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Ein Licht im Dunkeln

GeschichteAbenteuer / P12 / Gen
07.10.2009
09.10.2009
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07.10.2009 2.190
 
A/N: Das hier sind ein paar Alternativen der Szene aus Kapitel 7.
Das wäre passiert, wenn ein paar Leute etwas anders reagiert hätten…und wenn ich etwas mehr rumgeblödelt hätte…


Alternative 1:
Jedenfalls schien sie wohl der Meinung zu sein, ihn aufmuntern zu müssen, denn sie sagte tröstend: „Der große Gott Witsarunemitea wird euch sicher dabei helfen, jedes Problem zu lösen.“
Hakuoro lief rot an und senkte verlegen den Kopf, sodass sein Gesicht hinter einem Vorhang glatter dunkelgrauer Haare verschwand. Er murmelte etwas in seinen nicht vorhandenen Bart, das verdächtig nach einem „Hoffentlich nicht!“ klang und wäre am Liebsten im Erdboden versunken.
“Wieso? Was habt Ihr gegen Witsarunemitea?”, fragte Frau Harigata plötzlich, die ihn wohl dennoch verstanden hatte.
“Hä? Nichts! Gar nichts! Überhaupt nichts!”, versuchte Hakuoro eilig sie zu beruhigen und wedelte entsetzt mit der Hand. Leider wirkte es nicht.
“Das sieht aber anders aus...” Sie warf ihm einen zutiefst misstrauischen Blick zu. “Ich wollt Euch doch nicht etwa gegen unseren großen Gott verschwören?!”
“Nein danke, einmal reicht das völlig!”, sagte Hakuoro in einem Anfall von schwarzem Humor.
Das schien Frau Harigata nur noch mehr aufzuregen. Sie beugte sich vor und knurrte: “Wie war das? Ihr habt Euch gegen ihn gewandt?”
“Naja...ich hatte da nicht allzuviel Auswahl...”
“Und Ihr seid noch am Leben?!”
“Offensichtlich. Auch wenn es ziemlich weh getan hat, wie ich mal zugeben muss...”
“Unglaublich!”
“Naja, beide Seiten waren wild entschlossen dem jeweils anderen eine reinzuhauen, also hat es natürlich mächtig wehgetan...” Frau Harigata starrte ihn immer noch entsetzt an und Hakuoro seufzte. “Ich musste ihn aufhalten. Sonst wäre er für ein paar Jahre verschwunden gewesen und dann hätte alles wieder von vorne angefangen. Es gibt schon genug Schwierigkeiten und Kriege in der Welt, auch ohne einen Amok laufenden halben Gott! Orikakan und Teoro sind nur wegen ihm gestorben... Ich musste ihn aufhalten, auch wenn ich dafür einige Opfer bringen musste, immerhin war es meine Schuld, dass es überhaupt so weit kommen konnte....
Vielleicht hätte ich auf die Legenden hören und niemals zurückkommen sollen. Wo immer ich auftauche gibt es nur noch mehr Ärger und Schmerz.”
“Aber es ist doch nicht deine Schuld, dass Dii Amok gelaufen ist!”, protestierten Oboro, Touka und Karura gleichzeitig.
“Wenn ich damals nicht so völlig den Kopf verloren hätte, hätte er gar keine Gelegenheit dazu bekommen.”
“Das wäre aber nicht passiert, wenn die damaligen Wissenschaftler gewusst hätten wie man das Wort ‘Moral’ schreibt und was es bedeutet!”, ereiferte sich Touka. “Du warst nur deshalb so wütend und verzweifelt, weil sie Mikoto bis auf ihr Gehirn getötet und auseinander genommen haben! Da hätte ja wohl jeder, der über ein wenig Mitgefühl verfügt, überreagiert! Also ist es deren Schuld und nicht deine!”
“Trotzdem. Nur deswegen mussten so viele Menschen leiden. Vielleicht sollte ich wirklich wieder zurückgehen und Urotoris Siegel erneuern.”
“Kommt ja gar nicht in Frage!”, schrie Eruruu, griff nach seinem Arm und hielt ihn so sehr fest, dass es schmerzte und Hakuoro erschrocken zusammen zuckte. “Wag es ja nicht! Wag es ja nicht, mich noch einmal zu verlassen, hörst du!”, schrie sie, griff zu und schüttelte ihn, dass ihm hören und sehen verging.
“Rühr dich ja nicht einen Millimeter von hier weg, KLAR?!”
