          Gelbe und rote Paprika, bitte.
Gilbert:     Okay!
          (guckt sich um)
          (erkennt Äpfel grade noch)
          (da außer denen und den Paprikas nichts mehr rot und gelb ist, findet er die auch auf Anhieb)
          (wirft auch erstmal ein halbes Dutzend je in die Knoblauchsuppe)
Liza:          Hingekriegt?
Gilbert:     Sicher. Es gibt nichts, was ich nicht schaffe.
Liza:          Außer im Haushalt zu helfen.
Gilbert:     Das ist ja auch deine Aufgabe!
Liza:          Pfft, altmodische Vorstellungen…
          Minze hätte ich dann noch hier stehen. Ist grün. Da ich dir jetzt schlecht am Telefon erklären kann, wie das ausschaut, guckst du einfach mal auf die Beschilderung, mh?
Gilbert:     Hör auf, so zu tun, als wäre ich blöd!
          (weigert sich die Schilder zu lesen)
          (wirft statt Minze erstmal ein Bündel Petersilie in den Wagen)
          Weiter.
Liza:          Auberginen.
Gilbert:     Mehr sagst du nicht mehr?
Liza:          Du hast dich doch beschwert, ich würde zuviel sagen!
Gilbert:     Achja. Moment kurz.
          (halt das Mikro vom Handy zu)
          China, wie sehen Auberginen aus?
Yao:          Ich dachte, du wüsstest alles.
Gilbert:     Ich will ja auch nur sehen, ob DU es weißt!
Yao:          (seufzt)
          Dunkellila. Da.
          (zeigt drauf)
Gilbert:     Gut gemacht!
          (nimmt die Hand wieder von der Sprechmuschel)
          Okay.
          (knallt den Karton Auberginen auf die Knoblauchüberreste)
Liza:          Ich bin beeindruckt, dass das so schnell ging.
Gilbert:     Kannst du mal sehen!
Liza:          Gut. Zucchini dann.
Gilbert:     Was?
Liza:          Zucchini. Kommt von Zucca, und ist die Verniedlichungsform davon. Aber das weißt du ja sicher.
Gilbert:     Ja, natürlich!
          (murmelt)  Warum sagt sie nicht einfach Zucker…
          (schiebt den Wagen aus der Gemüseabteilung und packt drei Pakete Zucker ein)
Liza:          Gut, meine Einkaufsliste neigt sich dem Ende zu.
          Als nächstes hätte ich dann Schalotte.
Gilbert:     CHARLOTTE?!
Liza:          Richtig.
Mädchen:     (hat nichts mit den Charakteren zu tun)
          Wer hat mich gerufen?
Gilbert:     …heißt du Charlotte?
Mädchen:     Ja!
Gilbert:      Gut, komm mit!
Mädchen:     (total naiv)
          (latscht mit Prussia mit)
          (Das macht ihr bitte nicht nach, liebe Kinder. Man geht nicht mit wildfremden Leuten mit. Auch – erst recht – nicht, wenn sie so awesome sind wie Prussia!)
Yao:          Ich glaube, sie meinte was anderes…
Gilbert:     Dann soll sie es halt sagen.
          Was brauchst du noch, Hungary?
Liza:          Olivenöl.
Gilbert:     (steht da grade neben)
          (nimmt zwei Flaschen mit, die klirrend zu Bruch gehen und sich mit dem Knoblauchpüree vermischen)
Liza:          Ja, und Salz. Das war es dann.
Gilbert:     Okay!
          (schafft es doch tatsächlich, das Salz im Ganzen in den Einkaufswagen zu kriegen)
          Bis gleich!
          (legt auf)
          Mh, wo ist denn hier die Kasse?
Mädchen:     (zeigt in die Richtung)
          (kaut Kaugummi, wie es solche Mädchen IMMER tun)
Gilbert:     Danke.
          (geht zur Kasse)
          …Eh?
Vash:          (muss heute die Kasse bedienen)
          Halt die Klappe, Prussia.
Gilbert:     Also…
Vash:          HALT DIE KLAPPE, PRUSSIA!
Gilbert:     Ach, und was, glaubst du, gibt dir das Recht, so mit dem Awesome-Me zu reden?!
Vash:          Machen wir es doch so. Du willst hier schnell raus und ich will nicht, dass du mich siehst. Und da ich hier sowieso morgen aufhör, ist mir alles egal. Also kannst du mit dem Zeug da einfach gehen, wenn du niemandem sagst, dass du mich gesehen hast?
Gilbert:     Irgendwas ist da faul. Du und Geld…
Vash:          … GEH EINFACH, PRUSSIA!
Gilbert:     Ist ja gut! Charlotte, komm, wir verschwinden!

