Blutfeder

GeschichtePoesie / P6
09.11.2009
09.11.2009
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Mein Hammer ist eine Feder,
mein Eisen besteht aus Worten.
Wie den Stahl, so schmiede ich sie.
Auf Papier und zwischen Leder,
wird gebannt meine Poesie.
Kein Herz öffnet mir die Pforten.

Ich schmiede sie immer wieder,
Leid und Schmerz leiten mich dabei.
Lieder kann ich daraus schaffen,
den Damen ist es einerlei.
Ich kämpf' mir lyrischen Waffen,
gegen Leid, sing Klage Lieder.

In meinem Herzblut härt' ich sie
auf dass sie bestehen bleiben.
Blutfeder, so ist mein Name.
Und begehr' ich eine Dame,
so muss ich immer nur leiden.
Mein verwundetes Herz bricht sie.

Meine Freude ist das Dichten,
doch meine Musen, sehe sie!
Das tiefe Leid und großer Schmerz.
Wann werd' ich die Liebe sichten?
Und wann wirst du glücklich mein Herz?
Nur wächst meine Misanthropie!

Blutrot genauso schmied' ich sie
mit der Feder treib' ich Worte
Auf dem Amboss meiner Schmerzen,
da entsteht meine Poesie.
Kommt sie auch aus meinem Herzen
führt dich durch die Höllenpforte.

Mein Name lautet Blutfeder
bin der Worte einsamer Schmied.
Verbind sie, stell Gedichte her
Manchmal weniger, manchmal mehr.
Bind' sie auf Papier im Leder.
All dies das Leben mir beschied.

Ja mein Name lautet Blutfeder,
binde mein Schaffen im Leder.
Auf Pergament es gebannt.
Ja, ich werde Blutfeder genannt.

Stemm' mich gegen alle Stürme,
steh' auf de Dach aller Türme.
Schreie gegen den Donner an
und Klag' an, wer mir etwas nahm.

Bis zum Untergang kämpfe ich.
Doch nicht einer gegen alle.
Freunde helfen mir im Falle,
dass ich kämpfe, sind da für mich.

Blut ist in meinem Tintenfass
und Opium schwängert die Luft.
Kerzen erhellen meine Gruft.
In ihrem Licht wirke ich blass.

Meinen Fingern diktiert das Herz,
in Kunst wandele ich den Schmerz.
Ein Pandämonium im Kopf,
pack' jeden Gedanken beim Schopf.

Tief in den Schatten flüstert es,
stachelt die Dämonen noch an.
Sie schlagen mich in ihren Bann
und fördern den Schaffensprozess.
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