Das Letzte Spiel oder Tod und Teufel

GeschichteDrama / P12
OC (Own Character)
23.09.2009
23.09.2009
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Das Letzte Spiel

Mein Leben lang war ich ein Spieler, kannte jeden Kniff, konnte gegen jeden anderen gewinnen, egal wie gut sein Blatt, war meines war besser, und war seines Doch einmal das bessere, so wusste ich die anderen Mitspieler und die Zuschauer davon zu überzeugen, ihn als den Falschspieler anzusehen und ihn zu vertreiben. Meine Würfel fielen stets günstig, meine Wetten waren Riskant doch im Endeffekt immer lukrativ. Mit der Zeit bekam ich ein Riesiges vermögen, das ich durch geschickte Wetten und Dicke Kartenturniere noch vergrößerte. Doch nie war ich unangenehm, stets war ich Freundlich abseits des Spieltisches und lud meine Freunde oft zum Essen ein, weil wer viel hat, hat viel zu geben. Doch mit der Zeit gab ich das Spielen auf, mein Reichtum war enorm und ist es immernoch, jetzt kurz vor meinem Tode. Hier beginnt auch die Geschichte die ich euch erzählen will.
Ich wanderte durch die Gänge meines Herrenhauses, draußen im Hof sah ich die Bediensteten sich im Unwetter Abmühen meine Kutschen unter Dach zu stellen und meine Pferde zu Beruhigen. Noch am Mittag war ich in der Stadt gewesen in meinem Casino. Ich stellte mich an ein Fenster das in den Garten hinaus blickt. Über meinem Gelände und den Wiesen, Feldern und Bergen dahinter Tobte ein unvorstellbares Gewitter, der Regen war dicht und schwer, dicke Tropfen Trommelten unablässig gegen das Dach, das die Fenster Schützte um mir einen Klaren Blick nach draußen zu gewährleisten. Fast ununterbrochen wurde der Himmel erleuchtet von einem Blitz, der dem vorigen nachjagte und vor dem nächsten floh. Zwischen den Blitze war die Dunkelheit fast Vollkommen, nur hie und da war ein Lichtpunkt zu sehn und ein Schwacher trüber Schein aus meinem Hof. Doch plötzlich sah ich zwei Reiter auf mein Haus zu stürmen. Einer in einem roten Umhang, und einer in einem Schwarzen. Sie ritten über die Felder und Sprangen sogar über meine über 9 Fuß hohe Mauer. Sie hielten in meinem Hof, und all meine Bediensteten verzogen sich ehrfurchtsvoll in den Pferdestall. De beiden Reiter waren verschwunden, als Plötzlich ein lautes Klopfen von der Tür kam. Ich ging langsam und Gemessen durch die Gänge und machte auf als es wieder klopfte. Ich Öffnete und der Schwarze Reiter hatte seine Sense erhoben und wollte gerade wieder an die Tür klopfen. Ihre Gesichter konnte ich nicht sehen, doch die Hände, die die Sense hielten, waren die eines Skelettes. Ich ging einen Schritt zurück und unter dem roten Umhang lacht es Böse. Der Schwarze Umhang sagt mit tiefer grollender Stimme, die sogar den Donner über unseren Köpfen brüllt übertönt ohne laut zu sein:“Geh hinein in der Pokerzimmer, her ist es etwas ungemütlich.“

