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The novel of >> Breath of Fire III <<

von Stoeppsel
GeschichteAbenteuer / P16
09.09.2009
09.09.2009
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Breath of Fire III

- The novel of BoF 3 -


Prolog:
Erze, Mienen, Schienen, Arbeiter – so sieht ein Bergwerk aus.
In der Daunamiene arbeiten über 100 Arbeiter, die Erze abbauen und in Waggons auf den Schienen, die über die ganze Miene verteilt sind, die abgebauten Erze transportieren. Mit Hacke und Meißel wird gearbeitet, aber auch mit Sprengstoff. Die Sprengung von Kristallen ist eine alltägliche Arbeit, doch heute schien etwas nicht zu stimmen. Zwischen all den Erzen und Schmutz war ein gigantischer lilafarbener Kristall, in dessen Mitte ein Ei eingeschlossen war. Dies glaubten zumindest Mogu und sein Kollege.

Mogu ist ein recht klein geratenes Wesen. Seine Rasse ist für die kleine Größe bekannt. Mit einem kurzen Schnabel und harmlosen Krallen ist diese Rasse versehen. Sein Kollege dagegen war zwei Köpfe größer als er und seine Rasse ähnelt einem Wolf. Sein ganzer Körper war silbergrau behaart, was ihm aber nicht gefiel. Deshalb zog er immer lange Kleidung an.
„Egal was es ist, wir sollten es sprengen.“ Mogu schaute das Ei im Inneren des Kristalls misstrauisch an.
Sein Kollege hingegen bereitete die Sprengung vor. Sprengstoffe wurden platziert; Zündschnur wurde verlegt; einen Schutz haben beide Arbeiter gesucht. Mogu hielt sich beide Ohren zu und dann kam der Knall. Wegen der Sprengung wurde sehr viel Staub aufgewirbelt. Scherben von dem Kristall waren in diesem Teil der Miene verstreut und mittendrin waren Mogu, der sich Staub abklopfte, sein Arbeitskollege, der sich streckte und ein drittes Geschöpf.
Es war klein – ungefähr Mogus Größe – hatte eine straffe grüne Haut, weiße spitze Klauen, kleine scharfe Zähne, wobei die Eckzähne ein wenig hervorstanden, zwei kleine dunkelgraue Hörner, zwei kleine Flügel und rot glühende Augen. „Was ist das?“, fragte Mogu. „Egal was es ist, es ist lebendig!“, sagte sein Kollege. Ein lebendiger Drache, mitten im Bergwerk und eingeschlossen in einem Kristall? Das kann nicht möglich sein. Seit dem großen Krieg sind  Drachen ausgestorben! Dies besagt zumindest die Legende zwischen den Wächtern und dem Drachenvolk. Mogu wollte ganz sicher gehen, ob der kleine Drache wirklich noch lebt. Vielleicht bildet er sich das nur ein, weil er zu viel vom Kryusgas inhaliert hat. Er muss verrückt sein. Um sicher zu gehen rieb er sich die Augen und öffnete sie: Der kleine Drache stand noch da. Mogu rieb nochmals und diesmal fester: Der Drache war immer noch nicht verschwunden. Nun probierte Mogu etwas anderes. Er wollte den Drachen antippen, dabei kratzte er ihn ausversehen.  Dem Drachen gefiel dies nicht. Er schluckte und brachte sich in Kampfposition. Die Arbeiter machten dies ebenfalls. Mogu fing an zu zittern. Noch nie stand er einem Drachen gegenüber. Sein Kollege hatte bereits Erfahrung mit Gegnern in dieser Größe; deshalb startete er einen Angriff. Er versuchte den Drachen zu schlagen, doch dieser wich gekonnt aus. Ein Tritt folgte – und er traf. Der kleine Drache fiel auf den Rücken, rappelte sich aber schnell wieder auf. Dies bedeutet Rache!
Die Augen des Drachen funkelten auf. Sie verfärbten sich in ein dunkles Rot und der Drache holte tief Luft. Mogu und sein Kollege haben gar nicht daran gedacht, dass Drachen auch Feuer spucken können. – Zu Spät! Der Drache pustete die Luft aus. Eine angenehme Wärme breitete sich aus, während sich die Luft zu Feuer wurde. Die Stelle an dem die zwei Mienenarbeiter standen  war mit Feuer bedeckt. Der Drache spuckte immer weiter Feuer; er geriet komplett außer Kontrolle. Mogu und sein Arbeitskollege waren verschwunden. An dessen Stelle lagen zwei verkohlte Geschöpfe. Neben der kleinen Leiche funkelte etwas. Ohne zu überlegen nahm der Drache dies auf. Er rannte weiter aus der Miene. Sobald er in einem engen Gang stand, kam ein Arbeiter an ihm vorbeigelaufen. Als dieser den Drachen sah, konnte er sich nicht mehr bewegen. Er fing an zu stottern und fragte, ob der Drache ein Geist sei. Der Drache schrie auf. Sein Schrei hallte im Gang wieder. Von der Decke lösten sich ein paar kleine Gesteinsbrocken, die auf den Boden zerschlugen. Der Arbeiter zuckte zusammen, Schweißperlen liefen ihm das Gesicht herunter und er rannte mit den Worten >>Ein Drache<< schnell weg.

