Kerzenschein

GeschichteAllgemein / P12
05.12.2009
05.12.2009
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Frisch geduscht und mit einem Handtuch um die Hüfte machte sich Floyd Lawton auch bekannt als Deadshot auf dem Weg durch das Mansion. Seine dunklen Haare waren noch feucht und sehr verstrubbelt. Auch auf seinem freien Oberköprer glänzten noch einige Wassertropfen, aber das schien ihn nicht zu stören, ebenso wenig, dass er barfuss über die kalten Fließen lief. Sein Ziel war die Küche um sich ein kühles Bier zu genehmigen nach getanem Auftrag. Vielleicht würde sich ja Blake zu ihm gesellen, wäre ihm momentan die liebste Gesellschaft.
In der Küche befand sich der Kater allerdings nicht und so schnappte er sich ein Bier, war er sofort an der Arbeitsplatte öffnete und einen tiefen Schluck nahm. Floyd stieß einen zufriedenen Laut aus, ehe er sich über den Mund wischte.
Es gab doch nichts besseres als kaltes Bier nach dem Feierabend. Na gut eine willige Frau wäre ihm jetzt auch ganz Recht, aber die würde er sicherlich hier nicht bekommen. Die einzige weibliche Person, Scandal Savage, die im Team war, würde sie verlassen. Es war Banes erste Amtshandlung nachdem er der neue Teamchef war. Wahrscheinlich war es auch die beste Lösung nachdem sie die Droge Venom genommen hatte, die nicht gerade ungefährlich war, wie Bane am eigenen Leib erfahrenen musste. Er war ja immerhin Versuchobjekt gewesen. Na ja, war nicht sein Problem, entschied Floyd und stapfte zurück um sich doch noch mal etwas anzuziehen, auch wenn es ihn nicht sonderlich fröstelte. So wollte er Scandal dann doch nicht das letzet Mal unter die Augen treten.
Doch würde er von einem ratschenden Geräusch, dass aus dem Besprechungsraum kam, abgelenkt. Er hielt inne. Man konnte allerdings nicht viel sehen, da die Tür nur einen Spalt breit offen war. Nur so viel, dass der Raum fast im Dunklen da lag und nur ein kleines schwaches Flackern zu sehen war. Aller Wahrscheinlichkeit nach eine Kerze, aber wer zündete den jetzt Kerzen an?
Er würde es rausfinden. Leise schritt er auf die Tür zu, ging sicher, dass das Handtuch fest saß und nicht allzu schnell rutschen würde. Warum war ihm nicht mal ganz klar. Er hatte sicherlich kein Problem damit nackt dazu stehen, aber wer wusste schon, was ihn da drinnen erwartete. In diesem Haus und mit diesen Personen war wirklich alles möglich.

Vorsichtig öffnete er die Tür und war fast schon ein wenig enttäuscht, dass es keine böse Überraschung gab, wobei man dies sehen konnte, wie man wollte.
Der große Raum würde in totaler Finsternis liegen, wäre da nicht Ragdoll, der hier rumturnte und wem auch immer beweisen wollte, wie biegsam er doch war, während er jedes Teelicht mit einem neuen Streichholz annmachte. Die hinteren Fenster warn schon voller kleiner Flammen und zuckten dabei unruhig hin und her.
„Was zur Hölle tust du hier, Freak?“, bellte Floyd und machte eien auschweifende Bewegung mit der Hand in dem er sein Bier hielt, während Peter seinen Körper gerade wieder etwas entknotete. Konnte dieser Kelr nicht einfach ganz normal Kerzen anzünden in dem er sich einfach neben den Tisch stellte und nicht auf diesem stand, zwischen den Kerzen und man fast damit rechnen musste, dass er sich jeden Moment selbst abfackelte.
Floyd bekam nur einen kurzen Blick von Ragdoll, der sein Gesicht hinter der weißen Maske versteckte, damit man nicht die zig Narben sah von den Operationen oder Verschändelungen, die er sich zugefügt hatte. Es war wirklich kein schöner Anblick, aber bei weitem nicht so schlimm, wie der seiner Schwester. Da lief es sogar Deadshot eiskalt dem Rücken runter.
„Ich zünde Kerzen an.“, brabbelte Peter. Mit seinen langen und schiefen Fingern öffnete er die Schachtel um ein weiteres Streichholz herauszuziehen, aber anscheinend war sie leer, da sie nach einem kuren Moment hinter ihn geschmissen wurde, wo auch schon ganze Mengebenutzte Brennhölzerchen lagen. Welch Verschwendung!
„Sieht man.“, gab er knapp zurück und trat weiter in dem Raum. „Aber wozu?“
Tsch.. ein weiteres Streichholz flammte auf und wurde gegen den Docht eines Teelichts gehalten bis dieses ebenfalls brannte. Ragdoll schien ganz vertieft in seine Arbeit zu sein, nun wurde das Streichholz ausgeschüttelte, wobei es aussah als wäre der Arm von Peter aus Gummi. Als nächstes landete es wieder auf den Boden.
Floy gönnte sich währenddessen zwei weitere Schlucke von seinem Bier.
„Als Andacht für die Töten, die wir auf unserem Gewissen haben.“, sagte Ragdoll nach dem vier weitere Lichter brannten. Floyd lachte trocken auf. „Netter Scherz.“
Den Blick den Ragdoll ihn über die Flammen hinzu warf, war verdammt ernst für den 'Clown' wie Parademon ihn immer genannt hatte.
Floyd war schon immer klar, dass Ragdoll eine Klatsche hatte, aber das war sogar für ihn zu verrückt.

