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Ready 4 Love?

von Lilly-san
Kurzbeschreibung
GeschichteFreundschaft, Liebesgeschichte / P16 / Het
Antony Daniel Costa Duncan Matthew James Inglis Lee Ryan OC (Own Character) Simon Solomon Webbe
06.08.2009
23.06.2022
61
156.859
 
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22.09.2021 2.167
 
Etwas gelangweilt blätterte Simon in einer Jugendzeitung herum, welche seine Tochter Alanah in seinem Auto vergessen hatte, während er gespannt darauf wartete das Lee, Antony und Duncan zu ihrem gemeinsamen Treffen in die Plattenfirma kamen. Noch immer konnte er es kaum glauben, dass heute der Tag der Tage sein sollte und hoffte, dass alles ohne Komplikationen vonstattenging und sie vier bald wieder zusammen unterwegs waren. Es war so lange her …

Nach Carinas abrupten Verschwinden im letzten Jahr und der Veröffentlichung kurz darauf von seinem Album war Duncan tief abgestürzt, sodass aus der geplanten Reunion am Ende des Jahres von Blue, eine komplette Trennung wurde. Acht verdammt lange Monate hatte der Sturz des Sängers gedauert, ohne das die drei etwas ausrichten konnten. Jeder Versuch von ihnen, ihm zu helfen, schlug fehl. Sie kamen nicht mehr an ihn heran. Duncan hatte sich völlig abgeschottet und von ihnen zurückgezogen. Sein Leben bestand nur noch aus Clubs, Partys, Alkohol und was ihm sonst noch in die Finger kam und dem üblen Kater am nächsten Morgen.

Dann, nach etwa sieben Monaten, lernte er während einer der nächtlichen Feiern Diana kennen und fand mit ihrer Hilfe langsam den Absprung und der Gedanke an eine Reunion blitze auf. Doch der Plattenfirma war eine Wiedervereinigung zu riskant und sie gab erst grünes Licht dafür, wenn Duncan sich einer Therapie unterzog. Sechzehn Wochen Klinik forderten sie, um ganz sicherzugehen. Das war vor knapp fünf Monaten und heute würden sich alle wieder treffen, um über das geplante Comeback zu sprechen.

Jeder von ihnen hatte im vergangenen Jahr eine eigene CD auf den Markt gebracht, welche sich gut verkaufte. Dennoch fehlte etwas. Es war nicht dasselbe. Das wussten alle und jeder von den dreien hoffte, dass der Vereinigung nun nichts mehr im Weg stand. Es kam ganz alleine auf Duncan an.




»Hi Si!«, begrüßten einige Zeit später Antony und Lee ihren Bandkollegen und Freund freudestrahlend, als sie in den Besprechungsraum der Plattenfirma traten. »Du bist schon da. Schön dich zu sehen.«

Simon legte die Zeitung zur Seite, stand auf und umarmte seine Freunde. Es war wirklich eine verdammt lange Zeit her, dass sie alle zusammen waren und es zeigte, das telefonieren nicht das Gleiche war, wie sich persönlich zu sehen. »Hi Leute! Habe Alanah heute Vormittag wieder zu ihrer Mutter gefahren. Und da ich heute sonst nichts weiter geplant habe, bin ich schon hier.«

»Du schaust gut aus. Richtig entspannt«, meinte Lee und klopfte dem dunkelhäutigen Sänger auf die Schulter.

»Danke. Ihr aber auch. Die Zeit scheint euch ebenfalls gutgetan zu haben.«

Antony nickte und Lee setzte sich an den Tisch. »Ja, sie war recht interessant und aufregend. Aber ich freue mich ungemein, dass wir wieder was gemeinsam machen. Ohne euch ist es nicht das Gleiche. Ihr habt mir echt gefehlt. Ihr alle.«

»Da kann ich dir nur zustimmen«, nickte Antony, ließ sich ebenfalls an dem Tisch nieder und nahm sich etwas von den Getränken, die bereitstanden. »Es war schön und lehrreich, aber es ist gut, wenn es nun vorbei ist.«

»Was liest du denn da?«, fragte Lee neugierig wie eh und je und griff Sekunden später nach der Zeitung, die auf dem Tisch lag. »Bist du dafür nicht ein bisschen zu alt?«, lachte er, als er das Cover sah. »Wie süß, Costa. Unser Si liest eine Jugendzeitschrift.«

»Alanah hat sie in meinem Auto vergessen«, verteidigte sich Simon, während die beiden anderen in Gelächter ausbrachen.

