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Leseprobe - Aus gutem Hause

von Rona
Kurzbeschreibung
LeseprobeDrama / P18 / MaleSlash
24.08.2009
01.08.2010
15
52.900
31
Alle Kapitel
1.652 Reviews
Dieses Kapitel
127 Reviews
 
 
24.08.2009 2.401
 
Erklärung zur Leseprobe

Dies ist die Leseprobe zu "Aus gutem Hause".
Die Geschichte wird Anfang 2015 beim Cursed-Verlag sowohl als Print als auch als Ebook erscheinen.
"Aus gutem Hause" war meine erste Story hier auf Fanfiktion und eigentlich sind erste Romane ja immer für die Schublade, umso mehr freue ich mich, sie euch nun tatsächlich bald in gedruckter ( und vor allen Dingen ordentlich überarbeiteter ) Form zu präsentieren.

In der ursprünglichen Fassung war die Geschichte vollumfänglich mit 65 Kapiteln ab dem 01.08.2010 bis zum 21.08.2014 hier auf Fanfiktion.de zu lesen.
Die Leseprobe wird nach Überarbeitung und Lektorat noch einmal entsprechend aktualisiert werden.




Es ist mein freier Tag heute und ich habe ein Date. Das erste seit einer gefühlten Ewigkeit. Eigentlich ist es nicht klug, auszugehen, denn ich muss morgen ja wieder antreten zur Frühschicht, aber ich musste einfach mal wieder ausgehen. Auf die Jagd, wie Lars nonchalant sagen würde. Und wenn ich ehrlich bin, dann hat er nicht so wirklich unrecht damit.

Die letzen beiden Wochenenden hab' ich auf einer Fortbildung in Berlin verbracht und die hat mich so alle gemacht, dass ich abends wie ein Baby in mein Hotelbett gefallen bin und das Berliner Nachtleben leider mal eben verpennt hab’. Ein einziges Mal war ich kurz auf einen Drink in der Hotel- Bar. Aber das war nicht besonders ergiebig, nur Typen auf Geschäftsreise, darauf habe ich keinen Bock. Ich stehe nicht auf Heten, ist Zeitverschwendung und der Sex, wenn denn mal einer von ihnen in Probierlaune ist, der ist auch schlecht.
Wenigstens war ich shoppen, das geht in Berlin viel besser als in Hamburg. Der Neue Wall ist ein Witz im Gegensatz zur Friedrichstraße. Ich hab’ mir ein paar nette Sachen gekauft, bei Gucci. Und endlich diese neue Umhängetasche von Vuitton.

Das Wochenende nach der Fortbildung hatte ich den Nachtdienst unten in der Notaufnahme, weil ich Idiot schon ewig mit Sören getauscht hatte und die Woche drauf, also letztes Wochenende, war ich bei meinen Eltern. Wenn die schon mal im Lande sind und mein Vater nicht auf irgendwelchen Vorträgen, dann mag ich das manchmal ganz gern., ich mir das nicht entgehen. Trotz meines „unsteten Lebenswandels“, wie meine Mutter das nennt, was ihr schwuler und ungebundener Sohn so treibt.
Leslie, meine Schwester und die Kindern waren auch da, alles in allem also ein echt cooles Familienwochenende. Schade, dass sie meist so weit weg sind.

Seit meine Eltern nach München sind, sehe ich sie echt nur noch selten. Mein Dad ist viel unterwegs, sie sind meist nicht zu Hause. Also halte ich hier in Hamburg die Stellung. Mindestens noch bis nächstes Jahr, wenn ich die drei Jahre aus meinem Vertrag hier voll hab, dann werd’ ich mal weiter sehen.
Aber jetzt hab’ ich erstmal ein Date

Er ist ein bisschen jung, aber ganz süß, ist ein Bekannter von Achim und hat sich echt mal ins Zeug gelegt, meine Telefonnummer zu bekommen. Und bevor ich meinen freien Tag alleine vor dem Fernseher vergeude, gehe ich doch lieber mit ihm aus.

Erst waren wir Essen, dann sind wir an der Innenalster entlang und haben überlegt, ob wir ins Kino sollen. Aber dann haben wir uns ein Taxi genommen und sind auf die Reeperbahn gefahren. Und jetzt sind wir im guten, alten 136° gelandet und ich stehe an der Bar und schaue ihm zu, wie er tanzt.
Er kann sich gut bewegen und ab und zu lächelt er zu mir hinüber. Er ist eigentlich echt ganz süß. Nick heißt er, und er studiert im zweiten Semester VWL.

