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Sleepover Club

GeschichteLiebesgeschichte / P12 / Gen
08.09.2009
05.04.2017
12
32.485
 
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08.09.2009 1.470
 
Unwissenheit!

Matthew lag auf seinem Bett und träumte vor sich hin. An diesem Tag hatte er schon ganze Stunden damit verbracht, an diese eine Person zu denken. Francesca Thomas. Er dachte an die vielen Tage, an denen er und seine Kumpels dem Sleepoverclub begegnet waren. Er dachte an die Tage, an denen er Frankie alleine getroffen hatte und er dachte an die Tage, an welchen er sich scheinbar in sie verliebt hatte. Von letzteren kam ihm allerdings keiner in den Sinn.
Er konnte sich nicht in sie verliebt haben und trotzdem war das nach stundenlangem überlegen die einzig logische Erklärung für ihn, um die Gefühle zu beschreiben, die er ein paar Stunden zuvor noch gehabt hatte.
Als er sah, wie Ryan sich mit Frankie unterhielt, wie er sie anlächelte und wie er sie ansah.
Und als er mit Frankie im Wald bei dem Bächlein stand.
In seinem Innern war ein richtiges Chaos ausgebrochen. Als er Frankie auf ihre Beine gestellt hatte und sie ihm in die Augen sah. So als wollte sie sagen: „Küss mich.“ Sein Herz begann zu rasen, seine Atemzüge wurden kürzer, mit jedem Schritt, den er auf sie zugemacht hatte. Und seine Herzschläge sowie sein Atem setzten einem Moment aus, als sein Mund nur noch einen Zentimeter von ihrem entfernt war.
Es wäre so einfach gewesen. Es wäre so einfach gewesen, sie einfach zu küssen. Aber Matthew wusste, dass das nicht ging. Zwischen ihnen  beiden lagen nämlich nicht nur die paar Zentimeter, zwischen ihm und Frankie lagen ganze Welten.
Wenn er es recht bedachte, war seine Beziehung zu Frankie schon immer recht eigenartig gewesen. Eigentlich waren sie Feinde, wenn es aber darauf ankam, waren beide immer füreinander da.
Aber die ungeklärte Frage stand immer noch im Raum. War er in Frankie verliebt?

***
Aufgebracht lief Frankie in ihrem Zimmer auf und ab und zischte vor sich hin. „Diese verdammten Idioten.. aah.. Ich glaub‘ es einfach nicht!  Das kann doch wohl nicht wahr sein..“ Kenny lag auf dem Bett und hatte ihr zugehört: „Frankie. Reg dich doch nicht so auf! Es ist ja nichts passiert. Mr. Bilton hat nicht mal unsere Eltern informiert. Das ist doch gut, also kein Grund zur Aufregung.“ Entgeistert sah diese ihre Freundin an: „Was? Nichts passiert? Na und!? Es geht doch ums Prinzip. Wie kommen die überhaupt dazu sich mit uns zu prügeln??“ Kenny verkniff sich ein Lachen: „Frankie. So läuft das nun mal mit dem SOC und den M&M’s. Das war doch schon immer so. Du selbst hast sie damals zu unseren Feinden erklärt und du hast Matthew damals den überhaupt ersten Schlag verpasst nur um ihm zu zeigen, dass du mit allen Wassern gewaschen bist und es jederzeit mit ihm aufnimmst.“ Frankie setzte sich aufs Bett und sah bekümmert zu Boden. Ihre Anspannung lag deutlich in der Luft, deshalb hackte Kenny nach: „Oder ist es vielleicht etwas anderes, das dich bedrückt?“ Frankie winkte ab: „Ach was.. mich bedrückt doch nichts.“
Sie sah Kenny jedoch nicht an, diese setzte sich auf und betrachte das Mädchen: „Frankie, wir sind beste Freundinnen, mir kannst du alles sagen. Das weisst du ja.“ Frankie nickte schwach und legte sich die Hände vor den Mund. „Hat es vielleicht etwas mit Matthew zu tun?“ wagte Kenny leise zu fragen. Frankie sprang auf und rief ein wenig zu übertrieben: „Ganz sicher nicht!“ Kenny sah ihre Freundin an und dachte einen Augenblick nach: „Entschuldige.. aber weisst du, als du und Matthew da so am Flussufer standen und ihr euch angesehen habt.. naja, das sah so aus als ob..“ Kenny brach kurz ab und Frankie schluckte einmal runter. „Naja, es sah so aus, als ob er dich gleich küsst! Ja, ich weiss es ist völlig absurd, aber es hat so ausgesehen.“
Frankie sah Kenny mit einer Spur von Schuld in den Augen an: „Ich weiss.“ Kenny stutze: „Du weisst?“ Erwartungsvoll sah sie Frankie an, welche sich wieder neben sie aufs Bett setzte. „Was weisst  du?“ hackte Kenny nach. „Das es so ausgesehen hat.. ich.. ich habe mich total erschrocken.“ Kenny wurde neugierig: „Wieso hast du dich denn erschrocken?“ Frankie fühlte sich ganz plötzlich unwohl in ihrer Haut: „Ich weiss nicht.. Dieser Moment.. er kam so plötzlich. Und dann hat er mich so komisch angesehen..“ Ganz kurz dachte Kenny an etwas. Sie liess den Gedanken aber gleich wieder fallen, es war unmöglich. Es wäre verstörend. Schnell antwortete sie Frankie: „Ich würde da nichts drauf geben, die M&M’s waren ja schon immer seltsam. Sie sind einfach so.. und Menschen können sich nicht ändern.“ Den letzten Satz hatte sie ganz bewusst angefügt, um Frankie von dem abwegigen Gedanken, von dem sie wusste, dass auch sie ihn gehabt hatte, abzuringen. Nämlich den, dass er sich in Frankie verliebt hatte. Frankie sah zu Boden: „Und was ist, wenn Menschen sich doch ändern? Was ist, wenn Matthew sich ändert?“
„Frankie!“ rief Kenny empört und sprang auf: „Bist du bescheuert? Matthew wird sich NIEMALS ändern. Er wird IMMER derselbe, hirnlose und widerliche Anführer der M&M’s sein, kapiert? ER ist Matthew.“ Frankie nickte: „Wenn du meinst…“ Einen Moment war es still, dann setzte sich Kenny wieder hin und legte ihrer Freundin  einen Arm um die Schultern: „Tut mir leid. Ich wollte dich nicht anbrüllen, aber bitte denk nicht mehr über solche Dinge nach. Sie sind einfach so wie sie sind. Matthew ist Matthew und Du bist Du.“
Frankie sah Kenny in die Augen: „Und was ist, wenn ich mich verändert habe?“ Kenny liess ihren Arm sinken und weitete die Augen: „Hast.. hast du dich verändert?“ fragte sie ängstlich. Frankie dachte einen Moment nach, hatte sie das? Sie betrachtete Kenny, welche beinahe geschockt auf ihre Antwort wartete, dann dachte sie an Matthew und an sein selbstgefälliges Grinsen. „Nein..“ erwiderte sie schliesslich. „Nein, ich habe mich nicht verliebt. Ich bin immer noch die Selbe.“ Sie sagte es noch ein Zweites Mal, um sich davon zu überzeugen, dass es genauso war. Aber egal wie oft sie es sagte, es klang nicht glaubhafter als vorher. Kenny wusste, dass Frankie sich nicht sicher war, aber sie wollte ihr diese Flause schleunigst austreiben. Auf einen Weg wusste sie, dass es egoistisch war, so etwas zu tun, aber trotzdem, es musste nun mal sein: „Siehst du. Also bleibt alles beim Alten. Nichts ist anders.“ Frankie nickte und sah zu Boden: „Alles beim Alten.“