»Das hätte ich an deiner Stelle jetzt auch gesagt. Wie gut, dass du eine Tochter hast«, gluckste Lee.

»Ach denkt doch, was ihr wollt«, brummte Simon. Konnte sich jedoch ein Grinsen nicht verkneifen.

»Steht denn wenigstens etwas Interessantes drin?«, wollte Antony wissen, nachdem er und Lee sich beruhigt hatten.

»Na über uns bestimmt nicht«, lächelte Lee. »Oder hat es Dunc mal wieder in die Schlagzeilen geschafft?«

Simon schüttelte den Kopf.

»Na dann ist die Ausgabe wirklich uninteressant.«

»Ich weiß nicht recht«, legte der Sänger den Kopf schief.

Antony zog eine Augenbraue in die Höhe. »Wie meinst du das, Si?«

Simon seufzte, nahm die Zeitung wieder in die Hand und blätterte einen Moment, ehe er halt machte und die nun aufgeschlagene Seite seinen Freunden auf dem Tisch präsentierte.

»Das ist ein Bericht über eine Gruppe«, meinte Antony, als er die Seite überflogen hatte.

»Bittersweet Frenzy … Das ist doch diese finnische Metalband, oder?«, überlegte Lee. »Sind die nicht gerade schwer am Kommen? … Seit wann interessierst du dich denn für die?«

»Eigentlich gar nicht. Mir ist da nur etwas ins Auge gesprungen, was mich ein wenig ins Grübeln gebracht hat.«

»Was ist dir ins Auge gesprungen?«

»Seht euch die Bilder doch mal an.«

Lee und Antony beugten sich wieder über den Artikel.

»Also ich sehe da nur die Band Party machen und der Sänger vergnügt sich mit einem Mädel. Was bringt dich da ins Grübeln, Si?«

»Sieh doch genauer hin.«

Lee nahm die Zeitung nun in die Hand und betrachtete ausgiebig die Bilder, welche die Gruppe ´Bittersweet Frenzy` bei einer Party zeigte. Alle Bandmitglieder feierten ausgelassen die Veröffentlichung ihrer CD, während es sich der Sänger der Gruppe mit einem Mädel auf seinem Schoss auf einer Couch gemütlich gemacht hatte und dem Anschein nach Lippenakrobatik betrieb. »Und?« Fragend sah Lee wieder auf und zuckte mit den Schultern. »Was ist dabei? Der Typ baut Druck ab. Was gibts da zu grübeln?« Lee setzte sein freches Grinsen auf und legte die Zeitschrift zurück auf den Tisch. »Mit so einem Girl auf dem Schoss denkst du nicht ans Feiern, wenn die willig ist. Der Kerl macht es richtig. Würde ich nicht anders machen.«

Antony grinste.

Simon verdrehte die Augen. »Ich rede nicht von dem Typen. Ich rede von dem Girl auf seinem Schoss.«

»Heißes Gerät, ohne Zweifel und definitiv willig«, nickte Lee. »Mit den Kleidern ist klar, worauf sie aus ist.« Dann betrachtete er ein anderes Bild, auf dem der Sänger mit einer brünetten Frau unterwegs war. Er aß ein Brötchen, während die Frau mit Handy am Ohr telefonierte. Ihre Ballonmütze war tief ins Gesicht gezogen. Lee überflog den Text zu den Bildern. Es handelte sich wohl bei diesem Bild um eins, mit seiner Freundin. So wurde zumindest gemutmaßt, da man beide des Öfteren zusammen sah. »Und weiter?«

»Mensch. Sitzt ihr denn auf den Augen?«, knurrte Simon plötzlich.

»Ich habe keine Ahnung, auf was du hinaus willst, Si.«

»Seht euch die Tattoos auf ihrem Rücken an.«

Wieder beugten sich Lee und Antony gemeinsam über die Zeitung.