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WERBUNG

          (Schnitt auf: einen total leeren, reinweißen Raum)
Kiku:          (kommt unsicher rein)
          Muss ich das wirklich machen?
          (erhält keine Antwort)
          Ach, Mist.
          (kramt ein Schild raus)
Schild:          (ist schneeweiß)
Kiku:          Oh, andersrum.
          (dreht es um)
Schild:          (trägt nun die Aufschrift „Werbung“)
Kiku:          Mh. Mehr soll ich eigentlich nicht tun…
          (Man sieht jetzt also fünf Minuten lang am Stück Japan mit dem Schild da stehen, weil Werbung eben so lange dauert)
          (Wagen Sie sich ja nicht, vorher wegzuschal…-)

-------------------

          (Schnitt auf: ein lustiges buntes … Irgendwas, das über dem Logo von Toggolino herumhüpft, während eine Kinderstimme ruft: „Werbung Ende!“)
          (Ups, falscher Sender…)
          -ZAPP-
          (Schnitt auf: Englands Küche)
Alfred:          (scheint sogar sowas Ähnliches wie Ordnung ’rein gebracht zu haben)
          (hat eigentlich nur alles in eine Ecke zusammen geschoben)
Liza:          Also, so langsam könnte er ja mal auftauchen…
Arthur:          Eh, hast du überhaupt schon aufgelegt?
Liza:          Natür…
          (guckt auf ihr Handy)
          (drückt auf den roten Knopf)
          …lich.
          He, ’merica!
Alfred:          (guckt vom Gameboy auf)
          (Wo auch immer er den jetzt wieder her hat…)
          Yeah?
Liza:          Was… tust du da?
Alfred:          Ich fange ein Dialga.
Liza:          Ehm… okay…
          (geht zu ihm und guckt ihm über die Schulter)
Arthur:          Na toll, als würde einer nicht reichen.
          (setzt sich kopfschüttelnd Tee auf)
Tür:          (kracht laut)
Alfred:          Müsst er dann ja sein, glaub ich… Iggy, mach mal die Tür auf…
Arthur:          Warum ich?
Alfred:          ’s dein Haus…
Arthur:          Hrmpf…
          (geht zur Tür und reißt die auf)
          Wer zur Hölle…
Gilbert:     Das ist Charlotte. Sie ist zwar noch lange nicht so awesome wie ich, aber sie macht Fortschritte, seit sie in meiner Gegenwart ist.
Arthur:          Was macht sie HIER?!
Gilbert:     Frag Liza, ich weiß es auch nicht.
          (schiebt sich ungefragt an England vorbei und zieht das Mädchen hinter sich her)
          Wo ist sie überhaupt?
Arthur:          Sie fängt ein Dialga.
Gilbert:     Wooah… ALFRED! Hör sofort auf, sie total zu versauen!
          (schleift Charlotte in die Küche)
Charlotte:     (kaut unbekümmert ihr Kaugummi)
Liza:          (guckt nicht einmal vom Gameboy auf)
          Hey Prussia.
Gilbert:     Und was wird das, wenn es groß ist?
Liza:          Weiß nicht… entwickelt sich nicht mehr, glaub ich.
Gilbert:     Nicht DAS! WAS tust du da?
Liza:          Sieht man doch…
Gilbert:     Ja, ich SEHE es.
          (reißt Alfred den Gameboy aus der Hand)
          (macht aus, ohne zu speichern)
Alfred:          HEY!
Gilbert:     Kesese… Das war ja leicht, das große America zu besiegen.
Liza:          Was machst du eigentlich hier…?
Gilbert:     Hum… Ich weiß auch nicht… Weißt du, da hat mich so eine Verrückte auf dem Handy angerufen, Finland taub geschrieen, mich quer durch den Laden gehetzt, damit ich für sie einkaufe, und dann hierher beordert…
Liza:          Klingt wirklich gestört…
Gilbert:     Ehhh… Liza, das warst du.
Liza:          Waaaas?! Wie kannst du es wagen, mich verrückt zu nennen?!
          (zückt ihre Bratpfanne)
Alfred:          (grinst breit)
          Gibt’s jetzt Blut?
Arthur:          Nicht in meinem Haus!
Liza:          (reißt Prussia die Tasche aus der Hand)
          Erst sowas, und dann wechselst du auch noch die Seiten…
Gilbert:     Tu ich?
Arthur:          Du fährst doch dann für die anderen…
Gilbert:     Achso! Das ist ja richtig evil von mir.
Liza:          Oh ja. Und deshalb verschwindest du jetzt auch von hier, ehe ich mich vergesse!
          (wedelt mit der Bratpfanne)
Gilbert:     (starrt sie groß an)
          Bin schon weg!
Liza:          UND HEUTE NACHT KANNST DU AUF DER COUCH SCHLAFEN!

