Lost Souls

von Natsuki13
SongficRomanze, Freundschaft / P16
Inu-Yasha Kagome Kagura Miroku Sango Sesshoumaru
08.09.2009
18.09.2019
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Aufgrund der Regeln musste ich die Kapitel etwas kürzen (die Songtexte), aber ich werde hier nacharbeiten :)







Die Gang

Eine junge Frau mit schwarzen, langen Haaren und einer grünen Schuluniform sah sich um. Das war also ihre neue Schule, die Tomoeda-High. Ein feines Lächeln zierte ihre Lippen, als sie sich daran erinnerte, wie glücklich sie darüber war, die Eintrittsexamen bestanden zu haben. Und nicht nur sie allein…
"Kagome!"
Sofort drehte sie sich um.
"Ah, hallo ihr drei.", begrüsste sie die Rufenden.
"Wie waren bei dir denn die Ferien?", wollte eine der Neuangekommenen wissen. Sie hatte ihre Haare ganz kurz geschnitten und war etwas kleiner als Kagome. Ihr Name war Eri.
"Bist du zu Hause geblieben oder bist du weg gewesen?", folgte die nächste Frage von der Schülerin, der die Haare bis zum Kinn reichten und von einem breiten Haarband gezähmt wurden. Sie hiess Yumi.
"Also, ich bin in Thailand gewesen.", erzählte die dritte junge Frau aufgeregt, die auf den Namen Ayumi hörte.
"Echt? Wahnsinn.", gab Kagome von sich zu hören. "Wir sind in Kyoto gewesen."
"Oh! Cool!"
So tauschten die Mädchen die Neuigkeiten aus, bis es zur Stunde klingelte und sie alle sich in ihre Schulräume begeben mussten. Die Einschulung würde bestimmt nicht nur eine Lektion lang dauern… was Kagome schon zu dem Zeitpunkt missstimmte.

"Kaum da und schon wünsche ich mir, die Ferien wären gar nicht vorbei.", maulte Eri und liess sich auf den Boden senken. Es war Pause und die Schüler wollten sich die Gelegenheit nicht entgehen lassen, das schöne Frühlingswetter zu geniessen. So auch die vier Freundinnen, die es sich nun unter einem Sakurabaum bequem machen wollten.
Kagome belächelte die Aussage nur. Es war allerseits bekannt, das Eri der grösste Jammerlapen überhaupt war. Daher ging sie auf das Getue gar nicht erst ein und setzte sich ebenfalls unter den Baum.
"Ach komm schon, Eri.", meinte Ayumi und suchte sich einen geeigneten Platz aus.
"Sieh es positiv.", gab auch Yumi ihren Senf dazu. "Wenigstens sind wir wieder zusammen."
"Auch wahr.", war von Eri zu hören, was Kagome zum Schmunzeln brachte. Sie war einfach unverbesserlich.
"Wenigstens sind wir zusammen in der gleichen Schule.", fügte die Schwarzhaarige hinzu und liess ihren Blick zur Seite schweifen. "Nanu.", machte sie überrascht und biss von ihrem Pausenbrot ab. "Wer ist denn das?"
Ihre Mitschülerinnen drehten sich wie auf Kommando in dieselbe Richtung um.
An einen Baum angelehnt stand ein Junge, vielleicht zwei Jahre älter als die Mädchen, und ass ein Sandwich, während seine Finger schnell etwas auf einem Handy tippten. Obwohl es recht warm war, trug er seine Uniform ungeöffnet – schwarze Stoffhose, die schon manche Jungs wie Priester aussehen liess, das schwarze Jackett mit einem Metallknopf am Kragen. Nur die schwarzen Turnschuhe mit roten Stickmustern waren bestimmt kein Teil der Uniform sowie die schwarze Kappe, die seine Augen verdeckte. Allerdings konnte die Letzte nicht die silberne Haarpracht verstecken, welche bis zur Taille des Jungen ging.
Eri sah ihre Freundin ungläubig an.
"Sag bloss, du kennst ihn nicht?"
Und da Kagome nur doof vor sich hinguckte, ergänzte Ayumi:
"Anscheinend nicht."
Der jungen Frau wurde es inzwinschen zu bunt.
"Verrät mir vielleicht jemand von euch, wer der Typ ist, oder muss ich mir die Info anderswo beschaffen?"
"Sein Name ist Inu Yasha Kamui.", gab Yumi darauf hin, einen Apfel in der Hand haltend. "Er geht in die Klasse 3-B."
"Im letzten Jahrgang, also.", kommentierte Kagome das Gehörte. "Aber, sag mal, woher kennst du ihn?"
"Er ist der Leader von den Lost Souls.", meinte Ayumi ernst und sah mit einem Gemisch aus Ekel und Abscheu zu dem jungen Mann, der nun sein Handy weggesteckt und sich nun ganz dem Sandwich gewidmet hatte.
Die Lost Souls. Eher eine Band als eine Gang, aber das eine hatte noch nie dem anderen geschadet. Sie spielten Rockmusik in verschiedenen Lokalen, nahmen an Wettbewerben teil, coverten Songs und schrieben ihre eigenen. Die Band gab es schon länger, doch richtig berühmt wurden sie erst vor zwei Jahren, als…
Kagome schüttelte unmerklich den Kopf. Sie sollte sich lieber nicht daran erinnern.