»Eine Sternensammlung auf der linken Schulter und … irgendetwas mit Flügeln am Steiß«, zählte Antony auf. »Seine Hand verdeckt es.«

Lee kniff die Augen zusammen. »… Ein Notenschlüssel …« Er sah auf seinen eigenen Notenschlüssel am linken Handgelenk. »Ein Notenschlüssel mit Flügeln …«

»Das sagt mir doch was …«, dachte Antony nach und richtete sich wieder auf.

»Genau das meine ich«, nickte der dunkelhäutige Sänger.

»Carina.«

Simon und Antony sahen Lee an.

»Carina hat einen Notenschlüssel mit Flügeln am Steiß und Sterne auf der Schulter.«

»Du denkst also auch, das sie es sein könnte?«, fragte Simon skeptisch.

»Aber Carina hat viel längeres Haar als diese Frau da. Und vor allem sind ihre Haare blond. Und diese da ist braun«, entgegnete Antony. »Oder schwarz.«

Lee zuckte mit der Schulter. »Ich habe noch kein ähnliches Tattoo wie Carinas gesehen. Das wäre schon recht ungewöhnlich, wenn sich zwei völlig fremde Menschen zwei völlig gleiche Tattoos stechen lassen. Und das auch noch an exakt den gleichen Stellen«, sagte Lee. »Und für die Haare gibt es einen Friseur.«

»Dann hat sich Carina sehr verändert«, meinte Antony nachdenklich.

»Aber was hat sie, wenn es wirklich Carina ist, wovon wir jetzt mal ausgehen, in Helsinki zu suchen? Und vor allem. Wie kommt sie an diese Typen ran?« Simon betrachtete die anderen Bilder. »Meint ihr, dass es sich um die gleiche Person hier handelt?« Er zeigte auf das Bild, auf dem die Frau mit dem Handy telefonierte.

»Man kann sie mehr schlecht als recht erkennen«, sagte Antony. »Sie hat ihre Mütze so tief im Gesicht sitzen, das es fast vollständig im Schatten liegt.«

»Zumindest hat sie die gleiche Haarfarbe und Länge wie das Girl im Club … Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Girl hier auf dem Schoss dieses Typen Carina ist.« Lee schwieg kurz und überflog den Bericht erneut. »Die Party war vor einer Woche … Sie scheint mit Dunc definitiv abgeschlossen zu haben.«

»Dann lass ja die Zeitung verschwinden, bevor Dunc kommt. Wenn er das sieht, ist er womöglich wieder eine Zeitlang zu nichts zu gebrauchen. Ich bin mehr als froh, dass er sich dem Anschein nach gefangen hat und an andere Girls denkt.«

»Da stimme ich dir zu. Ich bin ja auch froh, dass er wieder auf dem richtigen Weg ist. Doch ich bezweifle, dass es ihm wirklich ernst ist mit dieser Diana«, nickte Lee.

»Wieso?«

»Überlege doch mal. Wenn es ernst wäre, hätte er es nicht gleich an die große Glocke gehangen. Er hätte es wie mit Carina und Leonie gemacht. Erstmal im Stillen. Ohne Presse und desgleichen … Für ihn ist Diana reine Ablenkung. Reines Rumgepoppe ohne Gefühle. Ich sage euch. Sein Herz hängt noch immer an Carina. Es hat ihn bei ihr wirklich schwer erwischt. Hätte er sonst solch einen Absturz gehabt? … Ich glaube sogar das, wenn er die Chance hätte, er sie zurückhaben will.«

»Wer will was zurück?« Plötzlich stand Duncan in der Tür.

»Dunc?«, entwich es Lee überrascht. »Du bist da!«

»Ja?« Der Sänger legte die Stirn in Falten. »Ich kann aber auch wieder gehen, wenn euch das lieber ist.«

»Nein! Quatsch.« Lee sprang von seinem Stuhl auf, eilte zu seinem besten Freund und drückte ihn, ehe er ihn betrachtete. »Es ist so schön, dich zu sehen. Du schaust echt gut aus. Du hast trainiert. Steht dir.«

Duncan nickte. »Etwas, Danke.«

Simon und Antony traten ebenfalls zu ihrem Bandkollegen und umarmten ihn.

»Schön, dass du wieder da bist.«

»Ist nun alles wieder in Ordnung bei dir?«, wollte Simon wissen.

