Nachtwind

GeschichteAbenteuer / P16
16.10.2009
16.10.2009
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Zum Genre der Geschichte, es ist eine Mischung aus Drama (so bin ich eben) und Actionabenteuer, bisher habe ich vor die Ausrichtung aber eher auf zweiteren zu vertiefen.

Zum Raiting, kann sein, dass es sich verändert wird, vielleicht auf P18, aber geplant ist es bei P16 zu halten.

Disclaimer: Das Reich um die Realms stammt nicht von mir, mein Wissen über Faerûn stammt aus den Regelwerken und aus einigen Romanen zu ihnen. Wobei ich mir Mühe gebe alles zu beschreiben, wenn es erforderlich ist.
Das Abenteuer „Expedition to the Demonweb Pits“ war der Anstoß zu jener Geschichte, die einen kleinen Einblick auf meine D&D Gruppe und die Erfahrungen meines Charakters Ariantir Nachtwind gewehrt.

Ich werde einige Änderungen zum Laufe des Abenteuers einbauen. Also fall jemand dieses kennt nicht wundern, es diente nur zur Inspiration.

Ansonsten hoffe ich nur, dass das hier jemand liest und würde mich über Reviews freuen, wie wohl jeder Autor hier

*verneig* Eldaeion












Willkommen. Kommt nur herein. Macht es euch bequem. Was euch stört der Dreck dieses Ortes? Mich einst auch, mittlerweile nehme ich ihn kaum noch war. Der Gestank beißt eure Nase? Meint ihr denn, die meine nicht?
Nun kommt schon, näher. Ihr müsst nur die schwere, eiserne Tür öffnen. Ja ich weiß sie ist magisch versiegelt. Meint ihr nicht, ich hätte sie nicht versucht aufzubrechen? Aber ich bin sicher ihr könnt eintreten.
Ah, seht ihr. So einfach war das für euch. Hier rein kommt man schnell, dies gestehe ich. Nur das mit dem Rauskommen wird schwieriger. Aber wenn die dämonischen Wächter euch nicht gehindert haben einzutreten, so werden sie euch sicher auch wieder gehen lassen. Leider ist es bei mir nicht so leicht.
Na kommt schließt die Tür hinter euch, seht euch um. Ja ich weiß, dieser Raum ist nicht groß. Aber ich bin nicht immer hier. Manchmal da holt er mich. Es ist besser hier zu bleiben. In Ketten geschlagen. Ich würde euch ja gerne durch diesen Raum führen, aber seht es mir nach ich kann mich kaum erheben.
Ob ich alleine hier bin? Natürlich bin ich alleine. Sie konnten fliehen, dafür gab ich mich hin. Dabei hatte ich von Anfang ihnen gesagt, wie groß die Gefahr ist und doch zogen sie in den Kampf und ich unter ihnen. Traue Niemandem, du kannst Keinem trauen. Die Ratten erzählten es mir. Ja die Ratten, es war eine seltsame Begegnung, damals als ich mich noch jung fühlte, voller Selbstsicherheit.
Mittlerweile fühle ich mich nicht mehr so und oft frage ich mich, ob ich auf die Ratten hätte hören sollen.
Lacht ruhig über diesen Gedanken!
Mich stört es nicht. Ich wurde schon oft genug ausgelacht, da ist einmal mehr oder weniger auch egal. Ich lache in letzter Zeit mich oft genug selbst aus, dann wenn die Verzweiflung zu groß wird, ich weinen will. Ich schenke ihm meine Tränen nicht. Vielleicht wenn die körperlichen Schmerzen zu groß werden. Aber nicht aus Verzweiflung oder Enttäuschung. Und wenn ich nicht weine, wenn ich nicht gerade lache, was tue ich dann? In die Dunkelheit blicken. Eine Dunkelheit die mich umgibt und mein Herz erstarren lässt.
Warum ich denn hier bin, fragt ihr? Reiner Zufall. Wirklich, eigentlich war ich auf dem Weg nach Tiefwasser und nun seht euch doch um. Ein stinkendes Loch umgibt mich, ich höre Tag und Nacht die Schreie verlorener Seelen.
Ich tue euch leid? Ich brauche kein Mitleid, es würde sowieso keinem helfen. Irgendwann auf meiner Reise hatte ich geahnt, dass es so endet. Es ist eine Falle, ich habe es so oft den anderen gesagt und doch meinten sie wir würden es schaffen. Ich glaubte es doch selbst. Auserkoren, vom Schöpfer persönlich um diese eine Tat zu vollbringen. Narr, der ich war.
Egal, sprechen wir nicht weiter davon. Ich will mich nicht daran erinnern.
Warum nicht?
Weil ich nicht mehr weiß, wie es ist sich als Held zu fühlen. Helden die sollten in Kämpfen sterben, in gewaltigen Schlachten, so habe ich es mir vorgestellt. Wenn ich mich so umsehe kann ich wohl kein Held sein.
Ob ich einer werden wollte?
