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Elternzeit

von LuaNa
Kurzbeschreibung
GeschichteHumor / P12 / Gen
Anko Mitarashi Naruto Uzumaki Neji Hyuga Sai Sakura Haruno TenTen
15.08.2009
03.01.2011
4
6.547
 
Alle Kapitel
23 Reviews
Dieses Kapitel
7 Reviews
 
 
15.08.2009 1.935
 
Disclaimer: Die Charaktere von "Naruto" gehören - wie ihr alle wisst - nicht uns, sondern entspringen der Fantasie Masashi Kishimotos. Wir verdienen kein Geld an dieser Fanfic.


~°~


Eltern #1: Kiba und Ino

 „KIBA!! Jetzt hör verdammt nochmal auf, unserem Sohn dämliche Schimpfwörter beizubringen!!“, hörte eines Nachmittags jeder, der Ohren hatte und sich im Stadtpark oder dessen unmittelbarem Umfeld befand, die liebliche Stimme Ino Yamanakas mahnen.
Der Hundefreund zeigte sich ob des Gekeifes allerdings unbeeindruckt: „Wieso? Er muss sich auch mit Worten verteidigen können. Außerdem benutzt du sie doch selbst!“
 „Das ist etwas ganz Anderes! Und nun gib ihn her! Es ist ja nicht mit anzusehen, wie du ihn hältst!“
Ino streckte ungeduldig die Arme aus, doch Kiba machte keine Anstalten, den Säugling in seinen Armen an die immer noch wütende Blonde abzugeben: „Vergiss es. So aufbrausend, wie du im Moment bist, würdest du ihn noch zerdrücken!“
 „Und wenn du weiter so mit ihm rumhampelst, fällt er runter!“
 „Dann ist seine Überlebenschance immer noch beträchtlich höher!“
Zu spät merkte Kiba, dass er den geeigneten Zeitpunkt zur Versöhnung mit Ino verpasst hatte. Das Maß war voll. Auf seinem Kopf eine gewaltige Beule.
 „Dämlicher Idiot… Was denkt er eigentlich, wer er ist…? Pah“, knurrte Ino und stapfte mit Baby in Richtung Parkbank davon.
 „Hey! Ich habe genauso ein Recht dazu, Zeit mit Kiba Junior zu verbringen, wie du Ino!“ Grimmig trottete er Ino hinterher und ließ sich ebenfalls auf die Parkbank fallen. Ino, die gerade damit beschäftigt war, dem Säugling die Flasche zu geben, wandte sich mit einem scharfen Blick zu ihrem Gefährten: „Kiba Junior? Du spinnst wohl! Er wird nach meinem Vater, Inoichi, genannt!“
Kiba seufzte. Wo war er da nur hereingeraten? „Ino… Ich finde die ganze Sache genauso… nervig wie du, aber wir müssen das jetzt zusammen durchziehen und es wäre super, wenn du mir ein bisschen, ein klitzekleines Bisschen entgegenkommen könntest.“ Sein Anliegen betonte er durch Zeigefinger und Daumen, zwischen denen nur noch ein Makrozentimeter Platz war.
Ino schnaubte: „Du findest es also nervig, dich um unser Kind zu kümmern, ja? Tja, Pech für dich! Du steckst da genauso drin wie ich und wirst mir gefälligst helfen, eine gute Note zu bekommen! Und nur noch einmal fürs Protokoll: Der Name ist Inoichi!“
Kiba seufzte erneut. Was hatte ihm seine Lehrerin da nur eingebrockt?

