The Suite Life after on Deck - "May I have this dance?"

GeschichteAllgemein / P6
Cody Martin Maddie Fitzpatrick Zack Martin
06.08.2009
20.09.2009
5
11182
1
Alle Kapitel
28 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
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Autorin: Inselträumerin

Fandom: Zack & Cody

Genre: ein Mix aus Humor, Drama und Romanze

Disclaimer: Alle Rechte an Disney, ich habe mir die Charaktere und Schauplätze nur geliehen. Das Copyright für diese Story liegt selbstverständlich allein bei mir!

A/N: Es werden 5 Kapitel. Lasst euch bitte nicht davon irritieren, dass ich hin und wieder englische Sätze eingestreut habe – es hält sich damit in Grenzen, nur gefallen mir diese Zitate im englischen Original besser als auf Deutsch.

Widmung: Die geht zuallererst an diese beiden Jungs, nämlich Dylan und Cole Sprouse (die vorgestern ihren 17. Geburtstag feiern durften, wie hier angemerkt sei^^), weil sie meinem Leben eine neue Wendung gegeben haben und ich vermutlich noch nie so viel gelacht habe. xD Und dann bedanke ich mich ganz herzlich bei meiner Freundin Chris, ohne die ich niemanden hätte, mit dem ich diese neu gewonnene Sucht so gut teilen könnte. ;-) Es ist so wahnsinnig toll, dass es dich gibt, danke für alles! :-)

Kurzbeschreibung: Das Jahr an Bord der S.S. Tipton geht zu Ende und für Zack, Cody, London und Mr. Moseby bedeutet das die Rückkehr ins Tipton-Hotel. Aber einer von ihnen will sich nicht mit seiner Vergangenheit auseinandersetzen und deshalb das Schiff nicht verlassen. Wird es dennoch ein Wiedersehen geben für Zack und das einzige Mädchen, das er je wirklich geliebt hat – Maddie?!

Songtext: Mir erschien für diese Story das Lied "The Promise" von Tracy Chapman so passend. Deshalb habe ich für jedes Kapitel einen Auszug daraus gewählt.

Trailer: Gibt es! Ihr findet ihn in meinem Account: www.youtube.com/user/Inseltraeumerin


Enjoy, guys! ;-)



„May I have this dance?“



Kapitel 1: Bye-bye sweet life


If you wait for me then I’ll come for you
Although I’ve travelled far
I always hold a place for you in my heart
If you think of me, if you miss me once in a while
Then I’ll return to you
I’ll return and fill that space in your heart



Die Sonne brannte vom wolkenlosen Himmel. Vor mir stand ein frisch gemixter Drink, der so viele Obstsorten enthielt, dass ich mir unmöglich alle ihre Namen merken konnte, garniert mit Schokostückchen und Zimt. Und in genau dem Augenblick, in dem ich die so lecker aussehende Köstlichkeit in einem einzigen Zug runterkippen wollte, schlenderte die noch appetitlichere Blonde vom Vorabend auf mich zu.

Dieser Tag war einfach viel zu gut, um mein letzter an Bord der S.S. Tipton zu sein. Frustriert schob ich mein Glas zur Seite und verzog meine Mundwinkel nur zu einem halbherzigen Grinsen, als der Barhocker direkt vor mir in Beschlag genommen und mir selbst ein zuckersüßes Lächeln präsentiert wurde.

„Na, Zack …“

„Na …“ Mist, wie war doch gleich ihr Name? Für so was hatte ich einfach kein gutes Gedächtnis. Als ob du für irgendetwas auf dieser Welt ein Gedächtnis hättest!, konnte ich Codys Klugscheißer-Stimme förmlich in meinem Kopf hören. Egal, ich würde das Bienchen heute sowieso zum letzten Mal sehen. Womit wir wieder beim Thema wären …

„Zack, was machst du denn noch hier?“, quatschte mich mein kleiner Bruder von der Seite an. Oder eher großer Bruder? Manchmal war ich mir nicht sicher, ob wir nach der Geburt nicht doch vertauscht worden waren und Cody in Wirklichkeit der Ältere war. Denn irgendwie war es schon erschreckend, mit jedem Tag ein Stückchen mehr zu ihm hoch schauen zu müssen.

„Was soll ich hier machen?“, knurrte ich zurück und begann, mit dem knallroten Strohhalm in meinem Cocktail herumzustochern. „Meine Arbeit, was sonst?“

Cody zog beide Augenbrauen hoch. „Dir ist schon bewusst, dass wir in“, ein kurzer Blick auf seine Armbanduhr, „genau drei Stunden, zwölf Minuten und fünfdreiviertel Sekunden in Boston anlegen? Und du bis dahin all deine Sachen eingepackt haben musst? Kann ja dauern bei dem Chaos …“

Ich zuckte nur die Achseln und nippte an meinem Glas. Ein Schluck Freiheit … ein Schluck Unbeschwertheit … ein Schluck Maddie …

Etwas zu heftig donnerte ich den Drink zurück aufs Tresen und wischte mir mit dem Ärmel über den Mund. Was musste ich denn ausgerechnet jetzt wieder an Maddie denken? Das war so unfair. Ich sollte meine letzten Stunden an Bord dieses Schiffes genießen – mit allem, was dazu gehörte, inklusive dieser ansehnlichen Frucht direkt vor meinen Augen, die unter Garantie noch weitaus mehr Zucker enthielt als mein Getränk. Stattdessen war ich mit meinen Gedanken bereits in Boston und ganz ehrlich: Ein 24-Stunden-Mathe-Marathon hätte nicht schlimmer sein können.