Duncan nickte und sie traten an den Tisch. »Ja. Die Zeit in der Klinik war anstrengend aber ich bin nun bereit.«

»Sehr gut. Dann kann es ja losgehen.«

»Es tut mir wirklich sehr leid, das ich euch habe hängen lassen«, entschuldigte sich Duncan. »Ich hätte die Therapie gleich zu Beginn machen sollen … Ich habe mich unmöglich verhalten. Verzeiht mir.«

»Schon in Ordnung, Dunc«, erwiderte Simon und ihn berührten die ehrlichen Worte seines Freundes. Er schien wirklich alles hinter sich zu lassen. »Im Endeffekt zählt nur, dass du wieder ganz der Alte bist.«

Antony, Lee und Simon setzten sich an den Tisch zurück, während Duncan stehen blieb.

»Danke … Über was habt ihr euch unterhalten, als ich kam? Wer will was zurück?«

»Wir? … Ach, nichts Wichtiges. Nur belangloses«, sagte Lee und Antony nickte kräftig, während Simon versuchte unauffällig die Jugendzeitschrift, welche noch immer auf den Tisch lag, hinter seinem Rücken verschwinden zu lassen. Doch ohne großen Erfolg. Duncan hatte die Zeitung gesehen und schnappte sie sich, ohne das die drei anderen es verhindern konnten.

»Hey Dunc …«, versuchte Simon, Duncan die Zeitung wieder abzunehmen. »Gib sie mir zurück. Alanah wird mir den Kopf abreißen, wenn die Zeitung auch nur den kleinsten Hauch einer Beschädigung aufweist. Die Teile sind ihr heilig.«

»Die Zeitschrift ist doch völlig in Ordnung«, meinte Duncan, während er sich die Seite ansah, welche schon aufgeschlagen war. »Und warum sollte ich die Zeitung beschä-«. Duncan stockte und seine gesamte Konzentration lag im Betrachten und lesen des Artikels.

»Dunc. Gib mir die Zeitung«, versuchte Simon es erneut. Doch Duncan entzog sie ihm wiederholt. Mit starrem Blick sah er sich die Bilder an.

»Dunc?«, versuchte Lee, Duncans Aufmerksamkeit wieder zu erlangen.

Duncan verharrte einige Zeit in der Starre, ehe er den Blick mit einem Seufzer von der Zeitschrift abwendete.

»Alles OK?«, wollte Antony wissen.

»Ihr wolltet diesen Bericht vor mir verstecken«, meinte Duncan und sah jeden der drei an.

»Nun … Weißt du …«, stammelte Lee und suchte nach den richtigen Worten.

»Ihr glaubt, das es Carina ist, richtig?«, fragte Duncan frei heraus und deutete auf das Bild der Frau, auf dem sie auf dem Schoss des Sängers saß.

»Also …«, sagte Antony. »Wir wissen es ja nicht wirklich und-«.

»Es ist Carina. Daran besteht gar kein Zweifel«, bestätigte Duncan.

»Woher willst du-?«

»Ich würde Carina überall erkennen. Selbst nur durch ihren Rücken und …« Duncan warf noch einmal einen Blick in die Zeitung, ehe er sie dann zuklappte und achtlos zurück auf den Tisch warf. »… mit neuem Look … Recht billig, oder? … Na ja. Einmal Rampenlicht gewöhnt, immer Rampenlicht. Egal wie«, zuckte er mit der Schulter. »Hat wohl die Aufmerksamkeit vermisst.«

»Dunc?!«, sagte Antony bestürzt über die eisige Tonlage in Duncans Stimme.

»Was? Ich sage nur meine Meinung.«

»Carina war deine Freundin!«

»Ganz genau, Lee. Sie WAR meine Freundin. Das ist vorbei. Jetzt ist sie das Flittchen von irgendeinem Sänger.« Duncan setzte sich und griff nach den Getränken.

»Wir könnten herausfinden, wo sie genau wohnt und-«.

»Ich will nicht mehr über sie reden, Lee«, fuhr Duncan seinem Freund dazwischen und stellte die Wasserflasche fester als nötig zurück auf ihren Platz. »Vorbei ist vorbei. Sie interessiert mich nicht mehr … Lasst uns jetzt über Wichtigeres reden. Deshalb sind wir hier.«
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