„Sag ahh...“

KurzgeschichteHumor, Freundschaft / P6
Chocolove McDonell HoroHoro Ren Tao
02.09.2009
02.09.2009
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Vorwort: Tja, Ferien können manchmal sehr komische Sachen hervorbringen...
Eine Warnung vor übelstem Schwachsinn sei hier gegeben. ^^
               


„Sag ahh...“

„He Horohoro!“
Chocolove sah seinen Teamkameraden von der Seite her an. Der Anui hatte die Arme gekreuzt und sah auf das Meer hinaus. Chocolove zog eine Augenbraue nach oben.
Eigentlich war es ja normal, dass Horohoro diesen Gesichtsausdruck hatte, doch normalerweise schrie er seinen Frust immer durch die Weltgeschichte, bis es auch jeder Vollidiot gehört hatte.
Doch heute war es anders. Heute war er tief in Gedanken versunken und grübelte vor sich hin.
Chocolove seufzte. Der hatte vielleicht Nerven...
„Hallo?“, er fuchtelte mit der Hand vor Horohoros Nase herum, „Könntest du mir vielleicht mitteilen was los ist?“
Chocolove sah ihn streng an, doch der Andere rührte sich nicht, sondern starrte weiter auf einen Punkt am Horizont. Auch Chocolove kreuzte nun die Arme und atmete pfeifend aus. Dann hatte er eine Idee. Langsam ging der Comedian vor dem Anui auf die Knie: „Vielleicht muntert ja der Kleine hier dich auf.“ Geschwind zog er einen kleinen Lolli aus seiner Tasche und hielt ihn Horohoro unter die Nase. Sofort sauste eine Faust hinab und traf Chocolove am Kopf.
„Na also! Du lebst ja doch noch.“
Der Comedian blickte grinsend nach oben und sogleich fror sein Gesichtsausdruck ein. Horohoros Blick sprühte Funken.
„Chocolove, du bist nicht witzig!“, knurrte er warnend.
„Aber du hast immerhin reagiert und nicht weiter wie eine Statue da gesessen“, die Stimme des Amerikaners war voller Stolz, doch daraufhin traf Horohoros Faust ihn schmerzhaft in der Brust und Chocolove wurde zu Boden geschleudert.
„Hey, ist ja gut“, Chocolove richtete sich benommen wieder auf. Mit so einer heftigen Reaktion hatte er nicht gerechnet.
„Könntest du mir jetzt mal sagen, was mit dir los ist? Und wo bleibt Ren eigentlich, der hatte uns doch zum Training hierher bestellt.“ Sofort verschränkte Horohoro die Arme vor der Brust und knirschte mit den Zähnen: „Der Vollidiot kommt nicht.“
Chocolove zog abermals eine Augenbraue nach oben. Auch das war ungewöhnlich.
Plötzlich schlug der Anui eine Faust in einen nahe gelegenen Baum: „Der Typ hat mich rausgeschmissen, als ich ihn abholen wollte. Unverzeihlich.“
Deswegen war Horohoro also so in Gedanken versunken gewesen? Chocolove grinste wieder: „Du machst dir doch wohl keine Sorgen, oder?“
Wieder traf ihn eine Faust. Drohend baute sich Chocolove über ihm auf.
„So meinte ich das nicht, sorry“, sagte der Comedian schnell und wich Horohoros nächstem Schlag aus. Eins stand dennoch für Chocolove fest. Der Anui machte sich Sorgen um Ren, auch wenn er es gut verbarg. Doch Chocolove machte sich ebenfalls welche. Ihr Teamleader hatte schließlich noch nie ein Training geschwänzt.
„He Horo. Meinst du wir sollten mal gucken, was mit ihm los ist?“, sagte Chocolove ernst und Horohoro nickte langsam.
So machten sie sich auf den Weg zu Rens Unterkunft. Es dauerte nicht lange, bis sie sie erreichten.
Das Haus war unscheinbar – ein typischer Patcheebau.
Entschlossen traten beide ein, doch niemand war zu sehen. Chocolove zog die Stirn kraus. War Ren etwa nicht da?
Plötzlich war ein Husten aus dem oberen Stockwerk zu hören und ließ die beiden Ankömmlinge erschrocken zusammen zucken. Chocolove und Horohoro sahen sich an. War das Ren?
Vorsichtig schlichen sie nach oben und blickten in den kleinen Raum. Viele Decken lagen auf dem Boden, ansonsten war der Raum leer.
Doch dann erklang ein weiteres Husten und die Beiden entdeckten den Gesuchten, der unter den Decken begraben auf seiner Schlafmatte lag und müde zur Decke blickte. Chocolove sah verdattert in diese Richtung. War Ren etwa wirklich krank?
Er musste grinsen. Das war wohl das Ungewöhnlichste an diesem Tag.
Schnell zog er Horohoro mit sich nach unten, der sah ihn wütend an und wollte gerade schreien, als Chocolove einen Finger an seine Lippen legte und „Sch“ machte.

Fünf Minuten später gingen sie wieder die Treppe hinauf. Chocolove lehnte sich an den Türrahmen während der Anui geräuschvoll ins Zimmer trat.
Erschrocken, durch das plötzliche Geräusch, drehte Ren sich zu ihnen und ungläubig blieb ihm der Mund offen stehen. Seine Teammitglieder standen grinsend vor ihm.
Chocolove trug einen kurzen Krankenhauskittel, während der Anui einen kleinen Arztkoffer in der einen Hand trug und die andere entschlossen in seine Hüfte gestemmt hatte.
Ehe Ren etwas sagen konnte schritt der Comedian auf ihn zu und zog ein Fieberthermometer hervor.
„Und jetzt sah schön: Ahh.“, grinste er und Ren kam schlagartig wieder auf die Beine.
„Ihr Vollidioten!“, schrie er, als er sie nach draußen warf.
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