Mein kleiner-großer Bruder hatte inzwischen den Schlüssel zu seinem nervtötendsten Benehmen gefunden. Hätte mich auch gewundert, wenn die Suche noch länger gedauert hätte …

„Zack“, sagte er und bedachte mich doch tatsächlich mit einem Blick, der Miss Tutweiller alle Ehre gemacht hätte. Toll, endlich war ich unsere Lehrerin los und jetzt stellte sich raus, dass sie im vergangenen Jahr ausgerechnet auf meinen Zwillingsbruder abgefärbt hatte. Fehlte nur noch, dass sie ihn einer speziellen Ausbildung unterzogen und keiner von uns was davon gemerkt hatte. So was konnte auf Dauer doch nicht gesund sein!

„Cody?“, nölte ich zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.

„Komm mit.“ Sprach’s, packte meinen Arm und schleifte mich davon, in Richtung Kabinen. Und ich wehrte mich nicht mal. Irgendeine hochgefährliche Krankheit musste mich plötzlich befallen haben, sonst hätte ich das garantiert nicht mit mir machen lassen.

„Puh, was riecht hier so eklig?“, fragte Cody angewidert, als er mich in mein Zimmer geschubst hatte, und hielt sich demonstrativ die Nase zu. „Hast du mal ’ne Wäscheklammer für mich?“

„Nee, wozu? So was braucht man ja nur, um Wäsche aufzuhängen, und sehe ich so aus, als hätte ich das nötig?“, konterte ich bloß und ließ mich auf mein Bett fallen. Die Matratze unter meinem Hintern fühlte sich zwar ein bisschen komisch an, aber ich war schlichtweg zu faul, um nachzusehen.

„Du hast dich gerade in einen Teller voller Kartoffelpüree gesetzt“, teilte Cody mir mit und sah aus, als wollte er augenblicklich einen DNA-Test machen lassen, um sicherzugehen, dass er nicht mit mir verwandt war.

„Ach, da ist das Zeug hingekommen“, antwortete ich gleichgültig, zog den Teller mit einem Ruck unter mir hervor und tauchte einen Finger in die zähe, gelbe Masse. „Ich hätte schwören können, dass es mal Spaghetti waren, aber schmeckt trotzdem. Fehlt nur die Tomatensoße.“

„Du bist nicht mein Bruder“, stellte Cody angeekelt fest.

„Das rede ich mir seit 16 Jahren ein“, nickte ich und schnitt eine verzweifelte Grimasse. „Aber Mom ist anderer Meinung. Leider. Wieso hast du mich eigentlich von meiner Arbeit weggeholt?“

„Weil“, er deutete auf den Fußboden, „wir in ungefähr drei Stunden dieses Schiff verlassen werden und du bis dahin alles eingepackt haben musst. Und komm bloß nicht auf den Gedanken, dass ich dir dabei helfe!“

Ich schaute ihn mit ausdrucksloser Miene an. „Musst du nicht. Ich bleibe hier.“

„Ähm, wie bitte?“ Ganz klar, jetzt hielt er mich für durchgeknallt. Wobei, wann tat er das nicht?

„Hast du was an den Ohren? Ich bleibe hier. H-i-e-r. Ich will nicht nach Boston zurück.“ Erneut versenkte ich meine Hand im Teller. Das Essen schmeckte hier definitiv besser als von unserer Mutter gekocht, selbst nach zwei bis drei Wochen Aufenthalt in meiner Kabine. Und abgesehen davon gab es noch mindestens 4000 weitere gute Gründe, ein Leben auf hoher See nicht so einfach aufzugeben. Von denen ungefähr 3998 den Namen Maddie trugen, zugegeben.

„Zack, jetzt lass den Blödsinn.“ Genervt schüttelte mein Bruder den Kopf. „Wir haben das Jahr alle genossen, aber alles hat mal ein Ende. Freust du dich denn  gar nicht auf Mom? Und auf Dads Besuche? Denk doch daran, wie viel Spaß wir immer hatten … mit Arwin und Esteban …und Mad-“

Weiter kam er nicht, denn in diesem Augenblick flog ihm eine Portion Püree um die Ohren. „Kein Wort mehr!“, schnauzte ich ihn drohend an.

Verdattert starrte er mich an. „Hast du sie noch alle?! Na warte!“, funkelte er zurück, riss mir den Teller aus der Hand und klatschte mir die matschigen Reste ins Gesicht.

