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Soul Resonance

GeschichteDrama / P12
Maka Albarn Soul Eater
22.11.2009
14.01.2021
9
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Besorgt lag ihr Blick auf dem Jungen der da in sich zusammen gefallen vor ihr auf dem Stuhl lag. Stein wusste welche Punkte am Körper eines jeden Menschen zu berühren waren um diverse Reaktionen hervorzurufen. Dazu gehörte auch dieser eine Punkt der er vermochte Jemand das Bewusstsein zu nehmen und ihn für einige Zeit aus dem Verkehr zu ziehen.
Sie wusste das es nicht anders möglich war diesen Sturkopf zu untersuchen ohne das er vollkommen aus der Haut fuhr zumal er eh schon so schnell gereizt war, aus welchen Gründen auch immer.
Still stand sie da und beobachtete den Professor, Lehrer und Meister in einem, welcher gerade dabei war Soul genauer in Augenschein zu nehmen. Dabei fühlte er den Puls, besah sich mit konzentriertem Blick sein Gesicht, die Haut, die Haare aber es schien nichts Auffälliges von außen zu sehen zu sein.
Zuletzt wollte er sich noch eine Sache ansehen was Soul unter keinen Umständen zugelassen hätte.
Routiniert zog er eine Spritze aus dem Koffer der direkt neben ihm stand mit allerlei Utensilien die man als Arzt brauchte und schob den Ärmel der Jacke vom Bewusstlosen hoch und setze sogleich die Nadel an um ihm das kostbare Blut zu nehmen.
Es herrschte eine unangenehme Stille als er sich die Farbe betrachtete und runzelte die Stirn.
„Es sieht dunkler aus.“, murmelte er mehr zu sich selbst was Maka aufhorchen ließ.
Das Blut sollte dunkler sein? Aber es war doch schwarz, wie sollte es da noch dunkler sein?
Als hätte Stein ihre Gedanken gehört dreht er sich zu ihr um und deutete auf den Inhalt der sich nun in der Spritze befand und nun konnte sie es auch erkennen. Es wirkte in der Tat doch etwas dunkler. Vorher war es wie das Schwarz der Nacht doch nun war es anders. Sie würde fast sagen so schwarz wie das Nichts.
Besorgt blickte sie Stein an.
„Was hat das zu bedeuten?“
„Wenn ich das wüsste…“, sein blick huschte zu dem Bewusstlosen Jungen ehe er weiter sprach.
„…aber ich denke wir sollten ihn weiterhin im Auge behalten. Er verhält sich sehr untypisch…selbst für ihn.“, Maka nickte zustimmend so merkte sie es ja am meisten.
„Stein-Hakase?“
„Ja?“
„Ich habe das Gefühl das er sich oft nicht mehr an Dinge erinnert…“, begann sie zu erzählen was Stein nun wieder interessiert aufhorchen ließ. Sie hatte die ganze Zeit überlegt ob sie ihm das erzählen sollte da sie glaubte das es besser wäre nicht jeder sollte davon wissen aber sie musste es nun einfach los werden.
„Ich habe mich vor ein paar Tagen mit ihm unterhalten und er sagte selber das er glaubt das irgendwas nicht mit ihm stimmt. Seitdem verleugnet er dieses Gespräch überhaupt mit mir geführt zu haben und…“, sie stoppte kurz, legte sie die Hände verschränkt an die Brust bevor sie weiter sprach.
„…er sah aus als hätte er selber Angst davor.“
„Verstehe.“, das war natürlich eine schwierige Situation. Er konnte von außen nichts feststellen und um Antworten zu bekommen mussten sie den Jungen erst mal dazu bewegen den Mund aufzumachen.
Nachdenklich rückte er seine Brille zurecht, überlegt was sie nun am besten tun sollen.
„Ich denke viel können wir derzeit nicht tuen. Ich werde mich später mit Shinigami in Verbindung setzen. Vielleicht hat er eine Idee. In der Zeit hab ein Auge auf ihn, am besten du weist die anderen auch ein.“, sie nickte zustimmend, immerhin war das das einzige was sie nun konnten.
Wieder fiel ihr Blick zu Soul. Es machte sie traurig ihn so zu sehen so erinnerte sie dass immer daran wie er vor einiger Zeit bewusstlos in der Krankenstation lag und somit dieser ganze Albtraum seinen Anfang nahm.
„Ähm…wann wacht er denn wieder auf?“, fragte sie nun einfach heraus weil er schon ziemlich lange in diesem Zustand war.
„Moment.“, damit beugte er sich zu Soul und drückte erneut die Stelle in seinem Nacken doch ohne Reaktion was ihn nun selbst verwirrt drein blicken ließ was Maka natürlich nicht verborgen blieb.
„Was ist los?“, er antwortete nicht sofort. Er müsste aufwachen so hatte er den Richtigen Punkt getroffen. Irgendwas hielt ihn zurück. Ein Blick auf die Seele seines Gegenüber verriet ihm das sie Praktisch keine Regung zeigte. Da war nichts von der Rebellischen Seele zu erkennen die den jungen Mann ausmachte. Sie schien still zu stehen. Das war nicht gut.
Aus seiner Jackentasche zog er eine kleine Taschenlampe mit der er sich nun seine Augen genauer besah die ebenfalls keine Reaktion zeigten.
„Irgendwas hält ihn zurück aber was?“, wie konnte er ihn zum Aufwachen bewegen?
Sein Blick ging durch den Raum und fand schließlich ein Fläschchen mit einer klaren Flüssigkeit.