“AUA! ERURUU!”, rief Hakuoro verzweifelt und versuchte sich völlig wirkungslos aus ihrem energischen Griff zu befreien. Mit Tränen in den Augen schüttelte sie ihn einfach weiter.
“Nur weil ein paar Irre so gerne andere Leute ins Unglück stürzen, wirst du doch nicht gehen! Du bist eine der wenigen vernünftigen Personen hier!”
“Aber... es ist gefährlich!”, protestierte Hakuoro atemlos und versuchte vor ihr zurück zu weichen. Ohne Erfolg.
“Das Leben ist eben gefährlich! Mit dem Risiko müssen wir halt leben! Es gibt viel Schlimmeres, dass viel wahrscheinlicher ist, als dass Dii erwacht und du ihn nicht mehr im Zaum halten kannst! Also BLEIB GEFÄLLIGST HIER! UND WEHE.....!!!!” Sie prügelte gleich noch in ohnmächtigen Zorn auf ihn ein.
“Aua! Jawohl! Schon gut! Ich geb auf! Bitte lass los, ERURUU!” Hakuoro gab sich geschlagen und die Heilerin lies ihn mit einem grimmigen Gesicht wieder los. Er wich eilig zurück.
“Das will ich für dich hoffen!”, grollte sie. “Denk nicht mal dran zu verschwinden oder ich schleif dich am Kragen wieder zurück!”
Hakuoro duckte sich unter ihrer Standpauke und nickte. “Okay...schon gut...wie du willst...”
Frau Harigata starrte von einem zum Anderen und verstand immer noch nicht, worum es eigentlich ging, während alle anderen diese kleine Diskussion belustigt beobachteten und sich mühsam das Lachen verkniffen.
“Wie könnt Ihr es wagen! Und ich habe Euch auch noch eingeladen!”, keifte sie dann weiter, wohl weil sie mittlerweile zu dem Entschluss gekommen war, dass es ihr egal war, ob sie verstand worum es überhaupt gegangen war oder nicht.
“Äh, ich glaube Ihr versteht da was falsch...”, wandte Touka zögernd ein und schaffte es sogar ein ernstes Gesicht dabei aufzusetzen.
“Was kann man da falsch verstehen?”, fauchte Frau Harigata. “Ich habe einem Gotteslästerer eingeladen! Große Strafe wird über mich kommen und über euch auch!”
“Aber nein, gar nichts wird passieren.”, versuchte Hakuoro sie zu beruhigen und wagte es wieder aufzusehen. Die Situation wurde immer verfahrener!
“Wollt Ihr etwa auch noch seine Existenz leugnen?!”
“Nein! Wirklich nicht....”
Frau Harigata hörte ihm gar nicht zu. “Unser ganzes Dorf wird vernichtet werden! Ich muss sofort Buße tun!” Sie sprang auf und wollte nach draußen stürzen, doch Hakuoro reagierte blitzschnell und zog sie am Ärmel zurück.
“Hört mir zu! Es wird überhaupt nichts passieren!”, wiederholte er, dieses Mal ziemlich energisch. “Niemand ist in Gefahr, weder Ihr noch Euer Dorf, noch sonst jemand!”
“Wie könnt Ihr es wagen! Wollt Ihr Witsarunemitea noch mehr beleidigen?”
“Damit dürfte ich einige Schwierigkeiten haben.”, konterte er trocken. Er konnte sich schließlich schlecht selbst beleidigen...
“Er ist sowieso ziemlich beleidigungsresistent.”, kam ihm Oboro zu Hilfe, doch sein Einwand verhallte ungehört.
Frau Harigata schlug nach Hakuoro, doch er fing ihren Schlag mühelos ab und hielt sie vorsichtshalber fest.
“Jetzt beruhigt Euch doch mal! Zufälligerweise kenne ich die Hohe Priesterin von Onkamiyamukai und deshalb kann ich Euch versichern, dass Euch nichts geschehen wird. Außerdem sollte dann wohl eher ich vom Blitz getroffen werden, oder?”
Oboro hinter ihm beobachte zusammen mit einem Großteil der Anwesenden das Gespräch mit einem schlecht versteckten Grinsen. Eigentlich war es ja nicht lustig, aber es hatte schon eine hintergründige Komik, wie sich Hakuoro vor der aufgebrachten Frau selbst in Schutz nehmen musste, ohne es zugeben zu dürfen.
Frau Harigata zögerte und starrte ihn an. Dabei fiel ihr Blick auf die anderen Anwesenden und deren erheiterte Gesichter und sie lief schon wieder rot an.
