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Punisher - Home Invasion

von BenReilly
Kurzbeschreibung
KurzgeschichteThriller / P18 / Gen
Frank Castle "The Punisher"
16.08.2009
16.08.2009
1
2.229
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Dieses Kapitel
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16.08.2009 2.229
 
Kriegstagebuch 6. Dezember
Es wird immer schwerer wirkliche Ziele zu finden. Nicht weil es an ihnen mangelt, sondern weil sie dazu lernen. Das gefällt mir nicht. Die Gnuccis sind tot und der Kingpin ist im Gefängniss. Die restlichen Familien verstecken sich immer besser. Werden vorsichtiger. Wissen was passiert, wenn ich sie finde. In letzter Zeit musste ich mich mit den üblichen Abschaum auf der Strasse begnügen. Drogendealer, Vergewaltiger, Bastarde die Waffen an Kinder verkaufen oder die für ein paar Dollar töten. Das reicht nicht. Um den Krieg zu gewinnen muss ich mehr tun. Ich brauche bald einen Durchbruch.

Kriegstagebuch  12. Dezember
Einer meiner Informanten hat mir von einer großen Sache berichtet. Genaues weiss er nicht, außer das die Köpfe von 3 Verbrecherfamilien involviert sind. Ich muss dabei sein.

Kriegstagebuch  15. Dezember
Die Sicherheitsvorkehrungen der übrig gebliebenen Familien sind gut. Bisher konnte ich nichts neues herrausfinden. In Situationen wie dieser, wäre Micro doch recht nützlich. Ich erledige das aber auf die altmodische Art. Ich muss nur den Richtigen finden.

Kriegstagebuch  18. Dezember
Hab eine Bande von Drogendealer in Soho erwischt. Sie scheinen für die Makkonis zu arbeiten. Einer von ihnen hatte das Glück lange genug zu leben um mir ein paar Details zu verraten. Die Familien haben Angst. Sie scheinen zur Zeit nicht in der Lage zu sein, das Machtvakuum, das der Kingpin hinterlassen hat, zu fühlen. Sie sind schwach, aber nicht mehr lange. Ich muss mich beeilen sie zu erwischen.

Kriegstagebuch  20. Dezember
Habe ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk gefunden. Toni Lugaci. Kurrier der Makkonis. Reines Glück. Ich war dabei ein paar Lebensmittel zu besorgen, als er an mir vorbei lief. Ich folgte ihn und drängte sein Wagen von der Straße. Nach dem ich ein paar Stunden mit ihn beschäftigt war, verriet er mir alles. Die Makkonis haben eine Konferenz einberufen. Thema: Ich. Sie wollen mich loswerden und planen dies mit den anderen Familien zu koordinieren. Anscheinend wird das organisierte Verbrechen endlich organisiert. Ihr Pech ist, ich weiss wann sie sich treffen und wo sie sich treffen.

Kriegstagebuch 21. Dezember
War in der Nachbarschaft wo das Treffen stattfinden soll. Sie planen sich in ein Einfamilienhaus in der Vorstadt zu treffen. Wer würde dort nach ihnen suchen? Nicht weit entfernt ist ein verlassenes Haus. Ideal um die Gegend unter Beobachtung zu halten und die Operation von dort aus durchzuführen.

Kriegstagebuch 22. Dezember
Ich habe heute nacht Waffen, Munition und Vorräte in das Haus gebracht und meine Ausrüstung installiert. Das treffen soll erst in 2 Tagen stattfinden, ich werde die Gegend aber bereits unter Beobachtung halten.

Kriegstagebuch 24. Dezember
Heute ist es soweit. Ich habe meine Ausrüstung hier. Sobald die Familien versammelt sind, gehe ich rein. Es soll schnell gehen. Brauche ich zu lange verlier ich den Schockmoment und sie kriegen mich. Ich nehm die M-60 für das Gröbste und ein CAR-15 Sturmgewehr für den Rest. Sollte es nötig sein, habe ich noch ein paar Splitter- und Blendgranaten und eine Beretta.


