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Der Abwasch

von monica
GeschichteLiebesgeschichte / P6 / Gen
Ben Kessler Katja Metz
10.08.2009
18.08.2009
3
1.836
 
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10.08.2009 648
 
„Hey!“ rief Ben Katja hinterher. „Soll ich den Abwasch denn ganz alleine machen?“ Katja blieb auf dem Flur stehen und rollte mit den Augen. Mist, sie hatte gedacht, sie könnte schnell davonschleichen. Dirk mit Lothar und Nicki, sowie Harry und Henning im Schlepptau, gingen an ihr vorbei und grinsten.  Ertappt. Gut, sie würde sich in ihr Schicksal fügen.. Katja machte auf dem Absatz kehrt und ging wieder in die Küche des 14. Reviers zurück, wo Ben fleißig die Tassen spülte. „Ah, da bist du ja! Ich hab schon gedacht, du drückst dich mal wieder und lässt mich auch noch abtrocknen!“ Katja zog ein Geschirrtuch aus dem Schrank und nahm Ben die Tasse ab, die er ihr unter die Nase hielt. „Bin ja schon da, reg dich bloß nicht gleich so auf!“ antwortete Katja genervt. Ben spülte weiter und Katja bemerkte, wie viel Schaum sich im Spülbecken türmte. „Braucht der Herr heute gleich ein Schaumbad für seine Hände oder was soll das?“ stichelte sie. Ihr Kollege drehte sich halb zu ihr um und grinste sie an. „Ja klar, Palmolive für extra zarte Hände!“ gab er ihr zur Antwort und zog dabei die nächste Tasse ans Tageslicht. „Iiih, spül nochmal drüber, die sieht man ja vor lauter Schaum nicht!“ drückte Katja sie ihm lachend wieder in die Hand. Dabei berührten sich ihre Hände und ihre Blicke trafen sich.
Katja sah schnell weg, daraufhin konzentrierte sich auch Ben wieder auf den Abwasch. Ihm ging der Nachmittag nicht aus dem Kopf, musste immer noch daran denken, dass sie ihn ohne Vorwarnung geküsst hatte. Ein „rein dienstlicher Kuss“ hatte sie behauptet. Was sollte das denn bitte sein? Sie hätte ihn zur Ablenkung Frau Tersteegens ja auch umarmen können..  Er konnte sich keinen Reim darauf machen. Sollte er sie doch mal deswegen ansprechen? Jetzt war sie wie ausgewechselt, nicht mal seine Sticheleien schienen ihr etwas auszumachen. Vielleicht hatte sie heute einen guten Tag und würde nicht gleich wieder rumzicken, wenn er das Thema nochmal zur Sprache brächte.
Gleichzeitig dachte auch seine blonde Kollegin an den vergangenen Einsatz und auch sie fragte sich, was in diesem Augenblick mit ihr los gewesen war. Gut, sie war nervös geworden, dass ihre Tarnung auffliegen könnte, aber wieso hatte sie Ben dann gleich geküsst!??! Ihre innere Stimme fragte zurück „weißt du das wirklich nicht?“ Doch sie wusste es. Auch wenn Ben zu verdutzt gewesen war, um ihren Kuss zu erwidern, sie hatte es genossen. „Willst du ihn deswegen vielleicht auch nicht mehr aus deiner Wohnung haben?“ meldete sich ihr Gewissen wieder. „Möglich…“ lautete ihre Antwort. Sie wollte es zwar nicht so ganz wahrhaben, aber seit dem Kuss hatte sie weiche Knie und Schmetterlinge im Bauch. Nur Ben sollte das nicht merken…
Ben ließ ein bißchen Wasser über die Tasse laufen und zog fragend eine Augenbraue hoch. „Besser so Madame?“ Katja runzelte prüfend die Stirn. „Neeee.. Da ist noch was und da auch und..“ „Pass auf du! Sonst…“ drohte Ben mit seinem „schaumigen“ Zeigefinger. „Sonst was???“ äffte Katja und grinste ihn frech an. Blitzschnell nahm Ben eine Hand voll Schaum, holte aus und bewarf Katja damit. Sie hatte damit gerechnet, schubste ihn ein Stück zurück, damit sie besser ans Waschbecken gelangen konnte und schaufelte ihrerseits eine Hand voll Schaum heraus, um ihn auf Ben zu werfen. Und schon hatte auch Ben wieder Schaum nachgeladen und der Kampf artete in eine waschechte Schaumschlacht aus. Katja drückte Ben mit einer Hand von sich weg, während sie mit der anderen immer wieder Schaumnachschub schäffelte und Ben schob seinerseits Katja aus dem Weg, um besser ans Waschbecken gelangen zu können. Sie versuchte seine Hand zu greifen, er war schneller und hielt sie fest. „Waaa! Neiiiin! Lass los! Wag es ja nicht! “ kicherte Katja, doch er dachte nicht im Traum daran. „Hahaaaaa!“ triumphierte er, aber Katja wand sich wie eine Schlange, um der Attacke zu entgehen. „Na warte, wenn ich loskomm!!“
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