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(Schnitt auf: Die mittlerweile ordentliche Küche)
(Das Chaos kehrt zwar zurück und scheint Alfred zu lieben und ihn zu stalken, aber das ist ja egal)
Liza:          (kippt die Einkaufstasche auf dem Tisch aus)
          Okaaaay…
          Was… IST das?!
Arthur:          Schon püriert.
Alfred:          (patscht mal fröhlich in die Tasche)
          (natürlich voll in die Knoblauchbrühe)
          Wuhaaa… Hat der da Milch ’reingekippt?
Liza:          Das ist… war… Knoblauch.
Alfred:          Juhu! Jetzt beißt mich kein Vampir mehr!
Liza:          Was habt ihr heute alle mit euren Vampiren?
          (dreht sich zu Charlotte)
          Was machst du eigentlich hier?
Charlotte:     (lässt ’ne Kaugummiblase platzen)
          Weiß nicht.
Liza:          (murmelt vor sich hin)
          Warum muss mir dieser preußische Idiot auch ein blondes Pinup mit dem IQ von trocken Brot anschleppen?
          (lauter)
          Wer bist du überhaupt?
Charlotte:     (kaut weiterhin ihr Kaugummi)
          (hat immerhin einen derartig intelligenten Blick, um fünf Metern Feldweg Konkurrenz zu machen)
          Charlotte.
Liza:          Char… oh, jetzt versteh ich. Mister Ach-So-Awesome hat keine Ahnung, was Schalotten sind.
Alfred:          (poke’t das Mädchen an)
Charlotte:     (ist davon völlig unbeeindruckt)
Liza:          Lass das.
Alfred:          Aber was machen wir mit ihr?
Liza:          Woher soll ich das wissen?
          (hält ’mericas Hand fest)
          Mach dich lieber nützlich und ruf mal da an.
          (hält ihm den knoblauchsaftverschmierten Zettel vor die Nase)
Alfred:          Und was bestell ich dann?
Liza:          Mir doch egal. Pizza oder so!
Alfred:          Yaaaaay!
          (rennt aus der Küche)
          (kommt noch mal zurück)
          Iggy, wo ist dein Telefon?
Arthur:          …du stehst daneben.
Alfred:          Okeeeeh.
          (versaut heldenhaft das Telefon)
Liza:          Gut. Mal sehen, was sich damit retten lässt… Charlotte?
Charlotte:     Mhhhh?
Liza:          Kannst du Kartoffeln schälen?
Charlotte:     Natürlich nicht!
Liza:          (drückt ihr Kartoffel und Messer in die Hände)
          Dann wird’s Zeit, dass du es lernst!

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