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Good Girl - Bad Boy

Kurzbeschreibung
GeschichteDrama, Liebesgeschichte / P18 / Gen
Damon Salvatore OC (Own Character)
19.11.2009
18.02.2020
8
6.461
1
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19.11.2009 816
 
Ein Rascheln in der Spitze der Eiche, unter der ich gerade meinen Durst gestillt hatte, ließ mich aufhorchen. Mein Kopf fuhr hoch und ich erblickte etwas schwarzes in der Baumkrone sitzen.

//Damon!//,schoss es mir durch den Kopf. Instinktiv fuhr ich knurrend herum und scannte meine Umgebung sorgfältig. Meine Muskeln waren angespannt, doch als ich einen einen viel kleineren Vogel als eine Krähe in der Baumkrone ausmachte, der meine Aufmerksamkeit geweckt hatte, entspannte ich mich langsam wieder.

Anschließend fiel mein Blick, nachdem ich mich von der Eiche angewandt hatte, auf das leblose weiße Geschöpf, das vor meinen Füßen auf dem staubigen mit Laub bedecktem Waldboden lag. Der Anblick ließ in mir tiefes Bedauern aufsteigen. Ich wollte es nicht töten, aber es war eine bessere Alternative als einem Menschen wegen seines Lebenssaft zu töten. Und all das hatte ich meinem eigenen Vater zu verdanken.

Er war Kaufmann und ist deswegen sehr viel unterwegs gewesen. Aber es waren nie mehr als 2 Wochen gewesen, die er von Zuhause weg war. Von der letzten Geschäftsreise kam er erst fast 6 Wochen später zurück, was mich stutzig gemacht hatte. Und mir war sofort ausgefallen, das irgendetwas nicht gestimmt hatte. Wo war seine sonnengebräunte Haut auf einmal geblieben? Er war völlig blass geworden und in seiner Nähe ist es immer kalt gewesen.

Ich stellte mir immer wieder die selbe Frage: was war nur mit ihm passiert? Ich konnte mir keinen Reim darauf bilden und beschloss deshalb ihn Tage später damit zu konfrontieren. Er könne es mir zeigen, meinte er, aber nur unter einer Bedingung wenn ich darauf einginge. Ich dachte so schlimm konnte es schon nicht sein, woraufhin ich zugestimmte. Nur das war der größte Fehler meines menschlichen Lebens gewesen. Es hatte nur wenige Sekunden gedauert, bis ich einen unausstehlichen Schmerz verspürt hatte. Mein Vater hatte mir seine Fangzähne in den Nacken gerammt. Er hatte nicht gewollt, das ein menschliches Wesen wusste, was es nun war. Weil wenn man selber ein Vampir war, konnte man es nicht an die Öffentlichkeit kein bringen, ohne ebenfalls gejagt zu werden. Also war das die einzige Möglichkeit gewesen mich aufzuhalten. Aber hatte er wirklich gedacht, ich würde ihn verpfeifen? Ich hatte es eigentlich nicht vorgehabt.

Die erste Zeit meines Daseins als Vampir, jagte ich des Durstes Willen Menschen, aber schnell sträubte sich mein Wille gegen meine neue Natur. Ich wollte keine Menschen mehr töten und hörte deshalb auf Blut zu trinken, was dazu führte das mein Durst immer schlimmer und ich immer schwächer wurde. Doch dann kam ich irgendwann in den Genuss von Tierblut. Es stärkte mich zwar nicht wie Menschenblut, aber so konnte ich mein Daseins als neugeborener Vampir eher genießen, ohne mich ständig nieder zu machen. Denn eigentlich gefiel mir mein neues Leben ziemlich gut…

****

Nachdem ich meinen Nachmittagssnack zu mir genommen hatte, fuhr ich zurück zu meinem Apartment wo ich gerade dabei war die Treppenstufen empor zu steigen. Der Aufzug des Hauses in dem ich wohnte, war noch immer außer Betrieb. Doch mich störte es kaum. Denn wenn Niemand in der Nähe war, konnte ich mich mit übermenschlicher Geschwindigkeit nach oben in den 4. Stock begeben. Also vergewisserte ich mich kurz und als ich die Bestätigung hatte, tat ich es wieder.

Oben angekommen kramte ich in meiner Tasche nach dem Schlüssel, der sich durch ein leises Klimpern bemerkbar machte. Mit dem passenden Schlüssel, den ich unter vielen anderen an meinem Schlüsselbund gefunden hatte, sperrte ich die Tür auf und trat geradewegs ein. Ich schloss die Tür hinter mir und ging dann zu meiner Schlafecke. Meine Tasche schmiss ich unterm Gehen aus einen Stuhl an der Wand und anschließend setzte ich mich auf mein Bett, wo ich mich meiner Stiefelletten entledigte. Erschöpft ließ ich mich auf den Rücken fallen und beschloss für eine Weile meine Augen zu schließen und abzuschalten. Doch es stellte sich heraus, das es fast eine ganze Stunde gewesen war. Das merkte ich als ich einen leichten Luftzug spürte und schwungvoll die Augen öffnete. Mein Blick fiel zuerst auf die große Uhr, die an der Wand hing, die 17:28 Uhr anzeigte, ehe ich dem mysteriösen Luftzug auf den Grund ging. Mein Weg führte mich in Richtung Wohnecke, wo meine langen Vorhänge vor der Balkontür durch ein leichtes Lüftchen flatterten.

//Warum zum Teufel ist die Tür offen?//

Meine Gedanken schlugen Purzelbäume, doch als ich näher kam fiel es mir wie Schuppen von den Augen. Dort lag sie, meine Antwort: eine in allen Farben schillernde schwarze Feder auf dem Parkettboden. Die Stunde der Wahrheit hatte geschlagen. Wie es schien hatte mich Damon gefunden. Nur blöd, das er nicht hereinkonnte ohne von mir hereingebeten zu werden. Also lehnte ich mich für den Rest des Abends noch gemütlich zurück, bevor ich mich nach draußen in die Höhle des Löwen begab. Aber schon früh genug musste ich mir eingestehen, das es mich doch nicht so kalt ließ, wie ich es gerne gehabt hätte.
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