“Ihr steckt alle unter einer Decke! Ihr habt Euch verschworen! Und selbst die Hohe Priesterin gehört dazu!”, schrie sie.
Eruruu konnte nicht mehr an sich halten und platzte kichernd heraus: “Ja, mit einer mörderischen Predigt!”
“Urotori würde ich das glatt zutrauen...”, murmelte Hakuoro, der sich nur zu gut an ihre Predigt zu seinem Amtsantritt erinnerte. Es war der pure Horror und jetzt würde sie noch ungefähr doppelt so peinlich werden...
Frau Harigata stiegen die Tränen in die Augen und sie sackte zitternd zusammen.
“Was habe ich getan... Ich habe großes Unglück über unser Dorf gebracht!”
Hakuoro versuchte noch ein letztes Mal sie zu beruhigen. “Ich verspreche Euch, dass nichts geschehen wird.”
Das schien leider seine Wirkung ziemlich zu verfehlen. Frau Harigata schluchzte nur noch mehr. Hakuoro warf einen hilfesuchenden Blick zum Himmel und platzte dann heraus: “Meine Güte! So wie Ihr Euch aufführt, könnte man ja auf den Gedanken kommen, dass jede kleine unbedachte und völlig unwichtige Äußerung sofort dafür sorgen würde, dass Witsarunemitea einen umbringt! Wie kommt Ihr nur auf diese haarsträubende Idee?!”
Frau Harigata blinzelte verdutzt.
“Einem Gott muss man mit Ehrfurcht begegnen...”, schniefte sie.
“Das hat doch mit Ehrfurcht nichts zu tun! Ich würde das eher unvernüftige Angst nennen!”
“Er hat die bestraft, die sich gegen ihn gewandt haben und sie in roten Gelee verwandelt...”
Hakuoro seuftzte abgrundtief. “Das war doch was völlig anderes. Die ganze Sitation war anders! Das kann man doch gar nicht vergleichen!”
“Woher wollt Ihr das denn wissen?”, bohrte Frau Harigata misstrauisch nach.
“Ich...”, jetzt kam er in Erklärungsnot. “....habe davon gehört....”
“Aha. Woher wollt Ihr dann wissen, dass es was völlig Anderes war?”
“Naja...ich...äh...” Es wäre ja fast komisch, wenn die Situation nicht so verdammt bescheiden wäre....
Oboro hingegen konnte sich nicht mehr zusammenreißen und lachte lauthals los.
Frau Harigata starrte ihn wütend an.
In dem Moment kam Hakuoro der Geistesblitz und er platzte heraus: “Weil er es mir selbst gesagt hat!” Er musste dafür nicht einmal lügen, denn Dii hatte die ganze Story ja tatsächlich lang und breit erläutert, während er versucht hatte ihn umzubringen.
“Ihr lügt doch!”
“Aber nein. Ich schwöre Euch, es ist die reine Wahrheit!”
Jetzt schlossen sich auch Dori und Gura ihrem lachenden Herrn an.
“Das ändert nichts daran, dass Ihr ihn angegriffen und beleidigt habt!”
“Mir blieb nichts anderes übrig. Außerdem...musste es früher oder später so kommen...”
Frau Harigata starrte ihn lediglich wütend an.
“Doch, wirklich! So konnte es nicht weitergehen!”, beeilte sich Hakuoro ihr zu versichern.
“Also wirklich, Leute!”, sagte Eruuu kopfschüttelnd. “Wenn ihr nicht sofort damit aufhört, dann sterben Oboro und die Zwillinge an Atemnot!”
Frau Harigata und Hakuoro sahen verdutzt in die Runde. Tatsächlich, die Drei lachten so sehr, dass ihnen die Tränen in Strömen über die Wangen liefen und sie keine Luft mehr bekamen. Oboro konnte nicht einmal mehr reden, so sehr schüttelte es ihn.
“Was ist da dran so lustig?!”, fauchte Harigata, was nun auch Karura und Touka hemmungslos loslachen lies. “Ihr habt unser aller Leben riskiert und jetzt LACHT IHR?!!”
Hakuoro vergrub den Kopf in der Hand und schüttelte resigniert den Kopf. Hier war wohl wirklich nichts mehr zu retten...
“Frau Harigata, ich kann Witsarunemitea gar nicht beleidigen, weil ich Witsarunemitea BIN.” Jede weitere Erklärung würde die Sache sowieso nur verschlimmern.
