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BraveStarr: Amantes amentes

von MariLuna
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Brave Starr Stampede Tex Hex
27.07.2009
14.08.2009
28
56.753
1
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111 Reviews
Dieses Kapitel
4 Reviews
 
27.07.2009 1.478
 
~ Brave Starr ~

Gott, welch ein Tag!
Wir haben – ach, keine Ahnung, wie oft wir uns heute gegenseitig immer wieder an den Rand des Wahnsinns getrieben, über die Klippe gestoßen, vernascht  - und was weiß ich, wieviele nette Ausdrücke es dafür noch gibt – haben.
Dieser Tag hatte etwas von einer Sex-Orgie an sich, obwohl zu einer Orgie ja immer mehr als zwei gehören.
Egal. Es war ein verdammt schöner Sonntag.
Der beste meines Lebens.

Und jetzt lassen wir diesen Tag gemütlich ausklingen. Vipra und Skuzz haben J.B. in Dingo Dans Dingo Bar eingeladen und bringen sie danach nach Hause, wir haben also sturmfreie Bude. Wir haben uns auf dieser wunderschönen, breiten Couch ausgestreckt, bei Starblazer und dem Rest der Häppchen, die von diesem Tage übrig sind.
Auf dem großen Flachbildschirm flimmert irgend eine Romanze, aber unsere eigene Romanze ist wesentlich interessanter.
Diesmal bin ich es, der gegen seine Brust gelehnt dasitzt, während er mich hält. Die Fingerspitzen seiner rechten Hand tanzen über meine Schläfe, streichen mir das Haar zurück und schenken mir ganz einfach Wärme.
Vertrauen. Geborgenheit.
Liebe.

Ich will nach meinem Starblazer greifen, doch noch bevor ich die Hand danach ausstrecken kann, erfolgt eine kleine, lässige Geste seitens Tex und die Flasche schwebt schnurstracks in meine Hand. Es ist nicht das erste Mal, daß er an diesem Tage genau zu wissen scheint, was ich will.
Oder was ich fühle.
Und welche Berührungen ich gerade brauche.

Ich stoße mit ihm an und während ich die Flasche an meine Lippen setze und mir einen großen Schluck genehmige, frage ich mich, ob das alles ein Zufall sein kann. Meine freie Hand, die bisher ruhig auf seinem Knie lag, rutscht höher zu seinem Oberschenkel und streicht sanft über die empfindliche Innenseite. Mit einem lauten Zischen zieht Tex die Luft ein und für einen kurzen Augenblick verkrallen sich seine Finger in meinem Haar.

„Brave Starr …“

Mein Name, gehaucht mit einer Stimme, so dunkel wie die Nacht. Mit einer Betonung als sei es ein kostbarer Schatz.
Ich erschauere unwillkürlich und dieses Ziehen in meinen Lenden erwacht auch wieder. Immerhin – wir haben es fast eineinhalb Stunden ausgehalten. Wieso wir uns immer wieder in unsere Jeans zwängen weiß der Geier – es lohnt sich heute überhaupt nicht.
Meine Fingernägel kratzen unüberhörbar über den Jeansstoff seiner Hose und natürlich genau dort, wo es ihn, wie ich weiß, zum Wahnsinn treibt.

„Sag mal, Texie, wie machst du das?“

„Was?“ knurrt er und seine Hand in meinen Haaren verkrampft sich wieder.
Genau wie der Rest von ihm. Ich liebe es, wenn er so widerborstig ist, sich nicht einfach ergibt und dagegen ankämpft. Ich liebe es, ihn immer wieder aufs Neue zu erobern.

„Woher weißt du, was ich will?“

Vielsagend hebe ich meine Starblazer-Flasche, trinke sie aus und lege sie zurück auf den Tisch. Dabei muß ich mich kurzzeitig von ihm lösen. Als ich zurückkehre, begenen sich unsere Blicke, doch ich sehe darin keine Antwort auf meine Frage, nur etwas, das absolut nicht jugendfrei ist.

„Texie?“ frage ich und um meiner Frage etwas Nachdruck zu verleihen, lege ich meine Hände nun beide auf seine Oberschenkel und beginne, kleine Kreise zu ziehen.

„Süsser?“

Er keucht auf. Ich verstärke meinen Druck und lasse meine Finger etwas höher wandern. Er japst regelrecht.

„Ich weiß es nicht“, stöhnt er schließlich.

Inzwischen bin ich an einem Punkt, wo mich die Antwort auf diese Frage weniger interessiert als die Aussicht, ihm noch weitere dieser Töne zu entlocken. Oder zu sehen, wie er sich unter mir windet.
Also richte ich mich jetzt vollends auf, sortiere mich ein wenig, postiere meine Knie jeweils links und rechts von ihm und lasse mich langsam auf seinen Schoß sinken.
Seine Hände sind wieder genau da, wo ich sie haben will – leicht und zart fahren sie die gesamte Länge meiner Arme entlang und  unter den Ärmeln meines T-Shirts bleiben sie schließlich warm und sanft auf meinem Bizeps liegen.
Ich meinerseits lasse meine Finger unter sein Shirt rutschen und streiche ihm seitwärts über die Rippen, schiebe den Stoff dabei in die Höhe und ziehe ihm dann das Shirt – das einmal mir gehörte – kurzerhand über den Kopf.
Dafür müssen seine Hände natürlich ihren Platz an meinen Oberarmen verlassen und als sein Shirt auf dem Boden liegt, folgt ihm meines beinahe sofort.
Seine Hände gleiten an meinen Seiten hinab, und erreichen dann meine Taille, wo sich seine spitzen Fingernägel sofort in mein weiches Fleisch vergraben – wieder genau so, wie ich es haben will.

