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Jeanne, die Kamikaze-Diebin

von Heavenly
Kurzbeschreibung
GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
Chiaki Nagoya Marron Kusakabe Miyako Toudaiji Yamato Minazuki
30.10.2009
20.01.2012
30
29.307
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30.10.2009 1.345
 
Ende gut, alles gut?

Ein junger Mann trat aus dem Nebel, der das Schloss umgab. Auf den Armen trug er ein Mädchen. Sie war bewusstlos.
Hinter ihnen stürzten die Reste des Schlosses ein und hinterließen Trümmer, Schutt und Asche.
Bis vor wenigen Minuten hatte dort der letzte Kampf stattgefunden. Der Kampf gegen den bösen König.
Gemeinsam hatten Chiaki und Maron den Kampf gewonnen, wenn sie auch zwei wichtige Menschen verloren hatten.
Maron hatte ihre ehemals beste Freundin, den Engel Fynn Fish und Chiaki seinen besten Kumpel, den schwarzen Engel Access Time verloren.
Fynn war dem bösen König aus Treue und Access Fynn aus Liebe in den Tod gefolgt.
Auch der Rosenkranz hatte sich in ein grelles Licht verwandelt und war verschwunden. Maron hatte sich zurückverwandelt und war in Ohnmacht gefallen.
Kurze Zeit später begann das Schloss des Bösen auch schon einzustürzen und Chiaki trug Maron hinaus.
Nun stand er mit Maron vor einem großen Tor, dass zurück in die Welt der Menschen führte. Er öffnete es und wurde in einen Strudel gesogen.
Während dieser Prozedur presste er seine geliebte Maron die ganze Zeit an seine Brust.
Schließlich öffnete sich ein Loch im Himmel und die beiden fielen heraus. Unsanft landeten sie liegend vor dem Orleans, dem Wohnhaus, in dem sie lebten.
Maron erwachte als erstes.
>>Chiaki!<<
Sie rannte zu ihm und hob seinen Kopf auf ihren Schoß. Sanft rüttelte sie ihn: >>Chiaki, wach doch auf.<<
Langsam öffnete er die Augen und sah in Marons besorgtes Gesicht.
>>M-Maron…<< Er setzte sich auf die Knie.
>>Oh, Chiaki.<< Maron fiel ihm um den Hals und er drückte sie an sich.
So saßen die beiden eine kleine Weile da und vergaßen alles um sich herum.
Maron lief jedoch schnell rot an und es wurde ihr ziemlich unangenehm, so nah bei ihm zu sein. Unbeholfen löste sie sich und stand auf. Chiaki lächelte in sich hinein und erhob sich ebenfalls.
Sie stiegen in den Aufzug und standen unsicher nebeneinander. Doch es war Chiaki, der sie von der Seite ansah.
>>Hab ich was im Gesicht?<< fragte Maron ungehalten.
Sie ist wieder die alte. Dachte Chiaki und freute sich sogar ein bisschen, dass Maron wieder zickig zu ihm war.
Da ertönte das „Pling“ des Aufzuges und die beiden sahen schnell weg. Vor der Tür stand ein Mädchen.
>>Miyako!<< Maron rannte auf sie zu und umarmte sie.  
>>Maron, Gott sei dank, du lebst!<<
>>Ja, ich lebe und bin wohlauf.<<
Chiaki verließ den Aufzug und verschwand in seiner Wohnung.
Beide Mädchen drehten sich um und sahen verwirrt zu der Tür, als diese sich schloss. Chiaki ließ sich dagegen fallen und sank herab.
>>Aber wie soll es jetzt weitergehen?<< Da sah er auf und sah nur Dunkelheit.
Es wird bestimmt langweilig hier ohne Access. Ich weiß gar nicht, was ich jede Nacht machen soll, jetzt, wo ich mich nicht mehr in Sindbad verwandeln muss und alle Dämonen besiegt sind.
Maron ist nachher auch alleine. Ob ich dann zu ihr gehen soll? Ich meine, sie hat mich geküsst. Wenn auch nur auf die Wange, aber sie hat mich geküsst.
Ob sie immer noch in mich verliebt ist? Oder hat sie das nur aus Höflichkeit getan?
Vielleicht sollte ich erstmal abwarten, was sie darüber denkt.