********

Frank Castle lag am Boden des dunklen Zimmers. Unter sich hatte er Decken ausgebreitet und über ihn wurde er von einen dunklen Ein-Mann-Zelt gewärmt. Er hatte ein Loch in die Wand gebohrt und einen Feldstecher darin befestigt, so dass er das Haus im Liegen beobachten konnte und er nicht auf die Fenster angewiesen war. Die Wachen würden mit Sicherheit sämtliche Fenster in der Umgebung beobachten. Seine Wärmebildkamera lag neben ihn bereit. Noch brauchte er sie nicht. Das Haus war von der Straßenbeleuchtung gut zu erkennen. Zwei Wagen waren bereits gekommen und hatten kurz gehalten, damit die Insassen aussteigen können. Dann waren sie wieder davon gefahren. Gut so. Weniger Fluchtmöglichkeiten, wenn die Fahrzeuge woanders, ausser Sicht parken. Die Paranoia der Familien hatte auch seine Vorteile.

Es würde nicht mehr lange dauern und alle Teilnehmer der Konferenz wären anwesend. Ziel der Konferenz ist es das Punisher Problem zu lösen. Und Castle plannte auch, das dieses Ziel erfüllt wird. Nur nicht ganz so wie die Familien es geplannt hatten. Castle hatte genug Munition und Waffen mitgebracht um ein Krieg zu führen und das würde er auch heute Abend tun und vielleicht wäre die Botschaft endlich klar genug unter den Möchtegern Kingpin´s. New York ist Punisher Gebiet. Jeder der versuchte sich diesen Titel zu geben, ist bereits tot. Er weiss es nur noch nicht.

Frank ass etwas von seiner Armee Ration die er mitgebracht hatte. Es schmeckte zwar furchtbar, aber in einer Nacht wie dieser, war es das einzig angemessene Essen. Dann hörte er etwas. Ein Geräusch was nicht zu der Gegend passte. Vorrsichtig hob er seinen Kopf um besser hören zu können. Glas war zerbrochen worden. In den Gossen New Yorks war dies ein ständig zu hörendes Geräusch, aber nicht hier. Nicht in den sauberen Vorstädten, wo die braven Amerikanischen Bilderbuchfamilien ihr behütetes Leben führten.

Er blickte durch den Feldstecher auf das Haus der Makkonis. Alles war beim alten geblieben. Die Wachen waren immer noch an den selben stellen. Sie glaubten sicherlich gut versteckt zu sein, doch für ein geübten Soldaten, wie Castle, waren ihre Tarnversuche einfach nur Dilettant. Wenn aber die Wachen nichts gehört hatten, musste das Geräusch woanders her kommen.

Frank griff nach den Wärmebildgerät und ging zu den Fenster auf der Rückseite seines Hauses. Auf den ersten Blick schien alles bestens. Er fühlte aber das etwas nicht stimmte. Frank schaltete das Wärmebildgerät ein und sah hindurch. Was in den Häusern vor sich ging, war für ihn damit verborgen. Den die Kamera kann die Wärmestrahlung nicht durch die Fenster unterscheiben, da die Strahlung von den Glas reflektiert wird. Aber das war nicht genau wonach er suchte.

In den Schnee fand er es dann. Fussspuren. Sie führten über den Vorhof zu eines der Fenster des Hauses und kühlten schnell ab. Sie waren aber gerade noch lang genugtsichbar, so dass Frank nun wusste, nach welchen Haus er suchte. Als er die Gegend ausgekundschaftet hatte, informierte er sich über die gesamte Nachbarschaft und wusste daher, dass das Haus von einer Familie mit zwei kleinen Kinder bewohnt wurde. Vater, Mutter, Sohn und Tochter. Ähnlich wie seine Familie, zumindest bis zu diesen allen verändernden Tag im Park, als sie Zeugen einer Mafia Hinrichtung wurden und Maria mitsamt seinen Kindern im Kugelfeuer starb.