~Flashback~


Anko strahlte übers ganze Gesicht, als sie den Klassenraum am Montagmorgen betrat. Hinter sich her zog sie einen verdeckten Bollerwagen.
 „Guten Morgen, Klasse! Ist es nicht ein wundervoller Tag? Habt ihr die frische Frühlingsluft draußen tief eingeatmet?“
Die Klasse stutzte. Die Panik, welche eben noch unterschwellig unter den Tischen gehaust hatte (wie immer, wenn eine Stunde mit Anko bevorstand. Denn jeder Schüler dieses Gymnasiums wusste, dass nur Wenige Ankos Lehrmethoden ohne geistige oder körperliche Blessuren überstanden), kroch der gesamten Klasse nun das Rückenmark hoch und heftete sich wie eine eisige Hand an ihren Nacken. Anko-sensei hatte gute Laune. An einem Montagmorgen… Das Schicksal der Klasse war also besiegelt. Schmerzen oder Psychoterror. Vielleicht sogar beides… Was würde sie erwarten?
 „Nun, da der Frühling endlich seinen Höhepunkt erreicht hat, ist es wieder Zeit für mein Lieblingsprojekt“, setzte Anko zur Erklärung ihrer guten Laune an.
Die Panik verstärkte ihren Griff.
 „Ich kann gar nicht glauben, dass es jetzt schon wieder ein Jahr her ist… Im letzten Jahr war es besonders schön… hihi… Aber genug der Nostalgie. Dieses Jahr wird hoffentlich alle meine Erwartungen übertreffen.“
Mit zwei zielstrebigen Schritten stand sie hinter dem Bollerwagen, nach einem letzten schadenfrohen Blick in die Klassengemeinschaft schnappte sie sich das Ende der Decke, zog und legte so den Inhalt frei.
Die Klasse blickte mit Schrecken in die leeren Augen unzähliger Babypuppen.
 „Ich sehe an euren Blicken, was ihr denkt… Ja, es ist Zeit für das Familienprojekt!“ Eine Puppe nahm sie aus dem Berg heraus um sie der Klasse genauer zu zeigen: „Diese Puppen sind mit den neuesten Hightech-Sensoren ausgestattet und mit meinem Laptop verbunden. Über diesen werde ich sie nachher anschalten. Dann werden sie sich wie echte Babys verhalten. Sie werden schreien, schreien, noch mehr schreien und euch in den Wahnsinn treiben. Zwei lange Wochen. Beide Elternteile bekommen für dieses Projekt dieselbe Note. Ihr solltet also besser zusammenarbeiten, um das Baby so glücklich wie möglich zu machen.“
Anko ließ ein diabolisches Lachen erklingen.
Einer wagte es, sich zu melden: „Ähm… Anko-sensei… Können wir uns unseren Partner selbst aussuchen?“
Ein strenger Blick: „Nein! Natürlich nicht! Sonst hätte ich doch nur halb so viel Spaß!“

~Flashback Ende~


Dass er jetzt zwei Wochen lang jeden Tag Zeit mit Ino verbringen und somit um sein Leben fürchten musste – vielleicht sollte er Shikamaru um Überlebenstipps bitten – war nicht einmal das Schlimmste. Nein. Da Hinata mit ihrem eigenen Baby beschäftigt war, würde sie keine Zeit für ihn haben. Zwei Wochen lang.
 „-ba. KIBA! Hör mir gefälligst zu, wenn ich mit dir rede!“
Kiba schreckte aus seinen Gedanken hoch: „Hm? Was ist denn?“
Unzeremoniell ließ Ino die Puppe auf seinen Schoß fallen, Kibas schnelle Reflexe verhinderten einen Sturz, der sie womöglich zwei Noten gekostet hätte.
 „Ino!“
 „Wir stecken zusammen in diesem Projekt. Ob wir nun wollen oder nicht. Also wirst du auch was tun!“
Kiba schaute sie verwirrt an: „Aber genau das habe ich doch vor fünf Minuten gesagt.“
Ino winkte ab: „Papperlapappblabla. Und jetzt wechsle gefälligst seine Windel. Oder möchtest du, dass unser Sohn stinkend durch die Welt getragen wird?“
Kiba seufzte: „Nein Ino… Natürlich nicht.“
 „Mit der Einstellung werden wir die nächsten zwei Wochen sicher gut miteinander auskommen“, sagte Ino mit einem Lächeln.
Und Kiba konnte nicht anders als sich heimlich einzugestehen… Wenn Ino so lächelte – und nicht herumkeifte wie eine wildgewordene Furie – dann war sie ganz hübsch. Aber würde er es aushalten, die nächsten zwei Wochen nach ihrer Pfeife zu tanzen, ohne irgendwann seine (nicht reichlich) vorhandene Geduld zu verlieren? Nein. Das konnte und wollte er nicht. Und wenn Ino ihn nach Ende des Projekts in Scheiben wieder bei Hinata ablieferte… dann würde Ino Hinatas Krallen zu spüren bekommen.