„Puh!“, sagt er außer Atem und lässt sich neben mir auf einem Barhocker fallen. „Jetzt brauch’ ich mal ‚ne Pause!“
„Willst Du was trinken?“, fragte ich.
Er nickt und ich bestelle noch zwei Bier. Wir stoßen an, mit den Flaschen.

„Cheers!“, sagt er und lächelt. Ich erwidere es. Er ist wirklich ganz süß. Wir trinken wortlos, er legt seine Hand auf meinen Oberschenkel, ich lass’ ihn. Lass ihn auch nach oben fahren bis kurz vor meinen Schritt.

Ich wollte ihn eigentlich nicht mitnehmen, ich stehe nicht mehr so sehr auf Sex mit so jungen Typen, die verlieben sich schnell in einen wie mich. Ich mag ihn und er ist wirklich ganz süß, aber ich wollte  ihn allerhöchstens küssen, bei der Verabschiedung.

„Und du bist echt Arzt?“, will er mit einem mal wissen.
Ich nicke.
„Krass!“
„Was ist daran denn krass?“, frage ich.
„Na ja, ich meine…Du bist so…jung…und du hast ein Zungenpiercing“.
Wenn der wüsste, wo ich sonst noch überall ein Piercing hab’...

„Ich bin gar nicht mehr so jung“, sage ich. „Ich bin fast vierunddreißig. Und das Piercing hab’ ich schon ewig…ich hab's machen lassen, da war ich so alt wie du“
„Vierundzwanzig?“, fragt er. Ich weiß, dass er mich grade anlügt, er ist einundzwanzig. Hat Achim mir gesagt.
„So ungefähr…“, entgegne ich, um ihn nicht bloßzustellen.
„Lässt Du es drin, wenn Du arbeitest?“, will er wissen.
Ich grinse.
“Wieso nicht ? Ist doch Chirurgenstahl…“
„Wo arbeitest Du?“
„Klinikum…Chirurgie…Wir alt hättest du mich denn geschätzt?“
Ich weiß, dass ich jünger aussehe, wenn ich sage, ich bin achtundzwanzig, dann glaubt mir das jeder.Es ist nichts neues, aber es schmeichelt mir. Und wenn er jetzt richtig antwortet, dann…na ja, vielleicht nehme ich ihn dann ja doch noch mit nach Hause heute Nacht.

„Hm…so siebenundzwanzig vielleicht!“,sagt er.
Das ist nett. Ich schenke ihm ein gönnerhaftes Lächeln.
„Tanzen?“ Er lacht.
"Ich steh' eigentlich nicht drauf!", gebe ich zu. Ich finde Tanzen albern.
"Ich steh' aber drauf...und auf dich steh' ich auch!" Beinahe wie zufällig lässt er seine Hand über meine Knopfleiste gleiten. Holla! Na gut, tanzen wir eben vor dem Ficken...

Ich lege meine Arme um seinen Hals und ziehe ihn vom Barhocker. Wir wiegen uns im Rhythmus der Musik, ich streiche ihm eine Strähne hinters Ohr und unsere Lippen treffen sich. Er küsst besser als ich erwartet habe, sanft aber doch bestimmt spielt er mit meiner Zunge und dem Piercing, was ihm offenbar gefällt und streichelt dabei ziemlich aufreizend meinen Po. Er ist alles andere als ein unbeschriebenes Blatt und er weiß ganz genau, was er da tut.

„Zu Dir?“, fragt er und sieht mich entschlossen an „Ich…ich wohn’ in einer WG“.
„Hm…“ Ich überlege. Eigentlich mag ich es nicht, ich vermeide es, sie mit zu mir zu nehmen. Seit ich das Haus meiner Eltern bewohne, kommt das irgendwie gut und auch wieder nicht gut. Ist ein bisschen kompliziert, aber auf eine Matratze auf Euro-Paletten habe ich heute Nacht auch keinen Bock. Ich hatte noch nie wirklich guten Sex in einer WG .

„O.k.“, sage ich also und küsse ihn noch mal. Dann lege ich meinen Arm um ihn und wir verschwinden zum Taxistand.

„Scheiße…Du wohnst hier nicht wirklich, oder?“, sagt er etwa zwanzig Minuten später und schluckt.
„Doch!“, gestehe ich und genau deswegen wollte ich ihn eigentlich nicht mit zu mir nehmen. Aber ich wollte ja auch nicht in seine blöde WG.