Nach der Schule wollten die vier Freundinnen zusammen nach Hazuse gehen, als Kagome etwas einfiel.
"Verdammt, ich habe mein Mathebuch im Pult gelassen. Werde ich die Hausaufgaben nicht erledigen, könnt ihr mich abschreiben."
Schnell drehte sie sich wieder um und lief auf das Schulgebäude zu.
"Geht schon mal ohne mich. Tschüss."
Und weg war sie.
Kurze Zeit später erreichte die Schülerin das richtige Klassenzimmer. °Phu, Schwein gehabt.°, dachte das Mädchen, während es im Fach ihres Schreibtisches herumwühlte. °Wäre mir das blöde Buch nicht eingefallen, hätte Jumaru-sensei mich gekillt.° Der neue Mathematiklehrer war ein sehr strenger Mann, das konnte man ihm auf Anhieb ansehen. Doch zum Glück hatte es die Schülerin geschaft, sich die Standpauke zu ersparen.
Ihr Rückweg führte gerade beim Musikraum vorbei, als sie eine Stimme vernahm:
"So, Leute, bevor die Gackerhühner vom Chor wieder hierher kommen, haben wir vier Proben Zeit. Daher erwarte ich volle Konzentration und möglichst wenig Gerede. Einwände?"
Neugierig schlich sich Kagome zur Tür, ging in die Hocke und öffnete diese einen Spalt breit, so dass sie mit einem Auge reingucken konnte. In dem Raum erspähte sie den Rücken des Jungen von der Pause, diesen Inu Yasha. Ansdcheinend hatte die Stimme ihm gehört, denn – soweit sie dies von ihrem Blickwinkel beurteilen konnte – er sah erwartend in die Runde, welche aus drei weiteren Personen bestand. Über seine Schulter hing eine Gitarre – eine Bassgitarre war schon von der einzigen Frau im Klassenzimmer besetzt.
Anscheinend hatte niemand irgendetwas einzuwenden, denn wieder ertönte die gleiche Stimme:
"Gut. Dann fangen wir an."
Die Figur des jungen Mannes verschwand aus ihrem Blickfeld und so konnte sie die restlichen Mitglieder der Lost Souls sehen. Zum einen war da eine junge Frau etwa in Kagome's Alter. Man kannte sie als die Rebellin des St. Antonio Gymnasiums, einer strengen Mädchenschule. Nur ihre guten Noten und einflussreichen Eltern hielten die Schulverwaltung davon auf, die Schülerin rauszuschmeissen.
Weiter in der Reihenfolge war ein weiterer Junge, der etwa in Inu Yasha's Alter sein sollte, also um die achtzehn Menschenjahre. Dieser war als der grösste Casanova in der Geschichte ihrer Schule bekannt. Laut den Gerüchten liess er keinen einzigen Rock unbeachtet vorbei gehen, begrabschte alles, was nicht bei drei auf den Bäumen war. Ein nicht gerade toller Geselle.
Der dritte Mann und somit auch das letzte Mitglied der Gang war wohl ein Dämon, denn Kagome hatte noch nie einen Menschen mit solchen Fangzähnen und spitzen Ohren gesehen. Ein ruhig liegender Schwanz war wohl auch kein Accessoir, denn ab und zu bewegte sich das Ding doch. Ein Wolfsdämon dem Anschein nach, der nun mit dem Schlagzeug beschäftigt war. Soweit Kagome dies von Eri wusste, besuchte der Typ die Shiruyo-Akademie.
Beinahe hätte die junge Frau den Kopf geschüttelt. Dass ihre Freundin aber auch immer über solche Leute bescheid wusste…
In der Zwischenzeit war Inu Yasha mit seinen Vorbereitungen fertig geworden und blickte prüfend in die Runde.
"Kann losgehen, Chef.", meinte der Schlagzeuger, nachdem er die Bestätigung der anderen beiden vernommen hatte. "Was spielen wir?"
"Burn it to the ground.", lautete die kurz abgehackte Antwort. Anscheinend redete der Typ des Öfteren so, denn niemand von der Band wunderte sich über dieses Verhalten. Brav schlug der Schlagzeuger den Takt an und alle fangen an zu spielen. Eine rockige Melodie, die Schüler dieser Schule würden solche Musik nicht akzeptieren, das hatte die Schülerin allein an der Art, wie man hier reagierte, war jemand nicht so wie die allgemeine Menge. Kagomes Aufmerksamkeit wurde wieder auf die Realität gelenkt, als der Gesang startete:


