Ehrlichkeit

GeschichteAllgemein / P12
Clark Kent Lex Luthor
09.12.2009
09.12.2009
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Hallo zusammen!

Das hier ist meine erste Smallville FF und ich hoffe sie gefällt euch. Es geht um Clark und Lex und das Fundament ihrer Freundschaft...

Lasst mir ne Rev da wenn euch die Geschichte gefällt, oder auch wenn sie euch nicht gefällt.. An sich ist es ein One Shot doch es wird noch ein kurzes zweites Chap geben.

Ach ja der Disclaimer...Also ich verdiene nichts an der Geschichte, mir gehört auch nix...und so weiter und so fort.

So dann mal los ich wünsche viel Vergnügen.

Ehrlichkeit!

Lex Luthor. Reich, mächtig, gut aussehend! So beschrieben ihn die Menschen. Manche würden wohl noch skrupellos und hinterhältig hinzufügen. Seufzend lehnte er sich etwas weiter in seinem Sessel zurück. Vielleicht hatten die Leute die ihn als falsche intrigante Schlange sahen recht, vielleicht war er wirklich so. Hatte er nicht immer wieder gelogen, Dinge getan unverzeihliche Dinge? Ja, mehr als einmal hatte er abscheuliche Dinge getan, verabscheuungswürdige, verwerfliche…so unsagbar Falsche…nun konnte er es nicht mehr ändern. Musste damit Leben.
So war er, das war sein Wesen...geworden. Er war ein Luthor, kalt und unnahbar. Immer auf seinen Vorteil fixiert. Nichts anderes zählte. So wurde es ihm beigebracht…so lebte er nun. Allein, verlassen, Einsam.

Jetzt galt das Motto, was er wollte war Gesetz und er hatte Mittel und Wege seinen Willen durchzusetzen. Das war nicht immer so gewesen, nein. Sicher den Einfluss, die Macht hatte er schon immer gehabt. Nur etwas war anders gewesen...hatte den Unterschied gemacht.
Es war noch gar nicht so lange her, da hatte er einen Freund gehabt. Einen guten, aufrichtigen Freund. Clark.
Für ihn, nur für ihn war er ehrlich gewesen. Hatte geholfen wo er konnte und es hatte sich gut angefühlt. Verdammt gut!
Denn Clark hatte nicht gelogen, er wollte wirklich sein Freund…der Freund von Lex Luthor sein. Trotz der Dinge die sein ach so toller Vater schon alles Verbrochen hatte, trotz der Tatsache dass er nicht gerade selten mal arrogante Anwandlungen hatte. Clark wollte sein Freund sein. Nicht der Freund eines Luthors, nein der Freund von dem Jungen Mann der dieses ganz drum und dran nie wollte…der Freund von Lex!
Weil er, wo auch immer, etwas gesehen hatte was es Wert schien einem Lex Luthor eine ehrlich gemeinte Freundschaft entgegen zu bringen.
Was war es nur? Was war es gewesen? Geld? Nein, Clark würde sich nie kaufen lassen. Macht? Interessierte den jungen Kent ebenfalls einen Dreck.
Nur, was war es dann? Was hatte er was Clark so schätzte...die bessere Frage war wohl wann hatte er es verloren? Diese eine Gabe die den Unterschied ausmachte? Was war es und wann hatte er es verloren...wann war seine Freundschaft den Bach runter gegangen?

Lex wusste es nicht, hatte es nie gewusst. Nie Verstanden? Seufzend erhob er sich. Schenke sich einen doppelten Scotch ein. Genau das was er jetzt brauchte um seine Gedanken wieder klar zu bekommen, sie auf das wesentliche zu Konzentrieren. Das Geschäft...alles andere war Zweitrangig! So wurde es ihm beigebracht und er hasste es, mit Leidenschaft! Er hasste was aus ihm geworden war, ein Doppelgänger seines Vaters. Nein eigentlich war er sogar schlimmer als sein Vater, in gewissem Sinne. Wie auch immer, hier Stand er nun einer der mächtigsten und gleichzeitig am meisten gefürchteten Männer der Welt. Ein Manipulator, Egomane, Mitleidloser Geschäftsmann. Mit anderen Worten: Genau das was er niemals sein wollte!

Er nahm einen großen Schluck und Schloss die Augen, genoss das Aroma welches sich in seinem Mund ausbreitete. Das Brennen des Alkohols in seiner Kehle. Pure Entspannung.
Ruhig, nun ja zumindest ruhiger lies er sich wieder in seinen Sessel fallen. Überflog die neuesten Zahlen und Berichte, welche eben via E-Mail herein gekommen waren. Hmmm die Forschungsabteilung…arghh!
Es dauerte nicht lange bis er sich eingestand das er rein gar nichts von diesem ganzen Mist mitbekam. Seine Gedanken weilten bei Clark und dagegen konnte er nichts tun, hatte es noch nie gekonnt. Clark war sein Freund, sein bester Freund und er hatte es zerstört. Einfach so, unbewusst. Verdammt! Er hasste es, dieses Gefühl, die Einsamkeit der Verlust. Ja, er vermisste Clark.