Ich schließe die Tür auf und er sieht sich fast ehrfürchtig im Foyer um.
Das Haus gehört meinen Eltern, meine Ma hängt dran, Leslie auch, wir werden es also sowieso nie verkaufen und da es nun mal in Hamburg steht und ich hier arbeite, kann ich auch gleich drin wohnen.
Es ist ein bisschen groß für eine Person, aber mein Gott, so ist das eben und wir haben es ja nicht geklaut. Es gehört seit Ewigkeiten meiner Familie, es hat schon meinen Großeltern gehört, ich bin hier aufgewachsen und, auch wenn ich's nie zugeben würde, irgendwie hängen nicht nur meine Ma und Leslie dran.
Außerdem sind wir ja nun auch nicht grade arm, also ist das schon o.k. Aber auf solche jungen Typen wie Nick macht das immer Eindruck.
Eindruck den ich eigentlich nicht brauche und nicht will. Vielleicht sollte ich mir eine Zwei-Zimmer-Wohnung in der City anschaffen. Nur jetzt gerade, da wohne ich eben hier. Und er denkt, ich bin irgend so ein reicher Typ. Bin ich vielleicht auch. Mein Vater ist Professor und seiner war es auch schon. Ich bin zwar keiner, aber immerhin kann ich nächstes Jahr Oberarzt werden, wenn es gut läuft. Schätze also, ich bin irgendwie nur ein bisschen missraten was meine sexuelle Orientierung angeht, aber ansonsten auf einem guten Weg für die Familientradition.

„Wow!“, sagt er jetzt andächtig.
„Schlafzimmer ist da drüben!“ Ich schiebe ihn am Kragen seiner Jacke, die ich ihm dabei abstreife und zu Boden fallen lasse, rückwärts durch die hohe Flügeltür. Das alte Parkett knarrt unter unseren Füßen, ich dränge ihn zu meinem Bett, wir lassen uns darauf fallen und küssen uns.

„Das ist voll die Villa!“, keucht er als er den Kuss kurz unterbricht, während ich mir an seinem Hemd zu schaffen mache. Ich hab’ jetzt keinen Bock meine Vermögensverhältnisse mit ihm zu diskutieren, ich habe überhaupt keinen Bock drauf, dass er redet mit seinem Mund.
„Hm!“, brumme ich deshalb nur. „Falls Du bis morgen früh bleiben willst, erschreck’ nicht, um sieben kommt die Haushälterin!“
„Haushälterin?“
„Ja…nur damit Du weißt, daß ich hier nicht mit meiner Mutter oder so wohne...aber keine Panik, sie wird sich nicht weiter an Dir stören...sie kommt immer so früh, sie macht den Kaffee.."
"Aha...". Spätestens jetzt denkt er wirklich, ich sei ein reicher Typ.

"Können wir das jetzt damit beenden und vielleicht weitermachen?“, frage ich ungehalten. Daß es Elsa auch deswegen nicht stört, weil sie's mehr oder weniger gewohnt ist, daß ihr morgens ab und an mal ein fremder Typ über den Weg läuft und hier Kaffee trinkt, wenn ich schon lange in der Klinik bin, sage ich lieber nicht. Und auch nicht, daß ich eigentlich keinen Bock habe, daß er bis morgen früh bleibt, das fände ich irgendwie unhöflich. Jedenfalls vor dem Sex.

„O.k.“, sagt er und drückt mich mit einem Grinsen aufs Bett. Ich mag dieses Grinsen irgendwie, es ist versaut. Ich hoffe, er hält, was er verspricht.

Er setzt sich auf meine Oberschenkel und streicht sanft mit der Hand über die Knopfleiste meiner Jeans. Ich bin mittelscharf…ein bisschen erregt, noch nicht so richtig, aber auf dem besten Weg dahin.

Seine Finger fahren unter mein Hemd, ein wenig zögerlich erst, aber als ich mit meiner Hand über die deutliche Erhebung in seiner Jeans streichle und den Reißverschluss aufziehe, wird er schnell zielstrebiger. Hastig knöpft er mein Hemd auf und fährt mit der Zunge über die Haut, die er dabei freilegt. Ich öffne mit einem routinierten Handgriff seinen Gürtel und schiebe ihm seine Jeans und seine Short über die Hüften. Er schließt die Augen und wirft seinen Kopf in den Nacken, als ich ihn anfasse.