Frau Harigata starte ihn groß an. Offenbar dachte sie, dass er jetzt völlig übergeschnappt war.
“Ihr lügt!”
“Hä! Schön wär’s! Leider bin ich mir da ziemlich sicher...”
“Wie könnt Ihr es wagen....!” Sie war so aufgeregt, dass sie nun selbst in Atemnot kam.
Hakuoro streckte die Hand aus und eine schwarze Flamme erschien darauf. “Glaubt mir, Ihr wollt nicht, dass ich meine wahre Gestalt annehme. Dann würde ich sowieso nicht mehr hier rein passen...”
Frau Harigata starrte ihn entsetzt an, dann fiel sie vor ihm auf die Knie und vergrub ihr Gesicht im Staub des Bodens.
“Oh mein Gott! Herr, bitte verzeiht mir!!”
Hakuoro versiegelte seine Magie wieder und verdrehte entnervt die Augen.
“Hört um Himmels Willen damit auf, Frau Harigata! Es reicht jetzt wirklich! Setzt Euch wieder hin, beruhigt Euch und hört auf Euch zu entschuldigen! Es reicht schon völlig, dass wir uns so lange mit dieser Diskussion aufgehalten haben!”
“Aber...”
“SOFORT!”, sagte er so ernst wie möglich, auch wenn Oboro, Touka, Karura und die Zwillinge, die immer noch lachten, die Sache nicht gerade einfacher machten.
“Jawohl.” Sie tauchte mit roten Wangen wieder auf und rutschte eilig auf ihren Platz zurück. Doch dann schien ihr noch etwas einzufallen, denn sie fuhr Eruruu an: “Und Ihr? Ihr verhaltet Euch nicht gerade der Situation entsprechend. Wie könnt Ihr es nur an Respekt mangeln lassen!”
Eruruu und alle Anderen starrten sie verdutzt an. Keiner von ihnen wäre je auf die Idee gekommen, dass Eruruu sich respektlos benahm. Und schon gar nicht Hakuoro gegenüber...
Frau Harigata wollte sich auf sie stürzen, doch Hakuoro war schneller und beförderte sie energisch auf ihren Platz zurück.
“Eruruu darf das.”, sagte er in einem Ton der keinen Widerspruch duldete. “Und bitte tut mir einen Gefallen und bitte! - bitte, lasst uns jetzt endlich unsere Unterhaltung zu Ende führen. In Ruhe! Ohne Unterbrechungen!”
Frau Harigata starrte ihn an, doch dann nickte sie, rutschte auf ihren Platz zurück und hielt es für besser nichts mehr zu sagen.
Hakuoro seufzte erleichtert. ”Nachdem das geklärt wäre, können wir vielleicht zum Thema zurück kommen?”
Oboro kämpfte um seine Fassung und beruhigte sich schließlich genug um fortzufahren.

Alternative 2:
Jedenfalls schien sie wohl der Meinung zu sein, ihn aufmuntern zu müssen, denn sie sagte tröstend: „Der große Gott Witsarunemitea wird euch sicher dabei helfen, jedes Problem zu lösen.“
“Das wäre etwas einfacher, wenn Witsarunemitea nicht das Problem wäre....”, murmelte Hakuoro leise.
"Das Problem? Wie kann Witsarunemitea ein Problem sein?"
"Das würdet Ihr nicht fragen, wenn Ihr ihn für den Rest der Ewigkeit auf dem Hals hättet..."

Alternative 3:
Nach einer Pause antwortete er auf ihren fragenden Blick und fügte unaufgefordert hinzu: „Ich habe hart daran gearbeitet mein kleines Problem in den Griff zu bekommen und hoffe, es jetzt unter Kontrolle zu haben.“ Er seufzte. „Trotzdem würde ich nur ausgesprochen ungern in eine Situation geraden, in der ich das testen muss...“
Irgendwie war ihm die ganze Situation entsetzlich peinlich. Leider konnte er an der Tatsache selbst nichts ändern.
“Kleines Problem?”, fragte Frau Harigata neugierig.
“Ein wütender Gott.”, meinte Hakuoro trocken.
“Hä?”
“Ach, vergesst es einfach!”

Alternative 4:
Jedenfalls schien sie wohl der Meinung zu sein, ihn aufmuntern zu müssen, denn sie sagte tröstend: „Der große Gott Witsarunemitea wird euch sicher dabei helfen, jedes Problem zu lösen.“
“Ja. Sich in Luft auflösen, wäre ein guter Anfang!”
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