„Komm schon, verarsch, Lawton nicht und spuck mit der Wahrheit raus.“, hörte er auf einmal Thomas Blake, auch Catman, genannt und so was wie sein Buddy, hinter sich., ehe er er Pranke auf der Schulter spürte. Floyds Augenbraue zuckte skeptisch nach oben, als er zu den blonden Hünen sah. Er war anscheinend noch nicht under der Dusche gewesen, nach den Schrammen und dem Geruch zu urteilen.
„Als wenn ich mich verarschen lassen würde, Blake.“, musste er sich dann auch erstmal zu wehr setzen und wurde seitens Thomas mit einem spöttischen Grinsen quittiert. Die Aufmerksamkeit der beiden Männer wurde aber dann wieder auf Ragdoll abelenkt, als dieser mit einem komplizierten Salto über das Teelichtermeer sprang um auf Tischkante vor ihnen zu landen. Natürlich in einer Hand ein Streichholz deren Flamme sich wacker hielt und weitere brannte.
„Es ist als Abschied gedacht.“, sprudelte es aus dem drahtigen Kerlchen heraus. Floyd und Thomas sahen ihn unverständlich an. „Seid ihr wirklich so dämlich? Wir sind nur noch zu dritt vom Originalteam, wenn Scandal uns heute verlassen wird.“
„Ist aber besser so.“, knurrte Blake dann und entfernte sich vn den Beiden. Im Kerzenschein konnte man sehen, wie er seine Zähne zusammen biss.
Na da war aber jemand ungehalten, frage war nur, ob er es war, weil sie ging oder weil er sie nicht gehen lassen wollte?
„Sie ist nun unberechnbar, dank dieser vermaledeiten Droge, die sie sich einschmeißen musste.“, gab Floyd seinen Kommentar Schulter zuckend dazu und wollte einen weiteren Schluck aus der Flasche nehmen, die ihm aber Ragdoll mit einem geschickten Kick aus der Hand trat und klirrend gegen das Bücherregal flog, wo sie zerprang.
„Hey, wofür war das?“, knurrte nun auch Floyd und war geneigt seinem Teamkollegen an die Gurgel zu gehen. Das schöne Bier.
„Sie.. sie..“, begann Peter und stockte. Es schien als, wenn es ihm nicht über die Lippen kommen wollte.
„Man, stell dich nicht so an.“, schaltete sich da Blake wieder ein, der auf einmal zwischen ihnen stand. „Si eist sowas wie das Herz des Teams und mal ehrlich, wie lange wird es wohl dauern, bis wir uns an die Köpfe einhauen?“

