Der Mensch außerhalb des Menschen

GeschichtePoesie / P6
12.11.2009
12.11.2009
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Der Mensch außerhalb des Menschen


mit schrecken öffne ich die Augen. Nein es ist nicht Richtig, ich habe keine Augen mehr, ich habe nicht einmal mehr einen Körper. Und doch bin ich, aber was bin ich? Bin ich ein Geist? Und wenn ja wieso bin ich tot. Und vor allem, wie bin ich gestorben? Wo bin ich eigentlich? Ich brauche mich nicht umzusehen, denn ich habe 360° Blick. Über mit ist ein Sternenhimmel, hinter mir ein Baum, ein einziger Baum auf einem kleinen Hügel. An ihm ist ein Schild auf gehangen. Vor mir ist ein See, ein unendlich großer See, doch das Wasser ist glatt, spiegelglatt. Leise, ohne das Wasser zu kräuseln Schwimmen kleine Dinge auf ihm. Ich glaube es sind Blätter. Das Wasser wird Schwarz und die Blätter leuchten, auf einmal sehen sie aus wie kleine leuchtende Wirbel. Auf dem See sind auch die Sterne über mir gespiegelt. Ich überlege was hier vor sich geht, als es mich zum See hin zieht. Ich betrachte sie Blätter, es sind wirklich kleine Wirbel. Es sind Galaxien. Ich schreie:“Wo bin ich?!“
Hat wie habe ich das gemacht? Langsam beginne ich zu begreifen. Ich sehe das Universum, ich sehe die Welt, ich sehe alles, aus einem viel erhabeneren Blickwinkel. Ich verstehe endlich alles. Am Ufer erscheinen Muschelschalen, ich will sie mir ansehen, langsam kommen sie auf mich zugeflogen. Ich verstehe immer mehr. Jetzt da mich mein Körper nicht mehr Hemmt, durch Empfindungen beginne ich erst meinen gesamten Verstand zu gebrauchen. Kein Lebender gebraucht seinen gesamten Verstand. Mit jeder Muschelschale die ich erhalte wird die Erkenntnis immer größer, dass der Mensch sich selbst zu sehr überschätzt, sich für zu wichtig hält, nichts ist wichtig, nicht einmal das Leben. Nichteinmal der Fortbestand der Existenz des Universums.