Maron und Miyako waren inzwischen in Marons Wohnung gegangen und saßen jetzt mit einer schönen Tasse Tee im Wohnzimmer.
>>Miyako?<<
>>Ja?<<
>>Bist du mir böse?<<
>>Warum?<<
>>Weil…weil ich dir nicht erzählt habe, dass ich Jeanne bin.<<
>>Nein, ich bin dir nicht böse.<<
>>Nein?<<
>>Mhmh.<< Miyako schüttelte den Kopf. >>Hättest du mir von den Dämonen erzählt, die du fängst um die Menschen zu retten, hätte ich dir nicht geglaubt. Nein, ich hätte dich für verrückt erklärt. Ich dachte immer, Jeanne würde nur teure Gegenstände stehlen, wie eine ganz normale Diebin.
Aber ich habe ja selbst gesehen, wie es wirklich war. Du hast mich aus der Gewalt dieser Dämonen befreit und dafür bin ich dir dankbar.
Du hast an unserer Freundschaft festgehalten, obwohl ich kurz davor war, dich umzubringen. Aber ich hab trotzdem noch eine Frage.<<
>>Dann frag.<<
>>Was ist passiert, nachdem ich wieder in unsere Welt zurückgekehrt bin?<<
>>Nun ja. Wir haben den Kampf gewonnen.<<
>>Und dieser Engel?<<
>>Der…<< Maron stiegen Tränen in die Augen. >>Der ist im Himmel.<<
Sie warf sich Miyako in die Arme und weinte. Miyako stiegen ebenfalls Tränen in die Augen.
Maron erzählte Miyako von dem Kampf und wie Sindbad, also Chiaki, ihr das Leben gerettet hatte, während Miyako aufmerksam lauschte.
>>Was ist jetzt eigentlich mit dir und Chiaki?<<
>>Ich weiß nicht, ob ich ihm noch mal vertrauen sollte. Immerhin hat er mir verschwiegen, dass er Sindbad ist.<<
>>Ja, da hast du Recht. Aber auf der anderen Seite muss ich sagen, ich hab dir auch vertraut und du hast es mir verschwiegen. Aber ob man Freundschaft und Liebe gleichsetzen kann?<<
Nachdem beide eine lange Zeit geschwiegen hatten, verabschiedete sich Miyako auch schon und ging müde in ihre Wohnung auf der anderen Seite des Flures.
Maron ließ sich ein Bad ein und stieg erschöpft in die Wanne.
Das tut gut.
Sie schloss die Augen und dachte an die Ereignisse dieses Tages zurück.
Er hat mir versprochen immer bei mir zu bleiben. Er hat mir wieder Mut gemacht. Er hat mir geholfen. Er hat an mich geglaubt. Er war für mich da.
Er hat es mit so vielen Dämonen aufgenommen, nur damit ich zu Fynn konnte. Ach Chiaki…


Maron zog sich ihren Pyjama an und ging auf den Balkon. Traurig sah sie zum Himmel hinauf. Kann ich ihm vertrauen? Er wollte mich nur beschützen und wusste, dass er mit der Wahrheit nichts erreicht hätte. Aber musste er mich so belügen? Seite an Seite hätten Jeanne und Sindbad bestimmt besser gekämpft.
Und Miyako…sie ist mir nicht böse, nachdem ich sie die ganze Zeit belogen hatte. Das ist wahre Freundschaft. Vielleicht sollte ich mir daran ein Beispiel nehmen und Chiaki eine Chance geben. Und wenn er mich wieder belügt? Was soll ich nur machen?

>>Hallo.<<
Maron drehte sich erschrocken um und sah in Chiakis lächelndes Gesicht.
>>Oh. Chiaki.<<
>>Wie geht es dir?<<
>>Gut.<< Wieder sah sie traurig hinauf in den Himmel.
>>Du vermisst sie, oder?<<
>>Wen?<<
>>Fynn.<<
>>Ja.<< Maron ließ den Kopf hängen.
Plötzlich umschlossen sie zwei starke Arme und jemand flüsterte ihr ins Ohr:
>>Aber du bist nicht allein. Ich bin bei dir. Vertrau mir, ich lasse dich nie wieder alleine. Maron…ich liebe dich.<<
Bei den letzten Worten wurde Maron hellhörig und drehte sich um. Jetzt konnte sie in Chiakis Gesicht sehen. Er muss hinüber gesprungen sein. Chiaki…
Er sah ihr tief in die Augen.
>>Ich verstehe.<< Er hatte die Antwort gefunden und wollte sich zum gehen wenden, als Maron ihm eine Hand auf die Wange legte. Er sah sie wieder an. Ein Rotschimmer legte sich auf Marons Wangen und Chiaki verstand.
Langsam kam er ihrem Gesicht näher und sie schloss die Augen. Ihre Lippen waren nur noch wenige Zentimeter von seinen entfernt, als er inne hielt.
Er ergriff ihre andere Hand und drückte sanft seinen Mund auf ihren. Maron erwiderte den Kuss und die beiden standen lange Zeit im Mondschein, so wie in der Nacht, als sie sich zum ersten Mal geküsst hatten.
Als Jeanne und Sindbad.
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