Ja natürlich, damals hätte ich das nie zu gegeben. Aber ich war verblendet von meinen Vorstellungen über die Welt. Wir sind zu großen Taten auserkoren, wir werden unmögliches vollbringen, so hat man es uns prophezeit. Trau ihnen nicht, trau den Engeln nicht. Auch dies haben die Ratten gesagt.
Ja ich weiß schon wieder Ratten. Aber woran soll ich sonst denken?
An das Leben, an das Entkommen von diesem Ort? Warum sollte ich denn noch fliehen wollen?
Wisst ihr es, wisst ihr warum ich leben sollte? Ich weiß es nicht mehr. Vielleicht habe ich es einst gewusst, doch nun scheint mir jeglicher Sinn meines Daseins verloren. Abhanden gekommen in der unendlichen Finsternis. Ich balancierte gewagt nah am Abgrund, schwankend zwischen dem sicheren festen Boden und dem tiefen Abgrund. Es hatte ja so kommen müssen, dass ich sprang und das nicht auf den festen Boden, nein leider nicht. Arme ausgebreitet wie Flügel, nur leider habe ich nie fliegen gelernt. So fiel ich. Ich frage mich manchmal, ob ich schon aufgeschlagen bin, oder ob ich immer noch falle. Die Tage, an denen ich mich das Frage, sind gute Tage. Wenn es überhaupt Tage sind. Ich weiß nicht ob es Tag oder Nacht ist.
Ihr wisst es? Behaltet es bloß bei euch.
Um mich herum ist es dunkel, eine undurchdringliche Dunkelheit, deren Anfang sich längst verloren hat und deren Ende niemals kommen wird. Die Sonne ob ich sie jemals wieder sehe ist ungewiss und so will ich keine Beständigkeit mehr. Was nützt es, wenn ich weiß es ist Tag, außer dass ich trauere?
Nichts! Seht ihr.
Trauer ist ein Gefühl. Ich glaube er will mir alle Gefühle entreißen. Er denkt ich antworte ihm dann. Soll er es nur denken, er irrt sich. Ich habe so viele Fehler begangen. Ich habe dem Einen vertraut, aber ich werde keinen weiteren begehen.
Meine Wahl. Wisst ihr was? Nein? Ich will euch eines verraten, es war die falsche Wahl, die schlimmste, die dunkelste Wahl, die ich treffen konnte. Und doch musste ich das einzig Falsche in Kauf nehmen. Denn ich bin wie ich bin, selbst im Fall hoffe ich noch, dass mein Schweigen alles ins Gute kehren wird.
Nicht für mich, also bitte. Seht mich doch an. Seht ihr überhaupt was ich bin? Nein? Noch ein Grund hier zu bleiben. Ich habe mich selbst längst verloren. Wie soll mich da einer finden? Wobei einer, nur einer würde ich es zu trauen.
Ich schweife ab.
Schicksal, vom Schicksal erwählt, auserkoren und mit Blut verkauft. Könnt ihr euch vorstellen wie es ist, irgendwo angekettet zu sein, allein, hilflos, so wie ich es bin?
Nein.
Dann seid froh, ich konnte es mir auch nicht vorstellen und ich hätte es am Besten nie erfahren sollen. Aber ich musste mich ja einmischen. Wie hatten meine Worte gelautet? Und wenn man nur ein Funken Licht in die Finsternis bringen kann, so soll man es tun. Denn dieser Funke wird sich entzünden und bald die Dunkelheit völlig erhellen.
Warum hat mir keiner gesagt, wie dumm ich gewesen bin? Wieso denke ich immer noch, dass es richtig war?
Warum kann ich nicht vergessen?
Wisst ihr was ich manchmal flüstere, wenn ich daran denke mein Leben zu beenden, es wenigstens zu versuchen?
Reich mir deine Hand, ich warte auf dich.
Vielleicht hat sie mich schon längst vergessen. So wie ich mich selbst vergesse. Seht ihr die Wand dort, dort wo blutige Striche gezeichnet sind? Ja sie stammen alle von mir. Jeder einzelne. Immer wenn ich an sie denke, wenn ich mich erinnere, dann benetzt mein Blut diese Wand. Sie ist mein stummes Mahnmal, soll mir helfen nicht alles zu verlieren.
Ihr könnt kommen und gehen wie es euch beliebt, sicher. Geht, verschwindet, vergesst mich wieder!
Nein bleibt, bitte.
Nur einen Moment.
Eine Geschichte lang, denn ich will mich noch einmal erinnern. Euch meine Geschichte erzählen. Keine Angst nicht von Anfang meiner Geburt bis jetzt. Nur von meiner letzten Reise, meinem letzten Kampf und von den Ratten.
Ja Ratten. Wenn ich fertig bin, werdet ihr vielleicht verstehen, wieso ich von Ratten rede.

Ich flehe euch an,…

Ihr bleibt?

Wunderbar.
Dann beginnen wir. Beginnen wir mit meinem Namen.

Ich bin. Wer bin ich?

Ich bin Ariantir Nachtwind!
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