Aber WAS, was nur? Fragte er sich. Welche Eigenschaft war es die Clark so, bewundert ist wahrscheinlich das Falsche Wort…Geschätzt passte eher, also was hatte Clark an ihm geschätzt? Welche Eigenschaft war es?
Intelligenz? Nein. Raffinesse? Nein. Skrupellosigkeit? Nein, definitiv nicht! Was nur? Was war es? Der Junge Kent hatte alles was man an guten Eigenschaften nur haben konnte. Er war Hilfsbereit. Freundlich, Aufrichtig. Ehrlich…bis zu einem gewissen Grad, den auch Clark hatte Geheimnisse…die hat jeder. Selbstlos traf auch auf den Jungen Mann zu. Was nur hatte Clark in ihm, Lex Luthor gesehen?

Ehrlichkeit! Das war so banal, so unwahrscheinlich…so…Verflucht wahr. Aber nein Unmöglich, das…Lex stockte in seinen Gedanken. Anfangs, ja er erinnerte sich, es war lange her.
Da hatte er Clark nie belogen, war immer offen über alles! Immer. Alles konnte er Clark sagen, sicher manchmal war er Wütend gewesen aber nie lange…er stand immer an seiner Seite! Versuchte zu Helfen, das war scheinbar die Lieblingsbeschäftigung von Clark. Anderen Helfen, sogar ihm. Immer. Er konnte nicht mehr zählen wie oft er in Lebensgefahr geschwebt hatte und nur durch seinen Freund gerettet wurde und wenn er zehnmal selbst Schuld war.
Clark Kent hatte nie aufgehört ihn Lex Luthor zu unterstützen. Nie, so lange er ehrlich gewesen war. Irgendwann jedoch…da hatte Lex aufgehört ehrlich zu sein. Hatte angefangen wie sein Vater zu denken. Geheim Labore, Halbwahrheiten, Lügen. So viele Lügen.
War es das, konnte es wirklich so einfach sein? Ehrlichkeit, oder vielmehr der Mangel daran! Das sollte der Grund sein warum er nicht mehr mit Clark befreundet war?
Aber Clark selbst war auch nie ehrlich gewesen, mit welchem Recht war er dann wütend? Mit welchem Recht? Schließlich war er in nicht gerade wenige ungeklärte Vorfälle verwickelt. Nicht zu letzt die Zahlreichen Gelegenheiten bei denen er urplötzlich Aufgetaucht war um Lex mal wieder die Haut zu retten. Immer ohne eine Erklärung, ja auch da Clark hatte ausflüchte gesucht. Mehr als einmal. Also mit welchem Recht verlangte er Ehrlichkeit?
Vielleicht gar nicht mit Recht? Vielleicht durch Angst? Nun das war eigentlich lächerlich. Niemals hätte er Clark…Scheiße! Das war der Grund, Angst! So was Triviales. Scheiße, schoss es Lex erneut durch den Kopf.
Energisch sprang er auf. Schmiss das Glas in seiner Hand quer durch den Raum, unwichtig! Wie es an der Wand zersprang nahm er schon nicht mehr wahr. Ohne Bewusst darüber nachzudenken Schritt er auf seinen Save zu, die Kombination schien sich regelrecht von selbst zu tippen. Kurz zögerte er als er die Aktenstapel sah…seine Berechnende Seite meldete sich.
Doch er ignorierte sie. Scheiß drauf! Entschlossen schnappte er sich alle Dokumente und stopfte Sie in seine Aktentasche.

Ehrlichkeit! Also gut! Den Save lies er offen, da war eh nichts mehr drinnen außer zwei Grünen Steinen…aus einem Impuls heraus lies er die lieber hier. Ohne einen weiteren Gedanken stürmte er aus seinem Büro.