Ich wischte mir den Brei aus den Augen. „Cody, hör einfach auf. Ich hab keine Lust, mich mit dir zu streiten, kapiert?“

„Oh Mann.“ Er ließ sich auf einen Stuhl fallen, nicht ohne zuvor alle darauf liegenden Klamotten herunterzufegen, und schüttelte erschüttert den Kopf. „Du hast Fieber, eindeutig.“

„Nein! Und jetzt lass mich wieder an meine Arbeit gehen … du kannst alleine wieder bei Mom einziehen. Ein eigenes Zimmer, wolltest du das nicht immer?“, motzte ich und war mit einem Satz an der Tür.

„Du benimmst dich absolut lächerlich! Aber mach doch, was du willst!“, giftete er, während er nach dem erstbesten Handtuch griff, um sich das Gesicht abzuwischen.

„Eins …“, zählte ich laut die Sekunden mit, „ … zwei … und dr-“

„Ahhh!“, kreischte Cody los und schmiss das Handtuch in hohem Bogen von sich, genau in meine Richtung. Ich bückte mich und das Teil sauste über mich hinweg an die Tür.

„Hmpf“, machte es hinter mir. Ich drehte mich um und augenblicklich kehrte mein breitestes Grinsen zurück.

„Oh, Mr. Moseby“, begrüßte ich ihn feixend. „Das hat man davon, wenn man so einfach in fremde Zimmer platzt, ohne anzuklopfen!“

Der Manager zog sich mit spitzen Fingern das Handtuch vom Kopf und ließ es angewidert fallen. „Wer war das?“

„Ich nicht.“ Schadenfroh blickte ich zu Cody.

„Das ist so eklig“, jammerte Besagter los. „Da ist was Braunes dran, das klebt …“

„Ich weiß.“ Für einen Moment war meine sonst so gute Laune wiederhergestellt. „Erinnerst du dich an den Tag, an dem ich den Schokobrunnen reparieren sollte?“

„Das war vor über zwei Monaten!“, kam es gleichzeitig von Cody und Moseby und ich konnte nicht einmal sagen, welcher von beiden fassungsloser klang.

„Na und?“, zuckte ich die Achseln. „Die Frauen aus der Wäscherei sind kurz nach Weihnachten in Streik getreten. Sie haben meine Körbe immer gleich zurückgehen lassen … angeblich wegen unzumutbarer Strapazen …“

„Warum wundert mich das nicht im Geringsten?“, warf Moseby trocken und verächtlich die Nase rümpfend ein.

„Mr. Moseby“, meldete mein Bruder sich zu Wort, „Zack weigert sich, seine Sachen zu packen. Er will das Schiff nicht verlassen.“

„Oh, schön weitergesagt“, meckerte ich ihn an. „Kriegst du jetzt zwei neue Glitzeraufkleber für dein Streberheft?“

Natürlich verzog er sein Gesicht sogleich zu einer beleidigten Grimasse. „Sei lieber froh, dass ich für dich mitdenke, sonst wärst du nämlich hoffnungslos verloren.“

„Und du …“, setzte ich an, doch leider ging Moseby dazwischen, ehe wir uns so richtig in Rage reden konnten.

„Jungs, Auszeit!“, schmetterte er und packte uns beide am Arm. „Zack, du hast noch genau drei Stunden Zeit, dieses Zimmer zu räumen. Viel Glück!“, fügte er süffisant hinzu und ließ seinen Blick über den Fußboden schweifen.

Ich befreite mich aus seinem Griff und seufzte tief. „Tja, wie bedauerlich … wo Sie doch auch wieder ins Tipton-Hotel zurückkehren … das wird wohl ganz wie in alten Zeiten, hm?“

„Vergiss, was ich gesagt habe!“ Offensichtlich hatte es bei ihm schlagartig Klick gemacht, denn seine Augen spuckten bereits dieses fiebrig-gierige Feuer aus, das sich in der Vergangenheit immer nur dann ausgebreitet hatte, wenn er die Hoffnung gehegt hatte, Cody und mich loswerden zu können. „Es ist doch nirgendwo schöner als auf dem Meer“, flötete er scheinheilig und richtete seinen Blick auf meinen Bruder. „Cody, willst du nicht auch lieber hier auf der S.S. Tipton …“

„Nein!“, fiel dieser ihm schockiert ins Wort.

„Bist du sicher?“ Jetzt wedelte Moseby tatsächlich mit ein paar Geldscheinen herum. Dabei war Cody doch völlig unbestechlich. Im Gegensatz zu mir …

„Danke, sehr nett von Ihnen“, sagte ich, grabschte ihm die Kohle aus der Hand und machte, dass ich weg kam. Mit direktem Kurs zum Oberdeck, um wieder Drinks zu mixen und nicht mehr daran denken zu müssen, was in drei Stunden passieren würde …


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Ich schätze, das nächste Kapitel werde ich dann in 4 oder 5 Tagen online stellen. Bis dahin dürft ihr mir gern sagen, was ihr von diesem hier haltet. ;-)

Liebe Grüße, eure Träumerin