***
„Morgen Mittag sind wir wieder zurück, ich hab‘ dir das Frühstück schon auf den Tisch gestellt. Brauchst du noch irgendwas? Bist du sicher, dass es in Ordnung ist?“ Frankie lächelte ihre Mutter an: „Mom, ich bin wirklich alt genug, um alleine zu sein. Ausserdem seid ihr ja bald schon wieder zurück.“ Von draussen hupte es.
„Ja! Ich komme gleich! Okay Francesca, ich vertraue dir.“ Ihre Mutter sah sie fordernd an, lächelte schliesslich und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn. „Bis dann Mom.“ murmelte Frankie und sah zu wie diese die Tür schloss. Ihre Eltern hatten ein Geschäftsessen. Es war vom Job ihres Vaters aus und man konnte nur mit Begleitung gehen. Es war auf einem Schiff und so wie sie es verstanden hatte, auch ziemlich weit weg. Deshalb übernachteten ihre Eltern in irgendeinem Hotel. Sie freute sich über den Entschluss ihrer Eltern, dass sie endlich reif genug war, auch mal einen Abend alleine zu sein. Völlig entspannt setzte sie sich aufs Sofa und lehnte sich zurück.

***
„Danke.“ Matthew nickte dem Typen vom Imbissstand zu und nahm sich seinen Hot Dog. Alleine schlurfte er gedankenverloren durch die Strassen. Es liess ihn einfach nicht los. Sie liess ihn nicht los. Seid er von der Schule nachhause gekommen war, konnte er an nichts anderes mehr denken.
Es war sechs Uhr Abends und er hatte beschlossen, dass er kurz durchlüften wollte. Naja, das war so nicht ganz richtig. Er hatte beschlossen Frankie einen Besuch abzustatten und herauszufinden, was mit ihm los war. Er wollte sich selbst beweisen, dass es nichts war. Aber ihm war eingefallen, dass er einen Vorwand brauchte um bei ihr aufzutauchen. Jetzt, da ihm nichts in den Sinn gekommen war, hatte er sich kurzerhand etwas z u Essen gekauft, weil er Hunger bekommen hatte. Frustriert setzte er sich auf eine Bank und dachte angestrengt nach, während er seinen Hot Dog hinunterschlang.
Schon als er längst fertig war, hatte er keinen Plan von irgendeinem Vorwand. „Scheisse!“ fluchte er vor sich hin und stand auf. „Jetzt reicht‘s mir..“ murmelte er kurz entschlossen und machte sich mit hastigen Schritten auf den Weg. Vor Frankies Haus blieb er stehen, sollte er es wirklich wagen? Sollte er wirklich wagen, dass ihm etwas klar wurde, das ihm nicht gefiel? War es wirklich das was er wollte?
___

Soo^.^ Endlich!! Ich hoffe ihr mögt es. Ich bin mir nicht sicher, ob es einwenig zu schnell ging (Frankie&Mat) aber ich denke es ist in Ordnung so..
Lg aliice =)
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