Die Bediensteten beachtete er nicht. Alles war unwichtig außer diese eine Erkenntnis. Wie hatte er das übersehen können? Wie nur? So Aufmerksam war er dann wohl doch nicht. Dachte er Zynisch. Wie oft hatte er in diese blauen Augen geblickt und es übersehen? Wie oft die Unsicherheit Clarks ignoriert, obwohl es wohl verständlich war…der Junge Mann wirkte immer wie ein Fels in der Brandung, so unglaublich stark. Wer rechnete da schon mit so etwas wie Angst!
Clark hatte Angst, einfach nur Angst. So natürlich, so verständlich und das war es was Clark an ihm gemocht, vielleicht sogar bewundert hatte.
Er hatte immer seine Fehler eingestanden…war ehrlich geblieben, egal welche Konsequenzen sich für ihn ergeben hätten.
Dann hatte er damit aufgehört. Sich selbst verraten. Clarks vertrauen verraten. War abgerutscht. Wie hatte er das nur übersehen können? Sicher Clark hatte ihn belogen, das stand fest. Oh Mann das war absolut sicher! Wieso nur hatte er ihn nie darauf angesprochen? Direkt, ehrlich. Nein dann doch lieber geheime Nachforschungen und Experimente. Verdammt!
Ja Clark hatte gelogen, aber hatte einen Grund einen Guten sogar. Er hatte es getan weil er fürchtete einen Freund zu verlieren oder zu verletzen wie auch immer. Das würde sich hoffentlich heute oder irgendwann klären.
Er selbst hatte gelogen um einen Vorteil zu gewinnen, verdammt!

In der Garage griff er sich ohne weiter zu überlegen die Schlüssel seines Porsches. Das er den Toröffner betätigte nahm Lex schon gar nicht mehr war.
Er wollte nur noch zu Clark, seinem Freund und ein für alle mal reinen Tisch machen. Scheiß auf Konsequenzen, verflucht seien irgendwelche Strategien und Taktiken. Heute bekam er entweder seinen Freund wieder oder Verlor alles…der mögliche Preis war das Risiko wert.
Er musste es tun. Er würde es tun.
Für sie beide! Und zur Hölle er würde endlich wieder er selbst werden und den verdammten Luthor in zweiter Generation beerdigen, er war in erster Linie Lex nichts anderes! Clark Kents Freund, hoffentlich.
Er raste über die Landstraße, Clark würde ihn dafür töten…dieser Gedanke bewog ihn dazu lieber doch etwas langsamer zu fahren. Einen Unfall konnte er jetzt nicht gebrauchen. Sicher nicht. Er musste zu Clark, jetzt oder nie. Alles oder nichts!
Nach schier endlosen Minuten, seid wann war Smallville bitte so groß, erreichte er die Kent-Farm. Ohne weiteres Zögern hielt er auf die Scheune zu…es brannte Licht im Loft. Wochenlang war er nicht mehr hier gewesen doch diesen Weg fand er noch immer, hätte ihn auch Blind gefunden. Wie oft war er hier gewesen? In besseren Tagen? Er lächelte. Gott wie er es vermisst hatte diesen Weg zu gehen.
Die Treppe nahm er im Sturmschritt, jetzt gab es kein zurück mehr. Ob er wollte oder nicht und er wollte auf jeden Fall!
Warum also noch langsam gehen? Als er oben ankam sah er ihn direkt, Clark. Vertieft in ein Buch, wahrscheinlich irgend eine Hausaufgabe. Auch egal.

Ohne sich mit einem große Hallo oder irgendwelchen sonstigen Höflichkeiten aufzuhalten warf er die Aktentasche auf den Tisch. Clark war sichtlich überrascht, hatte wohl nicht damit gerechnet plötzlich von Aktentaschen Attackiert zu werden. Sein Blick schnellte zu ihm und die blauen Auge zeigten Überraschung aber auch eine gehörige Portion Abneigung und Enttäuschung. Lex holte tief Luft. Bevor sein Gegenüber auch nur ein Wort sagen konnte begann er.

„In dieser Tasche findest du einen Überblick über die Aktionen von mir und meiner Firma in den letzten Jahren, natürlich nur eine Zusammenfassung und die vertraulichsten Berichte.“ Jetzt war eindeutig die Überraschung am größten. Ungläubig starrte Clark auf die unscheinbare Aktentaschen, doch Lex ließ ihn gar nicht zu Wort kommen…wenn er den etwas hätte sagen wollen.
„Um dir schon mal eine Zusammenfassung zu geben. Ich führe zur Zeit zwei Geheimlabore, es waren mal mehr, in denen ich Meteoritenfreaks beobachten lasse und Experimente durchführe. Ja auch an diesen Menschen. Außerdem habe ich immer wieder Nachforschungen über dich angestellt. Der Reporter der dich überwacht hatte arbeitete für mich, ich habe ihn erpresst.“ Setzte er schonungslos ehrlich seine Rede fort. Zeit für die Wahrheit dachte er Grimmig und er war erst am Anfang.

Clarks Kopf schnellte von der Aktentasche zu ihm zurück. Jetzt war auch eine gewisse Wut in seinem Blick zu finden. Die würde sich wohl noch steigern, denn da kam noch mehr. Viel mehr. Ob diese eine Nacht reichen würde alles Aufzuzählen? Eher nicht, aber eine groben Überblick würde er Clark wohl geben können.