„Was soll das bedeuten ihn hält was zurück? Reden Sie mit mir verdammt!“, entkam es Maka nun nicht mehr so ruhig. Warum sagte er nicht was los war? Panik stieg in ihr auf und sie eilte nun zum ersten Mal seitdem sie hier waren zu ihrem Partner und ergriff seine Hand welche eiskalt war.
Er war nie kalt. Was passierte nur gerade mit ihm? Was hatte sie nur angerichtet?
Sie spürte wie sich Tränen in ihren Augen sammelten und sich langsam einen Weg über ihre Wangen bahnten. Das konnte doch alles nicht wahr sein.
Stein indessen bereitete eine Flüssigkeit vor und trat wieder an die beiden heran.
„Ich hoffe das hilft ihm.“, sprach er und spritze sogleich den Inhalt der eben aufgezogenen Spritze in die Vene der Hand welche Maka soeben in der Hand hielt.
Gespannt wartenden die beiden auf eine Reaktion des bewusstlosen Weißhaarigen, welche nicht lange auf sich warten ließ.
Flackernd bewegten sich seine Augenlieder und gaben langsam das Rot seiner Augen frei. Er hob sachte seinen Kopf und besah sich sichtlich verwirrt den Raum in welchem er sich befand und blieb zuletzt bei den beiden hängen die vor ihm standen.
Man sah ihm seine Verwirrtheit an so öffnete er zwar den Mund, sagte er aber nichts sondern schien seine Gedanken erst mal sammeln zu müssen.
„Soul…Shinigami sei Dank!“, erleichtert warf sie sich um seinen Hals und drückte sich an ihn was ihn nur noch verwirrter drein blicken ließ als eh schon.
„Was? Warum bin ich hier?“, brachte er dann doch schließlich heraus bis er begriff wer sich da ihm gerade um den Hals geworfen hatte. Ein leichter Rotschimmer bildete sich auf seinem Gesicht. Was war denn hier bitte los?
„Du bist nicht mehr aufgewacht…“, sagte Maka behutsam und löste nun ihre Umarmung. Sie stand nun wieder aufrecht vor ihm und beäugte ihn dennoch weiterhin besorgt.
„Hä?“, mehr bekam er gerade einfach nicht zustanden. Hatte er irgendwas verpasst?
„Kannst du dich an irgendwas erinnern?“, fragte nun auch der Professor und tatschte nun auch wieder in seinem Gesicht rum um nochmals in seine Augen leuchten zu können was Soul allerdings so gar nicht gefiel. Mit einem Ruck löste er sich aus dem Griff und schob verärgert die Augenbrauen zusammen.
„Fängt das jetzt schon wieder an…“, stimmt ja Maka hatte ihn hier her geschleift damit der Metzger an ihm rumdoktern konnte.
Ärger machte sich in ihm breit. War das noch ärger? Nein, er war wütend…auf die beiden.
„Soul du bist nicht wieder aufgewacht…ist irgendwas passiert?“, sie wusste das er verstand worauf sie anspielen wollte, doch verdrehte Soul nur genervt die Augen wie er es schon so oft am heutigen Tage getan hatte.
„Verdammt ihr nervt echt.“, damit erhob er sich aus dem Stuhl. Er musste hier weg. Die waren doch alle nicht mehr ganz dicht. Stein aber hielt ihn zurück indem er ihn wie vorhin an der Schulter packte doch dieses Mal würde er sich nicht von diesem Möchtegern Meister oder was auch er immer er sein wollte zurück halten. Es reichte ihm.
Er schlug die Hand beiseite, schlitzte regelrecht die Augen während er Stein nun direkt ansah.
„Wagen Sie es noch einmal mich anzufassen und ich zeige ihn wozu ich in der Lage bin!“, drohte er ihm mit scharfer Stimme.
„Soul!“, rief seiner Meisterin und eilte zu den beiden um nur wenig später nach seinem Arme greifen zu wollen doch traf auch sie sein scharfer, drohender Blick was sie augenblicklich stoppen ließ.
„Und du…“, begann er.
„…hältst dich von nun an aus meinen Angelegenheiten raus!“, drohte er auch ihr. Es tat so gut ihr das ins Gesicht zu schmettern. Dieses geschockte Gesicht. Oh ja, genau das war es was er sehen wollte.
Langsam ließ er die Hände in seinen Jackentaschen gleiten und setzte sich in Bewegung. Raus aus dieser Folterkammer und vor allem weg von den beiden. Es war sogar ein Fest für ihn das selbst Stein so überrascht war das er ihm einfach nur hinterher sah und nichts dagegen tat.
„Achso…“, er blieb stehen und wandte nochmal seinen Kopf zu den beiden ohne auch nur eine Miene zu verziehen.
„…beim nächsten Mal kommt ihr nicht so einfach davon!“, und damit drehte er den Kopf wieder nach vorn und verließ den Raum ohne auch nur noch einmal zurück zu blicken.
Wie gerne hätte er jetzt nochmal die verwirrten oder geschockten Gesichter gesehen aber dann wäre sein Abgang nur halb so cool gewesen wie er es jetzt war. Sie würden ihn nicht noch einmal so hintergehen. Nie wieder.
Sein Schritte klangen durch den Gand des Flures der Richtung Ausgang führte. Ein Grinsen schlich sich auf seine Lippen, sein Blick starr geradeaus und in seinem inneren kam Freude auf.
Er würde es noch allen zeigen. Die Zeiten waren vorbei das er nur ein Werkzeug war mit dem man machen konnte was man wollte.
„Der Spaß fängt jetzt erst richtig an.“, so trugen ihn seine Beine heraus aus dem Gebäude und hinein in ein regelrechtes Fest.
 
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