Merlin (BBC): Cry me a river

GeschichteAllgemein / P12 Slash
17.12.2009
17.12.2009
2
1904
1
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10 Reviews
Dieses Kapitel
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Titel: Cry me a river
Autor: Lady Charena
Fandom: Merlin
Episode: 1x10 The Moment of Truth
Prompt: # 077. Upset
Charaktere: Arthur Pendragon, Merlin
Pairing: Arthur/Merlin
Rating: pg, slash, oneshot
Beta: T‘Len
Archiv: ja

Summe:  Auf der Rückreise nach Camelot. (post-episode)

Anmerkung: Wie der Troll sagte: „Beauty is in the eye of the beholder“ – und so ist Slash. ‘g’ Deshalb habe ich es auch gleich als solchen geratet, auch wenn eigentlich gar nichts passiert, nicht dass mir hinterher wieder die Kritik um die Ohren fliegt. Been there, done that, got the t-shirt. (House, nicht-Troll)

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„You have to go, Merlin. You belong at Arthur’s side. I’ve seen how much he needs you. How much you need him. You’re like two sides of the same coin.” Hunith (Merlins mother) 1x10 The Moment of Truth



You were my sun
You were my earth
But you didn't know all the ways I loved you, no...

I know that they say
That some things are better left unsaid   (Justin Timberlake - Cry me a river)



Sie hatten am frühen Abend Halt gemacht. Es wäre noch möglich gewesen, einige Zeit weiter zu reiten, doch sie hatten eine Stelle gefunden, die sich sehr gut für ein Nachtlager eignete und wer wusste, ob sie bis Anbruch der Nacht ein weiteres Mal fündig werden würden.

Es war eine Lichtung, umgeben von dichtem Gestrüpp und durchzogen von einem Seitenarm eines kleinen Flusses. Morgana und Gwen hießen die Gelegenheit, sich nach dem anstrengenden Ritt zu erfrischen, willkommen und folgten dem Bach ein Stück, weg von ihrem Lagerplatz, wo Merlin damit beschäftigt war, eine Feuerstelle aufzubauen. Die beiden jungen Frauen wollten baden und hatten ihnen die schlimmsten Konsequenzen angedroht, sollte auch nur einer von ihnen zufällig in ihrer Nähe auftauchen, während sie sich der Körperhygiene widmeten.

Arthur stand bei seinem Pferd, das abgesattelt war und sich an dem saftigen Gras in der Lichtung gütlich tat. Seit sie Merlins Heimatdorf verlassen hatten, war kein Wort mehr zwischen ihnen gesprochen worden. Die meiste Zeit über war Arthur vorangeritten, während Merlin als letzter hinter den beiden Frauen folgte.

Unvermittelt sah Merlin auf und zu ihm hinüber, als spüre er Arthurs Blick auf sich ruhen. Arthur wandte sich ab, legte die Stirn gegen den warmen Hals des Tieres, während er es gedankenverloren streichelte. Er war an das Schweigen gewöhnt – lange Patrouillenritte und Jagdausflüge vertrugen sich nicht mit Geschwätz, doch er musste sich auch eingestehen, dass es ihm fehlte, mit Merlin zu sprechen. Und sei es nur, um ihm Anweisungen zu erteilen oder ihn dafür zu tadeln, dass er jene nur liederlich ausgeführt hatte.

Es war nicht ein Mangel an Gesprächsthemen, es war Enttäuschung, die Arthurs Lippen versiegelte. Und Merlin schwieg… warum auch immer. Vielleicht war es nur die Reaktion auf seine Laune; vielleicht hatte Merlin ein schlechtes Gewissen – verdientermaßen im Übrigen – es war seine Pflicht gewesen, ihn über William zu informieren, ungeachtet ob er ein alter Freund war oder nicht. Sie hatten beide am eigenen Leibe erlebt, was Magie anrichtete und auch wenn William die Magie gegen ihre Angreifer gerichtet und Arthurs Leben gerettet hatte, die Tatsache blieb bestehen: Merlin hatte sein Vertrauen missbraucht.

Das unruhige Schnauben seines Pferdes, sein Scharren mit dem Vorderhuf, ließ Arthur aus seinen Gedanken hochschrecken, seine linke Hand glitt automatisch an den Gürtel und griff nach dem Schwertknauf, noch bevor er sich halb umgewandt hatte.

Doch es war weder ein Angreifer, noch ein wildes Tier, das vor ihm stand, sondern nur Merlin, der auf den Boden starrte.

Endlich hob Merlin den Blick. „Arthur, es ist…“

„Ich wollte…“, sagte Arthur im gleichen Moment.

Sie verstummten beide.

„Ich wollte gerade gehen und ebenfalls baden. Kümmere dich um die Pferde.“ Arthur ging um Merlin herum. Erst als er am Bachufer stand und eine Stelle suchte, die nicht dicht an dicht mit Brennnesseln bewachsen war, fiel ihm auf, dass Merlin möglicherweise irgendeinen wichtigen Grund gehabt hatte, das Schweigen zu brechen und ihn anzusprechen. Oder auch nicht. Er begann die Verschnürung seiner Tunika zu lösen und zog sie dann über den Kopf, bevor er in die Hocke ging, vorsichtig am Uferrand balancierend und sich mit beiden Händen Wasser ins Gesicht warf.

* * *
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