„Ich bin geradezu besessen von diesen alten Höhlen, der Grund warum du darein darfst ist das ich glaube dass du einfach mehr darüber weißt als jeder andere. Ja ich habe dich ausgenutzt. Hoffte du würdest uns auf eine Spur führen. Aber egal, was war noch? Ach ja. Ich habe mehr als einmal das Gesetz übertreten unter anderem als ich gegen deinen Vater bei der Senatswahl antrat, ich wollte gewinnen um jeden Preis. Hinzu…“ An dieser Stelle wurde er Unterbrochen. Clark war aufgestanden und musterte den Erben des Luthor Imperiums mit einem undeutbaren Blick als er fragte.

„Wieso erzählst du mir das alles Lex? Bringst diese Dokumente hierher?“ Er deutete auf die Aktentasche. Seine Stimme klang neutral, nur ein Hauch von Neugierde war zu hören. Lex stutzte. Er hatte eigentlich noch mehr, sehr viel mehr sagen wollen. Seufzend lies er sich auf einem der Sessel nieder.
„Weil ich endlich reinen Tisch machen will und…“ Er zögerte. Es viel ihm schwer seine Gefühle so offen zu zeigen, sie zu artikulieren. Er seufzte.
„Und weil ich meinen Freund vermisse. In jeder verdammten Sekunde. Du fehlst mir Clark und nur m das klar zu stellen ich hege keinerlei romantisches Interesse an dir.“ Versuchte er seine Unsicherheit mit Humor zu überspielen. Es gelang nicht, dafür war er viel zu Nervös. Unsicher.

Schweigen breitete sich aus. Lex beobachtete Clark die ganze Zeit während dieser versuchte eine Loch in den Boden zu laufen. Gelegentlich konnte er Worte hören. Die Verdächtig nach unterdrückten Flüchen klangen. Plötzlich richtete sich der Blick dieser unglaublich blauen Augen auf ihn, nagelte ihn fest wie nur Clark Kent es vermochte.

„Teufel, Lex! Das ist heftig, verdammt noch mal. Wieso hast du etwas mit Lana angefangen? Nur weil…“ Lex sprang auf und unterbrach Clark damit. Vehement schüttelte er den Kopf.
„Nein, nicht nur weil Sie zufällig auch an deinem Geheimnis und du hast eins, leugne es bitte nicht, interessiert war und ist. Ich liebe Sie, wirklich!“ Stellte er fest. Clark lies sich wieder auf die Couch fallen. Schien sich nicht wirklich mit sich selbst einig werden zu können was er von dieser Aussage halten sollte. Lex grinste schwach als Clark antwortete.
„Mir hätte die andere Variante besser gefallen, die ohne Liebe meine ich.“ Schon seltsam, dachte Lex. Von all den Dingen, die er so Verbrochen hatte, kam Clark als erstes Lana in den Sinn. Verrückt, aber doch irgendwie so Typisch für Clark.
„Wenn du Ihr Weh tust, dann mache ich das auch mit dir.“ Sagte der Sohn der Kents. Lex seufzte. Das war so Typisch Clark.
„Ich tue Ihr nicht weh, versprochen. Aber was ist…“ Er wurde wieder unterbrochen, auch etwas was nur Clark wagte.
Das…“Betonte Clark und deutete auf die Aktentaschen „…ist etwas über dass wir noch sehr ausführlich reden werden. Aber zuerst muss ich dir wohl auch etwas erzählen. Ich bitte dich es Geheim zu halten. Ich bin mir auch nicht sicher ob es eine gute Idee ist es dir zu erzählen. Meine Eltern bringen mich um, ach egal!“ Lex war gespannt. Verdammt gespannt sogar. Doch was er dann hörte überstieg alles was er sich vorgestellt hatte. Es war unglaublich und doch zweifelte er nicht daran. Plötzlich machte alles für ihn einen Sinn. Er Unterbrach Clark nicht einmal während seiner Geschichte, augenscheinlich konnte nicht nur er eine Nacht mit Geheimnissen füllen. Aber selbst wenn er etwas hätte sagen wollen, dazu in der Lage wäre er wohl nicht gewesen.
Nur am Rande erkannte er das es eine verdammt gute Idee gewesen war die Meteoritensteine zu lassen wo sie waren, er versprach sich selbst jeden einzelnen davon aufzuspüren und zu Vernichten. Koste es was es wolle.

Eine neue Ära Begann, ohne Lügen, ohne Geheimnisse. Sie wurden ersetzt durch Vertrauen und eine menge Streitereien. Doch die Freundschaft blieb, eine Freundschaft die Legendär werden würde…mit der Zeit.
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Ich hoffe es hat euch gefallen.

Bis die Tage und Liebe Grüße
RobertCraven
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