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Hidden Listener

GeschichteDrama / P12 Slash
Claire Bennet Peter Petrelli Zach
26.11.2009
22.02.2010
13
20.601
 
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26.11.2009 1.312
 
Claire wischte sich die Tränen aus den Augen und holte tief Luft. Sie wollte nicht weinen, nicht nach dem, was ihr widerfahren war. Aber doch tat es weh von Peter angebrüllt zu werden. Schließlich mochte sie ihn. Sie versuchte ihren Atem zu regulieren. Ein und Aus, Ein- Halten und Aus- sagte sie sich selber und schloss die Augen. Ein Fehler, denn plötzlich hielt jemand Claire den Mund zu. Panisch öffnete sie die Augen und sah in Brodys Gesicht- so viel zum ruhigen Atmen. Er grinste, schäbig, dreckig, widerwärtig, wie Claire fand.
„Du kleines Miststück…“, fauchte er und Claire ahnte schon worauf er hinaus wollte. Diesmal war die Angst noch größer, als sie es gestern war. Diesmal wusste er, dass ihr nichts passieren würde, diesmal kannte er ihre Schwachstellen, diesmal war ihr Held nicht da, um sie zu retten. Claire begann in Gedanken nach Zach zu flehen, doch konnte sie sehen, dass er viel zu abgelenkt durch Bethany war, sie verfluchte ihn.
Brody zog Claire zu seinem Auto und schmiss sie auf die Hinterbank. Dort fesselte er ihre Hände und knebelte sie, dann stieg er selber vorne ein.
„Schön brav sein, Claire. Dann werd ich auch ganz lieb zu dir sein“, erklärte er mit Piepsstimme und fuhr los. Claire schrie innerlich auf und merkte, wie sie nun doch weinte.


Reifen quietschten und holten Zach somit aus der Trance, der Erinnerungen. Müde warf er einen Blick auf das mit viel zu hoher Geschwindigkeit abfahrenden Auto, es war Brodys. Zach schüttelte den Kopf und wollte sich abwenden, als er einen Blondschopf auf der Rückbank sah, Claire, geknebelt.
Schockiert sprang Zach auf und starrte dem Wagen hinterher, unfähig auch nur einen Schritt zu tun. Bethany sah ihn Stirn runzelnd an, bezahlt hatten beide schon.
„Was ist?“, wollte sie schließlich wissen, als Zach immer noch wie paralysiert auf die mittlerweile leere Straße starrte.
„Der Mistkerl hat Claire“, kam es stotternd aus seinen Mund und schon rannte er zu seinem Wagen. Bethany eilte ihm geschwind hinterher und sprang in seinen Wagen, während er schon los fuhr.
„Erklärung“, verlangte sie außer Atem und schnallte sich an. Zach hingegen hielt es gar nicht für nötig, sich an zu schnallen, sondern fuhr so schnell er konnte.
„Brody. Arschloch. Claire in Gefahr“, brachte er hervor und biss die Zähne zusammen. Wie sehr er doch Brody dafür hasste. Und warum war Peter nicht bei Claire?
Bethany verstand kein Wort, musste sie auch nicht, allein Zachs Gesichtsausdruck sagte ihr genug.


Claire sah wie Brody durch die Straßen preschte und total aufs Fahren fixiert war. So schnell wie er fuhr, hatte er bald die Polizei am Hals, hoffte Claire und konzentrierte sich darauf, ihre Arme aus den Fesseln zu bekommen. Sie merkte wie das Metall in ihre empfindliche Haut schnitt und ignorierte es. Genauso wie, dass ihr Finger einmal ganz gefährlich knackte und genauso wie das Blut, das ihr über die Hände lief. Alles woran sie dachte war, sich zu befreien. Wenn das heraus kommen würde, was für ein Hornochse Brody war, dann würden sich alle Cheerleader in den Arsch beißen und verstehen warum Zach nett ist. Claire hatte wahnsinnige Angst und Adrenalin pumpte sich durch jede Ader ihres Körpers. Sie hörte ihren Herzschlag lauter als das Motorengeräusch und noch lauter hörte sie ihrem Atmen. Den Knebel hatte sie schon halb ausgespuckt und auch eine Hand war befreit. Sie tat noch nicht mal weh, alles war bereits verheilt. Claire versuchte nun die zweite Hand los zu bekommen, Brody hatte sie an den Sitz gefesselt. Er schien das Klappern gar nicht mit zu bekommen, vielleicht dachte er auch, dass seinen die normalen Geräusche durch das Fahren oder so.
Claire sah wie hektisch sich seine Brust hob und wie sie wieder sank. Sie sah seine braunen Haare, sie hinten genauso wie bei Zach abstanden, und sie sah seine muskulösen Arme. Sie hasste, hasste, hasste ihn über alles. Und plötzlich spürte Claire kaum noch Angst. Sie wollte Rache.