Er verschwendete noch eine kurze Sekunde daran, über die Konferenz der Makkoni Familie nachzudenken und entschloss ohne lange zögern wo seine Prioritäten lagen. Wenn er nicht feststellte was in diesen Haus passierte, könnte die gesamte vier Köpfige Familie sterben, falls doch nichts wahr, hätte er immer noch genug Zeit um sich um die Konferenz zu kümmern. Außerdem könnte er sich jederzeit wieder um die Makkonis kümmern.

Frank sah sich um welche Waffen er mitnehmen sollte und bereute sofort, dass er keine Schallgedämpften Waffen dabei hatte. Er entschloss sich daher nur mit seinen Messer und der Beretta vorzugehen. Wenn er recht hatte und das Haus wirklich überfallen wird, könnte Lärm die gesamte Familie gefährden, ausserdem hatt er vielleicht noch eine Chance zu der Konferenz zu gelangen, wenn er in den Haus leise genug vorgeht.

Über den Hinterausgang schlich Frank ins Freie. Seine schwarzen Kleider gaben ihn in der schnee weissen Umgebung eine schlechte Tarnung. Das einzige was zu den Schnee passte war der Totenkopf auf seiner Brust. Das nächste mal würde er auch einen Tarnanzug einpacken müssen. Wieder etwas was er für die Konferenz nicht geplannt hatte. Wenigstens dämpfte der Schnee seine Schritte.

So gut es unter den Umständen ging schlich er sich an das Haus an, als er weitere Geräusche aus dessen inneren hörte. Jemand rief etwas und dann waren da die so bekannten dumpfen Geräusche eines Nahkampfes. Frank war sich nun sicher und beeilte sich mehr. Ein schnell abgewürgter Schrei. Er kam von einer Frau aus den Inneren.

Frank erreichte das Fenster, wo die Eindringle in das Haus gekommen sein mussten. Es war zerbrochen und danach geöffnet worden. Langsam beugte er sich mit seiner Beretta in der Hand durchs Fenster und stieg mit den rechten Bein zuerst ins Haus. Glas zerknirschte unter seinen Fuss, als er das zweit Bein durch das Fenster zog. Im Haus war das Licht aus, aber er hörte Laute stimmen. Von den Eindringlingen. Anhand der Stimmen mindestens drei. Sie lachten und verspotteten eine Frau. Er hörte ihr wimmern. Gut, sie lebte noch. Wo die Kinder waren wusste er nicht. Was mit den Mann war, konnte er sich denken.

Vorsichtig begann er die Zimmer im Erdgeschoss zu durchsuchen. Obwohl er schleunigst nach oben wollte, wo die Frau und wohl der Großteil der Eindringlinge war, wollte er nicht riskieren, dass einer von ihnen plötzlich hinter ihn auftauchte. Er zog das Messer aus seiner Scheide und steckte die Pistole zurück in seinen Halfter. Während er von oben immer noch den Lärm der Männer hörte, kammen aus einen Raum vor ihn wühl Geräusche. Jemand suchte nach etwas. Mit Sicherheit Geld.

Langsam öffnete er die Tür ein paar Zentimeter und als er immer noch die wühlgeräusche hörte steckte er vorsichtig die Messerklinge durch den Türspalt. Frank sah auf der Reflexion der Klinge einen Mann der einen Schrank durchwühlte. Der Mann hatte eine Taschenlampe und war in einen schäbigen Mantel gekleidet. Langsam öffnete Frank die Tür und schlich sich den Mann von hinten an. Er griff nach seinen Haaren und ries seinen Kopf nach hinten. In ein und der selben Bewegung schnitt er ihn mit den Messer die Kehle durch und griff danach nach seinen Mund. Obwohl oft angenommen, ist diese Art zu sterben alles andere als Lautlos. Der Mann gurgelte und zappelte in Franks Armen bis er nur noch stumm und still dahing.

Frank lies den Toten zu Boden und sah ihn sich genauer an. "Netter Mantel." sagte er leise und beugte sich nach unten um den Toten den Mantel auszuziehen. Er nahm den Mantel und zog ihn sich selber an. Nachdem er sicher war, das niemand sonst im Erdgeschoss war, schlich er die Treppe hinauf bis er vor die Tür stand aus dem der Lärm kam. Frank zog sich die Kaputze über den Kopf und soweit runter dass sie ein grossteil seines Gesichts verbarg. Dann öffnete er die Tür.