 „Papa! Ich bin wieder daha!“, rief Ino, als sie den Familienblumenladen mit Baby im Arm und einem murrendem Kiba im Schlepptau betrat.
 „Hallo, mein Butterblümchen! Wie war es in der Schule? Warst du danach noch mit Sakura ein Eis essen?“ Inos Vater kam sogleich aus dem Hinterraum des kleinen Familienunternehmens, ein freudiges Lächeln auf dem Gesicht. Dieses erstarrte jedoch, als sein Blick auf das Bündel in den Armen seiner Tochter fiel.
 „WAS IST DAS?! HAT SHIKAMARU DIR DAS ANGETAN?? OH, WARTE! WENN ICH DEN ERWISCHE!!!“ Schon schnappte er nach der Harke, welche in der Ecke stand.
 „Papa… Beruhige dich“, versuchte Ino, auf ihren aufgebrachten Vater einzureden.
 „Beruhigen? Ich soll mich beruhigen? Mein einziges, geliebtes Töchterchen hat eine Schwangerschaft vor mir verheimlicht und ist Mutter geworden, mit 17! Warte. Wer ist der Kerl, der da hinter dir steht? War er es etwa??“
Kiba, der das Schauspiel ruhig beobachtet hatte, trat einen Schritt zurück, als Inoichis Blick auf seine Person fiel. Er hatte die ganze Sache schon einmal mit Hinatas Vater durchgemacht. Und sein Hintern schmerzte immer noch von dem Fußtritt, mit dem Hiashi ihn aus seinem Haus geworfen hatte. Mittlerweile war er immerhin für maximal zwei Stunden am Tag unter Aufsicht im Haus erlaubt.
 „Papa! Hörst du mir bitte mal eine Minute zu, bevor du irgendwen abmurksen gehst! Das hier ist eine Puppe – für ein Schulprojekt!“ Zu Demonstrationszwecken schüttelte Ino Klein-Inoichi ein wenig herum. Oder ein wenig sehr. Keine drei Sekunden später war ihr die Puppe aus der Hand gerutscht und hatte Bekanntschaft mit den Fliesen gemacht.
 „..Ups.“
 „… Das gibt mindestens eine Note Abzug…“, murmelte Kiba traurig.
 „Ach, was soll’s. Passiert ist passiert“, kommentierte Ino nur, hob das Baby dann aber auch wieder auf um es Inoichi erneut zu präsentieren.
 „Das hier ist Inoichi Junior, Papa. Wir sollen an ihm das Elterndasein erproben. Dafür hat Anko-sensei uns in Zweierteams aufgeteilt. Kiba hier ist mein Partner für das Projekt. Und da wir uns gemeinsam um das Kind kümmern müssen, wirst du ihn hier öfter sehen.“
 „Du wirst nicht mit ihm alleine in deinem Zimmer sein!“, verbot Inoichi sofort, immer noch wachsam ob der ganzen Situation.
 „Als ob ich das wollte...“ Ino verdrehte genervt die Augen.
Kiba rümpfte die Nase: „Ist es wirklich SO schlimm mit mir?“