Lavendelfarbene, warme Haut, feinziselierte Muskeln – ich kann mich daran niemals sattsehen. Wie von selbst streicheln meine Fingerspitzen über jeden einzelnen Muskeln, fahren die Konturen nach, liebkosen den Schwung des Schlüsselbeins.

„Licht aus“, knurre ich wild.

Ein Augenblinzeln später geht die Deckenleuchte aus. Es ist wirklich verdammt praktisch, wenn der Liebste über solch magische Fähigkeiten verfügt. Ein kurzer Griff zur Fernbedienung und der Flachbildschirm erlischt.
Plötzlich ist das einzige Licht, das den Raum erhellt, ein bißchen Mondlicht, das durch die große Panoramascheibe fällt. Das Mondlicht bricht sich in seinen Augen und da ist es wieder – diese Reflexion wie von einem nachtaktiven Tier. Umgeben von einem schmalen Ring aus reinstem Keriumfeuer.

Diese Couch ist wirklich toll – sie knarzt nicht einmal.

***

~ Stella ~

Ich gebe zu, ich bin extrem neugierig. Aber den ganzen Tag schon streifen mich diese gefühlsduseligen Entladungen. Ich bin es einfach satt, immer nur die Echos zu empfangen, jetzt will ich auch mal was geboten bekommen.
Also flugs die Aura unterdrückt und dann in eine dunkle Ecke des Wohnzimmers teleportiert. Der einzige, der das bemerken könnte, ist zur Zeit so benebelt, der würde es nicht einmal bemerken, wenn neben ihm eine Bombe hochgeht. Es ist dunkel, aber meine Drachenaugen haben damit kein Problem.

Meine beiden Liebchen stürzen sich gerade aufeinander als gäbe es kein Morgen.
Schweiß glänzt auf brauner und lavendelfarbener Haut, der Geruch nach Salz, Schweiß, Kokos, Schokolade und einem ganzen Teeladen breitet sich in der Luft aus und wenn sie sich nicht gerade küssen oder beißen, geben sie Geräusche von sich, die mehr Ähnlichkeit mit denen von Tieren als von Menschen haben.

Mit klinischen Interesse beobachte ich, wie sich diese beiden Körper auf der Couch in einem erstaunlich langsamen, ja, fast genüßlichem Rhythmus bewegen. Ich sehe, wie sich lange, spitze Fingernägel in einem breiten Rücken vergraben und dort lange Kratzspuren hinterlassen, wie sich kräftige Hände in einem weißen Haarschopf vergraben und den dazugehörigen Kopf so weit in den Nacken ziehen, bis die Kehle entblößt daliegt.
Lippen, die sich auf eine pochende Pulsader legen und sanft darüber küssen.

Ein heiseres Grollen, dann zuckt Tex’ Kopf ungeachtet der Hand in seinem Haar vor und seine Zähne vergraben sich in Brave Starrs Halslinie. Und zu all den anderen Gerüchen gesellt sich jetzt der von Blut.

Seltsam, je mehr ich diesem höchst seltsamen Treiben dort zusehe, desto wärmer wird mir, bis mir selbst schon der Schweiß auf der Stirn steht und unterhalb meiner Taille ein ganzer Lavastrom erwacht.
Uppsala.
Ich glaube, ich brauche dringend eine kalte Dusche.
Hastig teleportiere ich mich wieder fort, denn wäre ich nur eine Sekunde länger geblieben – ich wüßte nicht, ob ich mich nicht ebenfalls auf diese beiden Liebchen gestürzt hätte.

***

Zwei Stunden später ist es ungefährlicher. Sie schlafen tief und selig.
Ich stehe wieder an ihrem Bett und sehe auf sie hinab. Sie liegen eng beieinander, aber der Marshall hat Tex diesmal schon halb aus seiner Umarmung entlassen. Vorsichtig trete ich noch etwas näher, bis meine Knie fast den Bettrahmen berühren.
Sie tragen beide nur Shorts. Keine Decke und obwohl das Fenster offen steht und die Klimananlage funktioniert, ist es hier drinnen genauso stickig wie draußen. Das ist wirklich ein sehr heißer Sommer dieses Jahr. Genau wie im Wohnzimmer schummelt sich hier ein wenig Mondlicht durchs Fenster herein, es ist ziemlich rötlich angehaucht.

Ich sehe, wie sich Tex’ Brust unter seinen Atemzügen hebt und senkt. Wie gut, daß er auf dem Rücken liegt, das gewährt mir freien Zugang. Eine Einladung, der ich nicht widerstehen kann.

Meine Finger berühren seine Haut, hauchzart, damit er nicht aufwacht. Langsam lasse ich sie über seine Brust gleiten, über die Brustwarzen, das Brustbein, hinunter zu seinem flachen Bauch.
Diese Haut ist so warm und samtig.
So verletzlich.
Ich umkreise mit den Fingerspitzen den Bauchnabel.
Ein leises Geräusch, ein sichernder Blick in sein Gesicht, doch es ist ruhig, entspannt.
Falscher Alarm.
Ich widme meine Aufmerksamkeit wieder seinem Körper.
Meine Hand gleitet tiefer, berührt den Bund seiner Shorts.
Ich zögere, doch nur kurz. Langsam schiebe ich meine Hand unter diesen Stoff.
Mein Geschöpf, nicht wahr? Und ich kann verdammt stolz darauf sein.
Meine Finger wandern weiter.

Ein lauter, tiefer Atemzug, es klingt fast wie ein Schnaufen, hastig ziehe ich meine Hand zurück, da dreht sich Tex auch schon auf die Seite, schmiegt sich näher an seinen Marshall.

Gut, okay, genug für heute.

Also hauche ich meinen beiden Liebchen noch schnell den obligatorischen Gute-Nacht-Kuß auf und verschwinde wieder.

***
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