„Mhm!“, macht er genießerisch und schiebt mein Hemd auseinander.Blind tasten seine Hände nach meinen Brustwarzen. Ich grinse, weil ich weiß, was jetzt kommt.

„Oh!“, stößt er überrascht hervor.
„Hättest Du Dir ja denken können, nach der Zunge!“, grinse ich, als er für einen Augenblick auf meine beiden durchstochenen Nippel starrt. „Und ich hab’ auch ein Dolphin, aber dazu kommen wir gleich…“

Ganz offensichtlich hat er keine wirkliche Ahnung, was das ist, aber er kann es sich wohl denken und es schreckt ihn offenbar nicht ab. Im Gegenteil, er lässt sich auf meinen Oberkörper sinken und beginnt, mit der Zunge an meiner Brust zu spielen. Bewegt das Metall hin und her, beißt sanft mit den Zähnen daran herum und entlockt mir so ein Stöhnen. Ich streichle seinen Rücken, lasse meine Finger an seinem Rückgrat entlang über seine einzelnen Wirbel laufen und dann zwischen seinen Pobacken verschwinden. Offenbar mag er das, denn fast hektisch strampelt er sich seine Hose, die immer noch in seinen Kniekehlen hängt, von den Beinen und schiebt dann auch meine Jeans und meine Pants über meine Hüfte. Und dann...lernt er, was ein Dolphin ist.

Einen Moment lang mustert er mich und das Piercing, bevor er grinst und dann einfach beginnt, mit seiner Zunge daran zu spielen. Und das macht er gar nicht mal schlecht.
„Ja...“, hauche ich genießerisch und spreize meine Beine ein wenig. Er kauert sich mit rundem Rücken dazwischen, legt seine Hände auf meinen Po und nimmt mich dann so tief er kann in seinen Mund, spielt mit seiner Zunge und ich genieße es. Es ist wirklich gut und das Mittelscharf von vorhin ist längst einer ziemlich ordentlichen Erektion gewichen, die ihm offensichtlich gefällt. Ich lasse meine Finger durch sein Haar gleiten, bewege sanft seinen Kopf auf und ab und ziehe ihn dann, als ich genug und keine Lust mehr auf Vorspiel habe, in seinem Nacken nach oben und damit seinen Kopf wieder nah vor mein Gesicht.
„Bottom?“, frage ich und spiele dabei mit meinen Zähnen sanft an seiner Unterlippe. Eigentlich ist es gar nicht wirklich eine Frage.
„Schon…“, haucht er brav.
„Dann dreh’ dich um!“, sage ich und schiebe ihn dabei zielstrebig auf den Bauch.
„Kannst Du…mit dem Piercing…ein Kondom?“, fragt er ein bisschen schüchtern.
„Hey…ich bin nicht wahnsinnig…natürlich…safe!“
Er dreht den Kopf zu mir um und nickt noch einmal.

Ich greife mir den Kram aus der Schublade, setze mich auf seine Oberschenkel und bereite ihn noch ein bisschen vor. Nur mit den Fingern und Gel, ich rimme nicht bei One Night Stands, dazu war ich wohl ein bisschen zu lang auf der Inneren.
Er stöhnt, genießt es offensichtlich, zumindest sagt er es und dann drängt er sich mir fast ein bisschen ungeduldig entgegen. Ich hab' auch keine Lust mehr zu warten, ziehe mir das Kondom über und einen Moment lang verspannt er sich noch mal kurz, als ich in ihn eindringe. Ich bin vorsichtig und eine Zeit lang streichle ich seinen Rücken, bis er wieder entspannt unter mir liegt. Ich beginne langsam, mich zu bewegen, fühle seine Enge und höre ihn stöhnen. Dafür, dass ich ihn eigentlich nur zum Abschied küssen wollte, ist diese Nummer mit ihm gar nicht mal so schlecht. Vielleicht sollte er doch bis morgen früh bleiben...



So...*schäm* jetzt habe ich also mein erstes Kapitel in dieser Kategorie gepostet.
Wenn es euch gefällt, dann mache ich eine Geschichte draus, die ich hier so etwa 1x pro Woche updaten würde ( mehr oder weniger). Ich hoffe, ihr lasst mir ein paar Reviews mit Anregungen und/oder Kritik da...Lob nehme ich natürlich auch...hoffe, der Einstieg gefällt euch...


lg

Rona
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