Diese komische Geste verstand der kleine Drache nicht und nahm dies als Provokation auf.
Er rannte hinterher und kam zwei Arbeitern entgegen. Der eine hatte einen mit Muskeln bepackten Körper, auf dessen haut sich Schweißperlen niederließen. Der andere Arbeiter war schlank, trug verschmutzte Kleidung und hatte einen Spaten in der Hand. Sie stellten sich dem Drachen in den Weg. Vor lauter Zorn speit der Drache Feuer. Als die Flammen verschwanden, lagen zwei Leichen vor ihm. Im ganzen gang roch es nach verkohltem Fleisch. Der Geruch breitete sich auch in die anderen Gänge aus. Der Weg war nun frei und der Drache rannte weiter zum nächsten Gang. Er gelang in einem riesengroßen Raum. Hinter ihm sah die Bergwand aus, wie ein riesengroßer Drachenschädel, der zum Teil mit Moos bedeckt war. Zu seinen  Füßen lag eine tiefe Schlucht. Hätte man da einen Felsbrocken runterfallen gelassen, hätte man den Aufprall bestimmt nicht mehr gehört. Ein schmaler Weg, aus Brettern bestehend,  welche an den Wänden mit Metallstäben befestigt worden sind, lag vor dem Drachen. Ein Arbeiter mit einem Eisenhelm auf dem Kopf wurde auf den Drachen aufmerksam. §Ein Drache? Moment“ Der Arbeiter rannte mit einem einschüchternen Blick weg. Der Drache folgte dem Weg ein Stück. Ein paar Schritte weiter kam der Drache zu einer Säule, die in der Mitte des Weges stand, um diesen zu befestigen, welche in den Tiefen der Schlucht verschwand. Ein riesiger Mensch mit gut ausgebildeten Muskeln tauchte neben der Säule auf.  Der Drache schaute sich um. Neben ihm standen ein Armaturenbrett und ein Kran. Ein Arbeiter mit braunen Haaren stand geschockt hinter dem Armaturenbrett und musterte den Drachen. Der Muskelprotz neben der Säule war doppelt so groß wie der kleine Drache. Die Fäuste geballt, kam er auf den kleinen Drachen zu. Sofort holte der kleine Drache tief Luft und wollte wieder Feuer spucken. >>NEIN<<
Der Kranbediener betätigte einen Hebel und der Kran schwenkte sich und haute den Drachen um. Der kleine Drache fiel bewusstlos ein paar Meter zurück. Die morschen Holzbretter knarrten und Staub wirbelte auf. Der Kranbediener seufzte. Hätte der Drache Feuer gespuckt hätte in diesem Teil der Miene alles gebrannt, da der Boden nur aus Holzbrettern bestand. Der Arbeiter mit dem Eisenhelm kam wieder. Er befahl dem Muskelprotz, dass dieser den Drachen in einen Käfig stecken soll und nach Draußen zum Transporter bringen sollte. Im Außenbereich der Miene stand eine kleine Dampflok mit zwei Trageflächen bereit. Auf eine der Trageflächen wurde der Käfig geladen. Dies bemerkte der Drache nicht. Immer noch bewusstlos wurde dieser auf den Transporter geladen. Der Arbeiter mit dem Eisenhelm gab das Zeichen zum losfahren. Ein lautes Signal ertönte und die Dampflok fuhr los. Im engen Käfig wachte der Drache auf. Es war viel zu wenig Platz, um darin zu verweilen, also versuchte der kleine Drache die dicken Metallstäbe aufzubrechen. Als ihm dies nicht gelang schrie er auf. Den Schrei bemerkte der Lokführer nicht. Der Drache schrie erneut und versuchte weiterhin auszubrechen. Er stieß mit seiner Schulter gegen die Metallstäbe. Immer und immer wieder. Nichts geschah. Der kleine Drache versuchte es erneut. Es gelang ihm zwar nicht die Metallstäbe zu durchbrechen, aber er bemerkte, dass immer, wenn er gegen die Metallstäbe rennt, sich der Käfig ein Stück verschiebt. Diese Chance nutzte der kleine Drache. Er versuchte es nochmals. Er stieß sich dabei die Schulter wund.
Doch endlich gelang es ihm, den Käfig von der hölzernen breiten Tragefläche zu stoßen.
Der Lokführer bemerkte dies und schaute dem Käfig nach, der den Abhang runter fiel und
zwischen den Bäumen des Waldes verschwand.
 
 
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