Stille.
Wieso musst Blake eigentlich Recht haben? Floyd störte zwar viel mehr, dass Scandal wirklich einen Platz in seinem Herzen eingenommen hatte, als die Tatsache, das der Blonde die Wahrheit sagte.
Ragdoll fluchte, was er aber nur halbwegs mitbekam, wahrscheinlich hatte sich der Depp verbrannt. Floyd konnte sich die Secret Six nicht ohne Scandal vorstellen. Er liebte sie nicht, begehren ja, aber lieben nicht. Aber sie gehörte einfach zum Team.
„Meinst du sie wird in alte Gewöhnheiten zurückfallen und zu ihrem Vater zurück gehen?“
Eigentlich wollte er keine Antwort, aber natürlich bekam er sie und dann auch noch von Blake.“Wäre möglich.“ Verdammter Hurensohn. Floyd's Blicke sprachen anscheinend Bände, da der Blonde die Hände abwehrend hob. „Hey, hellsehen kann keiner von uns, aber auszuschließen ist es nicht. Sie hat Knockout verloren, jetzt uns. Was hat sie noch an Halt?“
„Sie ist aber auch nicht schwach.“, knurrte er wütend und wandte sich ab. Er dachte nicht drüber nach, aber Floyd nahm eine schon brenendes Teelicht und zündete ein Anderes an.
Erst danach realisierte er, dass er nun genauso bescheuert war wie Ragdoll und sah verwirrt und wütend auf die beiden Anderen.
Die behaarlich schwiegen. „Ach zur Hölle mit euch! Ich muss hier weg!“
Gesagt getan, Deadshot war dabei den Raum zu verlassen, als auf einmal Scandal in der Tür stand und fast schon erstarrte, wie die drei Männer. Sie fühlten sich ertappt.
„Scandal..“, murmelten die Drei fast zeitgleich und die Rothaarige schmunzelte fast ein wenig. „Schön, dass ihr meinen Namen behalten werdet. Wollt mich nur verabschieden.“

In Gedanken fluchte Floyd gerade in allen erdenklichen Formen und Sprache, die ihm bekannt waren. Er hatte sich keien Gedanken über den Abschied machen wollen und er war auch kein Mann großer Worte oder der so etwas konnte. Wenn er ehrlich war, scheute er solche Momente lieber. Dieses Mal schien er kein Glück zu haben. Etwas unbeholfen hob er seine Hände an, aber da trat ein große Schatten hinter Scandal.
„Dafür haben wir keine Zeit wir haben einen neuen Auftrag.“, war die tiefe und ruhige Stimem von Bane zu hören, der in den Besprechungsraum wollte. Scandal trat beiseite und der Hüne trat ein. „Sorry, Kleines, aber das ist nicht mehr für deine Ohren.“
Es schien fast so, als wäre es Bane unangenehm, aber da täuschte sich Floyd sicherlich. Da sofort die Tür geschlossen wurde und das Licht eingeschlatet wurde.
Die Wikrlicheit hatte sie wieder. Die drei Männer blinzelten. Sofort wurde der große Monitor angeschaltet und Bane wollte mit dem neuen Auftag beginnen.
Floyds Blick huschte noch einmal kurz zur Tür. Er hatte doch Glück gehabt. Kein langes Abschiednehmen. Aber zufrieden war er immer noch nicht. Nein, eigentlich war er sogar besorgt um Scandal.
Er musste die Gedanken allerdings verdrängen, denn die würden ihn nur behindern bei der Arbeit. Er war ein eiskalter Killer und hatte keine Zeit für Gefühle, ebenso wenig wie für eine Familie, die er hatte, aber für die Secret Six aufgegeben hatte. Seine kleine Zoey sollte nicht so aufwachsen wie er oder aber in Gefahr sein.
Wenn floyd Lawton ehrlich zu sich war, dann hatte der eiskalte Killer eine große Schwachstelle. Seine Familie, die aus Susan, seiner Exfrau und seiner kleinen Tochter Zoey bestand. Und dann war da noch die neue Familie, die sich aus Blake, Ragdoll und Scnadal zusammen setzte. Bane gehörte noch nicht dazu, ebenso wenig wie Jennifer, diese Frau war ind er Tat eine Todesfee. Und nun hatte er ein Familienmitglied verloren. Er konnte es nicht beschützen und das missfiel ihm sehr. Wenn der Auftrag vorbei war, würde er mit den anderen Beiden nach ihr suchen. Damit er sicher sein konnte, dass sie keinen Mist anstellte, aber davor, musste er wie so oft Blut vergiessen.
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