Ich drehe mich langsam um und lade die beiden mit einer steifen Armbewegung in mein Haus ein. Sie Folgen mir und ich gehe in mein Pokerzimmer. Die Kapuze des Roten Umhanges wird langsam zurück geschlagen, von einer ebenso roten Hand, und ein nicht mehr menschlich zu nennendes Gesicht wird offenbart. Seine Haut ist flammend rot, es trägt weder Haar noch Bart und sobald die Kapuze unten ist Wachsen 2 Hörner hinaus und beschrieben einen Bogen der ihre Spitzen Fast zusammen treffen lässt. Die Nase dieses Teufels ist lang und Dünn, die Augen Blühen vor Boshaftigkeit und der schmale Mund ist zu einem höhnischen Grinsen verzerrt. Unter dem Umhang, wie mir erst jetzt auffällt trägt er einen Gut sitzenden auch Feuerroten Anzug, in dessen Westentäschchen eine Uhrenkette aus Fingerknochen verschwindet. Seine Schuhe bestehen aus, wie durch ein Wunder, sauberem Leder.
Der Besitze des Schwarzen Umhanges schlägt seine Kapuze zurück und ein Schädel wird entblößt. Unter dem Umhang trägt er ein schwarzes Gewand, das einem Mönchshabit gleicht nur mit einem Rückgrat verknotet ist.
Beide setzen sich ungefragt und er Teufel lacht: “Na mein Freund, steht dir der Sinn nach einem 'teuflisch guten' Schluck Wein. Kaum hat er es gesagt erscheinen 2 Kelche, die aus Schädeln gefertigt sind und deren Stiel ein Oberschenkelknochen ist. In ihnen schwappt eine fast schwarze Flüssigkeit. Ich setze mich zu ihnen an den mit grünen Filz bezogenen Tisch. Noch bevor ich fragen kann wieso sie hier sind beginnt der Tod: „Deine Zeit ist gekommen, darum sag mir, bist du würdig für ein Leben im Paradies, oder nimmt dich mein Freund hier mit.“ er blickt den Teufel finster an, welche gerade meine Karten untersucht und eine Zigarre raucht. „Lass die Spielereien und das ewige Gerauche!“ Der Teufel Zog sich beleidigt zurück und sagte: “Tja mein Freund, du scheinst wohl mit mir kommen zu müssen!“ Er Zückte aus der Innentasche seines Anzuges eine Pergamentrolle, die auf 2 Knochen aufgerollt war und las: “... spielte sein Leben lang falsch... ...zog braven Christenmenschen das Geld aus der Tasche... ...prahlte mit seinem Erfolg... ...trieb Unzucht... ...frönte allen Sieben Todsünden... …erschoss manch einen in einem Duell, das zu unrecht, zu seinen Gunsten ausging... Na mein Freund soll ich noch mehr vorlesen? Ah, ja hier das ist noch schön: ...zeugte uneheliche Kinder... ...unterstützte das Fahrende Volk... … hatte...“ Der Tod hatte die Hand gehoben, zum Zeichen für Lucifer zu verstummen. Nun Fragte er mit fester Stimme: „Stimmt das alles, was Satan hier aufgeführt hat?“
„Ich gestehe, und dies waren nur die schlimmsten Sünden, die ich begangen, doch in meinen Jugendjahren, nun spende ich regelmäßig für die Kirche, in meinem Casino wird nur Fair gespielt, ...“
„Schweig Still, jede Sünde die du begangen hast wirst du büßen. Glaubst du Gott würde sich dafür interessieren was du machst?“, Rief der Teufel dazwischen.
„Warum muss ich dann mit dir wenn es ihn doch nicht interessiert. Komm her Teufel, spielen wir, wenn ich gewinne bekomme ich noch 20 Jahre auf der Erde und ziehe dann in den Himmel ein, und wenn du gewinnst, dann komme ich mit hinab in die Hölle.“ Der Teufel wiegte den Kopf hin und her und zog bedächtig an seiner Zigarre. Der Tod sagte: „Ich bin einverstanden, aber nur wenn ihr beide Fair spielt, es wird gewürfelt. Die höchste Zahl gewinnt.“
Der Teufel lies Würfel entscheiden, 3 an der Zahl. Er nahm sie in die Hand und lies sie bedrohlich gegeneinander schlagen. Der Wind rüttelte an den Fensterläden als er sie warf. 4,5,und 6. der Tod notierte die zahlen unter T. Ich warf die Würfel und bekam 3, 6, 6. So ging es immer weiter, ich ging immer mehr in Führung. Der Tod warf die Würfel ein letztes mal und von den Knochenwürfeln starrten mich jeweils sechs eingeritzte Totenköpfe an. Ich begann zu schwitzen, ich brauchte mindestens drei Fünfer. Ich schwang die Hand hin und her und versuchte mich eines Tricks für diese Situation zu erinnern als ich den Blick des Todes auffing, der mir die Hand auf die Schulter legte. Ich lies die Würfel mit viel Schwung rollen und die erstarrten in der Luft, die Sechser Seiten dem Teufel zugewandt. Er Erschrak und starrte mit boshafter Miene in die des Todes, der lachte aber die Würfel nicht aus den Augen lies. Er sagte:“Das war ein Übler Trick, dieser Mensch bekommt noch Zeit. Betrüge nie den Tod, denn der Tod bedeutet auch Gerechtigkeit!“