Zach fuhr durch die Straßen, hatte Brody schon lange verloren und doch fuhr er.
„Gib auf Zach. Gehen wir zur Polizei“, schlug Bethany genervt vor. Zach dachte aber nicht daran und fuhr weiter.
„Und was sollen wir ihnen sagen? Meine unverletzbare Schwester wurde entführt und wahrscheinlich auch gleich vergewaltigt, aber wenn s passiert, werden sie keine Spuren finden, weil alles heilt?“, warf er wütend ein und hupte ein Auto aus dem Weg. „Tolle Idee. Irrenhaus hier kommen wir“
Bethany legte ihm ihre Hand auf die Schulter.
„Alles wird gut. Claire ist stärker als du denkst.“
Zach verdrehte die Augen, aber nicht wegen ihres Spruches, sondern weil vor ihm ein Rentner ein Auto fuhr und das im Schneckentempo. Nahe zu aggressiv haute Zach auf seine Hupe, doch der Rentner ließ sich nicht davon abbringen so langsam vor sich hin zu tuckern. Zach fluchte und widmete sich dann Bethany.
„Gestern wurde sie schon fast von Brody vergewaltigt, Peter hat sie in letzter Sekunde gerettet. Sie kann sich nicht wehren!“, rief er entsetzt aus und fing fast vor Wut an zu weinen.
„Ich will nicht, dass ihr was passiert, verstehst du?“
Bethany nickte geistesabwesend und sah aus dem Fenster. Da schrie sie plötzlich auf.
„Zach halt an, sofort!“, brüllte sie und schlug Zach dabei. Er sah worauf sie zeigte, ein rotes Auto war in eine Seitengasse gefahren und dort volles Pfund gegen die Wand geprallt. Es war Brodys Auto.
„Oh mein Gott. Es geht ihr gut“, seufzte Zach und sprang aus dem gestoppten Wagen. Bethany sagte lieber nichts und folgte ihm gemäßigt.


Claire spürte, wie ihr einige Knochen aus der Haut guckten und war wie paralysiert. Sie bekam kaum etwas mit. Nahe zu verschleiert nahm sie war, dass sie jemand aus dem Wrack befreite und dass Zach, der sie gefunden hatte, auf sie ein redete. Claire konnte nicht antworten, sie atmete kaum noch, und sie spürte nur schmerz. Benebelt warf sie einen Blick zur Seite und sah wie Brodys Körper, voller Blut, welches wohl zum teil ihr eigenes war, aus dem Wrack geborgen wurde. Sie wünschte ihm den Tod. Dann wurde alles schwarz um sie herum und sie hatte das Gefühl zu fallen. Tief, tiefer in die Unendlichkeit. Sie wollte nicht auf wachen, sie wollte hier bleiben, in der Dunkelheit, alleine, wo niemand sie verletzen könnte. Nur sie und …


„Was ist den passiert?“, fragte Sandra ihren Sohn, sobald er mit ihr vor die Tür gekommen war. Gleich nachdem Claire in die Notaufnahme gekommen war, wo festgestellt wurde, dass es ihr gut ging, oh Wunder, wurde auch Sandra alarmiert, die sofort mit Lyle anrückte. Nun schuldete ihr Zach eine Erklärung, die er ihr zu geben aber nicht gewillt war.
„Weiß ich nicht“, erwiderte er und schmollte provokativ.
„Warum war sie mit ihm unterwegs?“, harkte Sandra nach und sah Zach heraus fordern an.
„Bin ich ihr Kindermädchen oder was?“
„Zach, du weißt was dein Vater und ich von Jungenbekanntschaften halten! Du hättest Acht geben sollen!“, fuhr sie ihn an.
„Ja scheiße ist. Ich habe auch noch ein Leben. Sei froh, dass ihr nichts Schlimmeres passiert ist. Da hätte wer weiß was passieren können. Ein Autounfall gehört schon zu den harmloseren Sachen!“, entgegnete Zach gereizt und setzte sich auf den Boden. „Sie hat nur ein paar blaue Flecke, mehr nichts. Und Brody dieses Arschloch hat bekommen was er verdient!“
Sandra schüttelte verzweifelt den Kopf.
„Rede nicht in diesen Ton mit mir! Ich weiß, dass es Claire gut geht, aber es hätte niemals so weit kommen müssen. Es wäre nie so weit gekommen, wenn du auf gepasst hättest!“
„Ach, ist es jetzt meine Schuld, dass Claire ihren eigenen Kopf hat? Wenn es nach mir ginge, wäre sie nie Cheerleaderin geworden. Da liegt der Fehler begraben“
Mit diesen Worten stand Zach auf und ging zurück zu Claire ins Krankenzimmer. Sandra war verdattert, aber folgte ihm. Sie spürte, dass er versuchte ihr etwas zu verheimlichen, doch war unfähig etwas zu machen, damit er mit der Sprache heraus rückte.
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