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BraveStarr: Amantes amentes

von MariLuna
GeschichteLiebesgeschichte / P16 / MaleSlash
Brave Starr Stampede Tex Hex
27.07.2009
14.08.2009
28
56.753
1
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111 Reviews
Dieses Kapitel
6 Reviews
 
 
27.07.2009 867
 
Disclaimer: L.Scheimer & Filmation gehört alles, ich treib nur etwas Schabernack – gänzlich gratis natürlich

Ich wollte Stampede mal aus der Nische des grausamen Untiers befreien … hier wechseln wieder die POVs ziemlich wild durcheinander
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1. Kapitel: Neues und Altes

~ Stampede ~

Nein.
Nein.
Das auch nicht.
Liebe Güte – nein!
Wie kann so eine leichte Übung nur so schwer sein?
Etwas frustriert trete ich wieder vom Bildschirm zurück.
Leider habe ich hier keinen Spiegel, also muß ich mir mit einer Kamera und dem Monitor behelfen, auf dem sonst die Überwachungsbilder oder – was ich aber garantiert niemals offen zugeben werde – meine Seifenopern laufen. Verdammt, ich bin hier eingesperrt, mit irgend etwas muß ich mir doch meine Zeit vertreiben und immer richtig böse und gemein zu sein kann auch ganz schön anstrengend sein, da brauche ich auch mal etwas Entspannung. Und meine Wutanfälle kosten mich auch immer eine Menge Energie.

Einen Spiegel habe ich trotzdem nicht und der Bildschirm ist riesig – jedenfalls erscheint er mir so in meiner jetzigen Gestalt. Also ist mein Abbild genauso groß – was leider den Nachteil mit sich bringt, daß ich jedes Detail überdeutlich erkennen kann.
Vielleicht ist das der Grund, daß ich mich nicht für eine Gestalt entscheiden kann.

Hm, vielleicht stelle ich das alles ja ganz falsch an. Wenn man nicht genau weiß, was man will, sollte man sich vielleicht eher erstmal Gedanken darüber machen, was man nicht will und sein Ziel auf diese Art langsam einkreisen.

Okay, was will ich nicht?

Ich will nicht …
nur meine Größe verändern, aber meine Gestalt beibehalten, weil mich das dann zu einem Hausdrachen machen würde – und ich will definitiv nicht als Schoßtierchen gelten.

Nun, an dieser Stelle meiner Überlegungen war ich schon vor zehn Minuten. Ich weiß, daß ich wahrscheinlich in menschlicher Gestalt viel eher das bekomme, was ich will, weswegen ich schon über zehn Minuten hier stehe und einen Verwandlungszauber nach dem anderen ausprobiere.

Meine Gedanken schweifen kurz ab, doch ich widerstehe dem Drang zu lauschen. Auch wenn es im Wohnbereich des Hexagons keine Überwachungskameras gibt – es fiel mir nicht schwer, dieser Bedingung von Seiten Tex Hex’ damals nachzugeben, denn sein Privatleben oder das seiner Gang hat mich niemals wirklich interessiert, etwas, was sich genaugenommen erst seit wenigen Stunden geändert hat – könnte ich mich jederzeit in den Geist von Tex Hex einklinken, aber auch darauf habe ich schon immer verzichtet – außer bei Bestrafungsaktionen – und ich werde jetzt nicht damit anfangen.
Schon gar nicht, seitdem ich weiß, daß er über dieselbe Fähigkeit verfügt.

Also konzentriere ich mich wieder auf mein derzeitiges Dilemma.

In meiner ursprünglichen Gestalt bin ich weder männlich noch weiblich, ein Unterschied, über den ich mir bisher nie große Gedanken gemacht habe, meine Spezies kann ihr Geschlecht nach Belieben ändern, behält sich dies jedoch nur für die Paarungszeit vor, den Rest unserer Lebenszeit verbringen wir gänzlich asexuell. Ich weiß nicht, warum alle in mir ein Männchen sehen, aber ich schere mich nicht genug um so etwas, um ihnen da zu widersprechen.
Na gut, bisher habe ich mich nicht darum geschert.
Jetzt sieht die Sache etwas anders aus.

Vielleicht ist es das – die Verwirrung, die ich damit hervorrufen werde – weshalb ich mich letztendlich für eine weibliche Gestalt entschieden habe.
Aber auch jetzt bleibt noch immer eine Vielzahl von Möglichkeiten, was Figur, Hautfarbe, Haare, ach, einfach alles betrifft.

Gut, also, ich will nicht –
dick sein.
Klein sein.
Aber auch nicht zu groß.
Schlank, aber nicht schwächlich, ein paar Muskeln sollten schon sein, aber auch wieder nicht zuviel.  
Ich sollte nicht …
aussehen wie die Richterin.
Oder wie Vipra.
Oder gar wie Ally Kingston oder Ursula.
Damit sind die Haarfarben rot, schwarz und blond schon mal genauso gestrichen wie blaue Augen jeglicher Schattierung. So rötlich-goldene Augen wie Vipra möchte ich auch nicht, denn diese Farbe erinnert wohl doch etwas zu sehr an meine eigene. Braun sollte es auch nicht sein, denn die hat schon jemand anders.

Ich glaube, ich sollte mein Aussehen an gewisse Actionfilme anlehnen, wo die Damen mal eine Heldinnenrolle spielen. So wie es aussieht, wird die Sache doch etwas länger dauern als gedacht.
Aber was soll’s – ich habe ja Zeit im Überfluß.

Also falle ich flugs in meine alte Gestalt zurück, mache es mir in meiner Lava gemütlich – oder heißt das Magma? Es ist noch nicht an der Erdoberfläche, aber auch nicht mehr im Inneren, sondern staut sich hier in meiner Höhle … hm, ach, was soll’s, es ist warm und gemütlich – greife zur Fernbedienung und zappe mich durch das heutige Fernsehprogramm.
Irgendwo wird doch bestimmt so eine Actionserie mit einer Kriegerprinzessin oder einer Weltraumpilotin laufen, die die Welt vom Bösen befreit … bei diesem Gedanken muß ich unwillkürlich kichern, weiß ich doch, daß auf diesem Planeten hier ich das Böse verkörpere.

Aber ein bißchen Wehmut ist auch dabei, denn etwas in mir hat sich verändert und das ist gelinde gesagt verstörend.

Neue Sehnsüchte, neue Wünsche sind an die Stelle der alten getreten und noch weiß ich nicht, was ich davon halten soll, aber da ich von jeher nur tat, was ich wollte, sehe ich nicht ein, warum ich das jetzt ändern sollte.
Und eines ist mir gewiß: bei der Befriedigung meiner neuen Wünsche wird mir kein alter, grauhaariger Schamane im Wege stehen.

***
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