Im Raum sah er zwei Männer die über eine Frau gebeugt standen die am Boden lag und blutete. Sie jammerte und Frank wusste sie lebte noch. Von ihren Mann konnte er nicht dasselbe behaupten. Er lag neben seinen Bett bluttüberstömt mit eingeschlagenen Schädel, noch in seinem Pyjama. Sein Gehirn war auf den Bettlacken und der Wand verspritzt. Die beiden Männer hatten noch die Baseballschläger in ihren Händen, mit denen sie ihr blutiges Tageswerk verbracht hatten.

Einer der Männer drehte sich um und sah Frank, doch hielt ihn offenbar für seinen Freund, dessen Mantel Frank noch trug.
"Hey Jim, hast du was gefunden?" fragte er. Seine Augen wurden größer als er das Gesicht seines vermeintlichen Freundes sah, doch es war zu spät. Frank war nah genug an ihn herangekommen und schlug ihn mit seinen Handballen von unten gegen die Nase. Sein Nasenbein zersplitterte und die Knochfragmente bohrten sich in sein Gehirn. Bevor er auf den Boden aufschlug, hatte der zweite Mann der sich hastig umgedreht hatte, bereits Frank sein Messer tief im Auge stecken.

Frank kniete nieder und drehte die Frau zu sich. Obwohl sie merfach mit den Baseballschlägern geschlagen wurde und noch immer weinte, begann sie nicht zu schreien oder hysterisch zu werden. Das passierte auch nicht oft.
Leise und sanft fragte Frank: "Wieviele sind es? Drei? Wo sind die Kinder?"
Die Frau sah den Totenkopf auf Franks Brust und wusste sofort mit wenn sie es zu tun hatte.
"Ne.. Nein.. Es sind Vier. Einer ist bei meinen Kinder." Sie brauchte eine Sekunde um sich zu fangen. "Rette sie. Sie hinten im Gang, rechte Tür."

Frank zog seine Beretta. Kein Sinn mehr Leise zu sein. Noch hatte er keine Kinderschreie gehört, also war es noch nicht zu spät. Aber er musste sich beeilen. Zügig lief er über den Gang, versucht dabei nicht zuviel Lärm zu machen, bis er vor der Tür stand.

Er tritt gegen die Tür und das Schloss gab nach, die Tür sprang auf. Ein verwirrt aussehender Mann, stand mitten in dem Raum, ebenfalls mit einen Baseballschläger ausgestattet und sah verdutzt in die Mündung von Franks Pistole. Ohne zu zögern drückte dieser ab und traff ihn zwischen die Augen.

Als der Schuss ertönte, begannen zwei Kinder laut loszuschreien. Frank folgte den Schrei zu den Wandschrank und öffnete diesen vorsichtig. In ihn waren die zwei Kinder die sich gegenseitig festhielten und weinten. Frank versuchte sie zu beruhigen, aber seit er, zuletzt mit Kindern zu tun hatte, war schon eine Weile her.

Die Mutter der beiden kam angerannt und kümmerte sich nicht um den Toten Mann der mitten ihm Raum lag. Sie rannte zu den Kindern und nahm sie in ihre Armee. Frank steckte die Waffe zurück und wusste das der Schuss von den Makkonis gehört werden musste. Mit Sicherheit, waren diese bereits dabei, die Konferenz zu evakuieren. Diese Chance war vorbei. Aber er würde eine weitere bekommen. Da war er auch sicher. Als er aber sah, wie die Frau ihre Kinder in den Arm hielt, wusste er, dass er das Richtige getan. Frank drehte sich von der Frau weg und begann Richtung Tür zu laufen. Seine Mission hier war erfüllt, als die Frau etwas zu ihn rief. Es war ein Wort das er selten hörte. Aber er würde dieses Weihnachten öfters dran denken. Sie sagte Danke.
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