Es ist Mitternacht, verdammt richtig
wir sind zu eng zusammen gerollt
Ich hatte erst ein volles Glas Whiskey
Die Flasche hat mich richtig angebissen
Der Scheiss macht mich scheissverrückt
Wir haben keine Furcht, keine Zweifel
Alles rein, Bälle raus

Chorus
Wir lassen heute Nacht die Sau raus
Kicken jedes Licht aus
Nehmen alles, was wir wollen
Saufen alles, was in unseren Sichtfeld kommt
Wir werden gehen bis die Welt aufhört sich zu drehen
Währen wir's bis auf die Grundmauern verbrennen lassen

Ein simples, aber schönes Solo ertönte von der Gitarre, was Kagome leicht zum Staunen brachte. Der Typ wirkte zwar etwas befremdent, war aber ein grosses Talent betreffend Gesang und Gitarrenspiel. Interessiert hörte die Schülerin weiterhin dem Lied zu, bis die letzten Töne erklangen und es dann still im Raum wurde. Die junge Frau – die Rebellin – war die erste, die das Wort ergriff.
"Ich fürchte, da müssen wir noch üben. Ein paar falsche Töne sind immer noch vorhanden."
"Vergiss nicht, dass wir Ferien hatten.", erwiderte der Keyboardspieler und nahm einen Schluck aus seiner PET-Flasche.
Der Sänger hatte dazu nichts gesagt, zumindest hatte Kagome nichts gehört. Er war aus ihrem Blickfeld verschwunden, in dem er ein paar Schritte zur Seite gemacht hatte. Nun gut, so konnte sie wenigstens die Band genauer betrachten. Es machte sie schon neugierig, diese Leute zu beobachten, hatte sie doch im Grunde genommen keine Ahnung von Gängs und Bands. Genauer gesagt, bestant ihr Wissen über die Politik socher Gemeinschaften aus reinen Hörsagen und Gerüchten. Nicht gerade viel und sicher nicht wirklich der Wahrheit entspechend…
Mit einem Ruck ging die Tür vor ihr auf und Kagome wurde so gezwungen, alles andere als ladylike auf dem Boden zu landen, alle Viere von sich gestreckt. °Autsch.°, dachte sie, während sie sich leicht aufrichtete. Doch dann richtete sich ihr Blick auf ein Paar schwarz-rote Turnschuhe. Weiter oben waren Beine in schwarzen Jeansstoff bekleidet zu sehen, gingen in ein schwarzes T-Shirt rüber, dessen Muster einen roten Drachen darstelle, hinauf zu einem grimmigen Gesicht. °Au Backe.°, war Kagomes zweiter Gedanke und sie lächelte verlegen.
"Hehe."
"Was zum Teufel hast du hier verloren?", fragte Inu Yasha mit einer nicht minder grimmigen Stimme.
"Ähm… Nichts?", tippte die Schülerin.
"Genau. Und jetzt raus mit dir!" Den letzten Satz schrie er förmlich. Das musste er der jungen Frau nicht zwei Mal sagen.
Erst draussen vor dem Schulhaus wagte Kagome einigermassen aufzuatmen. °Du meine Güte, der hatte aber eine üble Laune.°, dachte sie sich noch, ehe sie den Weg zum Higurashi-Schrein nahm. Allerdings kreisten ihre Gedanken den ganzen Heimweg über um eine gewisse Person.






Song von Nickleback - Burn it to the ground

Liebe Grüsse
Euere Natsuki13
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