~Flashback~


 „Ino... meinst du nicht, dass du ein wenig... übertreibst?“ Sakura schenkte ihrer Freundin über ihren Erdbeereisbecher hinweg ihren verständnisvollsten Blick.
 „Nein! Kiba ist ein absoluter Trottel – wie soll ich zwei Wochen überleben, in denen ich ihn jeden Tag sehen muss? Wie soll Inoichi Junior das überleben? Wenn er das Kind nicht fallen lässt, wird sein Hund ihm ein Bein abnagen – mindestens! Mit Shikamaru wäre es so viel einfacher. Da könnte ich machen, was ich will, und er würde sich nicht unnötig einmischen.“ Entschlossen rammte sie sich geradezu einen Löffel voll Vanilleeis in den Mund.
 „Willst du wirklich die ganze Arbeit alleine machen? Ich meine... guck ihn dir an – er gibt sich wirklich Mühe.“ Sakura deutete mit ihrem Löffel in Richtung der Parkbank gegenüber, wo sie die temporären Väter ihrer temporären Kinder geparkt hatten und diese sich nun der Fütterung selbiger widmeten.
 „DU hast leicht reden, Sakura. Dein Baby ist im Gegensatz zu meinem nicht voller Milch aufgrund der Unfähigkeit deines Partners! Dein Partner springt nicht wie ein aufgescheuchtes Huhn durch die Gegend und ist völlig... überengagiert!“
 „Immerhin ist Kiba engagiert, Ino. Das ist doch das Einzige, was bei der Kindererziehung wirklich wichtig ist – dass man sein Bestes für seine Kinder gibt und sie liebt. Sieht mein Partner so aus als würde er das tun...?“

~Flashback Ende~


Ino seufzte. Sie musste zugeben, dass sie es gewesen war, die das Kind hatte fallen lassen. Vielleicht war es tatsächlich sie, die sich mehr Mühe geben musste. Aber das würde sie natürlich nicht laut sagen.



EXTRA: Ankos Lieblingseltern

Naruto: Und? Und? Welches nette Mädchen bekomme ich denn nun zugewiesen? Sagen Sie schon, Anko-sensei!
Sai: Sieh dich um, Naruto... Siehst du irgendein Mädchen, das nicht schon einen Partner zugewiesen bekommen hat...?
Naruto: Öh...
Anko: Tjaja, leiderleider kommt in dieser Klasse das Männer-Frauen-Verhältnis nicht auf. Deswegen muss ich wohl ein homosexuelles Paar ein Kind adoptieren lassen und – tada! - ihr seid die Gewinner.
Naruto: Gewinner?! Das ist nicht fair, echt jetzt!
Sai: Hm... ob es wohl schon Erziehungsbücher speziell für homosexuelle Paare gibt...?
Naruto: Du willst das doch nicht etwa machen?!
Anko: Du willst doch nicht etwa eine 6 bekommen und riskieren, sitzen zu bleiben...?
Naruto: Wenn Sie so grinsen, sind Sie ziemlich unheimlich, Sensei, echt jetzt!
Anko: Ohh... ich kann noch viel unheimlicher werden, glaube mir. ... ... ... Hier ist euer Kind, viel Spaß damit!
Sai: Komm, Sai Junior, Papa geht mit dir in die Bibliothek.
Naruto: AAAAAAAH!!!


~°~


Author's Note:
Huhu!
Da sind wir mal wieder mit etwas Lesefutter für ... euch. :)
Hach, es macht so viel Spaß, diese Fanfic zu schreiben!
Damit ihr auch schön informiert seid: Vier Kapitel soll es geben, mit folgenden Tauschpaaren (in der Reihenfolge der Kapitel, die noch folgen sollen):
Kiba/Ino
Shikamaru/Tenten
Neji/Sakura
Sasuke/Hinata
Und folgenden "Originalpaaren":
Kiba/Hinata
Shikamaru/Ino
Neji/Tenten
Sasuke/Sakura

Und aus lauter Spaß an der Freude gibt es dann auch für die weiteren Kapitel Extras mit Sai und Naruto (die am Ende nicht zusammenkommen, falls ihr euch das erhofft haben solltet - wir sind leider so gar nicht für Shounen Ai zu begeistern... *hust* so... überhaupt nicht...).

Njoa... ansonsten...
Virtuelles Eis für alle Reviewer! :)
Jans und Lua
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